Zahnpulver und selbstgemachte Zahnpasta ohne Fluorid

Gut, Zahnbürsten bekommt man zum Glück auch in umweltfreundlich und gutaussehend 😉. Zahnpasta hingegen ist auch ausschließlich in Tuben erhältlich. In Ausnahmefällen in einer Metalltube mit Plastikdeckel, aber das ist auch schon das höchste an Gefühlen.

Trotz des ganzen Mülls – wenn es um Zahnhygiene geht, sind sowohl mein Mann als auch ich sehr sehr pingelig. Er hat extrem empfindliche Zähne und benutzt eine spezielle Zahnpasta aus der Apotheke. Ich habe seit meiner Jugend Parodontitis, sprich, chronisch entzündetes Zahnfleisch, das zu Knochenschwund führen kann – etwas, womit die meisten erst ab 40 Jahren kämpfen. Und wer wie ich im „zarten Alter“ von 31 Jahren bereits zwei nicht wirklich schmerzlose Parodontitis-Behandlungen durch hat, der ist auch durchaus brav dabei und tut alles für eine gute Mundhygiene. Jeden Abend putze ich mir also nicht nur die Zähne mit einer speziellen Zahnpasta gegen Zahnfleischentzündungen, sondern benutze meinen Zungenreiniger und anschließend Zahnseide – egal, in welchem Zustand ich auch vorm Waschbecken stehen mag…

Update 14.04.2016: Es gibt auch Zahnputztabs, die man in Unverpackt-Läden verpackungsfrei kaufen kann. Lush führt auch welche, und beim Hersteller kann man auch welche beziehen, jedoch sind meines Wissens sowohl die von Lush als auch vom Hersteller in kleinen Mengen mit Plastik abgepackt.

Es ist für uns also keine leichte Entscheidung, uns mit anderen Produkten die Zähne zu putzen.

Es gibt aber gute Gründe, Zahnpasta mal skeptisch unter die Lupe zu nehmen:

All diese Köstlichkeiten wie Tenside (ähnlich PRIL), Konservierungsmittel, Geschmeidigmacher, Farben, Emulgatoren, Stabilisatoren, Geruchsbildner, Alkohole und so fort.
Das wollen Sie und Ihr Kind tatsächlich ein Leben lang mehrmals täglich schlucken? Im Ernst?“ – Dr. med. dent. Wolf Brockhausen, Bochumer Zahnarzt

Frau Ding Dong hat sich ebenfalls mit der Problematik auseinandergesetzt und fasst es wie ich finde in ihrem Blogartikel wunderschön humorvoll geschrieben zusammen<3!

Fluorid – umstrittener Wirkstoff

Fluorid ist heutzutage ein selbstverständlicher Bestandteil in fast allen Zahnpastas. Fluorid schützt den Zahnschmelz und schützt so vor Karies heißt es immer. Es werden aber immer mehr Stimmen laut, die vor Fluoriden warnen. So auch der Bochumer Zahnarzt Dr. med. dent. Wolf Brockhausen:

Neben vielen anderen erforschten Wirkungen blockieren Fluoride beispielsweise lebenswichtige Enzym- und Coenzym-Funktionen im Stoffwechsel “ – Quelle: Die Praxis-Homepage von Dr. med. dent. Wolf Brockhausen

Ich habe natürlich auch meine Zahnärztin danach gefragt. Sie stimmt zu, dass Fluoride natürlich auch negative Wirkungen haben können, betont aber, dass die Dosis das Gift mache, und riet mir aber eindringlich davon ab, komplett auf Fluoride zu verzichten.

In einem Spielartikel heißt es beispielsweise:

Fluorid wirkt deutlich stärker als das Zähneputzen an sich.“ – spiegel.de

Frei nach dem Motto „mehr wirkt mehr“ ist in dem Artikel auch von besserer Wirkung bei höherer Dosierung die Rede.

Was genau stimmt, können wir als Laien leider schlecht bewerten. Wir können uns nur informieren und darauf basierend unsere ganz eigene Entscheidung treffen – und darauf hoffen, dass wir richtig lagen.

Update 14.04.2016

Fluorid ist nicht der einzige Stoff, der karieshemmend wirkt. Birkenzucker Xylitol verhindert ebenfalls Karies und kann man meines Wissens zumindest im Unverpackt-Laden Einzelhandel in Münster unverpackt beziehen. In Apotheken hatte ich da bisher leider kein Glück.

Wer nicht auf Fluorid verzichten möchte, kann sich in fast jedem nicht-Discounter-Supermarkt fluoridiertes (und gleichzeitig jodiertes) Salz zum Kochen kaufen. Das kann entweder zum Kochen verwendet werden oder den unten stehenden Rezepten dazu gegeben werden, vorzugsweise vorher im Mixer pulverisiert. Ich würde bei den Mengenverhältnissen so 1/4 bis 1/2 TL dazu geben.

Wie wir das handhaben (wollen)

Mein Mann wird erst einmal – trotz des Plastikmülls – bei seiner speziellen Zahnpasta aus der Apotheke bleiben. Er hat über die Jahre schon viele andere Zahnpastas probiert, und keine davon hilft gegen seine überempfindlichen Zähne.

Ich habe immer noch einige Tuben parodontitisvorbeugende Zahnpasta. Schon seit einigen Monaten verwende ich aber auch Zahnpulver. Auch bin ich vor ungefähr sechs Wochen von der elektrischen auf eine Bambuszahnbürste umgestiegen. Der Zahnarztbesuch letzte Woche hat bestätigt: Meiner Mundhygiene hat es nicht geschadet :).

Mein Plan ist es, weiterhin morgens Zahnpulver, abends Zahnpasta zu verwenden, bis ich dann irgendwann die Zahnpasta aufgebraucht habe. Ich traue mich (noch?) nicht, Fluoride ganz zu streichen, möchte sie aber dennoch auf diese Art und Weise reduzieren. Bis meine Zahnpasta ganz aufgebraucht ist, übe ich das Putzen mit Miswak und der SWAK, denn dafür benötigt man zwar keine Zahnpasta, und dennoch sind darin die für die Mundhygiene empfohlenen Stoffe – wie eben auch unter anderem Fluorid – enthalten.

Update 14.04.2016: Mein Mann ist nun ebenfalls auf Zahnpulver umgestiegen! Und erstaunlicherweise hat er nicht mehr Beschwerden als vorher. Momentan benutzen wir Zahnpulver, das aus reinem (vorher pulverisiertem Natron) besteht. Vor einigen Wochen haben wir noch mal eine angebrochene und in der Umstellung vergessene Tube meiner parodontitisvorbeugenden Zahnpasta (die übrigens hauptsächlich Natron und ätherische enthält – heißt Parodontax) gefunden, die wir jetzt weiter aufbrauchen. Allerdings mögen wir das gar nicht mehr, es fühlt sich einfach komisch auf den Zähnen an.

Von einer ganz lieben Leserin habe ich das Xylitol zugeschickt bekommen, das bei ihr nur im Schrank rumsteht und ich nirgendwo auch nur plastikfrei auftreiben konnte. Noch in der gleichen Woche habe ich in Münster im Unverpackt-Laden Xylitol entdeckt! Tja, wenn schon, denn schon XD. Wenn unser jetziges Zahnpulver aufgebraucht ist, wollte ich mal eine Zahnpasta mit Xylitol und Heilerde anrühren.

An die SWAK habe ich mich leider immer noch nicht gewöhnt. Irgendwie hab ich einfach vergessen, mit ihr zu putzen…

Ansonsten war ich seit diesem Artikel auch schon wieder drei Mal beim Zahnarzt. Ich gehe seit meiner Parodontits-Behandlung Anfang 2015 nun jedes Quartal einmal zur Zahnreinigung hin, aber es scheint alles gut im Griff zu sein, sodass der Abstand beim letzten Besuch im Februar 2016 auf alle 4-5 Monate verlängert wurde. Man ist dort mit meiner Zahnpflege mehr als zufrieden. Bei jedem Besuch werden meine Zähne am Ende fluoridiert, sodass ich denke, dass zusätzliches Fluorid bei mir nun wirklich nicht mehr nötig ist.

Zahnpulver-Rezepte

Dr. med. dent. Wolf Brockhausen spricht sich übrigens für die Verwendung von Zahnpulver aus. Viele Zahnärzte bestätigen, dass es wichtiger ist, mechanisch gründlich zu putzen, als das, womit man putzt. Meine Zahnärztin ist ebenfalls dieser Meinung, ergänzt aber, dass Fluoride enthalten sein sollten. Dies ist bei diesen Zahnpulvern allerdings nicht der Fall.

Generell kann man sich mit folgenden Sachen die Zähne putzen:

  • Natron
  • Heilerde
    • wird in einer Pappschachtel – leider beschichtet – in eigentlich jeder Drogerie oder im Reformhaus verkauft
    • bindet Schwermetalle und viele Giftstoffe, remineralisiert die Zähne
  • Meersalz oder jodfreies Kochsalz
    • gibt es in jedem Supermarkt in einer Pappschachtel – ebenfalls leider beschichtet
    • Meersalz enthält zusätzlich Mineralien
    • Wirkt ähnlich wie Natron

Diese Zutaten können nach Belieben kombiniert werden. Zusätzlich kann Stevia (wird meines Wissens allerdings ausschließlich in Plastikbehältnissen verkauft) dazu gegeben werden. Stevia mildert den salzigen Geschmack von Natron und Salz ab.

Gerade am Anfang ist das Putzen mit Zahnpulver sehr ungewohnt. Es schäumt natürlich nicht und schmeckt sehr salzig. Man tendiert wahrscheinlich aber gerade am Anfang auch dazu, sich die Zähne mit zu viel Zahnpulver zu putzen, weil man ja gewohnt ist, eine große sichtbare Menge Zahnpasta auf den Borsten zu haben. Gerade das macht aber das Putzen mit Zahnpulver geschmacklich zu einer Herausforderung ;). Ich verwende inzwischen viel weniger als vorher und empfinde es langsam sogar als angenehm.

Zahnpulver nach Béa Johnson

Béa Johnson ist die Pionierin der Zero Waste Bewegung und die Person, die mich erst auf Zero Waste gebracht hat. Auf ihrem Blog Zero Waste Home und in ihrem gleichnamigen Buch gibt sie viele handfeste und alltagstaugliche Tipps – vorbeischauen lohnt sich! Viele weitere Rezepte von ihr findet ihr hier.

Ihr braucht:

  • 4 EL Natron
  • 1/4 TL Stevia (optional, mildert den salzigen Geschmack von Natron ab)

Natron und Stevia in einen Streuer füllen. Am besten einem mit einem drehbaren Verschluss für eine leichtere Dosierung – füllen. Zwei Prisen reichen für einmal Zähnputzen.

Mein Zahnpulver

Mein Zahnpulver besteht momentan aus Heilerde, Natron und Stevia zu gleichen Teilen plus pulverisierte Kamille und/oder pulverisierte Pfefferminze. Stevia verwende ich allerdings nur, weil ich zu Hause noch so viel habe und nicht weiß, was ich sonst damit anfangen soll?

Zahnpulver und Bambus-Zahnbürsten

Rechts im kleinen Einmachglas mit Deckel befindet sich das Zahnpulver. Unsere Zahnbürsten brauchen auch keinen spezielle Halterung, sondern fühlen sich in einem leeren Marmeladenglas genauso wohl ;).

Ihr braucht:

  • 1 EL Heilerde
  • 1 EL Natron
  • optional 1 EL Stevia
  • optional 1/2 – 1 EL getrocknete und zerbröselte (Pfeffer-)Minze und/oder Kamillenblüten

In einer elektrischen Kaffeemühle pulverisiere ich die getrocknete zerbröselte Minze oder die getrockneten Kamillenblüten (beides stammte von meinem Balkon). Am besten etwas stehen lassen, sonst kommt einem ganz schön viel Staub entgegen, wenn man die Mühle dann aufmacht ;). Je feiner das gemahlen werden kann, desto besser. Ansonsten knirscht es beim Zähneputzen!

Alle Zutaten vermischen – fertig!

Ich hebe mein Zahnpulver in einem kleinen Einmachglas mit Deckel auf. Wenn ich mir die Zähne putze, befeuchte ich die Borsten meiner (Bambus-)Zahnbürste mit etwas Wasser, schüttle die Bürste einmal aus und drück dann nur die Spitze der Borsten ganz leicht ins Zahnpulver. Das Zahnpulver, das mit den Borsten in Berührung kam bleibt daran hängen, der unberührte Rest bleibt im Glas.

Die Zähne putze ich mir dann wie mit normaler Zahnpasta.

Salbei-Zahnpulver

Dieses interessantes Zahnpulver-Rezept habe ich hier entdeckt.

Ihr braucht:

  • 3 getrocknete Salbeiblätter
  • 50 g Salz

Salbeiblätter zerbröseln und mit dem Salz in einem Miniblender (ich denke mal damit ist eine elektrische Kaffeemühle gemeint) pulverisieren. Eine kleine Prise im Mund auflösen und sich dann die Zähne wie gewohnt putzen.

Zahnpasta-Rezepte

Wem beim Zahnpulver der „Frische-Kick“ fehlt, der kann sich auch Zahnpasta mit z.B. Minzöl machen. Allerdings möchte ich anmerken, dass die Verwendung von ätherischen Ölen in Zahnpasta eines der Gründe ist, warum Dr. med. dent. Brockhausen von Zahnpasta abrät ;). Denn ätherische Öle seien eine ganz schöne Keule, die man nicht andauernd anwenden sollte.

Ich selbst habe noch nicht probiert, Zahnpasta selbst zu machen. Das liegt daran, dass ich persönlich versuche, so wenig Kokosöl wie möglich zu verwenden, so gesund und toll es auch sein soll. Denn Kokosöl muss von weither importiert werden und weist allein deshalb schon nicht die beste CO2-Bilanz auf. Wozu sollte ich es also verwenden, wenn ich mit Zahnpulver wunderbar klarkomme ;)? Bei den wasserbasierten Rezepten denke ich wiederum, dass das Pulver hygienischer ist, weil sich Bakterien ohne Wasser einfach schlechter festsetzen können. Aber das kann auch einfach ein Irrglaube von mir sein, denn ich kann mir auch vorstellen, dass die ätherischen Öle und der basische ph-Wert mit dem Natron ausreicht, um den Bakterien den Nährboden zu entziehen.

Kokosölbasiertes Zahnpasta-Rezept mit Natron nach Lauren Singer

Lauren Singer ist wohl die zweitbekannteste Zero Wasterin nach Béa Johnson. Die 23-jährige lebt in Brooklyn in New York fast komplett müllfrei mitten im Geschehen und wurde übrigens auch durch Béa Johnson auf Zero Waste aufmerksam :).

Ihr braucht:

  • 2 EL Kokosöl
  • 1 EL Natron
  • 15 bis 20 Tropfen naturreines ätherisches Pfefferminzöl oder auch anderes Öl

Einfach alles zusammen verrühren. Der Schmelzpunkt von Kokosöl liegt bei ca. 24 bis 28 Grad, d.h. je nach Temperatur ist das Kokosöl flüssiger oder fester. Wenn es sich schwer verrühren lässt, kann man es für ein paar Minuten in warmes Wasser stellen.

Ein sehr ähnliches Rezept mit Erfahrungsbericht findet ihr auf Experiment Selbstversorgung, ein sehr lesenswerter Blog mit vielen nützlichen ökologischen Alltagstipps :).

Update 16.11.2015: Ich benutze nun seit ca. 3 Wochen diese Zahnpasta und muss sagen, dass ich es mir mit dem Öl etwas komisch vorgestellt hatte. Das war aber gar nicht der Fall und durch das Minzöl hat man auch einen frischeren Geschmack im Mund, wie man ihn eher von konventioneller Zahnpasta gewöhnt ist. Für Leute, die sich direkt von Zahnpasta umstellen, wird das wohl eine leichtere Umstellung sein als zu Zahnpulver. Diese Zahncreme erinnert mich mehr an „normale“ Zahncreme als meine vorher gekaufte Zahnpasta von Parodontax, die ebenfalls nur aus Natron (auf der Packung wird das aber schön als „wertvolles Mineralsalz“ umschrieben…), ätherischen Ölen und halt noch Füll- und Schäummitteln besteht.

Eine Sache, die mich aber enorm stört ist das Entnehmen der Zahncreme aus dem Glas. Ich passe sehr drauf auf, nicht mit der Zahnbürste reinzugehen, um die Haltbarkeit nicht durch Verschmutzungen zu verkürzen. Ich muss ich also jedes Mal ein Buttermesser dafür dreckig machen. Da es ja gerade schon kälter draußen wird, ist das Kokosöl auch ziemlich hart und mir nun schon mehrfach von der Zahnbürste gefallen. Auch wenn ich den Minzgeschmack sehr angenehm finde, werde ich wohl danach wieder zu Zahnpulver zurück wechseln.

Kokosölbasiertes Zahnpasta-Rezept mit Heilerde nach Katja M.

Katja habe ich vor kurzem über meinen anderen Blog Cake Invasion! kennengelernt :). Sie kennt sich vor allem im Bereich Naturkosmetik sehr gut aus und lebt sehr gesundheitsbewusst. In ihrer selbstgemachten Zahnpasta verwendet sie Heilerde und Teebaumöl.

  • 3 EL Kokosöl
  • 1 EL Heilerde
  • 1/2 TL Natron
  • 2 bis 3 Tropfen Teebaumöl
  • 1 Prise Zimt

Einfach alle Zutaten zusammen verrühren. Damit sich die Heilerde gut auflöst sollte das Kokosöl flüssig sein. Dazu könnt ihr euer Kokosöl einfach für ein paar Minuten in warmes Wasser stellen.

Wasserbasiertes Zahnpasta-Rezept

Das Rezept stammt von DIY Natural.

  • 4 EL Natron
  • 1/2 TL Meersalz oder einfach jodfreies Salz
  • 5 bis 7 Tropfen Pfefferminzöl oder japanisches Minzöl
  • destilliertes oder abgekochtes Wasser

Natron, Salz und das ätherische Öl vermischen, dabei das Wasser nach und nach dazu geben, bis ihr eine pastenartige Konsistenz habt, die euch gefällt.

Tipps


Es gibt noch unzählige andere Rezepte und man kann sich mit den verrücktesten Zutaten austoben – aber ich bin ein Fan von einfachen Rezepten mit wenigen gut erhältlichen Zutaten :). Wie haltet ihr es? Habt ihr schon Zahnpulver oder selbstgemachte Zahnpasta ausprobiert? Wie steht ihr zu Fluoriden? Gesundheitsschädlich oder gesund für den Zahnschmelz?

68 Kommentare

  1. Mathias Giacomuzzi

    Hi,

    Könnte mir jemand eine Heilerde empfehlen. Es gibt ja so viele.

    Vielen Dank
    Schöne Grüße
    Mathias

  2. Hallo Shia,
    die Rezepte für selbstgemachte Zahnpasta hören sich echt super an und werden bald mal nachgemischt… 😉
    Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob Heilerde auf Dauer so gut für den Zahnschmelz ist, da der Abrieb vermutlich höher ist als bei handelsüblichen Zahncremes . Hast Du hier (Langzeit)Erfahrungen hinsichtlich RDA Werte/Abrasivität?

    Danke und viele Grüße,
    Caro

  3. Pingback: Zahnpasta selber machen - Kraftfutter

  4. Habe die Kokosöl-Zahncreme mit Heilerde ausprobiert und finde sie sehr lecker. Damit sie auch Homöpathie-verträglich ist, habe ich das ätherische Öl weg gelassen. Mir schmeckt sie trotzdem gut. Wenn ich keine Globolis nehme spüle ich mit dem Mundwasser nach, ansonsten lasse ich es weg.
    Man hat auch kein sandiges Gefühl im Mund von der Heilerde. Der einzige Nachteil: Bei der Hitze ist die Zahnpasta immer flüssig, wenn man sie nicht im Kühlschrank stehen hat. Aber bei milderen Temperaturen ist die Konsitenz angenehm.

  5. Parfen Kwas

    Wirklich interessante und nützliche Information in unserer vom Datenmüll dominierter Zeit.

    Ich habe vor einiger Zeit angefangen mich mit alternativen Gesungheitspraktiken zu befassen. Der Anlass dafür war leider nicht Gutes, nämlich Ärztepfusch.

    Besonders Zahnärzte pfuschen generrell sehr gerne. Hier was angebohrt und da was abgeschliffen und zualledem sind das noch die „medizinisch anerkannten Methoden“.

    Ich verwende beim Zähneputzen öfters Xylit (Birkenzucker). Viele Studien sagen, dass dieser Wirkstoff den Kariesbakterien den Nährboden wegnimmt und die Zahnärzte somit verarmen lässt.

    Ich werde die oben aufgeführten Mischungen ausprobieren und dazu etwas Xylit beimischen.
    Das müsste den Zahnschutz erhöhen.

    • Danke, liebe Ingrid :)! Kurkuma soll super sein! Dann aber am besten dunkle Kleidung beim Zähnputzen tragen oder sich gleich nackt die Zähne putzen :)! Ich hatte beim Kochen schon häufiger Kurkuma-Flecken abbekommen und kann aus Erfahrung sagen, dass die echt schwer rausgehen (sie bleichen aber zum Glück in der Sonne aus). LG, Shia

  6. Hier gibt es ein Rezept für Kurkuma-Zahncreme. Ich habe sie noch nicht probiert. Aber vielleicht ist das ja was für die jenigen, die Ingwer und Kurkuma mögen.
    LG Ingrid

  7. Hi Shia,
    Ich war auf der Suche nach einer Mundspülung und bin dabei auf Deinen tollen Blog gestoßen.
    Ich putze mir seit etwa sechs Wochen die Zähne mit einer selbst angerührten Paste. Sie hat fast die Konsistenz einer richtigen Zahnpasta, da ich Xanthan (ein im Reformhaus erhältliches Bindemittel) beigebe.
    Zusätzlich gebe ich folgende Zutaten bei: Hoydrolat (ich koche einfach Salbei und Rosmarin in Wasser aus und gebe es der Mischung bei – es wirkt antibakteriell und gibt Geschmack), Xylith, Xanthan, Natron, ein bis zwei Tropfen Öl (Minze, Lavendel, Teebaum…), getrocknete Minzblätter und Heilerde.
    Etwas verunsichert bin ich durch die Wirkung von Llen, da du diese im Mundwasser ja auch verwendest… ich könnte sie in der Zahnpasta auch ersetzen – aber bei Diener Mundspülung sind sie ja fester Bedtandteil.
    Hast du einen Zero Waste Tip fürs Haare waschen? Ich habe sie mir 4 Monate nur mit Wasser gewaschen. Den Haaren ging es nicht schlecht aber den Staub am Haaransatz habe ich auf Dauer nicht mit Wasser wegbekommen und Zero Waste Seifen für die Haare finde ich machen das Haar sehr spröde…
    Lieben Gruß aus Mainz
    Anne

    • Falls noch aktuell: Natron im Wasser auflösen und damit Haare waschen. Verwende ich seit einem guten Jahr und bin happy!

  8. Hallo liebe Leute! Hallo Shia!

    Zunächst mal: Was für ein toller Blog! Richtig cool, Zero Waste Tipps zu finden, die auch auf die individuellen Herausforderungen in Deutschland abgestimmt sind! Weiter so, ich freue mich auf mehr!

    Ich hoffe, in diesem Forum finden sich erfahrene „Zero-Waster*innen“, die mir heute weiterhelfen können. Ich bin seit vergangenem Sommer auf dem mehr oder weniger kontinuierlichen Weg in Richtung Zero Waste – und am Thema Zahnpasta fast verzweifelt. Ich habe zwei Sorten Tooth Tabs, die Zahncreme aus Kokosöl+Natron+Minzöl+Stevia und das Zahnpulver mit Heilerde+Natron ausprobiert. Alles reinigt prima meine Zähne, aber nach 1-2 Wochen hatte ich jedes Mal total gereiztes, empfindliches, wundes, beim Zahnpulver sogar blutendes Zahnfleisch.
    Habe jetzt erstmal wieder eine Lavera-Zahncreme aus der Tube. Hat vielleicht jemand einen tollen Zero-Waste-Tipp fürs Zähne putzen bei empfindlichem Zahnfleisch? Habe schon feineres Back-Natron (von Arm&Hammer) statt Kaiser-Natron verwendet. Vielleicht irgendwie NOCH feiner mahlen? Besitze nur leider keinen Super-Mixer.
    Freue mich über jede Hilfe!

    Viele Grüße!
    Paula

    • Hi Paula,
      oh, ich habe auch sehr empfindliches Zahnfleisch (da Parodontitis leider), d.h. blutendes Zahnfleisch war bei mir früher ganz normal bis ich das mit engagierten Zahnärzten und inzwischen zwei Parodontitis-Behandlungen in den Griff bekommen habe. Das A und O bei empfindlichem Zahnfleisch:

      1. Weiche Borsten und lernen, nicht so feste aufzudrücken. Hydrophil hat auch Bambuszahnbürsten mit weichen Borsten. Mir hatte der Trick geholfen, die Zahnbürste wirklich nur mit Daumen und Zeigefinger anzufassen, denn so kann man keinen starken Druck ausüben.
      2. Natron vorher im Mund auflösen, wenn du keinen Mixer oder keine Kaffeemühle hast, womit du das pulverisieren kannst.
      3. Jeden Tag Zahnseide, gerade da, wo es blutet! Denn da sind die Entzündungen und d.h. es ist besonders wichtig, den Plaque dort wegzubekommen.
      4. Zungenreiniger benutzen, es gibt welche aus Edelstahl, aber die bekommt man schwer vor Ort (meine hatte ich bei SWAK auf einer Messe gekauft). Ein Esslöffel tut’s aber auch.
      5. Probier auch mal meine antibakterielle Mundspülung, eine Minute im Mund lassen

      Ich hoffe, dass du das damit in den Griff bekommst. Das klingt nämlich wirklich eher nach mechanischen Verletzungen auf empfindlichem Zahnfleisch an. Wenn nicht: Ab zum Zahnarzt ;). Denn ich bin keine Zahnärztin, und bei dir kann es ganz andere Ursachen haben.
      Liebe Grüße,
      Shia

      • Liebe Shia!
        Super, das sind ja schon mal ne Menge Tipps, die ich ausprobieren kann! Vielen Dank, dir!!
        Ich war tatsächlich gerade vorgestern zu meiner jährlichen Vorsorgeuntersuchung beim Arzt (alles prima! Juhu!) und hab da auch noch mal nachgefragt. Den Tipp mit der weicheren Bürste hab ich da auch bekommen. (Besser spät als nie?) Ich hoffe, sobald ich meine Putzroutine ausgefeilt habe, dem Zahnputzpulver eine zweite Chance – mit mehr Erfolg – geben zu können.
        Viele Grüße aus dem Harz!
        Paula

  9. Hallo Shia, weißt du ob man selbstgemachte Zahnpasta oder Zahnpulver auch mit B12 anreichern kann und wenn ja in welcher Menge? Oder wie nimmst du sonst B12 auf.

  10. Hey ho Shia !

    hab eben grad auf Arte deinen Bericht gesehen und mich direkt mal auf deiner website durchgeklickt, um ein paar Life-Hacks abzukupfern 😀
    Die Haltbarkeits-Problematik der Zahncremes durch Verunreinigungen könnte man doch je nach Zähigkeit der Creme auch durch Verwendung einer Spritze (natürlich aus Glas ; P ) vorbeugen. Ich werds die Tage jedenfalls mal ausprobieren !

    LG, Ololio

  11. Pingback: Unverpackt, regional UND saisonal einkaufen? Unsere Erfahrung nach 8 Monaten – Wasteland Rebel

  12. Ich verwende seit einigen Monaten afrikanische Naturseife aus Sheabutter und Kräuterasche als Zahnpasta, die ich auf der „Rohvolution“ kaufte. Man kann sie auch per e-Mail od telefonisch bei Labite Agnitevi bestellen. Sie ist leider in ein kleines Stück Klarsichtfolie und Stoffsäckchen verpackt. Ich stelle mir mit Wasser eine Flüssigseife daraus her. Wenige Tropfen genügen – soll gleichzeitig antibakteriell sein. Nehme diese Seife auch für die Körperpflege von Kopf bis Fuß. Da ich auch an Parodontose leide, werde ich einen Tipp umsetzen, den ich heute las: Jeden Tag ein Blatt Salbei kauen – nach einigen Monaten war der „Tippgeber“ beschwerdefrei und hatte keine Zahntaschen mehr!
    Was auch super ist: Weizengraskaugummi – frisches Weizengras zu einem Bällchen formen und eine Weile kauen. Geht auch mal als Zahnputzersatz und versorgt die Zähne mit allen wichtigen Nährstoffen!

  13. Hallo,
    lieben Dank für deine wertvollen Tipps. Ich habe heute das Zahnputzpulver mit Heilerde und Natron probiert. Im Anschluß musste ich kräftig mit Wasser nachspülen, um das sandige Gefühl und die Bestandteile auszuspülen. Eine Frage habe ich: wie macht Uhr das im Anschluss nach dem Zähneputzen?

  14. Hallo Shia,
    ich würde gern auf Zahnpulver umsteigen, habe aber folgende Frage:
    Ich überlege, ob man durch die Verwendung von Zahnpulver über die Jahre Lungenprobleme riskiert. Das Einatmen von feinen Stäuben gilt doch als bedenklich. Durch Zahnpulver und Speichel müssten sich doch Aerosole bilden, die bei geöffnetem Mund über die Putzdauer eingeatmet werden. Und da man immerhin 2x täglich putzt und das Pulver so nah an die Atemwege kommt, kann man ja mal drüber nachdenken.
    Hast du diesbezüglich eine Auskunft?
    Viele Grüße,
    Lisa

  15. Hallo Shia,

    vielen Dank für den tollen Bericht. Ich benutze neuerdings auch das Zahnpulver, da ich in dieser Schwangerschaft, wie in der letzten auch, wieder stark mit der Übelkeit kämpfe. Vor allem Abends ist das Zähneputzen jetzt viel erträglicher, da besonders der Schaum mir immer wieder Würgreiz beschert. Auch der salzige Geschmack hilft, das gesamte Zähneputzen zu überstehen. Vielen Dank also!

  16. Pingback: Plastikfreie, vegane und kompostierbare Zahnseide? – Wasteland Rebel

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