Kompostierbare vegane Zahnbürsten #SimpleSwap

Zahnbürsten bekommt man normalerweise ausschließlich in Plastik. Plastik kann viele gefährliche Weichmacher enthalten, die auch schon durch Hautkontakt aufgenommen werden können. Zudem ist Plastik bekanntermaßen eine Katastrophe für unsere Umwelt. Dass man überhaupt auf die Idee kam, Plastik für so viel Wegwerfware und in engen Kontakt mit Lebensmitteln zu verwenden, ist an sich eigentlich total verrückt.

In der Reihe #SimpleSwap möchte ich euch zeigen, wie ihr durch ein ganz einfaches Austauschen von Produkten bereits viel für die Umwelt und eure Gesundheit tun könnt :).

Kompostierbare BPA-freie Zahnbürsten aus Bambus – hydrophil und ecobamboo

Ich bin bereits auf eine kompostierbare Bambuszahnbürste (statt meiner elektrischen Zahnbürste) umgestiegen, mein Mann folgt gerade. Unsere wasserneutral produzierten veganen Zahnbürsten aus Bambus mit Nylon4-Borsten stammen von hydrophil. Wir bekommen sie hier bei uns in Bochum vor Ort im veganen BIO-Markt, ich bin mir leider nicht sicher, wo man sie sonst im Einzelhandel bekommt :(. Wir zahlen hier vor Ort dafür wie auch im Onlineshop 3,90€.

Es gibt aber auch eine kompostierbare BPA-freie und vegane Bambuszahnbürste von ecobamboo, die in ihrem Onlineshop für 3,50€ zu haben ist. Zu der kann ich persönlich jetzt leider nichts sagen, da ich es natürlich bevorzuge, vor Ort einzukaufen statt im Internet zu bestellen ;). Siehe Update vom 25.04. weiter unten.

Wie bei Plastikzahnbürsten sollten auch Bambuszahnbürsten alle drei Monate ausgewechselt werden.

Ökologische Aspekte beider Zahnbürsten

Beide Zahnbürsten bestehen aus Bambus, haben BPA-freien Nylon4-Borsten und scheinen sich nicht wirklich viel zu nehmen die Ecobamboo hat biologisch abbaubare Nylon4-Borsten, während die Hydrophil inzwischen leider auf reguläres Nylon umgestiegen ist (siehe Update com 14.04.2016 weiter unten). Der Bambus der hydrophil-Zahnbürsten kommt aus China, der von ecobamboo aus Indien. Ob das einen Unterschied macht? Keine Ahnung… Ecobamboo gibt an, ihre Zahnbürsten aus Moso Bambus zu machen, der nicht von Pandas gegessen wird.

Nylon4 ist ein BIO-Kunststoff, der sich je nach Bedingungen zwischen 4 und 18 Monate braucht, um sich biologisch abzubauen. Somit sollen die Zahnbürsten spätestens nach anderthalb Jahren zersetzt sein. Hier habe ich allerdings etwas widersprüchliches gelesen, nämlich, dass man für die Entsorgung auf dem heimischen Kompost die Nylon4-Borsten rausrupfen müsse. Das werde ich dann wohl noch mal nachfragen müssen, denn ich hatte tatsächlich vor, meine Zahnbürste unseren kriechenden Küchenhaustieren zum Fraß vorzuwerfen.

Update 15.09.2015: Ich habe bei Hydrophil nachgefragt, und man kann die gesamte Zahnbürste auf dem heimischen Komposthaufen entsorgen, aber die Bürsten auch ausrupfen, weil sie am längsten brauchen, um sich zu zersetzen.

Update 14.04.2016: Anfang 2016 hat Hydrophil das Material der Borsten vom in 18 Monaten abbaubarem Nylon4 auf reguläres Nylon umgestellt, weil der Hersteller von Nylon4 insolvent gegangen ist und andere Nylon4-Hersteller qualitativ nicht ihren Anforderungen entsprechen. Wir überlegen nun, stattdessen auf die mir vorher unbekannte Sidco-Zahnbürsten umzusteigen, die hat nämlich biologisch abbaubare Bürsten aus Bambusviscose! Ebenfalls neu entdeckt: Die Bambuszahnbürste von Zero Waste Lifestyle mit Bambusborsten! 

Update 09.01.2017: Zahnbürsten mit mit 100% abbaubare, nicht tierische Borsten gibt es offenbar momentan nicht. Das hatten wir auch schon im Kommentarbereich zu dem Artikel diskutiert und ich hatte darüber sowohl mit dem amerikanischen Hersteller Brush with Bamboo als auch mit Hydrophil gesprochen, die übrigens auch probiert hatten, Borsten aus Bamubsviscose herzustellen, was aber wohl einfach technisch (noch?) nicht geht. Einen interessante Artikel zu abbaubaren Borsten findet ihr auch hier. Ihr könnt übrigens mit euren Zahnbürsten den Selbsttest machen: Die Borsten vorsichtig anzünden. Wenn die Borsten sauber abbrennen, sind sie auch abbaubar. Wenn sie aber schmelzen und nach Plastik stinken, dann leider nicht.

Hydrophil hat sich die Unterstützung von Wasserprojekten verschrieben (deswegen auch der Name) und gibt an, auch auf faire Produktionsbedingungen in China wertzulegen. Auf ihrem Corporate Blog gibt’s einen Bericht zum Besuch der chinesischen Produktionsstätte. Mehr könnt ihr außerdem hier in einem interessanten Interview mit Sebastian von hydrophil nachlesen.

Beide Zahnbürsten sind auch ähnlich verpackt. Ecobamboo packt ihre Zahnbürsten in eine verschlossene und kompostierbare Tüte aus Maisstärke, während hydrophil sie in eine offene gewobene Papiertüte steckt. Darum befindet sich in beiden Fällen eine schmale, dünne kompostierbare Pappschachtel. Hydrophil gibt außerdem an, dass sie veganen Kleber benutzen. Die hydrophil-Zahnbürste wird im 12-er Pack noch mal mit einer weiteren Pappschachtel zusammengehalten. In diesem Facebook-Post hatte ich die Jungs mal gefragt, ob auch eine ganz verpackungsfreie Version bzw. ein Großpack ohne individuelle Verpackung möglich wäre. Bei den strengen Hygieneauflagen hierzulande leider nicht, lautete die Antwort. Immerhin haben sie mir angeboten, zusammen zu gucken, ob man eine individuelle „akute“ Lösung hinbekommt, was ich wirklich super nett finde. Allerdings muss ich zu meiner Schande zugeben, dass das bei mir dann wieder in Vergessenheit geriet…

Ecobamboo ships in bubble wrap!

Update 25.05.2016: Ecobamboo versendet in Umschlägen mit Luftpolsterfolie 😳. Was bringt es, bei der Zahnbürste Plastik zu vermeiden, wenn in Plastik verschickt wird?? Auf meine Nachfrage hieß es, dass es in Polen gesetzlich für Briefe vorgeschrieben sei, sie in diesen Umschlägen zu verschicken… Kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass es vorgeschrieben ist, Briefsendungen (= das vorrangige Verschicken von PAPIER) in PLASTIK gepolstert zu verschicken? Die Maisstärkenfolie ist übrigens keine wie bei LoveChoc oder Original Beans (Schokolade), die sich direkt in Wasser auflöst. Diese hier scheint zu den Maisstärkenkunststoffen zu gehören, die selbst in Biogasanlagen mehrere Jahre brauchen würden, um sich biologisch abzubauen. In den Biomüll darf so was nicht, weil sie die Anlagen verstopfen (gilt auch für die Biomülltüten!!), im Gelben Sack wird es mit dem ganzen nicht recycelbaren Plastik verbrannt, im Restmüll wird es ebenfalls verbrannt.

Auf meine Frage, wie lange diese Maisstärkenfolie braucht, sich biologisch abzubauen bekam ich leider nur diese ausweichende Antwort:

Yes toothbrushes are packed in corn starch foil. It is not what you think that some videos on youtube show that corn srach melts. Basis is kind of corn starch. Different bioplastic are made of different kind of corn. That is the 1st difference. 2nd is thickness: for example when you made cuttlery like fork from corn starch and for example something thinner like small box it also can burn in other way. The last is difference in manufacturing. Different producion process, various stages made difference in final product and their propertiers.“

Mir persönlich ist das viel zu suspekt muss ich sagen…

Andere kompostierbare „Zahnbürsten“

Es gibt aber auch noch andere BPA-freie kompostierbare und zudem vegane „Zahnbürsten“, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Kompostierbare BPA-freie Zahnbürsten

Hier noch mal die Zahnbürsten im Überblick inklusive ihrer Verpackung (von l. nach r.): hydrophil, Miswak-Zweig, Swak mit Wechselköpfen. Nicht auf dem Bild, da ich sie im Internet bestellen müsste ist die ecobamboo.

Miswak-Zweig

Miswak ist die traditionelle arabische Form der Zahnbürste, auch Zahnholz genannt. Es ist einfach ein Zweig, seltener auch eine Knospe oder ein Stück Wurzel vom Zahnbürstenbaum. Moment, vom Zahnbürstenbaum? Jepp, so heißt der Baum auf Deutsch wirklich! Salvadora persica ist die lateinische Bezeichnung. Der Baum wächst in Vorderasien, Ostafrika und den Wüsten der arabischen Halbinsel.

Man kauft auf dem Ende des Zweiges so lange herum, bis es so ausgefranst ist, dass es an eine Bürste erinnert. Damit putzt man dann die Zähne ganz ohne Wasser oder Zahnpasta und spukt die abbrechenden Holzstücke aus. Das Holz des Baumes enthält von Natur aus zahnschützende und -putzende Stoffe – sogar Flourid! Mit Miswak kann man sich aber nicht nur die Zähne putzen, sondern es auch als Zungenschaber und zur Massage des Zahnfleisches benutzen. Nach einer Weile kann man das ausgefranste Ende abschneiden und den Zweig weiterverwenden.

Ich habe den Miswak-Zweig letztes Jahr auf der Veggieworld in Düsseldorf für ca. 2€ erworben. Er war allerdings in einem wiederverschließbaren Plastikbeutel verpackt, den ich für die weitere Verwendung am Stand gelassen habe. Ausprobiert habe ich den Zweig leider noch nicht.

SWAK

Die SWAK ist im Grunde eine Kombination aus dem traditionellen Miswak-Zweig und der Zahnbürste wie wir sie kennen. Die Halterung besteht aus einem kompostierbaren Maisstärkenkunststoff und der Bürstenkopf aus bereits ausgefranstem Miswak. Wie auch beim Miswak-Zweig wird beim Putzen weder Wasser noch Zahnpasta verwendet. Laut Angabe des Herstellers – mit dem ich mich übrigens ebenfalls auf der Veggieworld lange unterhalten habe – zeige sich eine verbesserte Reinigungswirkung im Vergleich zu konventionellen Zahnbürsten. Bei bestimmungsgemäßer Anwendung entstünden auch keine Putzschäden, wie sie häufig in Zahnarztpraxen diagnostiziert werden.

Man braucht mit der SWAK eine andere Putztechnik. Man reinigt im Grunde jeden Zahn einzeln. Zuerst feuchtet man im Mund das Bürstenköpfchen an. Mit drehenden Bewegungen (man dreht dabei den Griff) führt man das Bürstenköpfchen über die Zahnhälse. Das macht man so lange, bis sich alle Zähne schön glatt anfühlen (Beläge fühlen sich rau und pelzig an). Danach lässt man seine SWAK einfach an der Luft trocknen. Es reicht, sich einmal am Tag so gründlich die Zähne zu putzen. Praktisch ist, dass man sich ohne Wasser und Zahnpaste überall die Zähne putzen kann.

Die Verpackung der SWAK besteht leider aus beschichteter Pappe und das gute Stück kostet im Onlineshop 10,90€. Im Gegensatz zur Bambuszahnbürste muss man allerdings nur den kleinen Bürstenkopf wechseln, der Stiel kann weiterverwendet werden. Die Bürsten kosten im dreier Pack 6€ bzw. 9€, was sie auf Dauer also etwas günstiger als Bambuszahnbürsten macht. Es fällt ebenfalls langfristig weniger Müll an.

Ich habe die SWAK getestet und festgestellt, dass es feinmotorisch erst mal gar nicht so einfach ist :D! Ich habe sehr lange gebraucht, bis ich alle Zähne durch hatte. Ich stelle mir aber vor, dass das mit mehr Routine auch flotter geht. Die Kauflächen kann man damit leider nicht putzen, was mich gestört hat. Nach Angaben von SWAK kann man die Kauflächen sehr wohl mit der SWAK putzen, auch wenn es anders auf der Packung steht. Ich kann mir für mich vorstellen, die Swak vor dem Schlafengehen zu benutzen, wenn ich mich nicht hetzen muss. Die Kauflächen würde ich aber am Ende noch mal mit meiner Bambuszahnbürste nachputzen.

Fazit

Für mich war sowohl die SWAK als auch die Bambuszahnbürste erst mal ungewohnt, weil ich ja jahrelang elektrische Zahnbürsten benutzt habe. So eine elektrische Zahnbürste nimmt einem einfach sehr viel Putzarbeit ab, wie man plötzlich merkt ;). Wie einem die Zahnärzte auch immer sagen, empfehlen sie die elektrischen Zahnbürsten vor allem, weil man damit weniger falsch machen kann. Mit der richtigen Putztechnik werden die Zähne auch mit einer nicht-elektrischen Zahnbürste genauso sauber.

Einfacher war für mich definitiv die Handhabung mit der Bambuszahnbürste, da ich das ja schon kannte. Anfangs habe ich zu fest aufgedrückt, sodass die Borsten sich schneller abgenutzt haben. Das habe ich mir jetzt abgewöhnt, denn das ist auch sehr schlecht für das Zahnfleisch. Mit der SWAK muss ich noch warm werden. Die Umgewöhnung fällt mir sehr schwer. Ich merke förmlich beim Putzen, wie mir die Geduld ausgeht…

Auf Dauer möchte ich gerne beides kombinieren, wobei ich die SWAK wahrscheinlich sparsamer einsetzen werde als die Bambuszahnbürste. Der Hauptgrund, warum ich beides kombinieren möchte, liegt darin, dass ich, wenn meine Zahnpasta irgendwann aufgebraucht ist, komplett auf selbstgemachtes Zahnpulver umsteigen möchte. Dieses enthält jedoch kein Flourid. Nun ist es sehr umstritten, ob Flourid gut oder schlecht ist. Meine Zahnärztin hatte ich natürlich auch dazu gefragt, und sie meinte: „Die Dosis macht das Gift. Ich würde Ihnen nicht raten, komplett auf Flourid zu verzichten.“ Da das Miswak in der SWAK natürlicherweise Flourid enthält, würde das ja ausreichen.

Erst letzte Woche war ich wieder bei meiner Zahnärztin. Ich habe auch vom selbstgemachten Zahnpulver und der Bambuszahnbürste erzählt und meine Zähne gründlich checken lassen. Ergebnis: Es ist alles in Ordnung, die Umstellung auf die Bambuszahnbürste und das Putzen mit Zahnpulver (morgens Zahnpulver, abends Zahnpasta) hatte keine Auswirkungen auf meine Mundhygiene 🙂 .

36 Kommentare

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    • Halt, stop! Jetzt habe ich gesehen, dass doch Polybutylenterephthalat für die Borsten verwendet wird. Also mit voller Fahrt zurück 🙁
      Ob das dann wohl stimmt? „Unsere Bambus Zahnbürste hingegen ist kompostierbar oder kann rückstandslos verbrannt werden.“

      • Diese Zahnbürsten von baumfrei.de wurden monatelang mit dem Slogan „100% Bambus, vollständig kompostierbar und rückstandslos verbrennbar“ beworben, was mich persönlich wirklich sehr verärgert hat (nach dem Brenntest…)! Immerhin wurde die Aussage, dass die Borsten aus Bambusviscose seien, auf der Homepage inzwischen still und heimlich zurückgenommen und durch „Polyester“ ersetzt. Wie du schon festgestellt hast, findet man diese Angabe als Kunde jedoch erst bei genauerer Suche – und nachdem man davon ausgehen musste, dass die Bürste aus Naturmaterialien besteht… ein Schelm, wer dabei Böses denkt 😉

        Ich für meinen Teil weiche zukünftig lieber auf Hersteller aus, die Wert auf Transparenz und Kundenfreundlichkeit legen. Denen nehme ich viel eher ab, dass es ihnen bei ihren Produkten um Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein geht…

        • Hallo Daniela,
          in der Produktbeschreibung steht innerhalb der ersten vier Zeilen, dass die Borsten aus PBT sind. Außerdem habe ich nach der Umstellung auf PBT einen Blogartikel dazu veröffentlicht und später nochmal einen Blogartikel mit noch umfassenderen Produktinfos geschrieben.
          Transparenz und Kundenfreundlichkeit sind mir sehr wichtig und das werden dir meine vielen lieben Kunden mit denen ich über Mail, Facebook, Instagram und Co in Verbindung bin, bestätigen können.
          Mein Produkt ist nicht perfekt – wir hinterlassen mit jedem extra hergestellten Produkt unseren biologischen Fußabdruck. Wenn ich auf ein perfektes Produkt gewartet hätte, hätte ich nie begonnen ein Business zu starten, welches den Gedanken der Nachhaltigkeit verbreitet und auch einfach sehr viel nachhaltiger ist, als die Plastikzahnbürste als Alternative. Ich bin froh, dass ich es getan habe und dass es allgemein immer mehr nachhaltige Ideen gibt.
          Ich wünsche dir alles Liebe
          Pia

  3. Pingback: Low / Zero Waste Dental Hygiene on the World Trip - heylilahey.

  4. Seit diesem Jahr verwende ich auch die Bambus Zahnbürsten. Find die wirklich Klasse, fühlt sich direkt gesünder an beim Putzen.

    Ich hab mir die Bürsten von Bambuo gekauft:
    https://bambuo.de/bambus-zahnbuerste

    Die Bürsten halten ca. 3 Monate und die Bürste liegt Top in der Hand. Kann sie nur weiterempfehlen.

  5. Pingback: Die Wahrheit über „100% plastikfreie“, „100% kompostierbare“, „100% pflanzliche“ Bambus-Zahnbürsten – Wasteland Rebel

  6. Hi Shia,
    mich würde es interessieren, wie lange du eine Bambuszahnbürste verwendest. Wie hält man die Benutzung hygienisch?
    Liebe Grüße
    Lisa

    • Hi Lisa,
      das steht oben im Artikel 😉 „Wie bei Plastikzahnbürsten sollten auch Bambuszahnbürsten alle drei Monate ausgewechselt werden.“
      Bambus is von Natur aus antibakteriell, also eigentlich hygienischer als Plastik ;).
      Liebe Grüße,
      Shia

  7. Pingback: 3 nicht-08/15 Vorsätze für mehr Nachhaltigkeit – Wasteland Rebel

  8. Zahnbürsten aus Bambus, sehr coole Idee!

    Jetz müsste man nur noch eine mit elektrischem Antrieb erfinden, damit auch so faule Menschen wie ich auf ihre Kosten kommen *grins*

    Dennoch eine sehr coole Idee wo es bestimmt ne große Nachfrage gibt.
    Großes Lob übrigens an die Blogbetreiberin, macht wirklich Spaß hier rumzusurfen 🙂

  9. Hallo alle zusammen

    Habe mich ausführlich mit dem Thema Borsten beschäftigt!

    Bambusviskose ist ein höchstgradig Chemisch zusammengesetzter Mist! Es wird Bambus zu einer Art Mehl gemahlen um dann mit einer Vielzahl an Chemikalien versetzt um es in „Form“ zu bringen! Das betrifft Auch den Stoff aus Bambusviskose. Eine Zahnbürste stecke ich jedoch in den Mund weshalb ich lieber gar nicht bürste als so einen Mist in den Mund zu nehmen.

    Das Sagenumwobenen „Nylon 4“ habe ich verzweifelt bei namhaften Filamentproduzenten versucht zu ordern um es einem Test zu unterziehen. Leider konnte mir keiner der Brachenkenner nur ansatzweise erklären was das sein soll. Sie kannten es nicht mal!

    Nylon 4 gibt es nicht zu kaufen! Außer im Ausland=China! Ob da jedoch dann etwas anderes drin ist als handelsübliches Nylon 6 ist sehr fraglich.

    Mein Fazit ist, dass es die perfekte Borste nicht gibt. Bambusviskose ist einfach nur Gift und fällt deshalb weg.
    Nylon4 ist in meinen Augen nur Marketing odér ein Kunststoff der in D niemandem bekannt ist. (Äußerst unwahrscheinlich )

    Nylon 6 ist zwar nicht biologisch abbaubar aber es kann wieder verwendet werden!

    Was mich persönlich an all den so hochgelobten und angeblich nachhaltigen Zahnbürsten stört sind die Hygienevorschriften in China … (gibt es keine…)
    Und ja es ist im allgemeinen Chinaware die 15000 Km über den Ozean geschifft wird! Wer sich hier nachhaltiger fühlt täuscht sich… Da hat eine verbrannte Plastikzahnbürste von Oral B eine bessere Ökobilanz!!!

    Eine in Deutschland produzierte Holzzahnbürste ohne tierische Borsten, gerne auch mit klassischen Nylonborsten fände ich eine wirklich nachhaltige und unserer Umwelt dienliche Zahnbürste! Gibt es aber leider nicht!

  10. Toller Artikel – super zum Lesen!
    Und eine Super-Einstellung: Plastik frei und keine Kompromisse!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Zu den Fluoriden: Ja, die Dosis macht das Gift, im Falle von Fluoriden trifft das sicherlich zu.
    Zu dem Thema recherchiere ich gerade. Grundsätzlich kann ich aus langer Erfahrung und einem großen Wissensschatz heraus sagen: Die Natur macht es richtig. Auf die Natur ist Verlaß. Industriell hergestellte, synthetisierte Produkte haben nie die volle Kraft der Natur. Der Mensch hat da nicht den Überblick, es wird immer etwas vergessen. Die Kamille beispielsweise wirkt entzündungshemmend. Das kann der Mensch z.B. mit Kortison, genauergesagt Hydro-Cortisol, nachmachen. Allerdings unterbricht Kortison auch das Immunsystem. Krankheitserreger haben freie Fahrt mit Ihrer Zerstörungskraft. Die Kamille hingegen hat alles dabei, denn sie wirkt gleichtzeitig antibiotisch und antimykotisch. Beim Thema aniviral ist Sonnenhut der Burner.
    Genauso ist es mit den Spurenelementen. Die vom Menschen aus dem Boden gewonnenen, herausgelösten Mineralssalze haben eine andere Isotopenform als die, die in den Pflanzen vorkommen. Die Pflanze verdaut die Mineralstoffe quasi vor. Die pflanzlichen Mineralsalze sollen auch besser aufgenommen werden.
    Es gibt organische und anorganische Fluoride und hier jeweils auch verschiedene Formen. Da stecke ich nun selbt noch voll in der Recherche. Die in der Zahnpasta und in den Glasisomerzemtentfüllungen sollen Industriebabfall sein. Da gibt es von Dr. Mauch interessante Artikel. Und ein mir bekannter Zahnarzt, der zusätzlich Biologe ist, schimpft auf die Extra-Fluorid-Gaben.
    Ich persönlich halte mich an die Natur. Miswak ist ja ein natürlicher Zweig. Und die Menschheit hat es seit tausenden von Jahren bis heute geschafft, auch ohne Fluoride aus der Zahnpasta.
    Beinwell soll bei Gebeinsangelegenheiten auch eine tolle, natürliche Unterstützung sein. Das ist mein nächster Versuch: Mundspülungen aus Beinwelltee oder Beinwellansatz.
    Hier ein interessanter Artikel zum Beinwell, der aber auch unglaublich klingt:
    https://www.zentrum-der-gesundheit.de/zaehne-reparieren.html

    Sorry, dass ich nichts Definitves sagen kann, aber ich stecke eben noch mitten in der Recherche und in den Versuchen.

    Ich nutze übrigens die Bambuszahnbürste mit Bamusborsten, die ich bei zerowastelifestyle bestelle. Bin superzufrieden damit – beste Zahnbürste, die ich je hatte. Suche noch eine plastikfreie, natürliche, vegane Bio-„Zahnseide“.

  11. Pingback: großer Vergleich der Zahnbürsten | die ReiseEnte

  12. Wir haben Anfang des Jahres auf Bambus Zahnbürsten umgestellt. Mit dem Thema hatten wir uns schon einige Zeit beschäftigt und haben uns schließlich für die Zahnbürsten von Pia von http://www.baumfrei.de entschieden, die du ja auch hier in deinem Blog. Bereits zum 3. Mal nachbestellt. Zudem wird noch plastikfrei versendet.
    Auch von einigen anderen u.a. auf Facebook hört man, dass viele auf die Zahnbürsten von baumfrei umgestiegen sind, weil die einfach besser zum Zahnfleisch sind.

    Wie ist deine Erfahrung? Benutzt du auch die Bambus Zahnbürste von Pia?

    Lieben Gruß
    Manuel

    PS:
    Wäre doch toll, wenn du über die mal einen Artikel schreiben würdest…

  13. Hallo Shia,
    wir – das sind meine 11jährige Tochter und ich – haben Anfang des Jahres auf Bambuszahnbürsten umgestellt. Völlig problemlos, by the way 😉 Bereits nach dem 2. Putzen stand für uns fest, dass wir nie wieder andere kaufen werden.
    Heute frage ich mich, warum ich mir trotz Umweltbewusstseins jahrelang nur darüber Gedanken gemacht habe, ob ich gerade eine „gute“ und/oder „kindgerechte“ Zahnbürste kaufe…. ohne zu realisieren, dass wir uns 2-3x täglich Plastik in unbekannter Zusammensetzung in den Mund schieben, das alle 3 Monate in der Müllverbrennung endet….
    Kleiner Tip, falls du noch Alternativen suchst: Unsere Bürsten sind von baumfrei.de, bestehen zu 100% aus Bambus und werden komplett plastikfrei (yeah ) verschickt. Zudem hat man je nach bestellter Menge auch noch die Möglichkeit, ein paar Cent zu sparen.
    Liebe Grüße aus Berlin und ein Riesenkompliment für dein Engagement in Sachen Zero Waste!

    • Ach, so ging es uns auch ;). Wir sind alle ziemlich „müll- und plastikblind“, weil es zu normal und wirklich überall ist… Manchmal muss man einfach mal etwas drauf kommen, dass es Alternativen gibt. Den Shop hab ich in meine Liste der Onlineshops aufgenommen. Bambusborsten steh ich ehrlich gesagt ja skeptisch gegenüber, weil ich mitbekommen habe, dass viele Hersteller nicht wirklich das bekommen, was ihnen versprochen wird. Das wundert mich auch nicht wirklich, denn mein Vater hat mal ein paar Jahre in China gearbeitet und ja, wenn sich Geld damit machen lässt, wird einem alles verkauft und ein Zertifikat ausgestellt….
      Sprich, die Hersteller hier denken, sie haben biologisch abbaubare Borsten, es wurde ihnen so geliefert, aber dem ist nicht so. Das sei schon mehreren passiert. Da gerade kleinere Hersteller sich keine eigenen, aufwendigen Labortests leisten können, bekommen sie das nicht mit. Größere Hersteller wie Brush With Bamboo und Hydrophil machen selber Labortests, sind sehr engagiert und suchen selbst nach kompostierbaren Borsten – und selbst denen ist es noch nicht gelungen (ich habe mir mal von beiden ausführlich erklären lassen, was da alles im Herstellungsprozess passiert und wo es dann zusammenfällt usw.). Von daher ist das alles meiner Meinung nach leider leider mit Vorsicht zu genießen. Man müsste es schon selbst mal testen und gucken, ob die Borsten nach so 1-2 Jahre auch tatsächlich nicht mehr im Kompost zu finden sind :).
      Liebe Grüße,
      Shia

      • Liebe Shia,
        deine Antwort bezüglich der Bambusborsten hat mich nun wochenlang nicht mehr losgelassen, denn
        1. wollte auch ich unsere Bürsten unseren liebgewonnenen Würmchen vorsetzen und
        2. habe ich mich bei der Auswahl schon länger gefragt, warum andere Anbieter auf Nylon/Nylon-4 statt Bambusviscose setzen….
        Da ich jetzt für den Langzeit-Kompostiertest zu ungeduldig bin, hab ich kurzerhand unsere Bürstenköpfe mit dem Feuerzeug angefackelt… und was soll ich sagen?! … Statt zu einem Häufchen Asche zu verbrennen – wie Viscose es naturgemäß tun sollte – sind die Borsten unter ordentlichem Gestank zu einer grau-schwarzen Masse zusammengeschmolzen!
        Sooooo enttäuschend!!! Nun geht sie also weiter, die Suche nach einer möglichst plastikfreien Zahnbürste…. 🙁

        • Oh nein :(. Stimmt vom Abbrennen hatte ich auch mal gehört und es in der Zwischenzeit wieder vergessen… Och menno! Ich hab das jetzt mal an die Pia von baumfrei weitergeleitet, sie soll ja auch wissen, dass ihr da Schmu untergejubelt wird :(…

          • Hey Shia,
            sind die Borsten von Sidco ebenso nicht aus Bambusviskose? Wisst ihr das?
            Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht! Sehr informativ 🙂
            Beste Grüße,
            Regina.

  14. Pingback: Antibakterielle Mündspülung selber machen – Wasteland Rebel

  15. Wirklich sehr ausführlich dein Bericht. Ich selber benutze die Bambus-Zahnbürste von Sidco und bin damit sehr zufrieden. Ich bin am überlegen, ob ich demnächst mal die von Hydrophil ausprobiere. Liebe Grüße.

  16. Charlotte

    Liebe Shia,

    für meinen Sohn habe ich, als er ein Baby war, Vitamin D in Öl gekauft. Nennt sich dann „Vigantolöl“ und wird in der Apotheke in seeeeeehr kleinen Glasfläschchen verkauft. Hält ewig, da 1 Tropfen Öl einer Tablette entspricht.

    Liebe Grüße
    Charlotte

    • Hi Charlotte,
      danke für den Tipp :)! Weißt du zufällig, ob das vegan war..? Es war nämlich gar nicht so einfach, veganes Vitamin D zu finden… Ich seh mich schon wieder vor der Entscheidung „vegan“ oder „zero waste“ stehen XD…
      Liebe Grüße,
      Shia

      • Charlotte

        Überfragt….
        Aber wenn du dich erkundigen möchtest: das war von der Firma Merck: Vigantol/Colecalciferol
        Oder mal in einer Apotheke nach veganen Alternativen fragen (-:

          • Hey Shia,
            Dieses Vigantol hat mich jetzt auch neugierig gemacht, weil ich D3 nicht nur zur Vorsorge sondern auch wegen einem eklatanten Mangel vor zwei Jahren nehme. Leider hat meine Recherche ergeben, dass das Öl nicht vegan ist. 🙁 Dieser Artikel: http://www.gesundheitsmagazine.com/vigantol-oel/ nennt Wollfett als Ursprung für das D3 :/ außerdem ist das Öl wohl einfach überzudosieren, weshalb es rezeptpflichtig ist?
            Naja, dann muss ich wohl einfach bei meinen Tabletten bleiben

            Liebe Grüße, Carlotta

  17. Hi Shia,

    vielen Dank für die ganze Information 🙂 Echt interessant, obwohl ehrlich gesagt, ich war sehr skeptisch als ich gelesen habe, worum es heute darin geht.
    Da ich echt keine Zeit habe und mir die Ausdauer immer bisschen fehlt, dachte ich das mit der Zahnpasta wäre es echt schön, wenn ich es hinkriege… aber dann ist es mir eingefallen – warum soll ich alles nachmachen, wenn es schon in der Natur gibt – Miswakzweig. Also habe ich kurz recherchiert und bei eb.y gefunden.. die meisten Zweige sind zwar verpackt, aber es gibt auch „lose“.
    Also da werde ich mir mit so einem Zweig echt viel Zeit und Geld sparen um Zahnpasta herzustellen, dann noch die Kosten für die Bambuszahnbürsten… Also echt ein guter Tip. 🙂
    Nur ein Problem muss ich anders lösen… ich benutze eine Zahnpasta mit Vitamin b12 (weil vegan) und da muss ich mir Gedanken machen…
    HUT AB, meine Liebe Shia! 🙂 BITTE weiter so!
    Ich folge Dir auch bei Pinterest! 🙂

    • Hi Mariya,
      Zahnpasta oder Zahnpulver selbst machen geht ganz schnell – allerhöchstens 5 Minuten ;). Würd mich interessieren, wie du dann mit dem Miswak-Zweig zurecht kommst! Und hast du die losen auch bei ebay gesehen?
      Bin ja auch vegan und supplementiere B12 auch. Hatte mir die hochdosierten Jarrows geholt. Die sind zwar auch in so einem Plastikdöschen, aber weil sie hochdosiert sind, braucht man nur alle paar Tage eine nehmen, sodass eine Packung auf jeden Fall ein Jahr hält (ich denke mal ich nehme durchschnittlich alle 4 bis 5 Tage eine). Oder du fragst beim Arzt nach einer Spritze, die soll dann so drei Monate halten. Aber ob das weniger Müll ist? Die Spritzen sind ja auch aus Plastik und kommen direkt in den Müll, und die Fläschchen sind auch immer winzig-klein und alles ist noch mal eingepackt. Ich supplementiere übrigens auch Vitamin D, nachdem mal ein Mangel festgestellt wurde, als ich eigentlich zum Vitamin B12 testen da war. Aber Vitamin D Mangel hat wohl eigentlich jeder in Deutschland, weil es physisch gar nicht möglich ist, bei der mauen Sonnenstrahlung (und dem Einstrahlwinkel oder so) genug eigenes Vitamin D zu produzieren. Falls es dich interessiert, ich nehm die Vitabay in einer 500-er Packung, aber auch nicht im Sommer, und auch nicht jeden Tag. Hab aber letzten Winter echt gemerkt, dass die geholfen haben. Jedes Jahr Winter habe ich meistens schlechte Laune (so n bisschen Winterdepression) und auch sonst ganz schöne Konzentrationsdurchhänger. Das war letzten Winter gar nicht!
      Ich ärgere mich natürlich über die Plastikdöschen, aber irgendwie habe ich dazu noch keine Alternativen gefunden :(. Ja, manchmal ist schon doof…
      Aber zurück zum Miswak-Zweig – bitte berichte :)! Eine Freundin von mir hat schon mal Miswak-Zweige benutzt und fand die total cool. Ich muss meinen noch in Betrieb nehmen :D.
      Liebe Grüße,
      Shia

      • Ich lass mir vierteljährlich Vitamin B12 Depot von Hervert spritzen.
        Die Glasampullen sind plastikfrei (so zum Abbrechen) und in einer reinen Pappschachtel verpackt.
        Leider fällt dann alle drei Monate eine Einwegspritze an – aber die lasse ich mir hinterher für meine diversen Nachfüll- und Bastelprojekte mitgeben – so brauche ich dafür keine neuen kaufen und reuse immerhin.

        • Hi Kaddi,
          danke für den Hinweis :). Da wir keine Verwendung für die Einwegspritzen hätten wäre das für uns leider nichts. Aber ich freue mich, dass du für dich eine Lösung gefunden hast!
          Liebe Grüße,
          Shia

  18. Spannend, danke für den ausführlichen Bericht zu plastikfreien Zahnbürsten 🙂 Die Bambuszahnbürste wär vllt auch was für mich, für die Holzdinger hätte ich glaube ich nicht genug Geduld.
    Liebe Grüße,
    Ela

    • Hi Ela,
      ja, so mit der Geduld ist das eine Sache XD… Ich will mir auf jeden Fall noch den Dreh mit der SWAK angewöhnen, vor allem wegen der tollen Wirkung des Miswaks, und weil dabei ja auf Dauer einfach noch weniger Müll entsteht. Aber ja, ähem, beim Putzen die Geduld zu haben… Sagen wir mal, daran muss ich auch noch arbeiten ;).
      Ich denke, die Bambuszahnbürste ist eine tolle schnelle Alternative. Damit kann man direkt loslegen. Wenn man dann mal etwas Luft hat, kann man sich ja dazwischen an SWAK und vielleicht sogar am Miswak-Zweig versuchen :).
      Liebe Grüße,
      Shia

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