Die Wahrheit über „100%“ plastikfreie, kompostierbare und rein pflanzliche Bambus-Zahnbürsten

Es ist eine Weile her, seitdem ich hier auf dem Blog das letzte Mal über kompostierbare Zahnbürsten schrieb. Ich hatte mehrere Updates ergänzt, aber langsam ist so viel dazu gekommen und ich werde so häufig danach gefragt, dass ich das gerne alles etwas ausführlicher in diesem Artikel aufgreifen möchte.

Es ist nicht alles Gold, das glänzt

Ungefähr so wie der Beziehungsstatus vieler Leute bei Facebook ist es nämlich, ja, hm, kompliziert. Und am Ende gibt es keine perfekte nachhaltige Zahnbürste und irgendwo muss man halt Abstriche machen. Versteht mich bitte nicht falsch, fast alle Hersteller nachhaltigerer Zahnbürsten, die ich bisher kennenlernen durfte, sind super engagiert und echte Überzeugungstäter. Alle wollen sie die Welt ein Stückchen verbessern, und das ist halt wirklich nicht die einfachste Aufgabe, die man sich so vorknöpfen kann 😉.

Der Griff

Die meisten dieser Zahnbürsten haben einen Griff aus Bambus. Das ist auch keine doofe Entscheidung, denn Bambus ist von Natur aus antibakteriell und wächst einfach mal unverschämt schnell nach. Einige wenige Hersteller halten sich aber lieber an heimisches Holz, was natürlich den Vorteil in den kurzen Transportwegen hat.

Es gibt ja auch Bambus-Arten, die den Winter in Deutschland, Österreich und der Schweiz eigentlich gut überleben. Vielleicht könnte man ja mal Bambus hier bei uns anbauen? Wieso das nicht gemacht wird, weiß ich leider nicht. Läge doch nahe?

Ja, der Griff ist aber eigentlich der unproblematische, unkomplizierte Teil.

Die Borsten

Das Schwierige sind nämlich die Borsten. Vegan und kompostierbar (oder zumindest biologisch abbaubar) und aus nachhaltigem Material lässt sich nämlich gar nicht so einfach kombinieren.

Schweineborsten

Bevor unser Alltag von synthetischen Materialien dominiert wurde, wurden Zahnbürsten mit Schweineborsten bestückt. Ja, Schweineborsten sind natürlich kompostierbar und ein Naturprodukt. Dass dies ein tierisches Produkt und somit nicht vegan ist, liegt auf der Hand. Heutzutage sind Holz-Zahnbürsten mit Schweineborsten wahrscheinlich die einzigen wirklich verlässlich kompostierbaren und biologisch abbaubaren Zahnbürsten auf dem Markt.

Aber Moment, woher kommen eigentlich die Borsten? Der überwiegende Teil wird aus China importiert, wie der (wahrscheinlich sogar weltweit) größte und bekannteste Bürstenhersteller Redecker angibt. Interessant finde ich, dass einerseits gesagt wird, dass die Schweineborsten ein Abfallprodukt der Fleischherstellung seien, und andererseits erklärt wird, dass das auf Fleisch gezüchtete Hausschwein – also das Schwein aus der Fleischindustrie – ja kaum Haare hat und man deshalb nicht die Borsten davon nutzt. Finde den Fehler…. Den ganzen Artikel findet ihr hier. Grundsätzlich sind die Bedingungen unklar, unter denen das Echthaar „geerntet“ wird. China ist ja nun nicht gerade für Tierschutz und transparente Praktiken bekannt. Mehr dazu könnt ihr auch in diesem ausführlichen Artikel nachlesen.

Aber kommen wir zum Hygiene-Aspekt. Schweinehaar ist innen hohl, bietet also eine sehr große Oberfläche, auf der sich Bakterien vermehren können. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird das Bürstenhandwerk noch gepflegt und man kann tatsächlich noch Zahnbürsten aus Schweinhaar bekommen. Wenn ihr euch trotz der ethischen Problematik dafür entscheiden solltet, dann solltet ihr eure Zahnbürste auf jeden Fall alle paar Tage mit kochendem Wasser desinfizieren.

Nylon-4

Nylon-4 ist ein Bioplastik, das innerhalb einiger Monate sich biologisch abbauen lässt, wie Studien wie z.B. diese hier untersucht haben. Wie alle Nylon-Sorten wird auch Nylon-4 aus Erdöl gewonnen. Nicht ideal, denn die Extraktion von Erdöl ist an sich schon sehr umweltbelastend. Aber immerhin deutlich besser als anderes Plastiksorten, die uns noch um Jahrhunderte überleben werden. Das Problem an Nylon-4 liegt aber woanders. Es gibt nämlich kaum seriöse, verlässliche Produzenten. Schon so einige Zahnbürsten-Hersteller sind drauf reingefallen und hatten ein böses Erwachen, als das Nylon-4, das sie bezogen hatten, sich als als normales Nylon entpuppte. So z.B. bei the Environmental Toothbrush aus Australien, die nun auf normales Nylon umgestiegen sind.

Hydrophil, die wohl bekanntesten Bambuszahnbürsten-Marke im deutschsprachigen Raum, hatte bis Januar 2016 Nylon-4-Borsten. Nachdem ihr seriöser Nylon-4-Produzent allerdings insolvent ging, stiegen sie wie the Environmental Toothbrush auf konventionelles Nylon um, weil sie keinen seriösen Nylon-4-Produzenten finden konnten, wie mir Christoph von Hydrophil in einem langen und sehr aufschlussreichen Telefonat erklärte.

100% Bambus-Viskose

Neuerdings sehe ich immer häufiger Zahnbürsten aus „100% Bambus-Viskose“. Viskose sind halbsynthetische Fasern auf Cellulose-Basis, die man hauptsächlich bei Klamotten findet. Klingt super eigentlich! Aber Viscose ist eigentlich ziemlich weich und es ist schwierig, reine Viscose zu stabilen Borsten zu formen. Borsten aus reiner Bambus-Viskose wären ein Riesendurchbruch! Aber dafür, dass es das bereits geben soll, gibt es weder ein angemeldetes Patent noch irgendwelche News oder Studien dazu.

Es gibt eine einfache Möglichkeit, um festzustellen, ob etwas Plastik enthält, der die Kokelkinder unter uns freuen wird: Burn it, baby! Plastik verbrennt mit diesem typischen Plastikgeruch, schmilzt dabei und der Rauch ist ziemlich schwarz. Wenn ihr auch noch feststellen wollt, welche Plastikart es ist, könnt ihr euch diese Tabelle zu Gemüte ziehen. So könnt ihr übrigens auch feststellen, ob Stoffe synthetische Fasern enthalten, aber das nur am Rande erwähnt.

So weit ich weiß, sind bisher alle Borsten aus „100% Bambus-Viskose“ beim Abfakeln geschmolzen und haben den leckeren Plastikduft verströmt. Verbessert mich aber bitte, wenn ihr da andere Erfahrungen gemacht habt! Ich würde mich sogar irre freuen, in diesem Punkt falsch zu liegen!

Meine Vermutung ist, dass es wie beim Nylon-4 so ist, dass die Produzenten gerade kleinen Zahnbürsten-Herstellern, die selber kein Labor oder das Budget für teure Labortests haben, etwas verkaufen, was es gar nicht gibt, um das Geschäft aufzubessern.

Mehr zu diesem Thema kannst du hier und hier nachlesen.

Was ist dann die nachhaltigste Option?

Wie ich bereits anfangs sagte, gibt es zumindest meines Wissens leider nicht die „perfekte“ Zahnbürste. Schweineborsten kommen für mich auf jeden Fall nicht in Frage. Ich würde es also eher als Frage ansehen, welche Firma man am liebsten unterstützen möchte bzw. welche man vor Ort kaufen kann.

  • Hydrophil (Nylon, selbst getestet, Deutschland): Ich mag, dass sie Wasserschutzprojekte unterstützen, sehr viel Wert auf Transparenz legen. Die Zahnbürsten verlieren Borsten, wenn man beim Putzen zu stark aufdrückt, was man sowieso nicht machen sollte, wenn einem das eigene Zahnfleisch lieb ist.
  • Sidco (Bambus-Viskose, Deutschland): Ich hatte sie zwei Mal angeschrieben, um nach der Verpackung, Versandmaterialien und Kompostierbarkeit der Borsten zu fragen, habe aber nie eine Antwort erhalten.
  • Baumfrei (Bambus-Viskose, selbst getestet, Deutschland): Pia ist auf jeden Fall eine engagierte Überzeugungstäterin, der Umweltschutz sehr am Herzen liegt. Die Zahnbürsten putzen super und nutzen sich nicht so schnell ab.
  • Zero Waste Lifestyle (Bambus-Viscose, Deutschland): Olga und Gregor sind absolute Zero-Waste-Helden und ihr Unverpackt-Laden in Köln ein Traum!
  • Eco-Bamboo (Nylon-4, selbst getestet, Polen): Eco-Bamboo wirkt auf mich leider ziemlich unseriös. Sie verschicken ihre Zahnbürsten als Briefe in Luftpolsterumschlägen aus Plastik und wollten mir weismachen, dass es in Polen gesetzlich vorgeschrieben sei, dass Briefe, also hauptsächlich Papier, ausschließlich in Luftpolsterumschlägen verschickt werden dürften. Die mittleren Borsten waren verdammt hart, was gerade mir mit Zahnfleischproblemen echt nicht gefallen hatte.
  • The Humble Toothbrush (Nylon, Schweden): Verwendet wird Nylon-6, das zumindest etwas schneller zerfällt als anderes Nylon. In dieser Studie ist allerdings davon die Rede, dass Nylon 6 sich trotzdem wohl biologisch schlecht abbaut. Die Papierverpackung war, zumindest als ich die Bürste Februar 2016 in der Hand hatte mit Plastik beschichtet, kann sich aber inzwischen geändert haben. Für jede gekaufte Zahnbürste spenden sie eine Zahnbürste oder Geld im Wert einer Zahnbürste für ein Projekt für Zahnpflege für zahnpflegebedürftige Kinder.
  • The Environmental Toothbrush (Nylon, Australien): Ja, die Zahnbürste kommt aus Australien, aber ich weiß, dass sie aus irgend einem Grund viel in Europa, allem voran England (bald ja nicht mehr ganz so europäisch), verkauft wird. Ich meinte, ich hätte sie auch schon irgendwo in Deutschland entdeckt. Auch eine idealistisch motivierte Firma, aber aus Australien finde ich schon weit weg für etwas, das man wirklich genauso auch von einer Firma aus Deutschland mit einer Infrastruktur hier beziehen kann.

In Deutschland haben wir hauptsächlich die Hydrophil benutzt, weil wir sie im Bioladen in Fußreichweite (Veggihaus in Bochum) kaufen konnten und ich auch finde, dass die Jungs da echt gute Arbeit leisten und ich ihre Transparenz sehr schätze.

Vor zwei Monaten sind wir für ein Jahr nach Kanada gezogen. Wenn wir wieder zurück sind, wollen wir gerne noch die Zahnbürste von Olga und Gregor ausprobieren. Olga und Gregor tun so viel für die gesamte Zero Waste und Unverpackt-Community im deutschsprachigen Raum, das ist jede Unterstützung gut aufgehoben. Und Köln ist jetzt auch nicht soooo weit von Bochum entfernt, sodass wir sicherlich dann die Möglichkeit haben, uns mal vor Ort ganz ohne Versand einzudecken.

Hier in Vancouver benutzen wir Brush with Bamboo, die meines Wissens nach bei der Borstenfrage bisher weltweit am fortgeschrittensten sind. Sie haben es nämlich geschafft, den Plastikanteil der Borsten zumindest auf 38% zu reduzieren. Die weiteren 62% bestehen aus rein pflanzlichem Rizinusöl. Das Plastik ist konventionelles Nylon aus Erdöl. Sie bleiben aber bei der Produktentwicklung dran, weil sie selbst momentan damit noch nicht so zufrieden sind.

Diese neuen Borsten, die wir jetzt verwenden sind die beste verfügbare Option. Sie sind nicht perfekt, aber zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. (Brush with Bamboo)

Die Brush with Bamboo hat traumhafte weiche Borsten, was bei meinem empfindlichen Zahnfleisch eine Wohltat ist. Die Familie hinter Brush with Bamboo besteht komplett aus Nachhaltigkeit-Nerds, die auch nicht zurück scheuen, sich selbst zu kritisieren und denen vor allem auch Transparenz ganz wichtig ist, was ich persönlich sehr sympathisch finde. Die Firma sitzt in Kalifornien, was für unser „europäisches Distanzempfinden“ ziemlich weit weg ist. Aber ja, Nordamerika ist halt auch nicht so dicht besiedelt wie Europa. Ich tu mich ja noch sehr schwer damit, mich daran zu gewöhnen.

Fazit

Es ist einfach eine schwierige Aufgabe mit den Borsten. Auch wenn vieles noch nicht so ideal ist, es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Denn egal, ob die Borsten nun doch noch aus konventionellem Nylon oder eben leider nicht reiner Bambus-Viskose bestehen: Der Plastik-Anteil ist allein durch den Griff aus Bambus oder Holz um ein vielfaches niedriger als bei einer konventionellen Zahnbürste.

Häufig wird die Verwendung von Bambus kritisiert, weil der Bambus meistens aus China oder Indien stammt, wo auch meistens die Bürsten produziert werden, also einen weiten Transportweg haben. Das zeigt wieder, wie man gerade bei nachhaltigeren Produkten deutlich skeptischer und (über-)kritisch ist. Hat sich jemals einer gefragt, wo und wie eigentlich die konventionellen Plastikzahnbürsten produziert werden? Na?

Mein Punkt ist, dass diese „unperfekten“ Zahnbürsten am Ende trotzdem die ökologisch sinnvollere Alternative sind. Damit es auch weiter in die richtige Richtung gehen kann, sollten wir diese engagierten Hersteller unterstützen, damit sie in Zukunft noch nachhaltigere Versionen entwickeln und herausbringen können. Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut.

Von links nach rechts: Bambuszahnbürste von Hydrophil inklusive Verpackung, Miswak-Zweig, Swak-Zahnbürste mit Nachfüll-Köpfen und Verpackung

Zuletzt möchte ich noch darauf hinweisen, dass es auch noch Alternativen zu Bambus- bzw. Holz-Zahnbürsten gibt! Die Bambus- und Holz-Zahnbürsten sind einfach das, was dem, was wir kennen, am nächsten steht und was den Umstieg unglaublich einfach macht.

Etwas, was etwas Umgewöhnung bedarf sind Miswak-Sticks. Das sind wirklich einfach nur ein getrockneter Zweig vom Zahnbürstenbaum, der von Natur aus Fluorid enthält. Das ist kein Scherz, der Baum heißt wirklich so! Eine Abwandlung davon ist die Swak-Zahnbürste, die aus einer Halterung aus einem Maisstärken-Bioplastik-Griff und einem kleinen, austauschbaren Kopf aus Miswak besteht. Ich habe beides schon ausprobiert und bin vor allem vom Miswak-Zweig begeistert! Das Blöde ist nur, dass man Miswak-Zweige einzig und allein in Plastik verpackt bekommt, zumindest meines Wissens nach. Update 16.05.2018: Das hat sich inzwischen geändert, es gibt nun bei Swak auch die Miswak-Zweige ohne Plastikverpackung.

Die Swak-Zahnbürste ist auch ziemlich cool, erfordert etwas mehr Übung. Sie hat den Vorteil, das wirklich nur immer ein kleines Stückchen Holz ausgetauscht werden muss. Wie man damit putzt könnt ihr übrigens in diesem Artikel nachlesen.

Bestimmt habe ich irgendwas ausgelassen. Wenn ihr also noch andere Zahnbürsten oder Alternativen kennt, lasst es mich wissen! Natürlich auch, wenn ihr dazu noch Infos habt, die mir nicht bekannt sind!

Kategorie Artikel, Bad, Zahnpflege

69 Kommentare

  1. Hi Shia, dein Blog ist genial und dieser Artikel hat mir bereits unendlich weitergeholfen (und mich in meinen bisherigen Entscheidungen zu Handzahnbürsten bestätigt). Jetzt suche ich Aufsteckköpfe für elektische Zahnbürsten, die so nachhaltig wie möglich sind (ich weiß, dass es eine komplett vegane elektr. Zahnbürste mit Köpfen gibt, aber wir haben schon ganz lange ein anderes Gerät und ich möchte es ungern wegschmeißen). Ich meine, in London im Bio-Markt mal etwas aus Bambus erspäht zu haben, habe mir aber leider nicht die Marke gemerkt und finde nichts in der Richtung. Nun habe ich TIO entdeckt im Internet und dort heißt es: „Die Aufsteckköpfe für elektrische Zahnbürsten von TIO werden aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt (Zellulose). Die Borsten werden aus Rizinusöl gemacht, der Hals für den Schwingkopf besteht aus Metall.“ Was denkst du darüber? Bzw. kennst du evtl. eine gute Alternative?
    Vielen lieben Dank vorab und weiter so!
    Liebe Grüße, Stefanie

  2. Hey Shia ich finde auch du äußerst dich sehr ehrlich und transparent in deinem Beitrag.
    Du hast geschrieben dass Schweineborsten für dich persönlich nicht in Frage kommen aber nicht gesagt warum?
    Ich hab eine dreijährige Bordeaux-Dogge die leider sehr unter Zahnstein leidet, das heißt ich muss ihr regelmäßig die Zähne putzen. Wir haben schon viele verschiedene Hundezahnbürsten ausprobiert und dabei ist viel Plastik-Müll entstanden 🙁 Es gibt auch viel Verschiedenes auf dem Markt, leider keine plastikfreien Alternativen: https://www.hundebedarf.de/hundezahnbuerste von deinem Artikel inspiriert werde ich es mal mit einer kompostierbaren Alternative versuchen und hoffen dass sie diese Bürste annimmt.

    Das Problem ist auch, dass man Bordeaux-Doggen nur in Notfällen unter Narkose legen sollte, deshalb bin ich bei dem Thema sehr dahinter

  3. Pingback: Müll im Badezimmer reduzieren - leavingcomfort.zone

  4. Dane McBurn

    Hey, super Artikel! Du schreibst sehr ehrlich und gibst einem einen kleinen Denkanstoß. Bin mir allerdings auch nicht sicher, ob es nun besser ist, eine Bambus Zahnbürste extra aus Deutschland zu bestellen, oder doch lieber eine konventionelle zu kaufen…

    Ein kleiner Hinweis am Rande: England bleibt auch weiterhin ein europäisches Land, nur kein EU – Mitglied 😉 War bestimmt ein Denkfehler hihi..
    LG Dane

  5. Hey Shia,
    beeindruckend recherchiert, ich sehe die Zahnbürsten die ich auf meiner Webseite erwähnt habe nun in einem ganz anderen Licht. Das mit den Borsten stört mich sehr.

    Auf Deine Frage:
    >> Vielleicht könnte man ja mal Bambus hier bei uns anbauen?
    >> Wieso das nicht gemacht wird, weiß ich leider nicht.
    >> Läge doch nahe?

    Die Menge der durch eine Bambuspflanze erzeugte Biomasse hat direkt etwas mit den Temperaturen und dem Klima zu tun. In den Tropen sind die Halme dick wie ein Bein und 20 Meter hoch, die gleiche Sorte hier bei unseren Temperaturen maximal so dick wie eine Gurke und so bis 6-7 Meter hoch.

    Der Ertrag pro Hektar ist für die meisten Bauern mit Bambus wohl (noch) nicht rentabel, sonst würden wir Bambus- statt Rapsfelder haben.

    • Hallo Michael,
      danke für die total interessante Info!! Das erklärt wirklich so einiges! Schade, aber vielleicht wäre es ökologisch gesehen ja doch besser als Bambus aus Asien? Vielleicht will das ja mal jemand mit dem Bambus-Anbau hier ausprobieren :). Ich streu die Idee schon mal fleißig.
      Liebe Grüße,
      SHia

  6. Der neueste Humblebrush den ich in Stuttgart bei DM gekauft habe, ist in der Tat in einer biologisch abbaubare Verpackung verpackt! Also, es wird zumindest besser!

  7. Hola:)
    Dein Bloggist super, was mir einfach zu denken gibt, ist, dass die meisetn Zahnbürtsen zwar in Deutschland designt sind, aber in China hergestell werden. Meine Frage ist nun, ob es wege der Umweltbelastung dann nicht wieder fast auf das Selbe rauskommt, eine Plastikzahnbürste zu kaufen…
    Würde mich noch wunder nehmen
    Lg anna

    • Hi Anna,
      deine Plastikzahnbürste kommt wahrscheinlich auch aus China, wurde aber nicht umweltschonend und sozial verträglich hergestellt ;). Am wünschenswertesten wäre es natürlich, in Deutschland Bambus anzubauen, das wird es aber nicht. Vermutlich (Achtung: Vermutung, also Spekulation) weil Bambus eine nicht heimische und damit ggf. invasive Spezies wäre. Wobei ich mich in Zeiten von genmanipuliertem Obst und Gemüse auch frage, ob das denn schlimmer wäre?
      Liebe Grüße,
      Shia

  8. Pingback: Zero Waste im Bad | simpel + gut | Hygiene und Pflege – MINZA WILL SOMMER

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