Virtuelle Tour durch einen Unverpackt-Laden Nr. 2 – Unverpackt Kiel

Vor zwei Monaten sind wir in den hohen Norden nach Kiel zu Béa Johnsons Vortrag gefahren. Davor gab’s aber noch eine Signierstunde im Unverpackt Kiel, dem ersten Unverpackt-Laden Deutschlands, der im Februar 2014 seine Pforten öffnete – inspiriert von Béa Johnson ;). Marie Delaperrière eröffnete diesen Laden, um ihren Kunden zu ermöglichen, wirklich alles für den täglichen Bedarf komplett zero waste einkaufen zu können – und mit ganz wenigen Ausnahmen auch komplett in bio ❤!

Im Gegensatz zu (Bio-)Läden mit Spendern, wie es sie zum Beispiel in den USA, Kanada, Großbritannien und Frankreich gibt, haben die Unverpackt-Läden ein etwas anderes Konzept. Hier soll es darum gehen, im Grunde alles unverpackt anzubieten, um Verpackungsmüll zu vermeiden. Bei Sachen, wo das schwierig wird, ist man meistens bemüht, zumindest die ökologischste Alternative anzubieten❤. Dieses Konzept scheint es bisher nur in Deutschland, Österreich und den Niederlanden zu geben.

Unverpackt Kiel

Hach, ist das nicht tausend Mal hübscher als ein normaler Supermarkt? #BulkIsBeautiful ❤

Seitdem dieser erste Unverpackt-Laden vor knapp zwei Jahren eröffnete, ist die Idee der Müllvermeidung durch das Verkaufen von losen Waren immer beliebter geworden. Nur sechs Monate später eröffnete der nächste Unverpackt-Laden Original Unverpackt in Berlin mit der Hilfe einer sehr erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne und begleitet mit sehr viel Medien-Aufmerksamkeit.

Seitdem griff die Idee um sich. Wobei einige wahrscheinlich im Abfüll-Konzept mehr eine profitable Marktnische sehen und nicht den Anspruch haben, komplett unverpackt zu sein. Meine Liste, die ich erstmals im September 2014 mit nur ganzen 4 Einträgen verfasste, umfasst inzwischen 22 Unverpackt-Läden, die zum Teil aber noch nicht eröffnet haben.

Wie funktioniert das denn?

How does zero waste shopping work

Das ist wahrscheinlich so die erste Frage, die man sich stellt, wenn man den Laden betritt. Deswegen ist auch direkt gut sichtbar im Eingangsbereich diese Info-Tafel aufgestellt, die das kurz und knackig erklärt. Und das beste: Es ist eine echte Tafel! Das heißt, dass bei Bedarf einfach die Tafel neu beschrieben werden kann und nichts neu gedruckt werden muss.

Erst mal wiegen

Weigh your containers

So, hoffentlich hat man dann auch seine eigenen Behältnisse mitgebracht. Diese wiegt man an der Waage in Eingangsnähe, aus der dann ein Sticker kommt. Auf den Sticker kann man aber verzichten, indem man das Gewicht mit einem (wasserlöslichen) Edding aufnotiert. Das kann man um Zeit zu sparen auch zu Hause machen. Wir haben inzwischen die Gewichte mit wasserfestem Edding auf unsere Beutel und Gläser geschrieben, um uns das Wiegen jedes Mal zu sparen.

Falls du keine passenden Behältnisse hast, kannst du dir entweder vor Ort ziemlich günstige und hübsche Gläser in allen Ausführungen oder Beutel aus Fairtrade Bio-Baumwolle kaufen. Wenn du zu Hause aber genug hast, kannst du dich auch einfach an der Box mit „gespendeten“ Gläsern bedienen und diese danach auch wieder zurückbringen. Eine total geniale Einrichtung, wie ich finde!

Naja, und dann gibt es noch Papiertüten, für die man bezahlen muss. Die leider wohl sehr viel genutzt werden…

Befüllen

Als Abfüllhilfen gibt es verschiedene Trichter, Löffel und Schüsseln mit Ausguss. Die findet man direkt neben der Kaffeestation, die übrigens mit klimaneutralem Fairtrade Bio-Kaffee gefüllt ist! Hier wird nämlich auch auf die Details geachtet!

Explaining how to use their bulk bins

Ganz toll finde ich übrigens die Info-Tafeln überall, die ganz bildlich zeigen, wie es geht!

Musterregal Unverpackt Kiel

Was ich auch super hilfreich finde, sind die Musterregale, wo befüllte Gläser zur Orientierung stehen.

Musterregal

Wir sind ja alle an Preise pro Verpackungseinheit gewohnt und haben auch eigentlich nur diese auf dem Schirm, sodass wir bei Preisen pro 100 g häufig gar nicht einschätzen können, ob das nun günstig oder teuer ist. Oder weißt du, wie viel du für Backpulver pro 100 g eigentlich bezahlst..? Ich nicht…

Die Auswahl

Produce

Stickerfreies Obst und Gemüse – schon fast eine Seltenheit!

Etwas frisches (stickerfreies!) Obst und Gemüse gibt es neben Eiern und dem Kühlschrank mit Milchprodukten in Pfandgläsern natürlich auch.

Legumes

Das Sortiment fasst unter anderem allerlei Hülsenfrüchte, Sojagranulat, Nudeln, Reis, allerlei Cornflakes-Sorten, Körner und Nüsse.

Sweets, coffee, tea in bulk

Hier sind die Spender mit Kaffee, Tee und einer guten Auswahl an Süßkram, der ich natürlich direkt zum Opfer gefallen bin 😝!

Candy in bulk

Noch mal in Nahaufnahme, einfach weil geil 😝!! Denn vegane Naschereien gab’s natürlich auch 👍!

Gewürze

Sehr cool fand ich auch die Auswahl an Gewürzen. Mit im Regal waren außerdem noch Backpulver, Natron, Kakaopulver und Mehle. Alles Sachen, für die man sich sonst schon ein bisschen auf die Suche begeben muss, um sie lose zu bekommen. Und manchmal gibt es diese Dinge trotzdem nicht lose.

Shampoo bars

Eine gute Auswahl an festen Shampooseifen, wie ich finde. Mehr hat Lush glaube ich auch nicht :P. Ich persönlich benutze ja Roggenmehl zum Haarewaschen und das tut meinen Haaren und der Kopfhaut so gut, dass ich trotz vielen Rumprobierens mit Shampooseifen und auch Aleppo-Seife doch wieder erleichtert zum Roggenmehl greife. Aber ähm, ja, auch ich konnte es mir nicht verkneifen, noch mal an den Shampooseifen zu riechen 😉.

Menstrual Cup

Das rechts ist übrigens KEINE Menstruationstasse, sondern ein Becher, worin man die Menstruationstasse zum Desinfizieren in der Mikrowelle abkochen kann.

Nun mal Butter bei die Fische – Menstruationstassen! Menstruationstassen sind nicht nur eine ökologischere, sondern auch eine gesündere Alternative zu Tampons. Das ist im Grunde ein Silikonbecherchen, das ähnlich wie ein Tampon eingeführt wird und das Blut auffängt. Im Gegensatz zu Tampons trocknet das aber die Schleimhäute nicht aus und TSS kann man davon auch nicht bekommen. Es kann länger drin bleiben als ein Tampon und ist von daher auch praktischer. Ruby Cup ist ein soziales Unternehmen, das für jede verkaufte Menstruationstasse einem Mädchen in Kenia eine Menstruationstasse gibt, damit die Mädchen auch während ihrer Tage zur Schule gehen können.

Ich werde irgendwann auf jeden Fall noch mal einen ausführlichen Artikel zur zero waste Monatshygiene posten (und auch das Thema Verhütung wollte ich noch ansprechen). Wichtige Themen, die nicht tabuisiert werden sollen, wie ich finde.

Cleaning products

Das ist die Haushaltsreiniger-Ecke, die ich putzfaules Ding ja am liebsten ignorieren möchte 😝. Spüli, Waschmittel und allerlei andere Reiniger, alles in öko. Mir persönlich reicht ja Essigessenz, Natron und Olivenölseife, aber klar, nicht jeder wird sich Spüli oder Waschmittel selber machen, und das ist definitiv die Lösung, die für die meisten am wenigsten Überwindung bedarf 😉.

Cleaning products

Und das muss ich euch einfach zeigen, weil ich das so hübsch finde ❤? Eine einfache und dekorative Lösung, um Tropfen aufzufangen!

climate-neutral candles

Was es wirklich nicht überall gibt – nachhaltige Kerzen!

Normale Kerzen werden aus Petroleum gemacht, sind also eindeutig nicht nachhaltig. Allerdings sind fast alle der als „nachhaltig“ oder „umweltfreundlich“ deklarierten Kerzen genauso schlimm, denn sie bestehen entweder aus Sojawachs oder Palmöl – buuuhh!

Soja ist ja wegen genetischer Manipulation und der sozialen Folgen des aggressiven Anbaus in Verruf geraten. Beim Kauf von Soja sollte man also darauf achten, Bio-Soja (= nicht genetisch manipuliert) aus Deutschland oder Österreich zu kaufen. Allerdings wird bei verarbeiteten Produkten ja nicht wirklich angegeben, woher das darin verarbeitete Soja (oder die anderen Inhaltsstoffe) stammt. Wenn eure Kerzen aus Sojawachs nicht bio sind, dann werden sie übrigens wohl nicht nachhaltig sein.

Palmöl ist eine noch größere Umweltkatastrophe! Regenwald ist ein wichtiger Klimaregulator und CO2-Speicher. Nach Schätzungen werden 2.000 Bäume im Regenwald pro Minute abgeholzt – das meiste davon illegal. Alles, um Palmölplantagen in Monokultur anzulegen. Dabei wird außerdem das Wasser verschmutzt, und tausende Tierarten sind durch die Rodung bereits vom Aussterben bedroht! „Bio-Palmöl“ ist leider ganz schönes Greenwashing, sodass man sagen kann, dass es kein nachhaltiges Palmöl gibt.

Was auch gerne als nachhaltige Alternative angeführt wird sind Bienenwachskerzen. Ich stehe dem ja skeptisch gegenüber. Weil Bienen als Nutztiere so überzüchtet wurden, dass die Population momentan dramatisch zurückgeht – es ist vom großen Bienensterben die Rede. Der Rückgang der Bienen betrifft die gesamte Landwirtschaft. Ob es also tatsächlich ökologisch ist, so was zu unterstützen?

Woraus sind denn jetzt diese nachhaltigen Kerzen? Sie sind aus heimischen, nachwachsenden und genetisch unveränderten Pflanzenölen – ohne Palmöl, Erdöl oder tierische Fette! Sie sind zudem klimaneutral und sogar kompostierbar! Ich bin absolut begeistert!

Liquids in bulk

Äh, ja, abgeschweift, wo waren wir nochmal 😝…? Genau, Pflanzenöle. In dieser Ecke gibt es verschiedene Öl- und Essigsorten und Säfte in Mehrwegflaschen.

Booze in bulk

Hm, ich weiß allerdings nicht, wie das mit dem Wein hier ist? Ich nehme an, dass es Mehrwegflaschen mit Korken aus natürlichem Kork sind? Allerdings weiß ich nicht, ob das oben eine Plastik-Versiegelung ist oder ob das aus einem anderen Material besteht… Ich trinke keinen Wein und ich habe dementsprechend dem Wein nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt 😅…

So, nun zum heiteren Teil – Alkohol zum Abfüllen im doppelten Sinne 😂.

Béa Johnson war übrigens tief beeindruckt von der Auswahl im Unverpackt Kiel. Wie sie sagte gebe es in dem Laden mehr, als sie bei sich in der Nähe auftreiben könne! Denn bei ihr gibt es gar keinen Unverpackt-Laden! Also, wer in Deutschland einen Unverpackt-Laden hat kann theoretisch müllfreier Leben als Béa Johnson 😉! Ja, der Jahres-Müll der vierköpfigen Familie passt in ein 1 Liter Einmachglas – also ran an die Gläser, Leute 😜!

Nun das Bezahlen 😝💸

Unverpackt Kiel register

An der Kasse wird einfach alles nacheinander gewogen und dabei das Gewicht des Behältnisses abgezogen. Das geht schneller als man erwartet. Es sei denn natürlich, man verquatscht sich 😉.

Verglichen mit anderen Biomärkten finde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis sogar noch etwas besser. Das liegt wohl daran, dass man eben die Verpackung nicht mehr mitbezahlen muss. 15% dessen, was wir sonst für ein Produkt bezahlen geht für die Verpackung drauf!

Mein Fazit

Ein toller Laden, der sich sehr darum bemüht, bestmöglichst Müll zu vermeiden. Das Sortiment ist tatsächlich so, dass man als Vegetarier komplett damit seinen Alltag bestreiten kann (Fleisch gibt es nicht dort)! Ich persönlich finde die Auswahl sogar richtig gut getroffen! Aber direkt daneben (auf dem Exerzierplatz) ist zweimal die Woche (Mittwoch und Samstag) ein Wochenmarkt, wo es sicherlich Einkaufsmöglichkeiten für unverpackten Fisch und Fleisch gibt. Würden wir in Kiel wohnen, würden wir mit Sicherheit nur noch dort einkaufen und wären rundum versorgt ❤(wir sind Veganer, die nicht unbedingt Tofu für unser Wohlbefinden brauchen).

Einige Flyer habe ich dort allerdings gesehen und wie mir auf den Fotos aufgefallen ist, weiß ich leider nicht, wie viel Müll der Wein jetzt produziert, aber alles in allem ist man sehr darum bemüht, die wirklich ökologischste Alternative anzubieten. Man bekommt kompetent Auskunft und man weiß dort auch ganz genau, was vegan ist und was nicht.

Ganz toll finde ich die Musterregale, weil man wirklich am Anfang erst mal gar kein Gefühl dafür hat, weil man auch die Preise einfach nur in Verpackungs-Einheiten und nicht pro 100 g auf dem Schirm hat.

Wenn ihr mal in der Gegend seid – unbedingt vorbei schauen! Und wenn es nur auf ein Käffchen (klimaneutral, bio und Fairtrade!) und ein paar leckerere Naschereien aus den Süßigkeitenspendern ist 😉!

22 Kommentare

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  3. Pingback: Shia besucht Unverpackt-Läden Nr. 9 – gramm.genau in Frankfurt/Main – Wasteland Rebel

  4. Pingback: Wie, Kerzen schaden der Umwelt…? – Wasteland Rebel

  5. Benjamin

    Echt cool mal so einen Laden von innen zu sehen hier bei uns gibt es leider sowas nicht.

  6. Ich bins nochmal!
    Ich habe übrigens eine neue E-Mail Adresse.
    Also nicht wundern.
    Liebe Grüße!

  7. Hey, Shia!
    Habe dir auf deine E-Mail geantwortet!
    Ich schreibe ein Buch mit Informationen über Plastik und tipps Plastik zu vermeiden!
    Grüße Laura

  8. Hey Shia!
    Ich bin 12 Jahre alt und wohne in Kiel. Ich versuche so gut es geht auf Plastik zu verzichten und auch meine Eltern und Geschwister davon zu überzeugen. Gerade schreibe ich ein Buch über Plastik. Ich war damals auch Bein Bea Johnson mit zwei Freundinnen. Wir waren die einzigen Kinder in dem Saal, was ziemlich erschreckend war.
    Ich glaube dich gesehen zu haben, aber da kannte ich dich noch nicht.
    LG Laura

    • Hi liebe Laura,
      ich wollte dir eigentlich auch schon auf deine Mail geantwortet haben :D! Weil du dir so viel Mühe damit gegeben hast, wollte ich dir natürlich auch nicht einfach 08/15 antworten, und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass die Antwortmail immer noch angefangen bei mir liegt …! Ich habe mich aber tierisch über deine Mail gefreut und hoffe, dass du mir nicht böse bist, dass ich dir immer noch nicht „richtig“ geantwortet habe…
      Ich finde es toll, dass ihr sogar zu Béas Vortrag gekommen seid, obwohl der auf Englisch war! Ich denke, das war sicherlich ein Grund, warum so wenige Kinder da waren. Und natürlich auch die Uhrzeit. Ich saß vorne links und hatte da glaube ich blaue Haare (momentan sind sie pink/lila :D).
      Was für ein Buch schreibst du denn? Find ich klasse! Ich würde das auch gerne dann mal lesen, wenn du das fertig hast!
      Und ich werde dir auch noch auf deine Mail antworten – versprochen!
      Liebe Grüße,
      Shia

  9. Liebe Shia,
    Vielen vielen Dank für deinen Artikel! Ich freue mich, dass dir der Laden so gut gefallen hat.
    Kurze Ergänzung: der von uns angebotene Wein ist in Bio- sogar manche in Demeter-Qualität. Bald gibt es auch vegane Weine im Sortiment und alle sind in 1l Pfandflaschen – wie alle Produkte die im Glas „verpackt“ sind :-). Ansonsten gab es bevor das „unverpackt Konzept“ in Deutschland umgesetzt wurde schon dieses Konzept oder Teile des Konzepts in anderen Länden, wie z.B. Unpackaged in London, Eccoferta in Italien, Granel in Spanien aber auch Biocoop in Frankreich oder andere in den USA.

    • Hi Marie,
      danke für die Ergänzungen, sehr sehr spannend :)! Ich wusste gar nicht, dass es das Konzept vorher schon gab!
      Und toll, dass du bald sogar vegane Weine im Sortiment hast – das ist nämlich gar nicht selbstverständlich!
      Liebe Grüße,
      Shia

  10. Liebe Shia,

    das ist wieder ein sehr interessanter Beitrag von dir! Vor allem die Abschweifungen zu Kerzen und Co. haben mir gut gefallen! Bin gespannt auf den Beitrag zur Zero Waste Verhütung 🙂 Schade, dass Kiel soweit weg ist vom Ruhrpott…

    • Hi Anne,
      cool, ich hatte schon ein bisschen ein schlechtes Gewissen, dass ich da so abgeschweift bin, fand es aber schon wichtig, weil es Infos sind, die offenbar wenig bekannt sind. Ja, Verhütung (und Hormone) ist ja sowieso immer so ein Thema lol. Aber wichtig, wichtig, wichtig!
      Und wenn du auch im Pott wohnst 😉 – guck mal, hier hab ich Einkaufsmöglichkeiten in Bochum und Umgebung aufgelistet. Das deckt eigentlich so alles, was man für den täglichen Bedarf braucht, gut ab :). Die nächsten Unverpackt-Läden sind in Münster (da aber gleich 2) und in Bonn, aber die braucht man gar nicht zwangsläufig. Sie sind halt gut, wenn man so den letzten Rest an Müll ausmerzen möchten (wie z.B. Papierverpackungen von Salz, Zucker oder Mehl). Und es ist natürlich bequem, alles in einem Laden einkaufen zu können :)!
      Liebe Grüße,
      Shia

  11. Hallo Shia,
    das ist ein toller Artikel ! Lustigerweise war ich gerade vorgestern das erste Mal in dem Laden und habe mir vorgenommen, dort jetzt regelmäßig einzukaufen und meine Müllproduktion drastisch zu reduzieren.

    Das ist ein geniales Konzept.

    Viele Grüße
    Birgit

    • Hi Sunny,
      find ich total cool, dass du dir das vornimmst und es anpackst!! Es ist auch einfach so ein toller Laden! Du kannst dich sehr glücklich schätzen, einen in deiner Nähe zu haben. Der nächste von uns aus ist in Münster – also von Bahnhof zu Bahnhof über 1 Stunde. Mein Mann ist aber beruflich 2-3x/Woche in Münster und kann was nach Feierabend mitbringen, was schon mal supercool ist :). Und solche Läden muss man einfach unterstützen!
      Liebe Grüße,
      Shia

  12. Hi,
    ein super Artikel, der unsere Erfahrungen im unverpackt-kiel genau wiederspiegelt.
    Die Sache mit dem Wein: Zu der Versiegelung kann ich nichts sagen und wir trinken auch so selten, dass wir dort noch nie welchen gekauft haben, aber ich meine dort mal ein Schild gesehen zu haben, auf dem Stand, dass es sich um ein Pfandsystem handelt. Allerdings hab ich das letztes Jahr im Sommer gelesen…
    Was ich auch noch erwähnenswert finde, ist, dass der Exerzierplatz direkt nebenan ist und dort zweimal die Woche ein Wochenmarkt stattfindet. Dort wird es für Omnis sicherlich Einkaufsmöglichkeiten für unverpackten Fisch und Fleisch geben (wenns schon welche für vegane Torten gibt). Die Markttage sind glaube ich Mittwoch und Samstag.
    Und zu guter letzt: Als wir das letzte Mal (also vor drei Wochen) 5kg Mehl und 2kg Zucker gekauft hatten, hat mein Mann von Marie 10%Rabatt auf beide Artikel bekommen. ( Ich weiß nicht wie das läuft, wenn sie nicht dabei ist…)
    Ganz liebe Grüße, Ilka

    • Hi Ilka,
      danke für den Hinweis, ich habe ihn gerade im Artikel ergänzt :)!! Und ist ja echt lieb mit dem Rabatt! Mein Mann ist morgen nach Feierabend wieder in dem einen (ökologischeren) Unverpackt-Laden in Münster (es gibt ja jetzt 2), um mir Schokoladen-Nachschub zu kaufen XD. Jetzt, wo es den in Münster gibt, werden wir vielleicht unser Einkaufsverhalten etwas anpassen. Eigentlich füllen wir ja unsere Gläser alle 6-8 Wochen auf. Aber mein Mann ist dafür, es lieber in kleinen Einheiten zu machen, damit er nicht alle 6-8 Wochen so viele Gläser erst zur Arbeit, dann durch den Zug nach Hause schleppen muss. Sind ja pro Weg von Bahnhof zu Bahnhof schon über eine Stunde, und dann noch mal durch die Stadt… Ihm ist es lieber, häufiger einzelne Sachen nach Feierabend zu holen, und das testen wir jetzt mal. Das verleitet aber natürlich, das was alle ist, immer sofort nachzukaufen ;). Ich fand es eigentlich ganz angenehm, zu wissen, dass das, was alle ist, halt alle ist bis zum nächsten Einkauf. War irgendwie weniger stressig als dann immer gleich zu denken: „Oh, das müssen wir jetzt nachkaufen.“ Weiß nicht, klingt vielleicht etwas komisch, aber mich hat es immer weniger gestört, wenn einzelne Sachen schon leer waren und man ein bisschen warten musste, bis genug anderes leer ist, damit sich eine Fahrt lohnt. Naja, vielleicht bin ich einfach komisch XD..?
      Ganz liebe Grüße,
      Shia

      • Hi,
        nö, ich finde nicht, dass du komisch bist… Mein Mann sollte ja eigentlich auch nur zwei, drei Mal im Monat in Kiel arbeiten, was ja mit unserer Monatsplanung total gut passte, aber irgendwie wird er jetzt doch schon wöchentlich ein, bis zwei Mal in Kiel eingeplant. Also eigentlich könnte er inzwischen wöchentlich hin. Aber das gefällt mir so nicht. Einerseits dauert es für ihn ne Weile da hin zu kommen, da sein Arbeitsplatz nicht direkt in der Nähe des Unverpackt-Ladens liegt und es auch manchmal echt schwei ist in der Nähe einen Parkplatz zu kriegen, andererseits ist es bei mir genauso wie bei dir: Ich finde dieses Gefühl, alle Behälter vor dem nächsten Einkauf völlig geleert zu haben ganz wunderbar! (Ist beim Marktkauf mit dem Kühlschrank übrigens genauso…). Naja. Wahrscheinlich klappt das mit einer wöchentlichen Routine auch. Ich bin auch einfach ein Gewohnheitstier. Aber der dieser monatliche Rythmus hat uns auch sehr dabei geholfen, viele Lebensmittel gar nicht mehr zu kaufen, die wir auch einfach nicht brauchen, wie zu viele Süßigkeiten und Knabberzeugs… Mein Mann mag die ganzen Glasbehälter übrigens auch nicht so gern. Wir haben nochmal in Baumwollbeutel investiert und darin kauft er so ziemlich alles, außer Gewürzen und flüssigen Sachen, wie Sojasoße oder Ahornsirup… Allerdings hat er ja auch immer das Auto dabei… Irgendwann kaufen wir uns so ein Umweltauto…
        Liebe Grüße, Ilka

        • Hi Ilka,
          ja, genauso ist es bei uns auch :D!! Ich finde genau das mit den Knabbereien auf der monatlichen Basis gut! Und ich freue mich auch immer, wenn viele Gläser dann schon leer sind :D!! Gut zu wissen, dass ich nicht die Einzige bin :)!
          Bei meinem Mann ist das so, dass er einfach mit dem Bus zum Unverpackt-Laden fährt und wieder mit dem Bus von dort aus zum Bahnhof. Das stört ihn nicht so. Aber wir probieren aus und gucken. Jetzt ist es sogar schon so, dass wir mit dem Sortiment durcheinander kommen, weil wir so viele Optionen haben XD! Da hab ich ihm doch noch Kokoschips (wir machen Kokosmus daraus) aufgeschrieben für Münster und das gab es dort nur geröstet. Das hatten wir wohl das letzte Mal in Essen gekauft! Und als wir letztes Mal in Essen waren wollten wir dort Haferflocken mitnehmen, bis wir feststellten, dass es die dort ja gar nicht gibt… Ich freue mich aber, dass wir sogar verschiedene Optionen haben :)!! Ich muss mir wirklich noch mal eine Nähmaschine leihen und ganz ganz dringend weitere Beutel aus Stoffresten nähen!
          Liebe Grüße,
          Shia

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