Naturkosmetik in erschwinglich: Öle statt Cremes #SimpleSwap

Schon als Kind hatte ich Hautprobleme. Andauernd hatte ich Ausschlag, trockene, schuppige Stellen oder rote juckende Pünktchen. Egal, ob Weichspüler, Modeschmuck oder neue (aber gewaschene) Kleidungsstücke auf der Haut – sie alle haben bei mir zu gereizter Haut und Ausschlag geführt. Ich hatte nicht nur eine schlimme Nickelallergie, sondern auch Neurodermitis.

Bis heute noch ist meine Haut ganz schön zickig und launisch. Aber seit einem Jahr geht es ihr zumindest besser als jemals zuvor und wir schließen nun langsam unseren Frieden miteinander. Vor einem Jahr habe ich nämlich im Zuge unserer Umstellung auf Zero Waste angefangen, mich mit Ölen aus der Küche einzucremen – von Kopf bis Fuß!

Undurchsichtige Inhaltsstoffe bei gekauften Hautpflegeprodukten

Gekaufte Cremes und Lotions haben lange Listen an Inhaltsstoffen, die nur ein Chemiker versteht. Mit Transparenz hat die Kosmetik-Industrie es halt nicht so. Viele Stoffe sind potentiell gefährlich – es gibt für sie Grenzwerte, die leider auch nicht immer eingehalten werden. Aber selbst wenn die Grenzwerte eingehalten werden – keiner weiß, was der Cocktail aus den verschiedensten Stoffen eigentlich bewirkt. Wer so empfindliche Haut wie ich hat, der merkt, dass das alles nicht wirklich gut sein kann. Produkte vom Body Shop beispielsweise haben bei mir ausnahmslos zu Ausschlägen geführt!

Meine gefühlten 300.000 Tuben, Gläschen und Pumpfläschchen an Cremes, Lotions und Ölen für super-mega-sensible Haut haben alle zudem nicht wenig gekostet, denn vieles war aus der Apotheke. Wenn ich eine Creme länger benutzt habe, vertrug ich sie irgendwann nicht mehr richtig und ich musste mich wieder auf die frustrierende und teure Suche machen. Denn vieles davon würde ich nur einmal benutzen und den Rest verschenken. Das ging natürlich ins Geld. Es hat mich häufig geärgert, dass die Cremes ohne diese schlechten Zusatzstoffe so viel teurer waren als mit! Müssten sie nicht eigentlich günstiger sein, wo man die Sachen weglässt?

Weniger ist mehr

Man kennt es von klein auf nicht anders – für jeden Körperteil gibt es eine spezielle Creme und das wird so wohl seinen Sinn haben. Hat es auch. Denn so kann mehr verkauft werden.

Zuerst dachte ich, dass ich nun Cremes selber machen müsse. Ich habe viel dazu gelesen und nach meinen Recherchen nur einen einzigen Emulgator gefunden, der sowohl vegan als auch palmölfrei ist (Xyliance). Irgendwann habe ich mich daran erinnert, dass ich Hautöle eigentlich immer am besten vertragen habe. Warum also nicht einfach den Wasseranteil weglassen? Ich creme mich nach dem Duschen ein, d.h. auf der Haut befindet sich sowieso noch etwas Wasser, und wenn ich mich direkt einöle entsteht dabei auf der Haut eine kurzzeitige, instabile Emulsion, das reicht ja eigentlich, oder? Na, ein Versuch war es auf jeden Fall Wert!

Und was soll ich euch sagen? Es hat so gut funktioniert, dass ich gar nicht mehr verstehe, warum wir eigentlich Cremes benutzen :D. Warum kompliziert machen, wenn es doch auch so einfach geht? Wer aber dennoch gerne einen Einstieg in die Creme-Herstellung wagen möchte, ist bei der lieben Schwatzkatz AKA Jasmin gut aufgehoben – klick :).

Seit ich mich von Kopf zu Fuß nur noch mit Ölen eincreme hat sich meine dauergereizte Haut endlich beruhigt. Das liegt aber vielleicht nicht nur an den Ölen, sondern auch daran, dass wir durch unsere vereinfachten Routinen auch viel weniger aggressiven Mittelchen ausgesetzt sind. Wir putzen nur noch mit selbst gemachten Essigreiniger (1 EL Essigessenz + 300 ml Wasser) und benutzen selbst gemachtes Spülmittel. Was ich früher nur mit Gummihandschuhen machen konnte geht jetzt problemlos ohne. Meine Haut ist sogar so weit erholt, dass sie das andauernde Getränkegläserspülen auf meinem Nebenjob wegsteckt. Zwar ist sie am Ende deutlich beansprucht, erholt sich aber nach dem Eincremen so schnell, dass ich zumindest keinen Ausschlag mehr bekomme.

Mehr Qualität für viel weniger Geld

Öle zum Kochen müssen nicht nur strengere Auflagen erfüllen, sondern sind auch viel günstiger. So kann man sich BIO-Qualität auf der Haut leisten, ohne seine Rente schwinden zu sehen ;). Im Gegenteil – man spart sogar im Vergleich zur Billigcreme noch Geld! Ein qualitativ hochwertiges BIO Olivenöl kostet ca. 10 € pro Liter. Das sind 1€ pro 100 ml. Eine günstige Gesichtscreme aus der Drogerie beinhaltet 50 ml und kostet ca. 2€ – also das vierfache!

Welches Öl für welche Haut?

Ich gehe an dieser Stelle vor allem auf Öle ein, die man gut in Supermärkten und Bioläden bekommt und die auch in der Küche ihren Einsatz finden – ich mag’s halt mufu 😉 (mufu = multifunktional, siehe Sonnenallee).

Schöne Übersichten und viel Infos zu noch mehr Ölen und ihre Eigenschaften in der Hautpflege findet ihr hier und hier.

  •  Kaltgepresstes Sonnenblumenöl
    • Für alle Hauttypen, besonders normale bis fettende Haut
    • Riecht nach Sonnenblumenkernen
    • Gut gegen Neurodermitis
    • Mild pflegend
    • Entzündungshemmende Wirkung
    • Hoher Vitamin E Gehalt
    • Zieht im Gegensatz zu anderen Ölen recht schnell ein
    • Guter Makeup-Entferner
    • In der Küche: Super Salatöl, sollte nicht erhitzt werden
  • High Oleic Sonnenblumenöl (wird als BIO Brat- & Backöl verkauft)
    • Wie kaltgepresstes Sonnenblumenöl, aber geruchsneutral
    • In der Küche: Gutes Öl zum Anbraten von Speisen
  • Natives Olivenöl
    • Für trockene, schuppige, spröde Haut, bei Hautrissen und Ekzemen
    • Riecht nach Olive
    • Geeignet bei Neurodermitis
    • Sehr hautpflegend
    • Wirk entzündungshemmend und durchblutungsfördernd
    • Zieht nur sehr langsam ein, dadurch aber sehr schützend und gut für den Winter
    • In der Küche: Kann sowohl für Salate als auch zum Anbraten bis zu 180 Grad verwendet werden
  • Kaltgepresstes Kokosöl
    • Für trockene, rissige, gereizte Haut
    • Riecht stark nach Kokosnuss
    • Ist bei Zimmertemperatur fest, schmilzt bei Hautkontakt
    • Hilft bei Neurodermitis
    • Zieht sehr schnell, aber nur oberflächlich ein
    • Erfahrungsgemäß kein sonderlich guter Makeup Entferner
    • In der Küche: Zum Backen oder Anbraten bis zu 180 Grad
  • Distelöl
    • Für normale bis fettige Haut, unreine Haut und Mischhaut
    • Zieht sehr schnell, aber nicht tief ein
    • Enthält Vitamin A und K (hilft z.B. gegen dunkle Augenringe)
    • Bei unreiner Mischhaut kann man Distelöl gut mit Traubenkernöl mischen
    • In der Küche: Für Salate
  • Traubenkernöl
    • Für fettige, unreine Haut, Mischhaut, reife Haut
    • Riecht bitter-süß nussig
    • Hilft bei der Aufnahme von Vitamin E und K aus anderen Ölen, schleust generell Wirkstoffe aus anderen Ölen in die Haut
    • Zieht sehr gut ein
    • In der Küche: Gut zum Anbraten aber auch als Salatöl
  • Sesamöl (setzt sich auch auf Tahini ab)
    • Für trockene, schlecht durchblutete, fahle Haut
    • Natürlicher Sonnenschutz (wahrscheinlich aber nur ganz leicht)
    • Riecht nach Sesam
    • Ausgezeichnetes Massageöl
    • Reich an Vitamin E
    • Zieht nur sehr langsam ein, dafür dringt es gut in die Haut ein
    • In der Küche: Gut zum Anbraten oder Würzen
  • Sojaöl
    • Für normale bis trockene Haut, Mischhaut, leicht fettende Haut
    • Fast geruchsneutral
    • Sojaöl emulgiert und hilft deswegen besonders gut, Feuchtigkeit in die Haut zu tragen
    • Reguliert den Verhornungsprozess
    • Zieht relativ schnell ein
    • In der Küche: Sehr gutes Öl zum Anbraten
  • Walnusskernöl
    • Für Mischhaut, trockene, rissige, aber auch fettige Haut geeignet
    • Riecht nach Walnüssen
    • Sehr gut verträglich bei Hautirritationen
    • Reich an Vitamin B
    • Verteilt sich leicht auf der Haut und zieht schnell ein
    • In der Küche: Sehr gutes Salatöl

Tipps

  • Die Öle kann man untereinander mischen, um die gewünschten Eigenschaften zu kombinieren.
  • Ich mische vor allem riechende Öle immer mit etwas Kokosöl, weil Kokosöl den Eigengeruch der anderen Öle überdeckt. Man kann aber auch einige wenige Tropfen ätherischer Öle dazu geben, man beachte, dass auch ätherische Öle ihre Eigenschaften haben (z.B. Teebaumöl gegen unreine Haut, Minzöl gegen Entzündungen).
  • Wenn man Kokosöl als Basis nimmt und bis zu 25% mit einem anderen Öl mischt, bekommt man eine cremeähnlich Konsistenz statt einer flüssigen Öl-Konsistenz, was gerade als Lippenbalsam zum Mitnehmen praktisch ist, denn im Winter kann Kokosöl allein ganz schön hart werden.
    Kokosöl mit Sonnenblumenöl
  • Ich nehme im Winter ein Kokosöl-Olivenöl-Gemisch (ca. 50% Olivenöl, 50% Kokosöl, damit das Ganze auch gut einzieht), im Sommer ein Sonnenblumenöl-Kokosöl-Gemisch (zwischen 60 und 90% Sonnenblumenöl, Rest Kokosöl). Ich gebe manchmal ein ganz kleines bisschen Sesamöl (ca. 1 TL) dazu.
  • Man kann sich tatsächlich von Kopf bis Fuß mit Ölen eincremen – als Augencreme, Lippenpflege, Fußcreme, Handcreme usw.! Ich habe immer ein Töpfchen in Gebrauch für alles auf einmal – #SimplifyYourLife!

Habt auch Hautprobleme? Oder benutzt ihr auch Öle? Was sind eure Erfahrungen? Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Tipps mit mir hier teilt :)!

Teile diesen Beitrag #sharingiscaring

80 Kommentare

  1. Hallo Shia,

    Danke für den tollen Artikel!
    Ich bin gerade dabei meine Körperpflegeprodukte durch gute Öle zu ersetzen und habe dafür etwas Öl in ein kleines Tigelchen gefüllt. Jetzt hab ich aber das Problem, dass beim Öffnen und Schließen des Tigelchens immer etwas Öl ausläuft, was zu einer schmierigen Glasablage führt…

    Hast du einen besseren Tipp zum Aufbewahren der Öle?

    Liebe Grüße

    Melanie

  2. also ich mische öle zusammen habe sesamöl kokosöl avokadoöl hazelnussöl olivenöl jojobaöl die sachen tu ich mir auf leicht nasser haut schon seit wochen und meine haut sieht sehr schön aus glatt und fast schon fleckenfrei kann man echt nur empfehlen das zieht auch gut ein

  3. Hallo Shia,
    danke für den interessanten Artikel. Ich habe mal Öl auf meine trockenen Lippen aufgetragen, wodurch sie nur noch trockener wurden. Seit längerem benutze ich nun keine Lippenpflege mehr (im Notfall Carmex, gibt es im Döschen) und meinen Lippen geht es super. Oft sind sie nämlich trocken, weil ich zu wenig trinke. Eigentlich können sie sich ja „selber fetten“.
    Was ist denn mit Rapsöl? Ich koche viel damit, da es immer für Kinder empfohlen wird und nicht teuer ist (gibt es als Bio in Glasflaschen).
    LG
    Rebecca

  4. Pingback: Gesichtspflege mit Kaffeesatz - mehralsgruenzeug.com

  5. 🙂 Huhu

    Bin erst heute auf deinen Blog gestoßen und forste mich gerade durch alle Beiträge durch.

    Ich leide auch unter Neurodermitis, aber Öl hat bei mir irgendwie nichts gebracht. (Hab schon Kokos-, Jojoba, -Papaya und Olivenöl probiert).. an den Armen und so geht es als normale Pflege, aber bei geröteten Stellen habe ich fast das Gefühl, dass es schadet 🙁 und am Mund, wo ich sehr viel Pflege brauche, zieht es gar nicht richtig ein und fettet dann nur total blöd rum..

    Aber vielleicht sollte ich es trotzdem noch einmal probieren.. ^^

    LG Jenny

  6. Liebe Shia!

    Danke für diese schöne Zusammenstellung für die Anwendungsbereiche einzelner Öle! Ich habe mich besonders mit dem ersten Absatz, den du in diesem Artikel geschrieben hast, identifizieren können. Zwar habe ich keine Neurodermitis, aber ebenfalls schon immer stark reizbare und beanspruchte Haut gehabt, die mal stark fettend (Pubertät) war, nun aber mehr und mehr trocken-reizbar wird. Vor allem nach dem Absetzen der Pille wurde es für einige Monate furchtbar.
    Ich habe allerdings noch nie viele Cremes und solche Dinge benutzt und stehe genrell nicht auf Tiegelchen und Mittelchen für jedes einzelne Körperteil und vor, nach, während dem Duschen, morgens, mittags und abends und was es da noch für Produktlücken gibt, die möglichst kreativ gefüllt werden.
    Seit einiger Zeit verwende ich Macadamiaöl vor allem für meine Gesichtshaut – direkt nach dem Duschen aufgetragen – und es wirkt Wunder. Ich bin ganz hin und weg. Die Mischung aus Kokosöl und Olivenöl sagt mir aber auch sehr zu und ich werde das auf jeden Fall ausprobieren.
    Für gereizte und unreine Haut habe ich außerdem Kaffeesatzpeeling für mich entdeckt – Mr. Grünzeug ist leidenschaftlicher Kaffekonsument (ich nicht) und bevor der Kaffeesatz in den Müll wandert, findet er auf meiner Haut noch einmal einen sinnvollen Einsatz. 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Hi Jenni,
      oh, wo kaufst du denn das Macadamiaöl :)? Ich guck auch mal, wofür man das in der Küche gebrauchen kann, vielleicht probier ich das nämlich mal :D. Kaffeesatzpeeling hab ich auch schon auf Insta bei irgendwem gesehen! Ich habe sogar schon gehört, dass man den Kaffeesatz als Haarkur benutzen kann! Probiert hab ich es aber noch nicht, aber bei meinen schwarzen Haaren ist es eigentlich ein Versuch wert. Danke für beide Tipps!! Ich bin ja immer offen für Experimente XD!
      Liebe Grüße,
      Shia

      • Hallo Shia!

        Das Macadamia-Öl kaufe ich aktuell bei nu3 – hier findest du es: https://www.nu3.de/mahlenbrey-reines-macadamiaoel-koerperoel-macadamia-100-ml.html. So ein kleines Fläschchen reicht wirklich sehr lange – ich glaube, ich nutze meines jetzt schon fast vier Monate.
        Experimentierfreudig bin ich auch – vor allem, wenn sich die Dinge so einfach umsetzen lassen. Aber das Kaffeepeeling finde ich wirklich klasse – man bekommt außerdem eine zarte, gleichmäßige Bräune im Gesicht gratis dazugeliefert, wenn man es lange genug drauflässt. Als Shampoovariante stelle ich mir das aber auch spanennd vor! 🙂

        Liebe Grüße
        Jenni

        • Danke :)! Ich werde erst mal versuchen, das vor Ort irgendwo aufzutreiben, bei Online-Bestellung fällt ja immer Verpackungsmüll und auch der Versandweg an. Heute habe ich mir übrigens den Kaffeesatz zur Seite gestellt :)! Wollte das Peeling heute Abend mal probieren, hatte nämlich einige stressige Tage und dachte, so eine schnelle Hautpflege tut sicherlich gut. LG, Shia :)!

      • Macadamianußöl sollte sich prima zum Backen eignen, oder für selbstgemachte Knusper-Müslis

  7. Liebe Shia,

    auch ich bin dabei auf Zerowaste umzustellen, nun neigt sich meine Creme dem Ende zu und ich würde gerne selbst welche herstellen und habe mich über die schöne Zusammenstellung der Öle und ihrer Eigenschaften gefreut 🙂
    Mir ist nur noch nicht ganz klar geworden wie genau die Creme hergestellt wird.
    Erwärmst du das Kokosöl leicht, so das es schmilzt und mixt dann die anderen Zutaten dazu, oder wie genau werden die einzelnen Komponenten zusammen gemixt? Ist eventuell eine bestimmte Reihenfolge des Zusammenmixen der Zutaten wichtig?

    Liebe Grüße, Talina

    • Hi Talina,
      finde ich ja richtig toll, dass du dich auf zero waste umstellen möchtest ❤️!!
      Ich gebe einfach alle Öle zusammen in ein Glas und erwärme es 10 Sekunden in der Mikrowelle, nehme es raus und rühre es um. Bei Bedarf wiederhole ich das. Man kann das aber genauso gut im Wasserbad machen. Im Sommer, wenn das Kokosöl sowieso flüssig ist, muss man natürlich nichts mehr erwärmen :). Die Reihenfolge ist vollkommen unwichtig. Ich passe nur auf, dass das Ganze nur ganz leicht erwärmt wird. Gerade so viel, dass das Kokosöl schmilzt, was bei ca. 26 Grad schon passiert.
      Liebe Grüße,
      Shia

  8. Hi Shia,
    durch deinen Blog bin ich vor kurzem zum Thema zero waste gekommen und fühlte mich sofort angezogen. Es ist so inspirierend, hier zu stöbern!
    Ich wollte mal meine Haarpflegemethode mit dir teilen, die ich seit fast 4 Jahren nun praktiziere und die laut meinem Mann meine Haare sogar schöner und voller gemacht hat.
    Das ganze nennt sich no wash/sebum only bzw no water/sebum only. Beim 1. wäscht man nur mit Wasser, beim 2. gar nicht ^^
    Ich mache das zweite. (Ich liebe den Gesichtsausdruck der Leute denen ich das erzähle, ich könnte mich jedes Mal kringeln XD)
    Ich bürste meine Haare mit einer Naturborstenbürste erst trocken, dann feucht, ein paar Minuten, das wars. Zum feucht bürsten halte ich die Bürste einfach kurz unter den Wasserhahn und verteilen das Wasser dann gut. (Wenn ich das Gefühl habe, ich habe fettige Haare oder Schuppen kraule ich meine Kopfhaut davor noch eine Runde mit den Fingernägeln, um das Gröbste erstmal zu lösen, im Sommer oder so)
    Die Bürste verteilt das Haarfett, das Sebum auf die Längen und das anschließende feuchte Bürsten führt dazu, dass das Fett in die Haare einzieht, also buchstäblich weg ist.
    Ich habe ziemlich dicke, sehr dunkle Haare und glaube, dass es da besonders gut funktioniert, weil das Fett einfach mehr „Platz“ zum Verschwinden hat. Bei blonden Haaren, die ja dünner sein sollen, könnte es eventuell länger dauern, bis es klappt. Am Anfang sollte man auch das Kratzen mit den Fingernägeln erstmal immer machen, weil die Kopfhaut ja erstmal einfach mehr produziert an „Zeugs“.
    Nun zu den Vorteilen, die mir das ganze bringt: Ich brauche nur einen Bruchteil der Zeit für die Haarpflege. Nach dem feuchten Bürsten sind die Haare außerdem in einem Zustand, wo sie sehr formbar sind, ich klammere sie mir dann auf dem Kopf zusammen und habe eine halbe Std später tolles Volumen und Wellen. Ohne Aufwand, ohne Kosten.
    Ich habe nie fettige Haare, Voraussetzung ist das Bürsten alle 24h, meine Haare sehen immer gut aus.
    Für junge Mamas ist die Methode mMn sowieso der Hit, da man jederzeit zwischendurch bürsten und wieder abbrechen kann. Nie wieder mit eingeseiften Haaren unter der Dusche stehen und das Baby wacht genau da auf und schreit.
    In meinem Reisegepäck habe ich nur die Bürste und die Haarklammern dabei, das spart Platz.
    Meinen Mann habe ich schon lange mit ins Boot gezogen, er hatte schon immer schreckliche Kopfhautprobleme und bürstet nun schon seit mehreren Jahren. Allerdings wäscht er dann mit Wasser kurz drüber. Unseren Kindern haben wir noch nie die Haare eingeseift und sie riechen wunderbar 🙂
    Vielleicht fragst du dich, wie lange die Umstellung bei mir gedauert hat, nun, eigentlich hat es auf Anhieb funktioniert, ich habe nur ca die ersten 6 (?) Monate morgens UND abends gebürstet und auch länger, vielleicht auch mal 10 min.
    Der einzige Nachteil ist für mich, dass die Bürste nicht vegan ist, ich habe es mit einer veganen probiert, hat leider gar nicht funktioniert. Aber man kann die Bürste wirklich so viele Jahre benutzen, man muss sie regelmäßig „entstauben“ und kann sie auch mal einseifen. Und durch Plastik von Shampooflaschen sterben ja auch Tiere, im Meer zB.
    Gelegentliches Waschen beim Friseur hat bei mir übrigens gar nichts ausgemacht, mittlerweile schneide ich aber meine Haare selber.
    So, das war lang, aber vielleicht ist es ja für den einen oder andern genau das richtige. Ich hoffe, du findest das nicht eklig, ich kann dir gerne mal ein Foto von meinen Haaren schicken. Sie sind wirklich sauber und stinken auch nicht 😉
    Liebe Grüße und mach weiter so!
    Annette

    • Hallo Annette,
      das klingt sehr interessant.
      Ich hab allerdings sehr feines, dünnes Haar, meine Haare „kleben“ morgens regelrecht an der Kopfhaut (kein Volumen). Da kann ich bürsten, wie ich will, oder sie stehen nach allen Seiten ab. Ohne Fön geht da gar nix.
      Bin total neidisch, wenn ich höre, dass sowas funktioniert. Mich nervt diese tägliche Prozedur nämlich gehörig.
      Liebe Grüße
      Gabi

      • Nachtrag: habe auf dem Blog happygaia von einer Blondine gelesen, bei der das Waschen nur mit Wasser wunderbar funktioniert. Scheint also nicht nur bei dunkelhaarigen Menschen mit dickem Haar zu gehen, wie ich angenommen habe…
        LG Annette

        • Hi ihr zwei,
          von der Methode hatte ich schon gelesen. Ein Punkt für mich war auf jeden Fall, dass die Bürsten nicht vegan sind. Das ist auch der Grund, warum ich immer noch meine alte Bürste weiter verwende.
          Außerdem habe ich recht kurze Haare (und ein Teil ist sowieso abrasiert), d.h. das Sebum hat nicht viel Haarmasse, worauf es sich verteilen kann, zumindest momentan nicht XD. Ich bin auch ziemlich happy mit meiner Roggenmehl-Haarwäsche. Mal sehen, ich möchte meine Haare wieder lang wachsen lassen (letztes Jahr wurde fast die Hälfte abrasiert, womit ich nicht so glücklich war), aber das wird noch dauern.
          Liebe Grüße,
          Shia

          • Hallo!
            Für Locken ist diese Methode auch nichts, denn Locken bürstet man – ich zumindest nicht. Andernfalls sieht man aus, als hätte man in die Steckdose gefasst, da die einzelnen Strähen nicht mehr gebündelt sind.
            Zudem ist diese mechanische Beanspruchung zu stark.
            Dennoch danke für diesen interessanten Beitrag.
            Viele Grüße,
            Julischka

  9. Danke für Deine Inspiration, gerade in Bezug auf das Mischen verschiedener Öle. Ich habe bisher die Body-Butter von Lauren Singer benutzt (sind auch nur 4 Öle/Fette), aber für mein Gesicht hatte ich bisher nicht viel gefunden. Habe sehr trockene Haut mit Neurodermitis und blöderweise auch noch eine Rosacea, angeblich lt. Hautarzt ist da Öl kontraproduktiv. Spannend nur, dass ich z.B. bei Kokosöl eher ein besseres Hautbild bekomme. Allerdings reicht das zur Pflege irgendwie nicht wirklich aus. Bei der Body-Butter ist Mandelöl dabei, das ist wohl doch etwas zu fett und gibt wirklich Pickel. Werde jetzt mal Olivenöl mit Kokosöl und etwas Sesamöl probieren.
    Habe 8 Jahre lang in einer Massagepraxis gearbeitet, meine Chefin bot damals auch Ayurvedamassagen an. Dadurch hatte ich mich damals schon mit dem Thema Ölen sehr beschäftigt, leider ist mir das irgendwie abhanden gekommen. Werde mein Wissen wieder auffrischen.

    Im übrigen war ich früher auch so ein Duschgel/Bodylotion/Körperöl-Junkie. Aber durch all die Zusatzstoffe hatte ich immer mehr Hautprobleme. Im Winter ständig Ekzeme an den Beinen durch Trockenheit, im Sommer durch falsches Öl und Zusatzstoffe gerötete Stellen, die furchtbar brannten und sonnenempfindlich waren.

    Also, wird gleich ausprobiert und experimentiert.
    Danke Für Dein Sein.

    Liebe Grüße
    Gabi

    • Hi Gabi,
      oh ja, das mit den Ekzemen kenn ich leider leider nur viel zu gut! Probiere mal Olivenölseife (auch Alepposeife genannt), die kann man für den ganzen Körper nutzen, also Gesicht, Hände, Rasur usw. Sogar zum Haarewaschen, wenn du danach eine Essigrinse (1 EL Essig 300-500 ml Wasser, 2 Min. einwirken lassen, ausspülen). Und nix mehr mit Zusatzstoffen, egal, wie viel Bock man darauf hat! Ich fand ja früher die Sachen von The Body Shop total cool, aber ich habe durch die Bank weg von allem dort Ausschlag bekommen :(… Und gib deiner Haut etwas Zeit, sich daran zu gewöhnen :). Aber eigentlich dürfen dabei gar keine Unverträglichkeiten auftreten, außer dann man am Anfang etwas häufiger noch cremen muss, zumindest war das bei mir so. Koksöl hilft bei mir übrigens auch direkt auf Ekzemen, die beruhigen sich dann schnell, und zur besseren Pflege kann man dazwischen mal Olivenöl auf die Stelle geben :).
      Lass mich wissen, wir es deiner Haut damit geht! Wie gesagt, ich kenn das nur zu gut und war schon ganz verzweifelt, als ich vor allem als Jugendliche mich immer über Nacht blutig gekratzt habe und fand mich mit dem Ausschlag im Gesicht auch hässlich, schnüff.. Dabei ist das natürlich Quatsch, aber naja, gerade in dem Alter ist das ja sowieso noch mal zusätzlich schwerer diesbezüglich XD…
      Liebe Grüße,
      Shia

  10. Hallo,
    sehr schöner Blog – ein großes Kompliment!!
    Ich benutze seit einiger Zeit alten Kaffeesatz als Peeling, die Haut wird super weich und durch das reiben der Körner kommt ein leicht öliger Film auf die Haut. Sehr angenehm, die Haut wird weich und ist auch schon direkt eingecremt =)
    Sehr zu empfehlen.
    LG

    • Hi Tine,
      oh ja, das hab ich bei vielen auf Instagram auch schon gesehen, aber selbst noch nicht probiert. Danke für den Tipp :)!!
      Liebe Grüße,
      Shia

  11. Ich benutze nur noch zwei Sachen für die Pflege meiner sehr trockenen und empfindlichen Haut: Glycerinwasser (1 Teil Glycerin auf 10 Teile detailliertes Wasser) und Walnussöl bzw -Butter. Seitdem habe ich keine Ekzeme mehr, viel weniger von diesen Mini-Falten und vor allem kaum noch Mitesser und Pickel. Meine Haut ist samtig und ich brauche kein Makeup mehr.
    Ich wasche mein Gesicht vorsichtig mit Wasser und einem Baumwolltuch – kein Schrubben, kein Peeling. Haut braucht nicht viel um schön zu sein. Ich glaube man sollte sie vor allem in Ruhe lassen.
    Ich habe mich jahrelang durch absurd teure Bio-Cremes und Wässerchen getestet, aber die trockenen Stellen und Pickel wurden immer nur schlimmer. Letztendlich habe ich durch meine Protokolle herausgefunden, dass ich auf Duftstoffe, ätherische Öle, Emulgatoren und Alkohol empfindlich reagiere.
    Das Glycerin gibt’s für ein paar Euro in Apotheken (in einer langfristig brauchbaren Apothekerflasche aus Glas) oder in Liquid-Smoke-Läden. Bei den Ölen sollte man etwas herumprobieren. Mandelöl ist zB gut bei empfindlicher Haut.

    • Hi Anja,
      entschuldige bitte die späte Antwort, ich hab leider etwas sprunghaft geantwortet und die Übersicht verloren… Das mit dem Glycerinwasser ist ja interessant – ich habe nämlich noch mindestens 1,5 Flaschen Glycerin zu Hause :D. Mischst du das Glycerinwasser etwa mit dem Wallnussöl? Und ich bin auch schon von Peelings weg und habe das Gefühl, dass meine Haut Peelings eigentlich nie gebraucht hat!
      Und ja, ich kenne das Problem mit dem Durchprobieren nur zu gut – absolut nervig und frustrierend!!
      Ich probiere auf jeden Fall das Glycerinwasser! Wie benutzt du das denn? Trägst du das wie Gesichtswasser mit einem Pad auf?
      Liebe Grüße,
      Shia

      • Hi Shia,

        das Glycerin-Wasser kommt in eine kleine Sprühflasche und wird morgens und abends direkt aufs Gesicht gesprüht. Anschließend kann man das Öl auftragen. Meistens reicht mir das Glycerinwasser als Pflege – nur im Winter, wenn die Raumluft sehr trocken ist, nehme ich noch 3 Tropfen Öl, die ich auf das noch feuchte Gesicht auftrage.
        Direkt nach dem Auftragen hat das Glycerin einen leicht klebrigen Effekt, der verschwindet aber nach ein paar Minuten.
        Ich hoffe das klappt bei dir. Einigen Freundinnen mit komplizierter Haut hat es sehr geholfen. Man spart dadurch viel Geld und Plastikmüll.
        Beste Grüße
        Anja

        • Hi Anja,
          danke, dass du dich noch mal meldest :)!! Eine Sprühflasche hab ich sogar noch – perfekt ^^! Ich werde es also auf jeden Fall probieren, freu mich schon drauf! Statt destilliertem Wasser (müsste man ja auch abgepackt kaufen) nehme ich einfach jetzt immer abgekochtes Wasser.
          Danke noch mal für den tollen Tipp!
          Liebe Grüße,
          Shia

  12. Hallo Shia,

    ich benutze nun schon seit einigen Monaten Bio-Kokosöl zum Eincremen und würde mir nie nie mehr eine konventionelle Bodylotion kaufen. Meine Haut hat sich nie besser und geschmeidiger angefühlt! Mir ging dieser ganze Müll und auch die ewige Suche nach der idealen Creme tierisch auf den Keks, irgendetwas hat einfach immer nicht gepasst und die endlosen Inhaltsstoffe haben mich auch zunehmend gestört.

    Da ich durch eine Intoleranz beim Essen schon sehr viel auf abgespeckte Zutatenlisten achte und alles, was eh keiner braucht weglasse, musste das doch auch für Pflege möglich sein. Und es ist möglich, welch ein Segen! Ich schüttele mittlerweile so oft den Kopf über Leute, die etliche Cremes und Duschgele im Bad stehen haben und sich trotzdem immer wieder neue anschaffen – auch über mich selbst früher. An den Pflegeproduktregalen im Laden laufe ich schon schnurstracks vorbei, welch Zeitersparnis, denn das interessiert mich alles gar nicht mehr.

    Daran auch Sonnenblumen- und andere Öle zu verwenden, die ich natürlich auch zahlreich in der Küche stehen habe, habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht gedacht. Insofern bin ich sehr happy diese Übersicht gefunden zu haben. Vor allem auch darüber nun zu wissen, dass sich je nach Mischverhältnis auch Lippenpflege daraus herstellen lässt, macht mich als leider Lippenpflegejunkie echt mehr als froh. Danke für die Inspiration!

    Liebe Grüße,
    Sonja

    • Hi Sonja,
      ja, weniger ist so häufig mehr :). Ich bin auch soooo froh, mich nicht mehr damit herumschlagen zu müssen! Was für eine Erleichterung, und endlich keine Hautprobleme mehr ❤️!
      Ich kenne ja einige Mädels, die sich mit Kokosöl abschminken, und sie waren alle sehr erstaunt, als ich erzählt habe, dass Sonnenblumenöl viel besser funktioniert :D. Aber ich glaube, keine von denen hat’s tatsächlich ausprobiert, weil sie schließlich alle in diversen Frauenzeitschriften gelesen haben, dass Kokosöl einfach total geil und das Nonplus-Ultra ist. Naja, muss ja jeder selbst entscheiden :D.
      Ich freue mich auf jeden Fall, dass du auch so gut damit klarkommst und vor allem, dass es deiner Haut damit gut geht :)!!
      Ganz liebe Grüße,
      Shia

  13. Oh noch ein Thema was mich interessiert und auch zur aktuellen, verzweifelten Lage passt. Ich habe eigentlich schon seit ich 14 bin immer mal wieder mit starken Hautproblemen zu kämpfen. Jetzt ist es durch Ernährungsumtstellugn besser geworden, aber dafür ist sie ziemlich empfindlich juckt und kribbelt oft. Leider habe ich eine ziemliche Mischhaut und wüsste jetzt gar nicht so genau, an welches Öl ich mich mal wagen sollte…wieviel benutzt du denn dann für das Gesicht?
    Liebe Grüße

    • Hi Julia,
      ich benutze immer für den ganzen Körper die gleiche Ölmischung (momentan Sonnenblumen- & ein bisschen Kokosöl). Hab eigentlich auch immer Mischhaut gehabt, mit der Mischung komme ich sehr gut zurecht. Merk aber seit 2 Jahren, dass sich meine Haut verändert – sie altert XD…
      Liebe Grüße,
      Shia

    • Hi Katrin,
      danke für den Tipp! Ich selbst lebe vegan, d.h. Honig ist nichts für mich, aber sicherlich für den einen oder anderen hier :).
      Liebe Grüße,
      Shia

  14. Hi Shia,

    auch recht gut für die Haut ist Schwarzkümmelöl. Es enthält zahlreiche gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe und wird in der Naturheilkunde gerade bei Allergien, Neurodermitis, etc. gerne verwendet. Aber nicht nur dort. Ich persönlich mag Schwarzkümmelöl auch gerne z. B. an Spitzkohlsalat (so in der Sauce), njam! Meiner Haut hat eine Umstellung auf eine vollwertige, tiereiweißarme Ernährung sehr gut getan. Früher hatte ich immer mit Akne zu tun, seitdem ich vor vielen Jahren die Ernährung umstellte gab sich das. Heute ist meine Haut so gut, dass ich regelmäßig mindestens 8 Jahre jünger geschätzt werde, dabei schminke ich mich nur wenig (okay manchmal Rouge und ab und an auch Lidschatten) und benutze nur ganz selten (alle paar Monate mal) ein Öl fürs Gesicht. Sonst nix. Aber was ich esse, das seh ich meinem Gesicht und auch den Haaren an…
    Liebe Grüße
    Ursula

    • Hi Ursula,
      das klingt ja toll! Wo gibt’s denn Schwarzkümmelöl zu kaufen :)? Ich lieeeebe auch Spitzkohl! Das klingt ja perfekt :D!! Eine Freundin von mir hat mir auch gesagt, dass meine Allergien sich vielleicht auch verbessert hat, weil ich jetzt vegan lebe. Milchprodukte sollen wohl allergiefördernd sein? Ich weiß es nicht genau, es fiel wahrscheinlich viel zusammen :D. Keine aggressiven Putz- und Spülmittel mehr, eine deutlich bessere Ernährung (wir kaufen auch nur noch BIO, viel weniger Zucker, kein Junkfood, vegan statt „nur“ vegetarisch) und natürlich eine bessere Hautpflege :).
      Liebe Grüße,
      Shia

      • Hi Shia,

        Schwarzkümmelöl habe ich erst dieser Tage wieder in einem Bioladen erstanden. Auch Reformhäuser haben das zum Teil. Allerdings gibt es Unterschiede in der Qualität. Das von Bergland kam mir z. B. weniger intensiv vor als das von Primavera. Und lose kriegt man das meines Wissens nach auch nicht.
        An den Spitzkohlsalat mache ich als Sauce Olivenöl, Apfelessig, etwas Schwarzkümmelöl (es ist nicht jedermanns Geschmack, aber ich mag es sehr gerne :-)), eine feinstgehackte Zwiebel, Salz, Pfeffer und auch noch eine Ladung Schwarzkümmel.
        Ja, Milchprodukte gelten oft als allergieauslösend. Bei manchen ist es nur die Kuhmilch (was den Kühen so gefüttert wird landet ja auch zumindest zum Teil in der Milch), bei anderen verschlimmert jegliches übliche Maß an tierischem Eiweiß.
        Kein Junkfood und nur noch Bio kaufen ist sicher auch gut. Zusatzstoffe hast du damit jedenfalls deutlich weniger und vegane Kost ist für unseren Planeten sicher auch sehr förderlich. Ich persönlich mag sehr gerne die Kombi aus vegan und vollwertig. Ich bleib von Auszugsmehlprodukten einfach nicht lange satt. Da könnte ich essen wie ein Scheunendrescher. Mit Vollkornmehl esse ich deutlich weniger, weil es länger sättigt. Das verträgt sich aber nicht unbedingt immer gut mit den üblichen Mengen an Zucker (mancher kriegt von der Kombi Bauchschmerzen). Umso besser mit der (Personen-)Waage 😉
        Weniger agressive Putz- und Reinigungsmittel sind ja auch nur gut. Schön, dass es dir besser geht 🙂
        Du hast mich übrigens deutlich zum Nachdenken über Einiges gebracht und auch hier eine nachhaltigere Lebensweise angeregt. Herzlichen Dank dafür!!!
        Liebe Grüße
        Ursula

        • Hi Ursula,
          danke, dann werd ich mal bei uns im Bioladen gucken :). An der Ernährung arbeiten mein Mann und ich, ideal ist sie sicherlich nicht, keiner fängt an einem Tag an und kann am nächsten Tag schon einen Marathon laufen ;). Schritt für Schritt :). Klingt gut, wie du dich ernährst :).
          Und ich freue mich, dass du einer (noch) nachhaltigeren Lebensweise jetzt nachgehst!!
          Liebe Grüße,
          Shia

  15. Alexandra

    Ich kann mich Miriam nur anschließen: Deine Blogs sind wirklich, wirklich inspirierend! Danke dafür! ♥

    Mit den Ölen werd ich mich jetzt auch mal durchtesten, habe sehr trockene Haut und neige zu Exzemen etc. Und momentan spinnt meine Haut wieder extrem, die aktuelle Pflegeserie passt ihr nicht mehr, jetzt ist sie nicht nur trocken, sondern auch pickelig und spannt trotzdem cremen. *sigh*
    (Teebaumöl hilft da leider auch nicht so richtig… Habe die Vermutung, dass es auch damit zu tun hat, dass ich vor 5 Monaten von der Pille auf Hormonfreie Verhütung umgestiegen bin… Anderes Thema 😉

    Kokosöl hab ich auch mal zum Abschminken probiert, klappte bei mir aber gar nicht.. Ich benutze es aber sehr gern für die Haare/Kopfhaut: Einfach 10-15 Minuten vor dem Duschen mit den Fingern auf der Kopfhaut und in den Längen verteilen, ein bisschen warten und dann wie gewohnt Duschen/Haare waschen. Meine langen Haare sind seitdem ich das benutze (Februar) nicht mehr so strohig, fallen viel schöner und fühlen sich kräftiger /dicker an. 🙂

    • Hi Alexandra,
      danke ☺️❤️!! Das mit dem Kokosöl für die Haare/Kopfhaut ist ja super :). Eine Freundin von mir hat auch immer Haaröl benutzt, das sich über Nacht hat einwirken lassen. Ihre Haare waren richtig schön gesund und glänzten soooo schön!!
      Ach, ich kenn das Problem ja auch zu gut, seufz. Probier wirklich mal Öle aus. Öle in Lebensmittelqualität sind auch einfach hochwertiger. Das kann natürlich auch hormonell bedingt sein, find ich gut, dass du jetzt hormonfrei bist :). Ich bin’s leider nicht, obwohl ich endlich von Hormonen runter wollte… Naja, lange Geschichte XD. Ich werd häufig nach Verhütung und Zero Waste gefragt, werd bestimmt auch mal einen Artikel hier darüber schreiben. Mama wird sich „freuen“, dass ihre Tochter im Internet der Welt offenbart, wie sie verhütet XD…
      Liebe Grüße,
      Shia

  16. Hey Shia,

    wie cool, dass du so eine Zusammenstellung der Öle und ihrer Eigenschaften gemacht hast! Ich benutze ja auch am liebsten nur die Öle ohne Emulgator. Damit habe ich auch super Erfahrungen gemacht.
    Ab und an nehme ich aber auch ganz gerne gekaufte Sachen, wie z.B. die Lush Massagebars. Ich habe mal mit denen herumexperimentiert und festgestellt, dass man sie auch „hacken“ kann, indem man sie schmilzt und mit anderen Ölen mischt. Dann hat man eine Creme statt einen Massagebar (die fand ich eher unpraktisch) und viel mehr von dem Geruch. Aber eigentlich hast du schon Recht und das ist unnötig. Speiseöle reichen vollkommen! Und auch Lush verwendet letztlich viele reizende Stoffe, die nicht alle vertragen.
    Lustig, ich hatte auch schon oft den Gedanken, dass ich inzwischen nicht mehr verstehe, warum mensch überhaupt angefangen hat, minderwertige Cremes zu produzieren und auch noch brav zu konsumieren. Was v.a. in konventionellen Cremes alles an Schrott drin ist, eigentlich nur Füllstoffe, künstliche Weichmacher und Duftstoffe – nee, das ist völliger Schwachsinn.

    Liebe Grüße,
    Jenna

    • Hi Jenna,
      ach, wir lassen uns vieles vorsetzen und denken, dass muss so ;). Ich hab mal einen Bericht über eine Frau in Großbritannien gesehen, die Road Kill (also die totgefahrenen Tiere am Straßenrand) sammelt und isst. Sie wurde gefragt, ob sie denn keine Angst vor den Krankheiten oder Parasiten hätte. Ihre Antwort war, dass ihr in den 20 Jahren (?), wo sie das macht noch nie etwas passiert ist, und dass Tiere aus Massentierhaltung ebenfalls krank sind und Parasiten haben, und Antibiotika bekommt man noch oben drauf. Fisch wird auch gefangen und da macht sich auch keiner Gedanken und isst den einfach. Da hab ich auch gedacht, dass wir, sobald es uns in einem Geschäft verpackt präsentiert wird, denken, dass das seine Ordnung hat und man keine Bedenken haben muss. Ist ja eigentlich Quatsch.
      Ich muss gestehen, dass ich, wenn’s geht, keinen Fuß ins Lush (oder in Parfümerien) setze, weil diese starken Geruchsmischungen bei mir einfach einen Fluchtreflex auslösen XD. Ich glaube, durch meine ganzen Hautgeschichten von klein auf haben alle z.T. stark parfümierten Sachen – von Deo, Cremes bis Waschmittel und Weichspüler – bei mir ganz instinktiv eine negative Konotation… Aber ich weiß, dass das eher nicht so normal ist ;). Für mich ist es deshalb auch ein Segen, dass wir jetzt zu Hause so was eigentlich gar nicht mehr haben. Wir haben jetzt auch mal Wäsche mit Kastanien gewaschen und da riecht die Wäsche danach wirklich nach nichts! Die ist einfach geruchlos sauber und ich bin vollkommen begeistert :D! Eine Freundin von mir wollte jetzt einen Artikel für mich darüber schreiben, ich freu mich total darauf! Wenn alles gut geht, geht der hier am Donnerstag online ^^. Mein Mann gibt gerne überall noch einige Tropfen ätherisches Öl dazu, weil er das angenehm findet, wenn z.B. nach dem Wischen die Wohnung auch frisch duftet, aber ich brauch das wirklich nicht :D.
      Liebe Grüße,
      Shia

  17. Sehr interessanter Beitrag, ich benutze nach Lauren Singer’s Vorbild Kokosöl als Make-up Entferner, hat bei mir eigentlich ganz gut funktioniert, ich trage aber auch nicht besonders viel Make-up, ich versuch dann bei Gelegenheit auch mal Sonnenblumenöl. Ich mag den Kokosgeruch aber auch total gern.

    • Hi Michelle,
      eine Freundin von mir benutzt auch Kokosöl zum Abschminken und ist damit zufrieden. Ich hab aber sehr krasse wasserfeste Schminke, wofür ich früher auch immer extra den fettigen Remover gebraucht habe, und das bekommt Kokosöl einfach nicht ab. Sonnenblumenöl hingegen ist dafür wirklich super und mit dem hohen Vitamin E Gehalt auch schön pflegend. Man sollte nur dafür dann kein Wattepad benutzen, das zieht glaub ich leicht Fäden. Ich habe waschbare Baumwoll-Pads, das ist die für mich perfekte Kombi :).
      Liebe Grüße,
      Shia

  18. Ich hab Chemie studiert und versteh die Zutatenlisten von Kosmetika meist trotzdem nicht komplett… das ist ne ganz eigene Sprache. Ich muss auch recherchieren, bis ich weiss, was ich da vor mir habe 😉

    Chemie hat eine riesengroße Bedeutung für unser Leben und hat es nicht verdient, prinzipiell verteufelt zu werden. Sie ist etwas, was einfach überall stattfindet – in allen Lebewesen, in allen Pflanzen, in überall in der Natur, und so weiter und so fort. Es kommt darauf an, was man mit der Chemie macht. Gesunde und bedenkliche Stoffe können sowohl in Biosynthesen in der Natur als auch im Kolben im Labor entstehen.

    • Hi Eva,
      da hast du natürlich recht, eigentlich ist ja alles irgendwie ein chemischer Prozess :). Das war wirklich nicht durchdacht von mir gewesen. Man sollte solche plakativen Sachen nicht übernehmen, und ich hab eben noch mal das Titelbild überarbeitet und das rausgenommen. Danke für den Hinweis und für den Denkanstoß :)!!! Man hat ja dann doch echt noch ein Brett vorm Kopf und ich find’s jedes Mal erschreckend, zu merken, wie sehr diese Rhetorik und das Weltbild bei mir sitzt, obwohl ich ja versuche auszubrechen :(. Deswegen bin ich für solche Anstöße immer dankbar <3!
      Und interessant, dass auch du als Chemikerin da noch zusätzlich recherchieren musst! Das zeigt ja nur, wie absichtlich undurchsichtig das gehalten wird :/.
      Liebe Grüße,
      Shia

  19. Shia, du inspirierst mich sehr! Ich folge deinem cakeinvasion blog schon eine Weile und bin begeistert von jedem Rezept, dass ich ausprobiere. Wirklich, deine veganen Rezepte sind goldwert! Seit einigen Monaten versuche ich Müll und Plastik einzusparen und mit diesem Blog hier habe ich eine weitere super Inspirationsquelle gefunden. Ich freue mich über jeden Blogbeitrag von dir 🙂 Danke für deine tolle Arbeit! Ich gehe dann jetzt gleich mal in die Küche und schmiere mir etwas Olivenöl ins Gesicht, habe da nämlich eine fiese trockene Stelle.

    • Hi Miriam,
      es freut mich total, zu hören, dass meine Rezepte dir gefallen und dass dir die Tipps was bringen :)!!! Du glaubst nicht, wie motivierend das ist!! Danke dafür ❤️!!
      Dann hoffe ich, dass das Olivenöl da hilft :). Immer schön regelmäßig mit Öl da drangehen!
      Liebe Grüße,
      Shia

      • Viel Spaß beim Probieren, Miriam!
        Nur eines ist mir eingefallen: Olivenöl vertragen nicht alle Leute im Gesicht. Manche bekommen davon auch Pickel. Sollte es bei dir mit dem Olivenöl nicht funktionieren, könntest du auch Sonnenblumenöl oder Weizenkeimöl probieren. Das soll für viele verträglicher sein.
        LG,
        Jenna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.