Müllreduzierte Katzenhaltung: Zero Waste Katze Mina

Hi ihr Lieben,

hier meldet sich wieder Shia zu Wort. Vielen lieben Dank an die ganzen Leser*innen, die sich zu Wort gemeldet haben! Dorothea, die Autorin dieses Artikels, hatte im Kommentarbereich ein kleines Statement geschrieben, um auf die Kommentare in gebündelter Form zu antworten. Zusammen haben wir auch dann noch mal diesen Artikel überarbeitet. Meine vorher an dieser Stelle veröffentlichten Text findet ihr jetzt unten als Kommentar. Ich freue mich über euer Feedback ❤️!

Ich habe meine Katze tatsächlich mehrere Jahre fast Zero Waste gehalten, wenn auch eher aus Versehen. Damals war ich noch kein Ökomensch. Leider lebt sie in der Zwischenzeit nicht mehr Zero Waste, da sie anderes Futter bekommen soll und eine Vorliebe für schmackhafte Minidöschen entwickelt hat..

Also: Meine Katze, Mina, ist zwölf Jahre alt. Sie wohnt bei meinen Eltern. Geholt haben wir sie uns vom Bauernhof, meine Eltern wollten immer gerne lieber Babykatzen als erwachsene Katzen haben, womit ich auch ganz einverstanden war. Ich selbst plane aber demnächst zwei alte Katzen in meine Wohnung zu holen, zoffe mich aber deswegen derzeit noch mit meiner Vermieterin, die das nicht will.

Was braucht eine Katze an Equipment?

Für eine Katze braucht man (unter idealen Bedingungen) nur: Einen Tragekorb und einen Kratzbaum. Beides kann man auch gebraucht kaufen. Wir brauchen unseren Tragekorb eigentlich nur einmal im Jahr zum Check-up beim Tierarzt. Dennoch, es ist wichtig, einen zu Hause zu haben, für den Notfall, wo es auch mal schnell gehen muss.

Liegekissen und Körbchen kann man kaufen, (ebenfalls gebraucht), ob sie aber tatsächlich angenommen werden ist die nächste Frage. Katzen liegen grundsätzlich da wo sie wollen.

Weiterhin zwei bis drei Näpfe, einer für Futter (ggf. Nass- und Trockenfutter) und einer für Wasser, es tun aber auch normale Schalen die man eh in der Küche hat. Mina trinkt übrigens am liebsten aus einer alten Gießkanne. Die Pflanze für die das Wasser eigentlich bestimmt war ist nicht mehr, die Kanne mussten wir für Mina allerdings stehen lassen. Spielzeug haben wir für unsere Katze nur ganz wenig, größtenteils hat sie als sie jünger war eh mit dem gespielt was sie so findet. Müll ist auch mal dabei. 😉

Katzenklo, Katzenklo, ja das macht die Katze froh

Meine Katze geht seit sie ein Baby ist für sämtliche Geschäfte nach draußen, das spart natürlich extrem viel Müll ein. Für Müll gibt es im Großen und Ganzen bei Haustieren zwei Hauptquellen, wie eben schon genannt das Klo und das Futter.

Wir haben nur noch für tiefste Minustemperaturen ein Katzenklo im Flur stehen. Leider hat Mina das sehr geschätzt und ausführlich benutzt nachdem sie es bei Kälte einmal in Anspruch nehmen musste. wir haben es sofort weggeräumt als es wieder wärmer war und sie das Erdreich wieder aufscharren konnte. Ich kann aber natürlich auch verstehen, wenn einige Katzenhalter es bevorzugen, ihren Freigängern auch das ganze Jahr über ein Katzenklo drinnen hinstellen wollen. Bei Wohnungskatzen versteht sich das auch von selber.

Anmerkung von Shia: Bei meinen ganzen Recherchen bin ich auf eine Methode gestoßen, wo Katzen trainiert werden, auf eine menschliche Toilette zu gehen. Es gibt sogar ein Kit dazu. Hier könnt ihr euch Videos dazu ansehen. Klappt sicher nicht bei jeder Katze und nicht jeder Katze wird das gefallen. Wie man da sieht, gibt es Katzen, bei denen das meiner Meinung nach sehr gezwungen aussieht und die mir beim Zugucken schon leid tun. Anderen Katzen scheint das nicht so viel auszumachen, so lange sie genug Platz zum Balancieren haben (z.B. durch einen Baby-Klobrillenaufsatz) und das Geschäft auch „verschwindet“ (sie können ja nicht scharren), also z.B. durch eine Klospülung, die über einen Sensor ausgelöst wird oder ein Mechanismus, womit sie die Klospülung über eine Scharrbewegung betätigen können (gab es auch in einem Video). Wie artgerecht das alles sein soll, kann ich leider als Laie nicht beurteilen, da interessiert mich eure Meinung auch sehr! Ich fand das irgendwie ziemlich krass, als ich das gesehen hatte.

Absolute Empfehlung bei Freigänger-Katzen: So schnell wie möglich (nach ca. zwei Wochen reiner Haltung im Hause damit sie dies als ihr neues Zuhause akzeptiert) an den Freigang und die außerhäusige Toilettenbenutzung im eigenen Garten gewöhnen und im Blick haben, ob sie ihre Hinterlassenschaft verscharrt oder nicht [in einem Kommentar stand ja, dass irgendwie dominante Katzen ihre Hinterlassenschaften nicht verscharren, um ihr Revier zu markieren? Und dann gab es auch die Sache mit Sandkästen… Ich hab versucht, das unten aufzugreifen]. Bei Babykatzen geht das ohne Probleme, wie das bei erwachsenen Katzen aussieht kann ich leider nicht sagen.

Katzen gehen meistens auch eh ins Gebüsch wo man nicht gräbt. Wenn ihr aber mitbekommt, dass eure Katze ihre Hinterlassenschaft nicht verscharrt, nicht ins Gebüsch geht, oder einen Sandkasten als Klo auserkoren hat, ist wahrscheinlich doch ein Katzenklo im Haus angesagt.

Futter

Der zweite Müllproduzent bei einer Katze: Das Futter.

Generell gilt: Katzen sind sehr dickköpfige Gourmets und bestehen auf das Futter, worauf sie sich eingeschossen haben. Deshalb kann es schwer sein, ihre Ernährung umzustellen.

Minchen hat jahrelang auf Tierarztempfehlung nur Trockenfutter bekommen, weil sie unter starker Zahnsteinbildung litt. Es ist ihr all die Jahre gut bekommen. Das ist also bei Mina eine Sondersituation gewesen, das soll also kein Tipp für andere Katzenhalter sein.

Hinzu kam, dass sie Freigängerin (Katzenklappe) ist und sich diverse Mahlzeiten zusätzlich selbst erjagt und regelmäßig Fisch von uns bekommen hat. Sie hat also nie ausschließlich von Trockenfutter gelebt. Das Trockenfutter konnten wir im zehn-Kilo-Sack beim Futterhändler um die Ecke kaufen. Wie fair und nachhaltig das produziert worden ist kann ich nicht sagen, sie wollte auf jeden Fall nur diese eine Sorte fressen. Gekauft haben wir immer beim kleinen Zoohändler um die Ecke, der hat uns den Sack meistens auch ins Auto getragen.

Der Zehnkilosack hat immer ungefähr ein halbes Jahr gereicht, manchmal bei Aktionen waren sogar zwölf Kilo drinnen. Im Futterhaus habe ich auch mal eine Theke für lose Tiersnacks gesehen.

BARFen halte ich persönlich für eine gute Idee und weil man da sehr vieles selbst in der Hand hat, kann man auch den Müll gut minimieren. Man kann z.B. mit Dosen oder gleich großen Containern beim Fleischer des Vertrauens aufschlagen. Hier sollte jedoch aufgrund der möglichen Keimbelastung peinlich genau auf Hygiene geachtet werden. Die Supplemente wie Vitamin A oder Taurin wird man allerdings kaum verpackungs- oder plastikfrei bekommen. Ich selbst habe da leider keine Erfahrung, es gibt aber viele BARF Ratgeber für Katzen.

Meiner Erfahrung nach sind viele Extras für die Katze nicht nötig, gerade so etwas wie spezielle Katzenmilch oder Minibeutelchen mit Futter.

Spielzeug

Das Spielzeug was wir für Mina haben stammt größtenteils noch von ihren Vorgängerinnen. Ihren Fatboy Catbag, den ich für sie gebraucht gekauft habe hat sie erst nach ausführlicher Bearbeitung mit Katzenminze und Baldriantropfen als ihr neues Bett akzeptiert. Bevorzugt liegt sie auf den frisch bezogenen Sesseln meiner Eltern und haart diese ein.

Zusammengerollte Papierkugeln an einer Schnur machen junge Katzen sehr glücklich wenn sie spielen wollen. Erfahrungesgemäß finden Katzen immer was zum Spielen wenn sie der Trieb überkommt. Minka, Minas Vorgängerin, hat sich in der Vorweihnachtszeit immer Nüsse vom Tisch geholt und sie einmal quer durchs Erdgeschoss gejagt. Noch Jahre später haben wir unter Möbeln alte Nüsse gefunden. An Weihnachten selbst mussten wir sie übrigens aus dem Baum pflücken. Mina spielt Weihnachten immer mit dem Geschenkpapier. Ich sortiere jedes Jahr für sie das nicht mehr wiederverwertungsfähige aus und sie nimmt es auseinander. Vorgängerin Minka hat einmal sogar ein Stoffwildschwein aus meinem Zimmer durchs ganze Haus geschleift um damit im Wohnzimmer zu spielen.

Medikamente

Im medizinischen Bereich lässt sich leider nur bedingt Müll einsparen. Unser Minchen hatte als kleines Baby leider einen schlimmen Magen-Darm-Infekt und musste beim Tierarzt behandelt werden. Was genau gemacht wurde weiß ich leider nicht mehr, ich weiß nur dass sie drei Tage hintereinander eine Spritze dort bekommen musste. Sie hat während dessen Schonkost bekommen, Fisch (den man unverpackt hätte kaufen können), abgekochtes Wasser und zusätzlich sollten wir ihr Fencheltee gegen die Bauchkrämpfe anbieten.

Ansonsten fahren wir einmal jährlich mit ihr zum Check-up. Geimpft wird sie regelmässig nach Empfehlung der Tierärztin, außerdem müssen wir sie regelmässig gegen Zecken und Flöhe behandeln. Dies ist einmal im Monat eine kleine Ampulle von Flüssigkeit, die wir ihr in den Nacken tun, außerdem einmal pro Jahr die Pappverpackung der Flohmittel.

Müllbilanz

Alles in allem ist die Müllbilanz aus den Jahren wo Mina nur spezielles Trockenfutter gefressen hat: Zwei mal im Jahr ein großer Plastiksack fürs Katzenfutter, zwölf kleine Ampullen fürs Flohmittel und ein Pappschächtelchen. Dazu eine unbekannte Menge Kleinmüll beim Tierarzt (Spritzen, Gummihandschuhe, etc.). Eventuelle statistische Ausreisser wie ein, zwei Döschen besonderer Leckerbissen oder Katzenpralinen die wir geschenkt bekommen haben oder die ich gekauft habe.

Teile diesen Beitrag #sharingiscaring

Kategorie Artikel, Haustiere, Katzen

50 Kommentare

  1. Ach Herrje!! :-O Die Arme Katze, das ist ja schlimm, dass solch gesundheitsschädigende „Tipps“ veröffentlicht werden dürfen….

  2. Hallo,
    ich finde du hast viele tolle Beiträge und immer wieder neue Ideen – aber hier entdecke ich leider vieles was ganz und gar nicht Katzengerecht ist 🙁
    Katzen nie in EInzelhaltung, auch Freigänger!
    Trockenfutter ist gesundheitsschädlich! (das ist leider nicht Lerninhalt der Tierärzte im Studium, da müssen schon richtige Experten her)
    Zero Waste Futter geht trotzdem, aber wenn schon dann artgerecht: BARF!
    Das Halsband stellt ebenfalls eine Lebensbedrohung dar.
    Vielleicht kann der Artikel mit Unterstützung der Katzenfans aus all den Kommentaren ja nochmal überarbeitet werden, denn so ist es wirklich Katzengefährdend 🙁

  3. Jetzt habe ich den Beitrag gelesen, weil ich selbst versuche meine Katzen so müllarm und artgerecht wie möglich zu halten. Und dann muss ich Dinge lesen, die mir als Verhaltensberaterin für Katzen alle Haare aufstellen.

    Grundsätzlich:
    – Ein Transportkorb sollte immer vorhanden sein, für jede Katze einen eigenen und idealerweise einer, der immer offen herum steht. Katzen vertragen es überhaupt schlecht aus ihrer gewohnten Umgebung geholt zu werden – sei es nur für einen kurzen Check bei der Tierärztin oder ein Umzug. Ein Grundfaktor ihrer Selbstsicherheit sind Dinge, die nach ihnen riechen. Da reicht ein ausgeliehener Transportkorb überhaupt nicht. Mal ein unschönes Erlebnis und die Katze geht da nie wieder hinein.
    – Auch Freigänger brauchen ihre fixen Katzenklos im Haus, die Faustregel dafür ist 1 pro Katze + 1. Weil auch Freigänger immer wieder mal im Haus bleiben müssen, aus Krankheitsgründen oder zu ihrer eigenen Sicherheit etwa vor Halloween oder Silvester. Es gibt ökologisch abbaubares Streu aus Holz oder Mais, das man dafür verwenden kann.
    Wichtig ist das deshalb, weil a) ein Katzenklo für die Katze nicht nur Ausscheidungsort ist, sondern ein fester Bestandteil ihres Reviers – was ein abgelegenes Vorhandensein im Keller grundsätzlich ausschließt – und b) die tägliche Kontrolle der Ausscheidungen für die Halter*innen eine wichtige Informationsquelle über den Gesundheitszustand des Tieres ausmacht. Und wie beim Thema Transportkorb ist es zu spät Katzen erst an notwendige Dinge zu gewöhnen, wenn man sie schon braucht. Besser und leichter ist es immer, das im Alltag einzubauen und dann zu haben, wenn es wirklich benötigt wird.
    – Zur Ernährung wurde bereits viel gesagt. Gekochte Menschennahrung ist aufgrund der Gewürze überhaupt nicht geeignet. Katzen sind biologisch gesehen reine Fleischfresser, sie können pflanzliche Kohlenhydrate nicht verwerten. Im besten Fall haben sie davon nur Magenverstimmung, im schlimmsten Fall schwerwiegende Mangelerscheinungen. Katzen vegan ernähren zu wollen ist schlicht Tierquälerei.
    Die müllärmste Variante hierbei sind meiner Erfahrung nach noch hochwertige Dosennahrung (ohne Zucker und Getreide) oder BARF, bei dem das Fleisch und die Innereien verpackungsfrei beim Fleischer geholt werden. Nur muss man bei der Rohfütterung genau auf die Zusammensetzung achten. Es sollte nicht nur reines Muskelfleisch sein. Aber es gibt ausreichend BARF-Berater*innen oder Kurse dazu, damit man nichts falsch macht.

    Zero Waste mit Haustier will gut überlegt sein, damit es auch artgerecht vonstatten geht. Es geht viel aber manches eben auch nicht. Auch bei Freigängern nicht.

  4. Aldi-Trockenfutter sollte man auf keinen Fall kaufen, Pappkarton hin oder her. Das Zeug ist Mist und nicht gesund! Wir kaufen auch hochwertiges Trockenfutter im recyclebaren 10kg-Sack. Unser Futterhaus hat inzwischen auch viel Futter lose, aber da ich davon ausgehe, dass das lose Futter dort auch in 10kg-Säcken ankommt, kaufe ich es lieber gleich so.
    Bzgl. Katzenstreu kann ich Cat’s Best aus Holzfasern empfehlen, das kann in die Toilette oder kompostiert werden und ist in Papier verpackt.

  5. BettyDraper

    Hallo Uwe! Wie wohnst du denn? Eine Wohnung ist sicherlich auch nicht so gut für die Natur. Schließlich wird dafür auch Erdboden zubetoniert. Konsequent wäre es also bei deiner Kritik in einer selbstgebauten Holzhütte zu wohnen. Dann wäre weiteres diskutierbar, aber einfach wild los zu poltern, ist nun auch nicht gerade sinnvoll. Vor allem vor dem Hintergrund, dass hier besonders umweltliebende Personen posten, ist dies hier nun eine ganz falsche Adresse.

    Gibt es denn empirische Studien über den Vorteil von Nassnahrung gegenüber Trockenfutter? Hier auch der Hinweis, dass die beschriebene Katze Fisch frisst und sich proteinreiche Nahrung selbst erjagt. Artgerechter geht es kaum.

    Herzliche Grüße von Betty!

  6. Kater Purzel

    ich hab hier immer gerne gelesen , aber zu diesem artikel fehlen mir echt die worte !
    eine katze ist doch kein hausschwein und kann auch nicht nur von trockenfutter leben ! manche menschen sollten lieber keine haustiere halten !!!

  7. Carsten Neumann

    Hallo,

    nach dem Beitrag zur Hundehaltung hatte ich schon gehofft, dass nun etwas zu Katzen kommt.

    Meine beiden sind Teilzeit-Freigänger (natürlich kastriert, ist hier zum Glück auch vorgeschrieben), so dass sie ein Katzenklo brauchen, es aber nicht immer nutzen. Das Streu ist leider auf Bentonit-Basis und somit wenig nachhaltig, mit einem holzbasierten habe ich aber keine guten Erfahrungen gemacht.

    Zum Thema Ernährung wurde schon einiges geschrieben. Ich bin bereits vor einigen Jahren von Nassfutter aus Dosen auf Barfen umgestiegen. Mein Müllaufkommen hat das erheblich verringert, auch wenn natürlich noch Verpackungen anfallen. Alle 2 Monate kommt ein Paket mit einigen Kilo Fleisch und Innereien. Als Müll bleibt der Karton, die enthaltene Styroporbox sowie einige Plastiktüten in denen das Fleisch zu je 1kg eingeschweißt war. Die Zusatzstoffe sind in Plastikdosen mit Schraubverschluss, die allerdings recht lange halten. Der Grund zum Umstieg war allerdings auch weniger der Müll, sondern viel mehr der Wunsch nach einer artgerechteren Ernährung statt unbekannten „tierischen Nebenerzeugnissen“ aus der Dose.
    Die größte Umweltsünde ist dabei wohl tatsächlich der Fleischkonsum der Katzen. Meine beiden fressen zusammen pro Jahr ca. 90kg. Im Fertigfutter werden häufig Schlachtabfälle verarbeitet, die bei der Fleischproduktion für Menschen anfallen. Beim Barfen sieht es anders aus. Ich frage mich ob Katzen und Hunde eigentlich mit einberechnet sind, wenn es in Statistiken heißt „Jeder Deutsche isst X kg Fleisch pro Jahr“. Ich selber esse fast keines, aber wenn man die beiden mit einbezieht, oh wei…
    Das meiste Fleisch ist dabei aus konventioneller Haltung, manchmal ist auch Bio-Hühnchen dabei.
    Leckerlies aus Clip-Beuteln gibt es natürlich auch ab und zu, alleine schon als Lockmittel. Aber mülltechnisch fallen die kaum ins Gewicht.

    Was Bettchen und Spielzeug angeht, kann ich nur zustimmen. Entgegen dem riesigen Angebot braucht man davon sehr selten etwas Neues. Ein Bindfaden oder Stock kann ein super Spielzeug sein und ist auch für die Katzen wesentlich unbedenklicher als das bunte Plastikspielzeug, dass es so oft gibt. Schließlich nehmen sie es ins Maul, lecken dran und kauen drauf rum, so dass auch mal was verschluckt wird. Zum Glück gibt es auch Spielzeug aus Holz und Stoff, der etwas höhere Preis fällt kaum ins Gewicht, so selten wie man etwas Neues braucht.

    Natürlich jagen die Katzen auch, wenn sie draußen sind. Meistens sind Mäuse das Opfer, aber auch der ein oder andere Vogel musste schon dran glauben. Von Glöckchen am Halsband halte ich nichts. Nicht nur, dass sich die Katze mit dem Halsband strangulieren kann, Katzen haben ein sehr empfindliches Gehör, so dass das permanente Geräusch sie sehr nervt. Angeblich lernen Katzen dann, so zu laufen, dass das Glöckchen nicht mehr zu hören ist um sich selber zu schonen. Der Warneffekt für Vögel ist dann natürlich auch dahin.
    Sinnvoller ist es aus meiner Sicht, den eigenen Garten so zu gestalten, dass Vögel sichere Verstecke zum Brüten usw. haben.

    Gruß,
    Carsten

    • Hallo Carsten,
      ist dein Barf-Fleisch TK-Kost? Ich habe leider keine TK-Möglichkeit für größere Mengen, sodaß ich mich deshalb gegen barfen entschieden habe.

      • Carsten Neumann

        Hallo Marusca,

        ja, das Fleisch wird tiefgekühlt geliefert, daher auch die Styroporbox. Ich habe einen extra Gefrierschrank für das Katzenfutter. Vorher musste ich mir meine Gefrierkombi mit den Katzen teilen, hatte also faktisch keine TK-Möglichkeit für mich selber.

        Gruß,
        Carsten

  8. Süße Mina

    Bitte habt immer einen Katzenkorb für den spontanen Tierarztbesuch zu Hause. Manchmal hat man keine Zeit mehr sich einen erst leihen zu müssen.

    Und für Reinigungszwecke bitte immer eine 2. Ausfertigung Futter- und Wasserschalen zu Hause parat haben. Am stabilsten/ langlebigsten/ ungiftigsten sind dickwandige Glas-Dessert-Schalen.

    Inzwischen sind wir dazu übergegangen, auch die Näpfe mit in den Geschirrspüler für Menschen zu packen. Kostet im ersten Moment ein wenig Überwindung. Im zweiten Moment spart es Wasser und Zeit, alles per Hand zu waschen.

  9. „kleines Häuschen mit Garten zu Mieten“
    „Jeder“ wünscht sich dieses kleine Haus und wundert sich dann das die Natur keinen Platz mehr hat .

    Wenn du später Kinder hast wirst du auch diese „bröseligen Steine“ die in den meisten Sandkästen gefunden werden kennen lernen , aber keine Sorge man braucht kein Desinfektionsmittel , das stärkt das Immunsystem.

    Und zu Katzenfutter in Dosen , das ist nicht nur evtl. schlecht für die Katze sondern übern Urin landet das zeug auch in der Umwelt.
    http://www.taz.de/!5086881/

    D

    • Da habe ich drauf geachtet – meine Katzenfutterdosen sind innen unbeschichtet und sollten somit BPAfrei sein.

      • Woran siehst du denn das sie unbeschichtet sind? Das BPA ist durchsichtig und nicht zu erkennen. WEnn nicht draufsteht BPA frei, dann ist es meist doch drinnen und bei BPA frei sind andere Chemikalien genutzt worden damit Korrision verhindert wird. Also eine ganz Chemikalienfreie Dose wird es (bisher) nicht geben.

        • Ich bin davon ausgegangen, wenn die Dose innen nach purem Metall aussieht und auch innen (wenn sie leer ist) rostanfällig ist, ist sie unbeschichtet.

  10. Eines möchte ich nur dazu klar stellen, Katzen sind aufgrund ihrer Anatomie und Physiologie reine Fleischfresser und dürfen unter keinen Umständen vegan ernährt werden! Und nein, es ist nicht egal, woher die Nährstoffe stammen, es ist wichtig ob tierischer oder pflanzlicher Ursprung! Tierisches Protein ist anders als pflanzliches. Bei Freigängern mag das gehen, da die sich ihr tierisches Futter draußen zusätzlich holen. Bei reinen Wohnungskatzen nicht! Die landen bei solcher Art von Ernährung alle früher oder später auf dem Behandlungstisch. Wenn man sich eine Katze hält, muß man sich darüber im klaren sein, daß es sich hierbei um Fleischfresser handelt. Will man das nicht, sollte man sich ein Meerschwenchen halten!

    • …und EIN Meerschweinchen sollte man eben nicht allein halten, da es sich dabei um sozial lebende Rudeltiere handelt. In der Schweiz und in Österreich ist die Einzelhaltung solcher Tierarten bereits verboten, das wäre für D auch wünschenswert. Meines Erachtens ist es auch keinesfalls eine Lösung, dass Katzen draußen Vögel fressen, egal ob vegan ernährt oder nicht. Dazu ein ganz guter Artikel vom Nabu: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/katzen/15537.html

      • Das ist richtig, Meerschweinchen sollten genausowenig wie Kaninchen einzeln gehalten werden. Und auch nicht in solchen winzigen Käfigen, wie die meisten es nur haben. Bei den Katzen ging es mir in erster Linie um die Ernährung. Ob ich gut finde, daß die Freigänger draußen Vögel, Mäuse, Hamster und was auch immer jagen und (oder auch nicht) fressen, ist etwas ganz anderes. Nicht jede Katze muß ein Freigänger sein.

    • Ich finde es immer sehr interessant, daß es einen Aufschrei gibt, wenn man Katzen vegan ernähren möchte. Zu veganer Katzenernährung gibt es durchaus positive Literatur von Tierärzten als auch positive Erfahrungsberichte von Langzeit-vegan-ernährten Katzen. Wenn ich mir die Unmenge an Futter anschaue, das ernährungsphysiologisch grenzwertig ist (z.B. Billigfutter), das im Verhältnis zu veganem Katzenfutter wahrscheinlich 95% ausmacht, dann frage ich mich, warum hier nicht mehr „Aufschrei“ erfolgt. Ich behaupte jetzt mal, daß ein nicht unbeträchtlicher Teil von Erkrankungen bei Katzen ernährungsbedingt ist (Fettleibigkeit, Nierenkrankheiten usw.). Dosen und Trockenfutter sind nun mal generell keine „artgerechte“ Nahrung, Fleisch hin oder her.

  11. Ja, Katzenhaltung und Zero Waste lassen sich nur schwer vereinbaren. Schnüre und Bänder (Schuhbänder und dergleichen) sind bei uns das absolute Lieblingsspielzeug. Die muss man nicht extra kaufen, sondern kann sie ganz einfach wiederverwerten. z.B. die alten Schuhbänder von kaputten Sneakers aufheben. Was ebenfalls geht: ein Klopapierrolle auf beiden Seiten mit Papier zukleben, Löcher reinschneiden und Leckerlis oder Trockenfutter reingeben. Selbstgebasteltes Spielzeug mit Sachen die man sowieso zuhause hat, anstatt teures Plastikzeug aus den Handel schon ebenfalls die Umwelt.

    Bez. alten Katzen ein neues Zuhause geben: Wir haben unsere Greta von mehr als zwei Jahren als bereits über 10jährige aus dem Tierheim geholt, und es keine einzige Minute lang bereut. Die beste Katze der Welt…aber das werden viele Katzenhalter von ihren Flauschkugeln sagen. 😉

  12. @Dorothea: Toller Artikel & eine sehr hübsche Katze. Sie wirkt sehr adelig!

    @Kaddi: Holzpellets, egal ob für’s Katzenklo oder den Ofen sind leider eine ökologische Katastrophe. Bitte genauer recherchieren.

    Beste Grüße von Nils

    • Ich achte da zumindest schon auf die fsc-Zertifizierung. Und wenn „aus Abfallhölzern der deutschen Forstwirtschaft“ draufsteht, erhofft man sich natürlich schon, dass für die reine Herstellung der Pellets keine Wälder abgeholzt werden, wie es bei den Heizpellets wohl der Fall ist.
      Soviel Streu wie ein Ofen brauchen meine Katzen zum Glück auch lange nicht!
      Aber ich bin auch da für Vorschläge offen.
      Welche Alternative schlägst du vor?
      Mineralische Streu aus dem Tagebau?
      Oder Silikatstreu, die bei Verschlucken giftig ist?
      Und bei pflanzlicher Streu stellt sich auch wieder die Frage: sind das Reste aus der Holz- und Nahrungsindustrie – oder eben doch wieder extra für die Streu verschwendete Rohstoffe?
      Hast du Tipps?

  13. Liebe KatzenhalterInnen!
    Ich habe noch zwei Anmerkungen:
    Katzen mit Freigang fressen nicht nur Mäuse, sondern auch sehr gerne kleine Vögel, bevorzugt junge Tiere, die gerade flügge werden und noch nicht fliehen können. Hiervon sind ganz besonders Bodenbrüter betroffen, die zudem alle als bedrohte Arten auf der Roten Liste stehen. Das lustige herum streunen an der frischen Luft ist für Katzen wichtig, aber die Vogelwelt und auch junge Feldhasen leiden darunter. Auch vermeintlich satte Katzen jagen übrigens. Bitte lasst euere Katze also nachmittags raus (Flugübungen finden vormittags statt) und stattet sie mit lauten Glöckchen um den Hals aus.
    Hinterlassenschaften von Nachbars Katzen finden sich in unserem Garten leider zu Hauf. Die Tiere vergraben nämlich nur im eigenen Reich um das sauber zu halten. Außerhalb wird sich nicht darum geschert. Das ist ziemlich ekelig, besonders mit Kindern. Hier wird nicht nur der Sandkasten sondern auch das Gemüsebeet und Blumenbeet verseucht.
    Ich bin also ganz persönlich über jede reine Wohnungskatze froh!
    LG Petra

  14. Toller Artikel über Katzen-Zero Waste, danke! Bezüglich der Essensreste und Trockenfutter möchte ich mich aber unbedingt den vorherigen Kommentaren anschließen! Beides ist mit Vorsicht zu genießen! Ich füttere meiner Katze auch Trockenfutter (zusätzlich zu Nassfutter), übergieße es aber mit reichlich Wasser, das sie dann gerne aufschlabbert, da es den Geschmack vom Trofu annimmt. So habe ich die Flüssigkeitsversorgung gesichert.

    Ob Katzen vegetarisch/vegan ernährt werden können, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen und auch sehr positive Berichte über vegane Katzenernährung. „Artgerecht ist eine Ernährung dann, wenn sie dem Tier alle Nährstoffe zur Verfügung stellt, die es für ein gesundes und langes Leben braucht. Es kommt also ernährungsphysiologisch nicht darauf an, WOHER ein Tier die Nährstoffe erhält, sondern DASS es alle Nährstoffe erhält.“ siehe Dr.med. Walter Henrich, https://www.provegan.info/de/ernaehrung/haustiere-und-vegane-ernaehrung/.
    Sollte man sich dazu entschließen, kann man sehr gut zero waste eigenes Futter selbst machen und mit den entsprechenden Nährstoffen (Taurin etc.) anreichern. Genaue Herstellung und Dosierung sind (leider spärlich) im Internet zu finden.

    Übrigens sind Dosen an sich schon kritisch, da sie BPA abgeben, das erwiesenermaßen zu Fettleibigkeit führen kann, weshalb viele Katzen zu dick sind, obwohl sie nicht zu viel fressen.

    Leider ist meine Katze chronisch blasenkrank, und sie benötigt dauerhaft ein Spezialfutter. Ich hatte sie anfangs, als sie aus dem Tierheim zu uns kam, vegan ernährt (veganes Fertig-Nassfutter und Trofu), das sie auch sehr gut angenommen hat. Leider konnten wir damit trotz zusätzlicher Ansäuerung ihren Urin-pH-Wert nicht stabilisieren, sodass ich schweren Herzens auf Spezialfutter mit tierischen Bestandteilen umgestiegen bin.
    Ich hoffe, daß sich bezüglich Katzenernährung in Zukunft noch einiges tut (evtl. vermehrte Verpackung in Glas- statt Aludosen, in weiterer Ferne cultured meat), denn der Müll, die CO2 Bilanz und die vielen geschlachteten Tiere für Katzenfutter (warum umsorgt man Katzen wie Familienmitglieder und tötet Hühner, Kaninchen, Fische, Rinder, Känguruh usw. usf. für ihr Futter?) sind schon ein mega großer Wermutstropfen in der Katzenhaltung. Hier ist es natürlich richtig, daß Nager besser zu versorgen sind, jedoch gibt es halt einfach viel zu viele Katzen/Tierheimkatzen, die auch nichts dafür können und die einen guten Platz brauchen!

    Meine Katze macht ihr Geschäft übrigens SEHR gerne in unseren Garten, und verscharrt ihr Geschäft NICHT! Sie scharrt zwar, aber das feste Erdreich gibt nicht genug her, um die Hinterlassenschaft zu bedecken. Ich habe keine Ahnung, warum sie gerade unseren Garten auswählt – sie könnte auch in Nachbars Blumenbeet 😉 Ich habe schon allerlei versucht, um sie dort zu vertreiben (ausstreuen von Lavendel, Basilikum und anderen stark riechenden Pflanzen), aber das hilft leider immer nur kurzfristig. Also sammle ich, bewaffnet mit Schaufel und Zeitungspapier, alles ein und entsorge es in der Biotonne…

    Zur Zeckenbekämpfung: Ich gebe meiner Katze nun schon seit 2 Jahren in den warmen Monaten (von ca. April bis Oktober) täglich einen Klecks Kokosöl ins Futter (erbsengroß). Sie hatte in den 2 Jahren nur ein Mal eine Zecke! Sogar mit den Ampullen hatte ich zuvor mehr Zecken. Also zumindest bei meiner Katze wirkt das sehr gut.

    Spielzeug interessiert meine Katze auch überhaupt nicht, gelegentlich jagt sie Papierkügelchen hinterher. Und die Schlafhöhlen, Liegekissen hat sie nicht angenommen, sondern sich woanders bequem gemacht, die konnte ich alle an einen Tierschutzverein weitergeben. Einzig und allein einen Kratzbaum, den wir selber aus großen Ästen (umwickelt mit Paketschnur zum Kratzen) und Brettern für die Plattformen gebastelt haben, liebt sie heiß.

    • Soweit ich weiß, vergraben nur rangniedere (oder sehr soziale) Tiere ihre Hinterlassenschaften. Dominante Katzen nutzen ihre Kot-Häufchen als Reviermarkierungen und präsentieren sie offen.

      • Das ist interessant, wußte ich bisher nicht! Könnte eine Erklärung sein, warum unsere Katze den eigenen Garten für ihr Geschäft wählt, da sie wahrscheinlich als Kitten nicht sozialisiert wurde (sie kam erst mit ca. 1 Jahr zu uns), also alles andere als sozial ist und panische Angst vor anderen Katzen hat. Möglicherweise will sie damit ihr Revier abstecken.

  15. Ja, mit Barfen ist man gut beraten, wenn man Müll sparen
    will. Aber wie schon geschrieben, man braucht noch Zusätze.
    Es wäre gut, wenn die Hersteller von Katzennahrung sich wegen der
    Verpackungen mal Gedanken machen würden.
    Ich habe immer viele Pflegekatzen und da mache ich mir schon Gedanken
    um die Müllvermeidung.
    Da ich mehrere Katzenklohs habe und diese Katzen, weil sie noch
    vermittelt werden müssen, auch aufs Katzenkloh gehen müssen. Da habe
    ich es so geregelt, das wir kompostierbares Streu haben und Matalleimer
    mit Deckel zum transportieren.
    Meine bekommen höchstens 1-2 mal im Jahr etwas für Flöhe und Würmer.
    Da das auch Gift ist und Tier und Umwelt belastet, kann man mit Kräutern
    die Darmgesundheit fördern und ab und zu etwas hochwertiges Biokokosöl aus dem Glas ins Fell reiben. Von Flohhalsbändern ist abzuraten, wegen der ständigen Giftzufuhr und der Gefahr, das sich Katze
    daran stranguliert.
    Es ist jedenfalls ein wichtiges Thema, worüber man sich immer wieder
    Gedanken machen sollte.

  16. Zu dem Kommentar von Kaddi: Ich denke auch, dass es wichtig ist, sich Gedanken zu machen, welchen ökologischen Fußabdruck ein ( vor allem fleischfressendes) Haustier hat und zudem zu überlegen, ob man ein Haustier überhaupt artgerecht unter Berücksichtigung der persönlichen Lebensumstände halten kann. Manche Formen von Tierhaltung (Vögel im Käfig, selbst wenn diese in der Wohnung herumfliegen dürfen, exotische Fische, einzeln gehaltene Paar- oder Rudeltiere etc…) finde ich überhaupt nicht vertretbar, andere nur dann, wenn man zumindest dafür sorgt, dass das Tier sich nicht draußen versehentlich unkontrolliert vermehren kann etc. Die Tierheime scheinen ja zudem trotz langjähriger Aufklärungsarbeit (keine Tiere als Geschenke, v.a. für Kinder etc.) weiterhin überzulaufen…

  17. Oh je – gekochte Essensreste sind nicht gut für Katzen und Milch und Zucker machen sie krank! Genauso wie Trockenfutter, das über Jahre auf die Nieren geht. Will man Müll sparen und das Tier wirklich gut ernähren, sollte man auf Barfen umsteigen!
    Lieben Gruß!

  18. Hallo!
    Es freut mich, dass deine Katze schon so alt und gesund durchs Leben geht, aber zur Katzenhaltung hätte ich da doch ein paar Anmerkungen.

    Ich besitze zwei reine Wohnungskatzen, Außenhaltung ist hier nicht möglich.
    Demnach besitzen wir natürlich Katzentoiletten im Bad, die wir mit Holzpellets füllen, die im Papiersack angeboten werden. Diese Pellets (baugleich den Heizpellets für Öfen) zerfallen bei Feuchtigkeitsberührung, so dass man die verbrauchte Streu gut über einem Eimer aussieben kann und der Verbrauch recht niedrig ist.

    Gefüttert werden unsere Katzen ausschließlich mit Dosenfutter. Da dem Trockenfutter die Feuchtigkeit entzogen wurde und Katzen als ehemalige Savannentiere von Natur aus ihren Flüssigkeitsbedarf fast ausschließlich über das Futter decken, trinken die meisten Tiere sehr wenig und können die notwendige Flüssigkeit zum dehydrierten Trockenfutter kaum aufnehmen. Das geht dann nicht selten zu Lasten der Nieren, so dass auch da erhöhte Tierarztkosten entstehen können.
    Nachdem unser ehemaliges Tier aufgrund dieser Problematik viel zu früh verstorben ist, haben wir von reiner Trockenfuttergabe auf Nassfutter umgestellt.
    Katzen sind von Natur aus reine Fleischfresser, gewürzte Reste vom Tisch und vor allem zuckerhaltige Goodies haben in ihrer Ernährung nichts zu suchen. (Kaffee???! Manche Draußenkatzen trinken aus Pfützen mit Streusalzresten und überleben das. Ich würde Streusalz trotzdem nicht als „kann man mal machen“ in die Katzenernährung aufnehmen…)
    Als reine Carnivoren kann man Katzen auch auf keinen Fall vegetarisch ernähren, da der (7x so hohe Eiweißbedarf im Vergleich zu Hunden!) dadurch leider nicht gedeckt werden kann und Mangelernährungen vorbestimmt sind.
    Barfen (Fütterung mit Frisch- und Rohfleisch etc.) kann eine recht müllfreie Ernährungsform für Katzen sein, rohes Fleisch wurde aber von unseren Katzen nicht angenommen. Außerdem muss man da wohl auch mit Vitaminen und Mineralstoffen supplementieren, so dass Verpackungen für diese Zusatzstoffe anfallen – aber eben weniger und seltener.
    Vielleicht hat ein Leser ja Erfahrung mit dieser Ernährung und möchte seine Erkenntnisse gerne teilen?

    Meine Katzen besitzen natürlich ihren eigenen Tragebehälter, denn bei einem (zum Glück sehr seltenen) Notfall möchte ich nicht erst noch panisch durch die Nachbarschaft ziehen und mir was ausleihen, sondern das Tier sofort zum Arzt bringen.

    Der CO2-Fußabdruck von Katzen ist erstaunlich. Ich habe gelesen, dass man ihn neutralisieren kann, indem man pro Tier zwei Bäume pflanzt – PRO JAHR.

    Sollte man Wert auf ein möglichst müllfreies, klimaneutrales Tier legen, ist die Wohnungskatze wohl nicht die erste Wahl. Da scheiden sicher Nager besser ab – oder vegetarisch ernährte Hunde.

    Sorry für meinen langen Beitrag, aber ich möchte nicht, dass bei Lesern der Eindruck entsteht, mit ein paar Essensresten und ordentlich Trockenfutter wäre es für eine artgerechte Katzenhaltung getan.

    Liebe Grüße
    Kaddi

  19. Hallo Dorothea,

    das ist ja eine sehr süße Katze, tolle Fotos :-).

    Ja, bei Freigängern ist es einfach, da entfällt natürlich die Streu. Ich habe zwei Wohnungskatzen. Bei Streu habe ich auf Cats Best Öko Plus umgestellt, das ist im Papiersack und besteht nur aus Pflanzenfaser. Es wäre auch kompostierbar, aber ich lebe in einer Stadtwohnung und in die Biotonne darf es nicht. Also Restmüll, leider.

    Ich füttere hauptsächlich Nassfutter, kaufe aber die 400g Dosen oder die Tetrapaks (Bozita), immerhin ein bißchen Müll gespart im Vergleich zu den Mini-Döschen.
    Trockenfutter gebe ich als Leckerli, aber das ist auch in Plastik. Die Inhaltsstoffe von dem in den Pappschachteln sagen mir ehrlicherweise nicht so zu. Ideal wäre ein Bio-Trockenfutter in der Pappschachtel, da habe ich aber keins gefunden. Mein gelber-Sack-Müll besteht also zu
    fast 100% aus Katzenfutterdosen und Tetrapaks.

    Ja, Spielzeug… einfach ist am besten. Der Hit war hier neulich einfach eine ungekochte Nudel, die wurde mit Begeisterung durch die Wohnung gekickt, Erdnüsse sind auch toll.
    Die Medikamente für meine Gypsie sind Glasampullen, die Verpackung ist nur Pappe (homöopathisches Medikament).

    Ich drücke dir die Daumen, dass es klappt mit der Aufnahme der Wohnungskatzen. Gerade ältere Katzen sind sehr dankbar über ein liebevolles neues Zuhause, weiß ich aus Erfahrung. Alles Gute 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.