Grüner Konsum ist auch… Konsum #FoodForThoughtFriday

Bio-Kaffee im Einweg-Coffee-to-go-Becher kann man nicht unbedingt als umweltfreundlich bezeichnen, vor allem nicht, wenn der Becher als Müll auf der Straße landet…

Bewusster zu leben, kennen wir so: Wir haben unsere Lieblingssachen, stellen dann aber fest, dass sie unter ausbeuterischen Bedingungen produziert werden. Wir suchen also nach einer grüneren Alternative. Nicht selten ist diese faire Öko-Version unserer liebgewonnenen Markenprodukte aber eine Stange teurer.

Wenn wir uns tatsächlich dann einmal dazu durchringen, geben wir dann nicht nur mehr aus, sondern wir in der Regel bekommen auch etwas, was wir weniger mögen, als die globale Marke, an deren Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker wir uns seit der Kindheit schon gewöhnt haben.

Das gleiche in grün (gewaschen)

Dennoch oder gerade deswegen fühlen wir uns gut. Wir haben uns nicht unserem Verlangen ergeben, sondern uns und unseren Geldbeutel für die grüne Alternative gestreckt. Wir haben nach reiflicher Überlegung alles richtig gemacht – inklusive gutem Gewissen… Oder?

Ist ‚grüner Konsum‘ immer auch nachhaltig?

Vermutlich fällt ein Großteil vom ökologischen Lebensstil in die Kategorie ‚Grüner Konsum‘. Dies ist vielleicht ein bewussteres Leben, bleibt aber alternativer Konsum. Aber hilft bewusstes Entscheiden oder aber ist es möglicherweise nicht das gleiche Problem in grün? Bringt uns bewusster Konsum irgendetwas außer ein halbgares Gefühl, uns und unsere Vorlieben für das große Ganze geopfert zu haben?

Wegwerf-Teller: Statt aus Pappe jetzt aus Palmblättern aus den Tropen.

Auf eine wichtige Weise stellen solche bewussten Entscheidungen für das grünere Produkt unsere Konsumkultur in Frage. Und zwar grundsätzlich. Ein Produkt nicht wegen des günstigen Preises zu kaufen, heißt gegen das übliche Marktprinzip, den Wert der Ware nicht nur mit Geld, sondern nach den Produktionsbedingungen zu bemessen.

Der Wert der Ware steht nicht nur auf dem Preisschild

Wie der Ökonom E.F. Schumacher in seiner bekannten Kapitalismuskritik, Small is Beautiful* (deutsche Übersetzung: Die Rückkehr zum menschlichen Maß), schreibt: Ökonomische Entscheidungen in Reinform verlangen von den Kaufenden, völlig außer Acht zu lassen, wie die Dinge produziert wurden. In ökonomischer Hinsicht seien wir nicht mehr als Schnäppchenjäger. Um das meiste aus unserem mühsam verdienten Geld zu holen, sollten wir als Kaufende und Konsumierende uns nicht mit Fragen rumschlagen, welche Mittel in deren Produktion nötig waren.

Unsere Entscheidungen und unser gesamtes soziales Leben aber, so Schumacher weiter, auf solche oberflächlichen, eindimensionalen und vereinfachten Überlegungen zu reduzieren, ist gefährlich.

Grüner Konsum macht gerade dabei aber nicht mit. Er kann nämlich in diesem Licht als Versuch gesehen werden, den Markt gewissermaßen zu de-ökonomisieren, also weniger Wert auf das Geld zu legen. Anstatt dem günstigsten Preis hinterher zu hecheln, nur Geld von A nach B zu schieben und in diesem Zuge die Ausbeutung auf dem Produktionsweg außer Acht zu lassen, übernehmen wir Verantwortung.

Sind wir wirklich nur Schnäppchenjäger?

Ganz ungewohnt ist das nicht. Selbst die Marktmechanismen in Reinform kennen nämlich laut Schumacher die Regel, dass Verkaufende und Kaufende Verantwortung dafür übernehmen, das nicht mit gestohlenen Waren gehandelt wird.

Dennoch: Ganz werden wir das Gefühl nicht los, dass irgendwas mit dem bewussten Konsumieren nicht stimmt.

Lokales Bio-Gemüse – sooo lecker!

Mit der Zeit machen wir immer wieder die Erfahrung, dass einzelne und immer mehr Öko-Alternativen nicht nur weniger zerstörerisch ist, sondern auch billiger und oft sogar leckerer sind (frisches, lokales Bio-Gemüse zum Beispiel. Mjamm 😉). Das will ich hier gar nicht in Frage stellen. Mir geht es ehr um den Rahmen, in dem wir unsere grüneren Entscheidungen sehen.

Wenn wir uns selbst in die Situation bringen, Tag für Tag, immer wieder, die bewusst die richtige Entscheidung zu treffen, dann ist das harte Arbeit. Und es ist wichtig, dass es immer wieder Leute gibt, die den Aufwand auf sich nehmen, hier einen wertvollen Beitrag leisten. Jedes ‚Nein!‘ zum unkontrollierten, ausufernden Massenkonsum ist eine gute Sache.

Machen wir es uns zu schwer?

Ich frage mich aber, ob wir dann nicht vergessen, uns das grüne Leben einfacher zu machen. Anstatt so viel Zeit und Aufmerksamkeit auf das Treffen richtiger Entscheidungen zu verwenden, könnten wir auch überlegen, welche Tricks und Kniffe uns helfen, mit Leichtigkeit grüner zu leben. Es frisst nämlich schon viel Energie nicht nur heute sich mühsam zu richtigen Entscheidung durchzuringen, sondern es morgen und übermorgen genauso zu tun. Und wir müssen ja nicht nur die Entscheidung treffen, sondern auch noch etwas tun.

Außerdem ändert sich kaum etwas am Konsumverhalten, wenn wir alles eins zu eins ersetzen. Wenn wir bewusst Konsumieren, halten wir unsere Standards, was Konsum und Verlangen angeht, genauso hoch wie eh und je.

Man könnte sogar sagen, dass wir das Problem des nicht-nachhaltigen Lebensstils nur noch verstärken. Dadurch dass wir bewusst mehr ausgeben, sorgt grüner Konsum dafür, dass wir am Ende weniger Geld zur Verfügung haben, um nachhaltige Organisation zu unterstützen tatsächlich etwas zu ändern. Aber war das nicht das, worum es eigentlich ging?

Wohin mit unserem Geld?

Jeden Tag bewusst die umweltfreundliche Entscheidung zu treffen, und das auch noch mehrmals, ist anstrengend. Mit dem Fahrrad die Kuhmilch von dem nachhaltigen Kleinbauern ein paar Straßen weiter holen oder konventionelle Mandelmilch, aus Mandeln von einem anderen Kontinent? Oder gibt es eine Alternative die nicht die kalifornische Dürre verschlimmert? Und überhaupt: Was sind die langfristigen Folgen?

Müll ist nur eine von vielen ökologischen und sozialen Folgen unseres Handelns

Solche Frage zu stellen und öffentlich zu äußern, ist wichtig. Schließlich müssen selbst das globale Netz industrialisierter Produktion kennen und auch regelmäßig auch andere (insbesondere die Firmen) wissen lassen, dass wir es anders wollen. Wir können aber nicht unseren Alltag auf unzähligen solcher langwierigen Überlegungen. Kaum einer hat die Zeit und die Ressourcen dafür.

Wir müssen, denke ich, ehrlich zu uns sein: Wir werden nie genug Informationen über die Produktionsbedingungen sammeln können, um wirklich sicher die nachhaltige Entscheidung zu treffen. In diesem Sinne, wird bewusster Konsum nie genügen.

Es geht nicht wirklich um die richtige Entscheidung

Was aber, wenn wir es anders aufrollen? Was, wenn unser Ziel nicht wäre, die ‚richtige Entscheidung zu treffen‘? Könnten wir nicht auch schleichend nachhaltige Praktiken in unseren Alltag integrieren, die schließlich Gewohnheiten werden?

Mit nachhaltigeren Gewohnheiten müssen wir nicht immer aufs Neue überlegen, was das beste Material für unsere Einweg-Kaffeebecherdeckel ist. Wir könnten es beispielsweise am kompostierbaren Plastik vorbei zu unser Gewohnheit werden lassen, eine kleine Runde um den Block zu drehen anstatt zum nächsten doppelten Espresso zu hetzen. Oder wir könnten es nach und nach zur Gewohnheit werden lassen, den Kaffee aus einer Porzellantasse im Café zu genießen oder unseren eigenen, wiederverwendbaren Coffee-to-go-Becher mitbringen.

Der Schlüssel liegt in nachhaltigen Gewohnheiten

Anstatt schlicht traditionelle Produkte durch grüne Produkte zu ersetzen, das Umstellen unser aller Gewohnheiten macht am Ende die wirklichen Wandel aus. Wir werden nämlich uns selbst, das, was wir wollen und brauchen, aus einer komplett neuen Perspektive. Anstatt die Lösung der Probleme von übermäßigem Konsum auf langwierige politische Prozesse abzuwälzen, nehmen wir so die Dinge selbst in die Hand.

Mit den richtigen Gewohnheiten ist nachhaltiges Handeln kein Aufwand mehr, sondern passiert ganz gechillt nebenbei.

Und hier kommt Zero Waste ins Spiel. Da fast alle Konsumprodukte in zukünftigem Müll verpackt kommen, reduziert die Reduktion von Müll den unseren Konsum. Und zwar gerade dort, wo es uns am wenigsten bringt. Der Schokoriegel an der Kasse, der gehetzte Kaffee zum Mitnehmen, Anhäufigen von Pfennigartikel, unzählige hochspezielle Beauty-Produkte, die unsere Badezimmer-Schränke überquellen lassen.

Durch mehr und mehr müllfreie Gewohnheiten im Alltag werden wir auch ein neues Bild von uns selbst und von der Gesellschaft einüben. Vielleicht kommen wir gerade so dem näher, was als nachhaltiges Leben gelten kann – nicht der aufopfernde Verzicht, sondern die allmähliche Entwicklung eines Rahmens für ein lebenswertes Leben in einer lebenswerten Welt.

Was meint ihr? Lasst mich wissen, was ihr vom bewussten Konsumieren haltet. Bin ich zu pessimistisch diesbezüglich? Und: Wie ändert ihr eure Gewohnheiten? Entzug oder jeden Tag ein bisschen?

*Affiliate Link, d.h. ich bekomme eine kleine Provision, wenn ihr das Buch über diesen Link zu Osiander kauft. Ich möchte euch aber ermuntern, euch das Buch in der Bibliothek auszuleihen oder im örtlichen Buchhandel zu kaufen!

Kategorie #FoodForThoughtFriday, Artikel

17 Kommentare

  1. Pingback: Linksammlung 54 – 21.12.2017 – patrickwillms.de

  2. Pingback: Naturkosmetik-Empfehlungen zu Weihnachten | Mehr als Grünzeug

  3. Hallo Shia, hallo Hanno,

    wieder ein toller Artikel! In einigen Bereichen habe ich mich für die grüne Alternative entschieden, weil mir das Produkt momentan wichtig ist, so z.B. ein bestimmtes Körperöl (in Glasflasche) oder fairer Kaffee.
    Im Bereich Kleidung habe ich dieses Jahr fast auschließlich Second-Hand gekauft bzw. die wenigen neuen Teile aus fairer Produktion.
    Ich empfinde das nicht als Verzicht. Im Gegenteil kostet es Überwindung, die neuen Gewohnheiten über Bord zu werfen und sich gegen zero Waste zu entscheiden.
    Ich verzichte darauf, die Umwelt unnötig zu verschmutzen und mein mühsam verdientes Geld in nicht nachhaltige Produkte zu stecken, die ich nicht benötige. Das ist eine Erleichterung und keinesfalls etwas Negatives.
    Plastikmüll habe ich fast auf Null reduziert, der Gelbe-Sack-Inhalt sind zu 99 % Katzenfutterdosen, Restmüll fast nur noch die Katzenstreu, für die ich keine Alternative habe.
    Und die positive Entwicklung setzt sich fort, unserer Lose-Laden boomt und hat sich toll entwickelt 🙂 LG Katja

    • Hi Katja, jaaaa, das Katzenfutterproblem habe ich auch. Das Streuproblem hab ich allerdings gelöst und zwar mit der Streu von Cat‘s Best, die darf nämlich ins Klo!
      Ist ja auch nicht viel anders, als das, was wir Menschen produzieren;)
      Damit bin ich ganz happy.
      Suche weiter nach unverpacktem Katzenfutter…
      Liebe Grüße,
      Jutta

      • Danke für die Tipps bei der Katzenhaltung, Jutta! Bald wird es hier auch einen Gastartikel zur müllreduzierten Katzenhaltung geben, aber da geht es eher darum, dass die Katzen draußen im Garten ihr Geschäft erledigen, was aber ja bei reinen Wohnungskatzen nicht geht.
        @Cat Bei mir ist es ähnlich, ich würde auch meine neuen Gewohnheiten auch nicht wieder gegen meine alten, nicht nachhaltigen eintauschen wollen 🙂

  4. Ich persönlich halte es so für mich, dass ich tatsächlich nur noch kaufe, was ich auch brauche. Früher habe ich oft unüberlegt dies und jenes geshoppt, weil ich einfach gerade Lust darauf hatte. Das passiert mir mittlerweile nicht mehr. So hat sich mein Verhalten mittlerweile so geändert, dass ich (trotz beispielsweise vielen teureren Produkten aus dem NK- oder Bio-Bereich) weniger Geld ausgebe, weniger benötige und entsprechend auch weniger Müll produziere. Ein Beispiel ist meine Gesichtspflege: Früher habe ich zig verschiedene Cremes ausprobiert. Tiegel, Tuben, ihr kennt es. Heute nutze ich zu 90% Olivenöl. Das haben wir ohnehin im Haus (fürs Kochen) und ich fülle mir immer ein bisschen in ein separates Döschen, welches im Bad steht. Meine Haut ist nicht nur deutlich besser geworden, sondern ich habe noch nie so wenig für Pflege ausgegeben wie jetzt^^

    Aber ich denke im Grundsatz, wenn jeder nur ein bisschen was ändert, dann bewirkt das viel mehr, als wenn wenige Leute radikal ihr Leben ändern!

    Und weil ich gerade so viel getippt habe: Danke liebe Shia für diesen Blog! Ich bin zwar meist eine stille Leserin hier, aber verschlinge dennoch jeden Artikel von dir mit Genuss!

    • Schön zu hören, dass du gerne hier vorbei kommst 🙂
      Dieser Artikel stammt aber gar nicht aus meiner Feder (bzw. Tastatur XD), sondern aus der von Hanno 😉
      Ich wünsche dir schöne Feiertage!! <3

  5. Ich kann euch nur zustimmen. Wir (4köpfige Familie) sind auch seit längerem dabei unseren Müll zu reduzieren. Für mich ist speziell bei Kleidung und Kosmetik das bloße Ersetzen von herkömmlichen Produkten durch Bio/Öko- Produkte nicht zielführend. Das hätte einfach den finanziellen Rahmen gesprengt. Hier war/ ist die wichtigste Frage: Was brauchen wir wirklich? Es hat sich gezeigt, dass wir sowohl im Badezimmer, als auch im Kleiderschrank gut mit der Hälfte der Sachen auskommen. Dadurch können wir das so gesparte Geld an anderer Stelle für nachhaltige, umweltfreundlich sinnvolle Investitionen einsetzen.
    Liebe Grüße
    Bettina

    • Genau, wer braucht so viele Klamotten, denk ich immer.. Und irgendwann braucht man dann nur noch die Hälfte der Kleiderschränke 😉 Und man hat sich noch mehr Geld freigeschaufelt, um es sinnvoll einzusetzen! LG

  6. Ich denke auch, am Verzicht kommen wir nicht vorbei, wenn wir wirklich nachhaltig leben möchten. Verzicht hat immer so einen bitteren Beigeschmack; letztlich glaube ich, dass wir unsere Lebensqualität dadurch erhöhen können.
    Die Diskussion um die Kaffeebecher geht mir ziemlich auf die Nerven; aus Nachhaltigkeitssicht ist der Kaffee das Problem, nicht der Becher. Deinen Vorschlag einmal um den Block zu Laufen finde ich daher gut und sinnvoll.

    • Ehrlich gesagt war ich am Anfang ganz schön schockiert, als mir von allen Seiten immer wieder durch suggestive Fragen das Wort „Verzicht“ in den Mund gelegt wurde (und es passiert immer noch täglich). Für mich ist das eine ganz schön defizit-orientierte Perspektive, und ich war sehr erstaunt, dass Menschen denken, dass Müll ihr Leben bereichert XD. Ich denke wie du, dass es eine Bereicherung ist. Langsam habe ich mich ja daran gewöhnt, dass es landläufig als „Verzicht“ gesehen wird, aber seltsam finde ich das immer noch.
      Bei Kaffee ist meines Erachtens beides das Problem ;). Der Kaffee genauso wie der Becher. Auch das ist wieder so ein Beispiel. Wir haben unseren Kaffeekonsum in den letzten zwei Jahren enorm herunter geschraubt (von 1-2 Tassen jeden Tag auf 1-2 Tassen die Woche) und ich denke auch hier, dass das eine Bereicherung ist, nicht mehr auf Koffein angewiesen zu sein. Aber es wird gerne als „Shia verzichtet jetzt auch noch auf Kaffee“ aufgegriffen XD.

    • Ich empfinde Verzicht immer mehr als positiv. Auch als Bereicherung, die mehr Wertschätzung und Kreativität in mein Leben bringt.
      Zunächst „verzichtete“ ich auf Dinge (Gegenstände und Aufgaben), die eine Last für mich waren. Dann verzichtete ich darauf, Neues zu kaufen, obwohl noch etwas da war, dass denselben Zweck erfüllte. Dadurch schätze ich diese Dinge mehr wert. Und manchmal muss ich kreativ werden, wenn ich etwas Bestimmtes brauche, aber nicht genau das Richtige habe. Wie kann ich das nutzen, was vorhanden ist, um zum Ziel zu kommen? Nun verzichte ich auch mal auf Angenehmes (wie Süßigkeiten), was wieder mehr Wertschätzung dieser Sache, aber auch anderes Positives nach sich zieht, wie hier bessere Gesundheit.
      Es kommt also immer darauf an, wie man Verzicht definiert und bewertet. Wenn man sich mal darauf einlässt und es ausprobiert, ist es sehr interessant zu beobachten, was es mit einem macht.

  7. Hallo Hanno, schön auch Beiträge von dir zu lesen. Ihr seid mir beide durch Buch und Blog ans Herz gewachsen.
    Ich beschäftige mich seit einem gutem Jahr mit Müllreduzierung, von Zero Waste will ich mal gar nicht sprechen.
    In vielen Bereichen geht’s mir so wie du es beschreibst: Es ist schwer, sich immer wieder für eine hoffentlich nachhaltigere Alternative zu entscheiden. In anderen Bereichen habe ich schnell eine (wiederverwendbare) Alternative oder Gewohnheit gefunden, durch die sich dann der Konsum vieler Wegwerfartikel oder Einzelprodukte deutlich reduziert hat, z.B. im Badezimmer. Ich brauche noch vieles auf und muss kaum noch nachkaufen. Da werden die Kaufentscheidungen automatisch weniger. Das entspannt! Ich hoffe ich schaffe diesen Dreh noch in weiteren Lebensbereichen. Danke für eure Tipps, Erfahrungen und Inspiration!

    • Hi Larissa, das klingt ja richtig gut. Jede nachhaltige Gewohnheit, die sich festigt, sorgt für so viel mehr Klarheit, nicht wahr? Am Anfang muss man aufpassen, dass man dran bleibt, aber nach und nach rutscht man immer tiefer rein 😉 LG

  8. Danke für diesen anregenden Artikel, Hanno!

    Alles auf einmal kann man glaube ich nicht ändern. Zu mindest kann ich das nicht. Ich arbeite mich immer schrittweise vor. In Sachen Zero Waste stehe ich noch ganz am Anfang, aber der ist immerhin gemacht.

    Dank Shias Beitrag zu Tante Olga in Köln, war ich vergangen Montag dort. Total toller Laden! Ich habe mir einen Rasierhobel gekauft und bin damit total glücklich. Auch Duschgel etc. habe ich durch fest, verpackungsfreie Alternativen (i.d.R. von Lush) ersetzt.

    Den Restmüll konnten wir schon halbieren. Plastik wurde auch weniger. Ich arbeite weiter daran und motiviere meinen Freund mitzumachen. Ein bewussterer Konsum ist hier unverzichtbar finde ich. Ein umdenken ist dringend nötig!

    Liebe Grüße
    Marina

    • Hi Marina, ja Tante Olga is wirklich ein richtig schöner Laden geworden – und so einen Laden in der Nähe zu haben mach sooo vieles einfacher und gibt doch nochmal mehr Schwung, oder? LG

      • Hey Hanno,

        auf jeden Fall! Da ich – Berufschule sei dank – i.d.R. zwei Mal die Woche sowieso in Köln bin, kann ich dann auch öfter hin 😀
        Ich fahr mit der Bahn nämlich über ne Stunde zu Tante Olga. Aber es lohnt sich definitiv!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.