Diese 8 natürlichen Methoden helfen dir durch die Pollen-Saison

Heuschnupfen ist schon eine lästige Plage und geht häufig mit dem Einnehmen von Antiallergika, Nasensprays und Augentropfen einher. Wenn es euch ganz schlimm erwischt tragt ihr ein Asthmaspray mit euch herum und nehmt Kortison, entweder nur lokal oder sogar systemisch. Das sind schon echte Holzhammer-Methoden für den Körper. Es geht aber auch anders.

Ich weiß, wovon ich rede. Ich gehörte nämlich eigentlich zu denjenigen, bei denen der Heuschnupfen bereits „eine Etage weiter runter gewandert“ war. Sprich, außer verstopften Nebenhölen, laufender Nase und juckenden Augen rasselte mein Atem, ich röchelte und bekam Asthma-Anfälle. Auf keine gängigen Antiallergika schlug ich mehr an und auch die Hyposensibilisierung half nicht.

Nie im Leben habe ich damit gerechnet, dass sich das bei mir also noch mal verbessern würde. Hat es aber. Weg sind meine Allergien natürlich nicht, ein göttliches Wunder möchte ich also an dieser Stelle mal ausschließen 😉. Aber sie sind relativ erträglich geworden und nicht mehr potentiell lebensgefährlich. Das ist doch schon mal etwas.

Hier kommen nun acht Methoden, wie ihr das akute Leiden vermindern könnt. Und zwar ohne eurem Körper zu viel zuzumuten als auch ohne die Umwelt unnötig durch (nicht recycelbare) Blisterverpackungen und Plastikfläschchen zu belasten.

Weiter unten erzähle ich euch dann, wie es bei mir dazu kam, dass meine Allergien sich so stark verbessert haben.

1. Akute Abhilfe: Nasendusche

Klingt vielleicht etwas komisch, hilft aber enorm. Denn dabei werden die Pollen aus der Nase und den Nasennebenhöhlen gespült. Ja, so was kann man machen. 😉

So sieht meine Nasendusche aus.

Eine Nasendusche könnt ihr in Apotheken und Drogerien kaufen. Meine habe ich vor über zehn Jahren in der nächstbesten Drogerie gekauft, nachdem meine Allergologin mir dazu riet. Sie ist aus Plastik, aber es gibt auch plastikfreie Modelle, wobei ich leider nicht genau weiß, ob man sie vor Ort irgendwo finden kann oder sie doch online beziehen muss.

Das sind z.B. plastikfreie, tranditionelle Nasenduschen, auch Neti Pots genannt. | Photo: „Neti Pots“ by © Suzanne Schroeter, licenced under CC BY-SA 2.0, cropped

Um eure Nase dann mit der Nasendusche auszuspülen, braucht ihr eine Salzlösung, denn das geht nicht mit reinem Wasser. Das würde doch ziemllich unangenehm brennen und die Nasenschleimhäute im Gegenteil reizen.

Ihr braucht eine Salzlösung mit 0,9g Salz auf 100ml Wasser. Das Salz sollte nicht jodiert sein und keine Rieselhilfen enthalten. Ich greife da zu Ur-Salz bzw. Ur-Meersalz in der Pappschachtel oder aus dem Unverpackt-Laden. Meersalz geht auch, das enthält in der Regel ebenfalls keine Rieselhilfen, allerdings kann es durch die Plastikverschmutzung in den Meeren Mikroplastik enthalten, während Ur-Meersalz Meersalz aus Zeiten vor der Plastikverschmutzung ist.

So macht ihr die Salzlösung

Ich messe für die Lösung 555ml lauwarmes Wasser ab und gebe einen Teelöffel (5g) Salz dazu. Superwichtig ist, dass ihr dazu einen genormten Messlöffel (5ml) nehmt und nicht irgendeinen Teelöffel, denn da variieren die Größen zu sehr. Wer es ganz genau nimmt, kann das Salz natürlich auf einer Präzisionswaage fürs Labor abwiegen und vorher das Wasser abkochen, um sicherzugehen, dass da wirklich nichts dran ist. Ich mache das ehrlich gesagt nicht. 555ml könnt ihr übrigens abmessen, indem ihr im Messbecher 550ml abmesst und dann einen genormten Teelöffel Wasser mit 5ml dazu gebt.

Dann einfach umrühren, bis sich das Salz darin aufgelöst hat. Die Lösung in eure Nasendusche geben. Meine Nasendusche fasst 250ml, ich spüle also einmal  250ml durch das eine Nasenloch, fülle die Nasendusche neu auf und spüle wieder 250ml durch das andere Nasenloch. Was mit den weiteren 55ml passiert, erfahrt ihr gleich beim nächsten Punkt. 😉

Eine genaue Anleitung zum Spülen liegt eurer Nasendusche bei. Im Grunde ist es aber ziemlich einfach. Ihr setzt eure Nasendusche an einem Nasenloch an und die Lösung läuft durch das eine Nasenloch rein und kommt durch das andere heraus.

Die Salzlösung entfernt nicht nur die Pollen aus euren Nebenhöhlen, sondern beruhigt auch die Nasenschleimhäute, sodass sie dauerhaft nicht immer weiter durch die Reizung anschwellen. In der Pollen-Saison mindestens einmal am Tag spülen. Ich versuche es meistens zur Heuschnupfen-Zeit morgens nach dem Aufstehen und abends.

Mehr zur Nasendusche

2. Akute Abhilfe: Augen ausspülen

Das mag wie auch die Nasendusche im ersten Moment sehr seltsam klingen. Wie aber auch die Nasendusche ist diese Methode sehr effektiv, da einfach die Pollen entfernt werden. Stumpf, aber wirksam.

Das erste Mal davon erfahren habe ich in meinem Auslandssemester in Tokio. Im Frühling wurde das als Anti-Heuschnupfen-Maßnahme beworben. Da ich damals schon meine Nase regelmäßig spülte, machte das für mich direkt Sinn. Dafür gibt es kleine Plastikbecherchen, die an die Augenform angepasst sind. Mein Becherchen war, falls ich mich recht erinnere, ein Beilagengeschenk bei der Flasche Salzlösung. Damals dachte ich ja noch, ich müsste mir so was wie eine Salzlösung in Plastikflaschen im Geschäft kaufen…

Das ist mein Augen-Ausspül-Becher.

In Deutschland habe ich allerdings noch nie so etwas gesehen. Ein Pintchen funktioniert aber auch, hab ich auch schon gemacht, als ich mein Plastik-Augenspül-Dingsie mal nicht finden konnte.

Das Prinzip ist das Gleiche und ihr könnt genau die gleiche Salzlösung wie für die Nasendusche nehmen. Deswegen habe ich oben bei der Nasendusche auch 555ml erwähnt. 😉 So habt ihr 500ml für die Nasendusche und 55ml für die Augen.

Die Lösung gebt ihr also in euren Becher oder das Pintchen, stülpt euer Auge drüber und lehnt dann den Kopf zurück, sodass die Lösung euer Auge bedeckt. Ihr könnt nun die Augen öffnen und blinzeln, damit vor allem die Pollen aus den Wimpern sich raus spülen. Keine Angst, das wird nicht brennen wie im Schwimmbad, denn die Salzlösung sollte eine ähnliche Salzkonzentration wie die Tränenflüssigkeit haben.

Die benutzte Flüssigkeit kippt ihr weg und wiederholt das Gleiche mit dem anderen Auge. Ich guck immer vor dem Wegkippen fasziniert drauf, was nicht danach alles an der Oberfläche schwimmt… 🙈

3. Akute Abhilfe: Gesicht häufig waschen

Auch hier schafft das Prinzip „weg mit den Allergenen“ schnelle Abhilfe.

Zur Pollen-Zeit wasche ich mir mehrmals täglich das Gesicht mit Wasser, vor allem unterwegs. Ich trage dann kein Makeup und verschwinde einfach dazwischen mal auf ein Klo und belege da das Waschbecken. Ich versuche dann immer, vor allem gründlich meine Wimpern auszuwaschen und natürlich die Region um die Nase herum gut mit Wasser abzuspülen. Ich habe dann auch ein kleines Gesichtshandtuch dabei, mit dem ich mir das Gesicht abtrockne und manchmal etwas Öl (in einem kleinen, dichten Glas) zum eincremen danach.

4. Naturheil-Methode: Schwarzkümmelöl

Diesen Tipp habe ich erst vor kurzem von der Besitzerin des Bioladens bei uns bekommen. Die gute Dame war übrigens vorher OP-Schwester und später Stationsleitung. Bei ihr selbst habe es geholfen. Ich selbst fange erst damit an.

Es gab bei uns im Bioladen auch Schwarzkümmelöl aus Ägypten, das gilt wohl als besonders hochwertig. Ich habe mich aber für das regionalere aus Deutschland entschieden. Ob das eine gute Marke ist, weiß ich übrigens nicht. Ist auf jeden Fall bio. Die 100ml Flasche hat 6,99€ gekostet. Teuer für ein Öl, aber mir in der Apotheke Antiallergika zu holen ist nicht wirklich günstiger.

Schwarzkümmelöl ist ein ganzheitliches Naturheilmittel mit langer Tradition. Die wissenschaftliche Wirkung ist umstritten, offenbar auch, weil es wenig erforscht wird. Im Gegensatz zu pharmazeutischen Keulen wie Kortison (das ich jedes Jahr nehmen sollte) ist das nun wirklich ein geringes Risiko und deshalb einen Versuch wert ist. Die Nebenwirkungen wirkten auf mich überschaubar, vor allem, weil es ja sowieso ein Öl ist, das für den Verzehr vorgesehen ist.

Nebenwirkungen: Auf nüchternen Magen eingenommen kann es den Magen reizen und es kann sonst zu vermehrtem Aufstoßen führen. Bei Überdosierung (das habe ich jetzt nicht vor 😉) kam es bei Tierversuchen zu Leber- und Nierenschäden. Wichtig: Schwazkümmelöl wird auch gegen Bluthochdruck eingesetzt, kann also zum Abfall des Blutdrucks führen, also lieber erst mal mit einer kleinen Menge antesten und gucken, ob man es selber auch gut verträgt.

Einnahme: Man soll morgens 1 TL nehmen, um die Beschwerden über den Tag zu mindern. Bei mir kommt das Öl einfach über mein „Bruch“ (ich esse nur zwei Mahlzeiten am Tag, Brunch und Abendessen), ich mag auch den würzigen Geschmack sehr, vor allem zu Kohlgerichten und Salaten!

Kaufen kann man Schwarzkümmelöl im Glas im Bioladen oder im Reformhaus. In Apotheken wird es meines Wissens eher als Kapsel verkauft, was zum Einen sicherlich deutlich teuerer ist und außerdem viel Blistermüll hinterlässt.

5. Naturheil-Methode: Regionaler Honig, der zur gleichen Saison geschleudert wurde (nicht vegan)

Regionalen Honig einzunehmen soll einen desensibilisierenden Effekt haben, sofern darin die Pollen enthalten sind, gegen die man allergisch ist. Die Wirkung ist wie bei Schwarzkümmelöl allerdings umstritten, weil man die Pollenmrnhr nicht dosieren kann wie bei einer Hyposensibilisierunge beim Arzt. Sind zu wenige Pollen drin, gegen die man allergisch ist, passiere gar nichts. Sind zu vielen drin, komme es zu einer allergischen Reaktion.

Eine Freundin von meiner Mutter ist Imkerin und deswegen habe ich das als Jugendliche, also lang bevor ich vegan wurde, auch mit Honig von ihr ausprobiert. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie die Gläser, in denen sie den Honig verkauft, auch zurücknehmen würde. Fragt einfach eure’n lokale*n Imker*in!

So richtig habe ich allerdings nichts gemerkt, allerdings war ich auch nicht ganz so gewissenhaft in der Einnahme und mein Heuschnupfen galt als ungewöhnlich schlimm. Bei mir hat nämlich damals nicht mal die mehrjährige Hyposensibilisierung etwas gebracht, was meine Allergologin allerdings schon vorher vermutet hatte.

Ich selbst würde das wahrscheinlich nicht noch mal probieren, weil ich vegan bin. Aber wie schon bei Schwarzkümmelöl finde ich, dass es ein Versuch wert ist, weil die Risiken, in dem Fall eine allergische Reaktion, ja sehr überschaubar sind und man direkt aufhören kann, wenn man etwas davon merkt.

6. Zuhause: Einrichtungs-Textilien minimieren

In Einrichtungs-Textilien können sich Pollen oder Hausstaub (mit Pollen) festsetzen. Das kann sogar bedeuten, dass man außerhalb der Saison mit allergischen Reaktionen zu kämpfen hat. Also lieber doch keinen Teppich, Rollos statt Gardinen, nicht überall Decken und Kissen rumfliegen haben und Kleidung im Kleiderschrank und nicht an der offenen Kleiderstange aufbewaren.

Was bei mir einen großen Unterschied ausgemacht hat: Ein normal hohes bis hohes Bett statt einer bodennahen Bettkonstruktion, die ich leider ziemlich geil finde, weil dann der Raum offener wirkt. Allerdings liegt man einfach zu nah am Boden, wo sich natürlich der Staub mit den Pollen sammelt.

7. Nass wischen statt Staubsaugen oder Fegen

Nass wischen statt die Pollen beim Staubsaugen oer Fegen aufwirbeln hilft ebenfalls. Wenn doch staubgesaugt werden soll, sollte man zumindest den Staubsauger mit einem Filter ausstatten, der Pollen zurückhält.

Ökologischer ist aber natürlich das Wischen per Hand mit einem nassen Baumwolltuch. Da kommt man komplett ohne Plastik aus, es gibt nichts, was Mikrofasern abgibt (Filter bestehen ja meist aus synthetischen Materialiein) und Strom verbraucht es auch nicht (Wasser aber schon).

8. Pollenfilter für Fenster

Und wo wir schon bei Filtern sind: Es gibt auch Filter für Fenster, ähnlich wie Fliegengitter, die man zuschneiden und mit Klettband anbringen kann. Ich selbst mag die nicht so sehr, weil ich einfach so gerne aus dem Fenster blicke und so viel Tageslicht wie möglich in der Wohnung habe. Da lüfte ich lieber nachts und/oder früh morgens ausgiebig und ersticke tagsüber hinter der Fensterscheibe mit freiem Blick auf die Pollen-Drecksschleudern vor meinem Fenster…

Präventive, eher langfristige Umstellungen

Rückblickend war 2014 echt mal mein Jahr. Ich hatte keinen Bock mehr auf das Hamsterrad, kündigte meinen Job, zog nur zwei Wochen später schon nach Bochum um, stieg endlich von vegetarisch auf vegan um, entdeckte Grüne Smoothies – und Hanno und ich fingen an, unseren Müll zu reduzieren im Wunsch, endlich nachhaltiger zu leben!

Nie hätte ich gedacht, dass durch all diese Lebensumstellungen ausgerechnet meine Allergien sich beruhigen. Viele Lebensmittel kann ich jetzt sogar in kleinen Mengen sogar zu mir nehmen!

Es sind viele Faktoren, die meiner Meinung nach dazu beigetragen haben und vermutlich ist es am Ende die Kombination aus allem.

Grüne Smoothies

Eine sehr direkte Verbesserung habe ich damals festgestellt, als wir mit Grünen Smoothies anfingen. In gut pürierter Form konnte ich plötzlich rohes Obst zu mir nehmen, ohne allergisch darauf zu reagieren! Eine Wohltat nach so vielen Jahren fast komplett ohne Obst! Mehr dazu hatte ich mal im Artikel „Grüne Smoothies – auch für Pollen-Allergiker geeignet?“ niedergeschrieben.

Als ich meinen Allergologen fragte, ob ich mich damit vielleicht selbst desensibilisiert hätte, zuckte er nur die Schultern und meinte, das könnte natürlich alles sein, und wenn ich’s vertrage, spreche nichts gegen die Einnahme. Ob ich aber nicht trotzdem mein Kortison haben wolle. Ich lehnte dankend ab.

Gesunde Ernährung

Was meine allgemeine Gesundheit über die Jahre verbessert hat, ist die gesunde Ernährung.  Damit bekommt man sicherlich Allergien nicht direkt weg, aber ein gesunder Körper wird mit vielen Dingen einfach besser fertig. Gesundheit ist meiner Meinung nach sowieso ganzheitlich zu verstehen.

Durch Zero Waste kauften wir nach und nach immer weniger industriell verarbeiteten Lebensmittel, weil wir keinen Bock auf den Plastikmüll hatten. Stattdessen kauften wir mehr frisches Obst und Gemüse und lernten, mit unverarbeiteten Lebensmitteln zu kochen. Wir kaufen nur bio ein und essen inzwischen außerdem seltener auswärts, wo deutlich großzügiger mit Öl und Salz umgegangen wird. Wir essen also unbeabsichtigt inzwischen ziemlich „clean“.

Vegane Ernährung

Eine (bitte ausgewogene) vegane Ernährung ist sicherlich in der Form nicht nötig, aber bei einer veganen Ernährung fallen automatisch Lebensmittel wie homogenisierte Milch weg, die im Verdacht steht, ein höheres Allergierisiko zu besitzen. Bekannst ist auf jeden Fall, dass Neurodermitiker (wie ich) häufig auf Kuhmilch reagieren.

Auch bekannt ist, dass vieles nicht ganz mit rechten Dingen zugeht, was die „Produktion“ von tierischen Produkten angeht. Die Massentierhaltung zieht Folgeprobleme mit sich wie Antibiotika und andere Medikamentenrückstände im Fleisch, denn „industrielle Tierhaltung braucht Antibiotika“, wie der BUND in diesem Artikel aufgreift. Auch enthalten Fleisch- und Milchprodukte von Natur aus auch Hormone, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung erläutert. Das muss alles in Maßen nicht gesundheitsschädigend sein. Vielleicht auch nicht gerade gesundheitsförderlich, aber zumindest nicht gesundheitsschädlich. Doch der durchschnittliche Bundesbürger isst zu viel davon, allein 60kg Fleisch im Jahr. Die Hälfte davon wäre gesund.

Lisa vom Blog ich lebe grün! hat hier den gleiche Effekt der veganen Ernährung bei Heuschnupfen im Selbstversuch dokumentiert und vegane Freunde von mir berichten das Gleiche. Nun würde ich persönlich generell davon abraten, anekdotische Erfahrungsberichte als repräsentativer Beweis zu nehmen. Aber auch hier denke ich: Ein Versuch, den Konsum von tierischen Produkten zu reduzieren ist es Wert, denn im Gegensatz zu pharmazeutischen Lösungen gibt es hier eigentlich kein Risiko, sofern man natürlich wie bei jeder Ernährungsform darauf achtet, sich ausgewogen zu ernähren.

Das tut nicht nur der Gesundheit gut, sondern auch dem Klima! Denn tierische Produkte sind ganz schöne Klimasünder und Massentierhaltung ist geht nicht nur auf Kosten der Tiere, sondern belastet auch die Umwelt und unser Grundwasser.

Umstellung auf Hausmittel

Durch die Umstellung auf Hausmittel sowohl beim Putzen als auch bei der Körperpflege setze ich mich außerdem weniger Schadstoffen aus.

Wusstest du, dass Frauen sich im Durchschnitt 515 verschiedene chemische Substanzen allein auf die Haut schmieren? Das gibt es bei mir nicht mehr. Ich creme mich mit Bio-Ölen aus der Küche ein, wasche meine Haare mit Roggenmehl und für alles andere nehme ich Aleppo-Seife. Auch Putzen kann ich inzwischen ohne Handschuhe und bekomme keinen Ausschlag mehr davon.

Hier gibt es z.B. das Rezept für meinen Allzweck-Reiniger. Weitere Rezepte findet ihr auch gebündelt in meinem Buch “Zero Waste: Weniger Müll ist das neue Grün” (Freya-Verlag | affiliate Link).

Kategorie Artikel, Gesundheit & Körperhygiene

7 Kommentare

  1. Hallo Shia,

    Ich bin wohl für einen Kommentar etwas spät dran, aber ich will unbedingt meine Schwarzkümmel-Öl Erfolgsgeschichte loswerden. Ich hatte nämlich vor ein paar Jahren schon fast einen Termin für die Hypersensibilisierung wegen meinem extremen Heuschnupfen und habe sogar schon versucht diese Blocker einzuwerfen.
    Ich habe täglich fast 10 Packungen Taschentücher gebraucht, musste andauernd meine Haare waschen, um die Pollen los zu werden und meine Augen waren extrem gereizt und verklebt.

    Meine Mutter hat dann im Reformhaus zufällig den Tipp mit dem Schwarzkümmel Öl bekommen und dachte sich schaden wird es schon nicht. Und was soll ich sagen, bei mir hat es eingeschlagen wie eine Bombe ! Ich habe im Winter angefangen es zu nehmen und hatte anschließend Heuschnupfen-Technisch den besten Sommer seit langem !

    Mittlerweile brauche ich pro Sommer etwa eine Flasche, im Winter benutze ich es nicht mehr.
    Ich fange immer einen Monat vor der Pollen Hoch-Saison mit einem Esslöffel alle zwei Tage an und während der Saison nehme meistens jeden Tag einen.

    Ich bin auch auf Stofftaschentücher umgestiegen. Sie reizen meine Nase bei den wenigen Schneutzern noch weniger.

    Es ist wohl kein zuverlässiges Heilmittel. Aber ein Versuch kann nicht schaden und bei vielen Menschen wirkt es.

    Wie du schon gesagt hast muss man bei niedrigem Blutdruck aufpassen. Da ich aber einen eher erhöhten Blutdruck habe, vertrage ich es sehr gut.

    Liebe Grüße, Lisa

  2. Hey Shia! Klasse danke dir für die Tipps! Darüber hatte ich mir bisher noch gar keine Gedanken gemacht, aber jetzt wo es akut ist, kann ich sie direkt anwenden 🙂

    Viele Grüße,
    Christoph

  3. Hey Sophia,
    so ernähre ich mich auch, hat mir sehr geholfen, die häufigen Erkältungen loszuwerden.
    Darf ich korrigieren: der „Vollwert-Blog“ :-). Oder „Vollwertforum“, dort gibts auch viele tolle Rezepte und Erfahrungsberichte von Allergikern, die jetzt praktisch symptomfrei sind .
    Liebe Grüße
    Cat

  4. Zu den Nasenspülungen aus Plastik: Es wird (in deren Packungsbeilage) empfohlen die nur eine begrenzte Zeit zu verwende aufgrund einer Infektionsgefahr. Ich glaube, dass da was von maximal einem Jahr stand. Langfristig gesehen ist also eine aus Glas beispielsweise besser, weil man sie besser (zb in der Spülmaschine bei hohen Temperaturen) reinigen kann.
    Zu der Ernährungsweise: Das kann sooo unterschiedlich sein. Mir geht es zum Beispiel besser, seitdem ich wieder mehr tierische Produkte esse, einfach weil in Obst und Gemüse leider auch sehr oft allergene/histamine drin sind, auch wenn man nicht direkt allergisch drauf reagiert. Das gleiche gilt auch für Kosmetikprodukte. Am Ende muss es wirklich jeder für sich selbst wissen und austesten.

    • Hi Maraike,
      die Packungsbeilage habe ich leider gar nicht mehr, erinnere mich zumindest bei meiner auch nicht, dass das drin stand? Früher hab ich mich nämlich ziemlich penibel an solche Angaben gehalten. Ich werde ich auch so mal in die Spülmaschine geben und gucken, was dann passiert XD. Sollte sie ja überleben, hab ich früher mit Tupperdosen aus Plastik ja auch gemacht.
      Aber klar, eine Nasendusche aus Glas oder Keramik ist sicherlich besser! Würde ich mir heute eine Neue kaufen, würde ich auch nicht mehr zum Plastikding greifen. Aber gut, nun habe ich sie und die wird benutzt bis sie das zeitliche segnet :D.
      Mit der Ernährung ist es sicherlich eine ganz individuelle Sache. Am besten ist es, wenn man es selbst systematisch mal testet, also mal 1-2 Wochen lang ein Lebensmittel weglässt. Bei Kochtrotz gibt es übrigens ganz viel zu einer histaminarmen Ernährung.
      Liebe Grüße,
      Shia

  5. Sophia Kleine

    Liebe Shia,

    Vielen Dank, dass du hier immer so inspirierend schreibst. Auch ich bin nah daran keine Müll mehr zu produzieren und erzähle jedem, der es hören möchte, wie das möglich ist und wie einfach das Leben dann werden kann.

    Deine Erfahrungen im Zusammenhang zwischen Ernährung und Allergie habe ich auch gemacht und ich möchte noch etwas ergänzen: Ich lasse auch sämtliche Industriezuckerarten wie weiser Zucker, brauner Zucker, Traubenzucker, Ahornsirup etc. und Weismehlprodukte weg. Seit ich mich nach der Vitalstoffreichen Vollwertkost nach Dr. Brucker ernähre, geht es mir prima. Letztes Jahr wurde ich viel von allergischem Schnupfen und später auch Hautausschlägen geplagt. Meine Hautärzte rieten mir, keine Diäten auszuprobieren und weiterhin alles zu essen. Nun ist es leider so, dass Ärzte in ihrem Studium nichts über Ernährung lernen und bei uns Krankenschwestern ist es nicht viel besser.
    Wie kommt es aber, dass in den Zivilisationsländern die Zivilisationskrankheiten so stark zu nehmen? Was hat sich in den letzen 100 Jahren am stärksten verändert? Unsere Nahrung! Leider nicht zum guten. Sie wird stark verändert. Ob es die Milch ist, die nicht nur stark thermisch behandelt wird und somit auch alle Produkte aus ihr, oder ob es das Mehl ist, dem man die Randschalen entfernt und somit die lebenswichtigen Vitamiene, insbesondere die B-Vitamine und Vitalstoffe. Das Ziel ist einfach: Die Produkt halten länger und das freunt nicht nur den Supermarkt. Allergien sind nach Dr. Brucker erworben und auch, mit der richtigen Ernährung wieder heilbar. Leider gilt dies nicht für alle ernährungsbedingten Ziwilisationskrankheiten wie zB Diabetes. Zumindest kann das Fortschreiten und die Folgekrankheiten gestoppt werden.
    Ich mache also keine Diät, sondern ernähre mich von viel Obst und Gemüse, Volkornprodukten aus frisch gemahlenem Vollkornmehl, Nüssen, Samen, hochwertigen Fetten (auch Butter und Sahne) sowie Honig zum Süßen. Der Zuckerentzug dauert nicht länger als 4 Wochen. Danach schmeckt dann auf einmal vieles viel süßer, auch Gemüse. Und auch der Appetit auf Schoklade vergeht. Und wenn doch: eine frische Dattel tut es auch! Insgesamt bin ich länger satt, fitter und kann mich besser konzentrieren. Und meine Haut und Nase dankt es mir.
    Gemieden werden nach Dr. Brucker alle industiellen Zucker, alle Produkte aus geschältem Gedreide wie weißer Reis, Weisbrot, Graubrot, weise Nudeln und Fleisch. Allergiker müssen zusätzlich tiereische Eiweise wie Milch, Eier, Käse und Quark für eine sehr lange Zeit meiden.
    Zum Frühstück bzw. als erste Mahlzeit des Tages gibt es das Herzstück der Vitalstoffreichen Vollwertkost, nämlich den super leckeren Frischkornbrei. Dazu schrotet man einfach 3-4 El Gedreide am Vorabend und weicht es über Nacht für 6-12 Stunden in Wasser ein. Am nächsten Tag wird ein frisch geriebener Apfel untergehoben, der frisch gepresste Saft von 1/2 Zitrone dazu gegeben, Öl oder Sahne beigemischt. Weitere zwei oder mehr Obstsorten der Saison werden kleine geschnitten obenauf gegeben zusammen mit Nüssen und Samen. Ich würze immer noch mit Vanille und Zimt.
    Wer meint, er vertrage den Frischkornbrei nicht, hat doch irgendwo noch Zucker gegessen. Denn dieser ist der Übeltäter. Magen – Darm – Empfindliche- Menschen vertagen oft auch nicht gekochtes Obst und Säfte. Weil sich dies erst nach 2-3 Tagen bemerkbar macht, werden diese nicht verdächtigt.
    Zusätzlich helfen mir Kügelchen und die Heileurythmie (Eine Bewegungsterhapie. Wer einmal die sogenannte „Allergiereihe“ bei einem/r Heileurythmist/in gemacht hat, wird überrascht sein, wie gut das tut. Ja, es ist erstaunlich, dass Bewegung heilen kann!)
    Wer noch nach leckeren Rezepten sucht, dem kann ich den „Vollwert-Block“ wärmstens empfehlen.
    Viel Freude beim gesund werden, gesund bleiben und Experimentieren in der Küche!
    Liebe Grüße
    Sophia

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