7 Tipps zur Müllvermeidung unterwegs

Trotz bester Vorsätze produziert man ja manchmal doch Müll. Das passiert meistens, wenn man nicht vorbereitet ist, weil man spontan irgendetwas macht – auswärts, wo man seine müllvermeidenden Utensilien nicht griffbereit hat.

Ich dachte immer, dass vor allem ich ziemlich sprunghafte und spontane Entscheidungen treffe. Gerade in meinem ersten Semester bin ich morgens aus dem Haus gegangen und häufiger als nur manchmal irgendwie irgendwo hängengeblieben und kam erst einige Tage später wieder in meinem eigenen Wohnheimszimmer an. Ich kannte mich in den Kleiderschränken aller Bewohner einer befreundeten WG verstörend gut aus, weil ich dort wahrscheinlich häufiger war als in meinem eigenen Wohnheim.

Erst Jahre später ist mir aufgefallen, dass jedoch auch meine „spontanen“ Launen einer Regelmäßigkeit unterliegen! Und dass ich sehr wohl sich wiederholenden Verhaltensmuster aufweise… Hunger auf Junk Food nach der Party? Naja, kein Einzelfall würde ich sagen :P. Keine Zeit fürs Frühstücken und deswegen holt man sich unterwegs noch schnell was beim Bäcker? Hm, wenn man wie ich NIE gut aus den Federn kommt kann das eigentlich keine Überraschung sein.

Lange Rede kurzer Sinn: Tipp Nummer 1 ist also eigentlich die Grundvorraussetzung für die erfolgreiche Müllvermeidung unterwegs!

1 Kenne deine Gewohnheiten und stell dich auf sie ein

Wir alle haben unsere Gewohnheiten und Routinen. Jeden Morgen einen Coffee to go auf dem Weg zur Arbeit? Dann ist es vielleicht keine schlechte Idee, es sich zur Gewohnheit zu machen, sich morgens einen sauberen Thermos-Becher einzustecken.

Meine Hand- und Umhängetaschen habe ich alle verschenkt :P. Inzwischen trage ich persönlich am liebsten einen Rucksack, praktisch, lässig, gut für den Rücken und da passen auch mal spontane Einkäufe rein.

Meine Hand- und Umhängetaschen habe ich allesamt verschenkt :P. Inzwischen trage ich persönlich am liebsten einen Rucksack, praktisch, lässig und rückenfreundlich (ja, auch ich werde nicht jünger XD). Wichtig außerdem: Da passen auch mal Einkäufe rein, denn wir kaufen nach wie vor gerne spontan auf dem Rückweg ein.

Wir hatten die Gewohnheit, uns vor einer Zugfahrt immer jeweils ein Teilchen und einen Kaffee beim Bäcker zu holen. Also nehmen wir uns jetzt vor Zugfahren immer einen Brotbeutel mit. Wir würden uns auch einen Kaffeebecher mitnehmen, aber unser Kaffee-Konsum ging so stark zurück (hat sich von allein ergeben, weil wir deutlich weniger Stress haben als früher), sodass wir den labbrigen Filterkaffee-to-go lieber weglassen.

Um zu wissen, was für müllgenerierende Gewohnheiten ihr habt, hilft es, den eigenen Müll mal zu sammeln. Ihr müsst ihn nicht mal „in echt“ sammeln (kann bei einigen Sachen ja etwas unlecker werden 😉 ), ihr könnt ihn auch einfach mit dem Handy abfotografieren. Ihr werdet wahrscheinlich feststellen, dass vieles gar nicht so überraschend spontan ist wie man häufig denkt, und ihr werdet auch viele „Auslöser“ entdecken, die zu den gefühlt „spontanen“ Aktionen führen.

Dann könnt ihr für genau diese Fälle vorsorgen.

2 Hab ein paar auf deine Bedürfnisse abgestimmte Müllvermeidungs-Basics dabei 🙂

Jetzt wo ihr wisst, was eure müllverursachenden Gewohnheiten sind, könnt ihr euch Gedanken über müllvermeidende Basics machen.

Das sind meine Basics, die ich immer dabei habe, nicht alle sind für euch nötig: Kleiner Katzenbeutel für Stofftaschentücher, ein klein zusammenfaltbarer Einkaufsbeutel, eine Wasserflasche, Besteck (eigentlich unnötig, hab ich mir nur irgendwann angewöhnt), ein sauberer Jutebeutel, der auch als Brot- oder Einkaufsbeutel einsetzbar ist.

Das sind meine Basics, die ich immer dabei habe. Aber nicht alle sind auch für euch nötig

Immer dabei:

  • Meine kleine Katzentasche mit sauberen Stofftaschentücher
  • Klein zusammenfaltbarer Einkaufsbeutel
  • Ein sauberer Jutebeutel/ Brotbeutel

Fast immer dabei:

  • Meine plastikfreie Wasserflasche aus Edelstahl
  • Besteck (eigentlich nicht nötig, aber ich vergesse meistens, das unbenutzte Besteck rauszuräumen)
Das klingt erst mal viel, aber zusammengefaltet ist es eigentlich alles ganz handlich :)

Das klingt erst mal viel, aber zusammengefaltet ist es eigentlich alles ganz handlich 🙂

Zero Waste Basics für unterwegs

Das sind so meine Vorschläge für Zero Waste Basics. Sucht euch die Dinge passend zu euren Bedürfnissen aus 🙂 ! Wir haben nie alles dabei, sondern stecken die Dinge je nach Wahrscheinlichkeit, dass man sie braucht, ein.

3 Mach dir eine Einkaufsliste

Ohne eine Einkaufsliste wird man schnell verleitet, Sachen zu kaufen, die man (und häufig die Welt) gar nicht braucht.

Wir bevorzugen digitale Einkaufslisten

Wir bevorzugen digitale Einkaufslisten. Mein Mann und ich benutzen die App Wunderlist, wo man gemeinsame Listen erstellen kann, d.h. sobald einer von uns etwas hinzufügt, ist es auch auf der Einkaufsliste auf dem Handy des anderen. So kann man immer die Sachen hinzufügen, sobald man daran denkt und beide haben immer die aktuelle Einkaufsliste dabei.

4 Gönn dir eine Auszeit

Coffee to go? Essen zum Mitnehmen? Wenn du keinen Thermosbecher für den Kaffee und keine Behälter für das Essen zum Mitnehmen dabei hast, setz dich einfach hin und iss und trink vor Ort. Schalte mal ab und auch ruhig das Handy mal aus. Das hast du dir verdient 🙂 .

Kaffee vor Ort trinken

Und Hand aufs Herz – Coffee to go trinkt man entweder unterwegs gehetzt oder später kalt. Und beides schmeckt doch wirklich nicht sonderlich 😉 !

5 Bestell den Müll ab

Man weiß es vorher nicht, weil es nicht auf der Karte steht: Servietten, Strohhalme, Zuckertütchen, Kaffeesahne oder Papierchen unter Tassen und Gläser.

Ich bestelle die Sachen meistens ab mit: „Bitte nichts, was direkt weggeschmissen werden muss, wie z.B. Servietten oder Strohhalme.“ Aber Achtung: Wird häufig vergessen, wenn man die Sachen nicht mit Nachdruck abbestellt (aber immer schön nett dabei bleiben 😉 ).

6 Kauf Online-Tickets!

Es gibt für viele Sachen inzwischen Online-Tickets, wo es ausreicht, den scannbaren QR- oder Strichcode auf dem Smartphone vorzuzeigen.

Online-Ticket

Auch wenn die Deutsche Bahn sonst nicht immer alles im Griff hat, mobile Tickets funktionieren tatsächlich super. Man sollte dazu das Ticket in der App auf dem Smartphone vor der Fahr herunterladen. Als Backup sollte man sich das Online-Ticket als PDF ebenfalls vorher aufs Handy ziehen. Und natürlich das Handy aufladen :P.

So weit ich gehört habe, gibt es solche Tickets inzwischen auch für Fußballspiele (je nach Verein) oder fürs Kino. Einfach vorher auf der Homepage gucken.

7 Geh nicht unnötig bummeln oder shoppen

Bummeln und Shoppen verleitet nur dazu, billiges (Plastik-)Krams und Sachen zu kaufen, die ihr gar nicht braucht und nie im Leben vermissen würdet. Frei nach dem Motto: Nie gesucht und doch gefunden!

Shopping in der Innenstadt

Alles, was man kauft aber gar nicht braucht und benutzt verschwendet irgendwie Ressourcen und natürlich Geld. Gerade bei Kleinkram und Billigklamotten sitzt ja meistens der Geldbeutel ziemlich locker. Wir hinterfragen selten, wie es sein kann, dass diese Sachen so günstig angeboten werden können. Und wenn wir es doch mal machen wollen wir die Antwort häufig gar nicht hören: „Weil dabei Menschen, Kinder, Tiere und auch die Umwelt ausgebeutet werden!“

Und ich weiß nicht, aber ich persönlich verbringe meine Zeit statt zwischen Ladenregalen sowieso lieber mit meinem Mann oder mit den tausenden Sachen, für die ich so schon nie genug Zeit habe 😉 .

39 Kommentare

  1. Etwas, was mich schon länger beschäftigt, wo ich ich frage, wie das die Zero Waste vegan Profis machen ist Folgendes: Ich reise öfters länger, so 7-14 Stunden mit dem Zug. Für die Hinreise schaffe ich es gut, von zuhause Essen zerowaste mitzunehmen, aber wie macht ihr das für die Rückreise? Zumal es nicht überall vegane Salate/Sandwiches unverpackt zu kaufen gibt. Ich kaufe mittlerweile für die Rückreise unverpacktes Gemüse und ev. ein Brötchen, aber das reicht halt nicht. Ich hoffe, meine Frage ist klar.

    • Je nachdem, wie stur oder weniger stur die Leute sind, wo Du Dich gerade aufhältst, ist es möglich, auch ein komplettes Essen als takeaway in ne Box füllen zu lassen. Also hier gehts z.B. beim Chinesen mit gebratenen Nudeln oder auch Sushi prima. Dafür nehm ich meine Lunchbox mit. Einfach mal bei den jeweiligen Restaurants/Kneipen nachfragen. Oft sind sie froh, wenn sie ihre Styro-boxen nicht weggeben müssen, die kosten ja schließlich auch Geld.

    • Hi Cécile,
      wir sind durch die Zero-Waste-Vorträge, die wir halten viel in Deutschland unterwegs und machen das genauso wie du, wobei Bahnreisen über 7 Stunden bei uns zum Glück eher die Ausnahme sind, was sicherlich auch an der Lage liegt (erst Bochum dann Köln). Wir nehmen auf der Hinreise Essen von Zuhause mit. Auf der Rückweise kaufen wir meistens Brötchen, Obst und selten mal auch einen Brotaufstrich aus dem Bioladen. Wir mussten auch schon zwei Mahlzeiten im Zug zu uns nehmen und kaufen dann halt mehr (ungeschmierte) Brötchen oder eine (vegane) Bretzel (z.B. von Ditsch, die sind ja gut an Bahnhöfen vertreten) mit, die riechen nicht und halten sich lang genug. Wenn’s nur eine Mahlzeit ist nehm ich ehrlich gesagt auch mal ein trockenes Brötchen in Kauf. Leerer Magen wäre schlimmer. Wenn wir es schaffen essen wir direkt vor der Fahrt noch mal, z.B. Falafel Sandwich in Bahnhofsnähe.
      Liebe Grüße,
      Shia

  2. Für mich ganz wichtig in der Unterwegsausstattung und an der Arbeit ist meine Miniseifendose. Die gabs vor etlichen Jahren mal im Hotel mit dem dort üblichen kleinen Seifenstück. Hab den rest mitgenommen und verwende die Dose mittlerweile mit selbstgemachter Seife weiter. Schneide ich mir einfach passend zurecht und steck die Dose in die Hosentasche. So brauch ich nie auf die Flüssigseife aus den Plastikspendern die überall üblich ist zurückgreifen.

  3. Einen Stoffbeutel habe ich eh immer dabei.
    Allerdings frage ich mich, was diese Abneigung gegen Kunststoff soll. Wie sieht die Gesamtökobilanz, für eine stabile langlebige Kunststoffdose im Vergleich zu einem Einmachglas aus? Glasherstellung ist ziemlich energieintensiv. In Kunststoff ist Kohlendioxid bzw. Kohlenstoff gespeichert bei Glas wird nur welches freigesetzt. Je nach Glas lösen sich zudem auch aus diesem Schadstoffe. Nicht ohne Grund nimmt man im Labor Spezialglas, wenn es besonders sauber sein muss.
    Dazu wäre ein Einmachglas nicht so mein Ding, wegen dem Gummi. Gummi ist Kunststoff, je nach Hersteller ist da mehr Weichmacher drin, als in einer Hartkunststoffdose. Merkt man schön bei alten Gummis, welche dann zerbröseln.
    Dann der Einkauf in einem Unverpacktladen. Schön ist natürlich die Menge, allerdings bin ich skeptisch bzgl. der Gesamtbilanz, wenn man mit Verpackung zu dem Geschäft hin und hinterher zurück fährt. Bei schweren Glasbehältern wird logischerweise mehr CO2 ausgestoßen.
    Ich will damit nicht sagen, dass man nichts tun soll, und sicherlich kann man viele Dinge ändern im Leben, allerdings sollte man immer auch die Gesamtwirkung im Auge behalten.

  4. Hey,
    ich hoffe ich wirke nicht klugscheißerisch, aber ich würde doch gerne meine Erfahrung zum Thema Onlineticket mit dir teilen.

    Laut der Bahn heißt das Ticket nur „Onlineticket“, weil man es sich online runterladen kann und dann ausdrucken soll. Ich habe auch jahrelang einfach mein Onlineticket aufs Handy gezogen und dem Schaffner gezeigt. Jedoch ist es mir in letzter Zeit öfter passiert, dass ich vom Schaffner die Anmerkung bekomme, dass nur ein „Handy-Ticket“ unausgedruckt und via Bahn-App benutzt werden kann. (Es steht tatsächlich nochmal auf dem Onlineticket, dass es ausgedruckt werden muss).
    In der Regel ist es den meisten Zugbegleitern egal, jedoch ist beim online Kauf der Button Handy-Ticket nur einen Klick vom Onlineticket entfernt 🙂

    Mach weiter so und liebe Grüße

  5. Update von der Deutschen Bahn:

    Eigene Mehrweg-Becher für Kaffee werden jetzt im Bord-Bistro der Bahn akzeptiert (mobil Ausgabe 09/2016)

    „PRODUKTMANAGEMENT BORDGASTRONOMIE:
    … Seit Anfang August dieses Jahres haben unsere Gäste im Bordbistro zudem die Möglichkeit, sich ihren Kaffee zum Mitnehmen in ihre mitgebrachten Mehrwegbecher einfüllen zu lassen.“

  6. Claudia

    Ich habe gestern in einem Restaurant mein Getränk ohne Strohalm bestellt, mal so als Startversuch. Die Kellnerin hat freundlich gelacht und gesagt, dass hätte sie noch nie gehabt. Es hat aber funktioniert.
    Habe Deinen Blog dank des Artikels in den Ruhrnachrichten gefunden und schaue jetzt alles bewusster an und versuche um zu denken. Echt erschreckend, was bei mir so selbstverständlich ist. Vor allem to go.
    Das wir ein hartes Stück Arbeit, aber vegan bin ich ja auch nicht komplett von heute auf morgen geworden. 🙂

  7. Da Ich aufgehört habe zu frühstücken, hab ich morgens auch viel mehr Zeit 🙂 das mit dem Besteck ist echt genial, bei uns gibt es eine Mensa in der Ich mein Besteck auch meistens leihen darf (nur einmal wollten sie mir keinen Teller geben, da durfte Ich dann vom Tablett essen :D) Ich finde deinen Blog echt super, ich versuche auch immer mehr richtung zero waste zu gehen, und dabei bist du mir eine große Hilfe 🙂 übrigens habe Ich deine Schwarzwälder Kirsch Torte ausprobiert, die steht gerade noch im Kühlschrank 🙂

    • Marie-Luise

      Kaffeesatz mit z.B. Mandelöl und geriebener Seife ist ein tolles Peeling. Im Verhältnis 2:1:1 in einem Topf erhitzen, bis die geschredderte Seife geschmolzen ist. In ein Glas füllen, abkühlen lassen. Hält nach meiner Erfahrung einige Wochen. Aber Achtung: den Kaffeesatz schnell verarbeiten, nicht zu lange rumstehen lassen. Der schimmelt dann nämlich.
      Super blog! Weiter so.
      Alles Liebe
      Marie-Luise

  8. kuschelhuhn1

    Hallo Shia,
    bin gerade auf deinen Blog aufmerksam geworden. Tolle Tipps. Ich bin auch gerade in der Umstellung, wohne aber auf dem hintersten Land und da ist es teilweise richtig schwer, die Leute von plastikfrei mal zu überzeugen. Beim Bäcker funktioniert der mitgebrachte Stoffbeutel super, im Hofladen hatte ich bisher auch keine Probleme. Aber unverpackte Lebensmittel gibt es im Umkreis von 100 km keine. Allerdings sind meine Ansprüche auch geringer geworden, so dass ich viele Dinge mitttlerweile meide, die ich früher gerne so nebenbei gekauft habe. Auch den Weg zum Minimalismus finde ich super, befreit ungemein, macht das Leben viel einfacher, da überschaubarer. Mein größtes Problem im Moment ist noch mein Umfeld, meine Kids haben sich mittlerweile daran gewöhnt, dass Mama umdenkt und eifern auch schon nach (sind alle zum Glück schon erwachsen), meine Mutter sowie die meisten Freunde und Bekannten halten mich für ein wenig verrückt. Das tut dann schon auch noch weh, weil ich das Gefühl habe, nicht ernst genommen zu werden.
    Stofftaschentücher benutze ich eigentlich mein komplettes Leben lang, ich hasse Papiertaschentücher. Vor einiger Zeit bin ich auf selbstgenähte Binden gekommen, spart enorm Müll und tut der Haut gut. 🙂 Sind alles kleine Dinge, die sich verändern, wie du auch schreibst, der Weg ist das Ziel.
    Danke für Deine Inspiration.
    Liebe Grüße
    Gabi

    • Hi Gabi,
      ach, das kenne ich zu gut! Viele unserer Freunde halten uns auch für Verrückt und meiner Mutter bin ich manchmal peinlich… (Das war doch früher mal andersrum XD) Wir sind ja jetzt seit September 2014 dabei und es wird besser! Unser Umfeld hat sich langsam daran gewöhnt und die ersten „Kämpfe“ sind ausgetragen. Mit meiner Mutter hab ich mich einmal ganz ganz arg in die Haare bekommen, weil sie mir gegen meinen Willen ein Päckchen voller in Plastik eingeschweißten Sachen geschickt hatte. Das hatte dann geknallt, weil ich ihr vorher x-mal gesagt hatte, dass ich das nicht möchte und sie es mir trotzdem geschickt hatte, weil mir doch eine Freude bereiten zu wollen. Sie hat nun eingesehen, dass man mir auf diese Art und Weise leider keine Freude macht…
      Meine Schwiegereltern hatten auch ganz schön daran zu knabbern, vor allem, weil wir 2014 und 2015 Weihnachten einfach ausfallen ließen. Sie wissen aber aus den vorherigen Jahren, dass Weihnachten einfach nicht unsere Veranstaltung ist (wir haben immer nur im Namen der Familie gespendet und sonst nichts geschenkt). Langsam verstehen sie glaube ich auch immer besser, warum das bei uns so ist und können das so auch besser akzeptieren.
      Wir versuchen inzwischen auch, statt früher, wo wir einfach „bockig“ waren, Alternativen anzubieten. Statt Geschenken kann man ja zusammen essen gehen oder sonst was machen. Wir bitten dann auch nach z.B. Erfüllung unserer „Sonderwünsche“ (= Rücksichtsnahme darauf, dass wir vegan sind und keinen Müll produzieren wollen, oder dass man uns z.B. keine Karten schickt) statt Geschenken. Denn das bedeutet uns viel mehr und bereitet uns tatsächlich ganz viel Freude!
      Also, gib deinem Umfeld noch etwas Zeit. Am Anfang dachten auch alle, dass wäre bei uns wieder einer unseren „verrückten, dummen Ideen“. Aber je mehr Zeit vergeht, desto mehr merken sie, dass wir das sehr ernst nehmen und es uns wichtig ist. Es ist halt nicht nur mal so ein Experiment, sondern ein Lebensstil, den wir bewusst so wählen. Ich bin mir sicher, dass das auch bei dir kommen wird :).
      Es ist inzwischen sogar so, dass unser Lebensstil auf unsere Umgebung abfärbt, was ich nie gedacht hätte! Meine Mutter nimmt Plastiktüten vom vorherigen Einkauf wieder mit, statt sich neue zu nehmen. Beim Geburtstag unserer Nichte wurde darum gebeten, statt Dinge doch ein gemeinsames Erlebnis zu schenken, was wohl sowohl bei den anderen Eltern als auch bei den Kiddies total gut ankam. Dieses Weihnachtsfest wurde wohl auch ohne uns mit weniger Geschenken als sonst gefeiert, Freunde von uns haben einige Einweg-Sachen gegen wiederverwendbare Alternativen ausgetauscht :). Und deine Kinder hast du doch auch schon angesteckt!
      Ich denke, du machst alles richtig :)!! Und auch bei uns haben sich die Ansprüche geändert. Am Anfang wollten wir für alles noch eine 1:1 zero waste Alternative finden, aber das ist eigentlich total unnötig. Wie die liebe Karin von beechange mal so schön gesagt hat, als wir über BIO-Tiefkühlpizza geredet hatten: „Es geht ja nicht darum, einen sinnlosen Konsum gegen den anderen auszutauschen!“
      Und auch wir empfinden unseren immer minimalistischeren Lebensstil als sehr befreiend und entlastend :)! Und wir haben das Gefühl, uns von dieser Konsumwelt emanzipiert zu haben (naja bzw. uns zu emanzipieren :D).
      Mach weiter so, liebe Gabi!!
      Liebe Grüße,
      Shia

      • Danke, liebe Shia für Deinen lieben Kommentar.
        Du hast es so treffend formuliert: Emanzipieren von der Konsumwelt. Ich fühle mich nicht mehr wie eine Marionette, die man nach Herzenslust beeinflussen kann. Und sind wir doch mal ehrlich: Den meisten Mist braucht doch kein Mensch!
        Meine Freundin hat mich gestern wieder schräg angesehen, als ich ihr erzählte, dass ich kein Shampoo und Spülung verwende, sondern handgesiedete Haarseife und Apfelessig. Der Ekel stand ihr im Gesicht. Dabei sind meine Haare seitdem so schön geworden… dies nur als Beispiel.
        Und spannenderweise hatte ich mich mit der Dame, die die Seifen herstellt, diese Woche gerade so vorsichtig mal unterhalten. Sie ist auch dabei, Plastik zu meiden, Müll enorm einzusparen, ihre Essgewohnheiten umzustellen etc. Man trifft immer öfter auf Gleichgesinnte (oder fällt mir das nur auf, dass andere Menschen ähnlich ticken?).
        Liebe Grüße und Danke für Dein Sein.
        Gabi

    • Hallo Gabi,
      ich schreibe Dich mal gerade so an, weil ich gelesen habe das Du auch wie ich auf dem Lande wohnst. In der tat scheint das Müllthema bei vielen „Dörflern“ gar nicht angekommen zu sein. Ist ja alles pure Natur drumrum. 😉 Ich werde hier oft als verrücktes Huhn angeguckt, oder belächelt. Egal. Was ich Dir eig. schreiben wollte, es lohnt sich manchmal einfach hartnäckig zubleiben. Beim Hofladen habe ich mit eigenen Behältern auch keine Probleme. Die Kuhmilch hole ich direkt beim Bauern, immer in den gleichen Behältern. Heute morgen durfte ich im Dorfsupermarkt erleben, wie ein sanftes Umdenken stattfindet.Zuletzt hat man abgelehnt, am Wurst und Käseastand die Waren in meine mitgebrachten Behälter zu legen. Erklärung: verschärfte Hygienevorschriften. Ich bat die Frau am Käsestand zum tausendsten mal, kein Plastik zwischen die Käsescheiben zu legen. Sie sah mich zum ersten mal richtig an, und fragte wieso? Ich brabbelte was von „Allergie gegen Weichmachern in Plastik“ (meine klitzekleine Lüge, wenn ich aus Zeitgründen nicht immer mein Einkaufsverhalten breit treten möchte. Kommt gut an 😉 ) Plötzlich meinte sie ja, seit neuestem meide ich jede Tüte, die ich meiden kann. Ich grinste breit. Sie bot mir pergament Papier für den Käse an. (aus meiner Sicht eine etwas kleinere Umweltsauerei) Wir kamen ins Gespräch, und sie erklärte sich bereit, zumindest den Käse wieder in meine Behälter zu legen. Mich hats gefreut.

      • Hallo Meike,
        danke für Deinen Kommentar. Ja, auf dem Land ist es schwierig, vor allem, wenn viel ältere Menschen dort wohnen. Die fanden ja Plastik noch als DIE Erfindung. Schwer, sie davon zu überzeugen.
        Hier gibt es leider auch keinen Dorfsupermarkt, wir haben zwar einen Metzger, aber da ich vegan bin, kommt das ja eher nicht in Frage (grins).
        Was mich am Meisten ärgert sind diese Kleinverpackungen, also Marmelade in der 1-Portion Größe usw., da krieg ich die Krise.
        Habe es aber auch bei der Umstellung meiner Ernährung gesehen, missionieren bringt einfach nichts, einfach vorleben, standhaft bleiben, dann erkundigen sich die Leute auch mal und eifern zumindest mal vorsichtig nach.
        Ich spiele als Hobby Theater, da war es besonders spannend, weil sich jeder entweder sein Essen mitbringt oder in der Kantine holt. Ich hatte für Tee in der Kantine mein Schraubglas dabei und ließ es befüllen. Plötzlich fragten mich ganz viele Leute, wie ich denn darauf gekommen sei und das sei ja eine super Idee. Normalerweise gibts den Kram dann in to-go-Bechern (schüttel).
        Ebenso hatte ich meinen Salat in Weck-Gläsern, schön garniert, sah richtig toll aus. Auch da war ich erstmal die Attraktion. Mittlerweile imitieren mich einige, was mich total freut. Also einfach nur vorleben, nicht beirren lassen. Mit den Supermärkten ist das wirklich so ’ne Sache, sie dürfen die Behälter nicht mit HINTER die Theke nehmen, aber obenauf dürfen sie es sehr wohl befüllen. Und wenn ich viel Geduld habe, bleibe ich da auch hartnäckig, manche sind einfach resistent gegen jegliche Erklärungen.
        Es waren aber wohl nie die großen Leute, die die Welt verändert haben, sondern die Kleinen! Deswegen…. wir machen weiter so! Schön, dass es euch alle gibt.
        Liebe Grüße
        Gabi

        • Gebe ich einfach mal so zurück! :*
          Salat in den Weck- Gläsern kommt wirklich gut!
          Im Freibad Hatte ich in Schnappverschluß- Gläsern mal Möhren – Apfel- Rohkost mit.
          Das sah so appetitlich aus, das wir Schulfreunde der Jungs mit auf der Decke hatten, die ebenfalls auch so gerne Möhrensalat mochten! Zack- waren mein Mann und ich unsere Portion los. 😀 Die Eltern kamen ebenfalls zur Decke und meinten das dass eine tolle Idee wäre, wären sie ja gar nicht drauf gekommen…. So könnte man sich ja die total verwürzten Pommes immer im Freibad sparen. Allerdings fand der Bademeister die Idee gar nicht so gut, weil Glas bedeutet im Falle von Bruch Scherben. Wir versprachen aber auf der Decke zu bleiben, damit war er denn einverstanden. Seitdem nehme ich Edelstahldosen mit. (meine sind nur leider nicht auslaufsicher…)

      • Hi Meike, hi Gabi,
        total spannend, das von euch so zu lesen :D!!! Stimmt, missionieren bringt nichts. Ich mach das auch nicht, weil ich denke, dass ich ja auch nicht von irgendwem missioniert werden will. Ich seh das genauso: Einfach selbst mit gutem Beispiel und vor allem guter Laune voran gehen ;)! Ich mach das ja alles gerne und hab auch einfach Spaß dabei. So kommt man immer schnell ins Gespräch und ganz häufig wird dann ein Auge für uns zugedrückt ;). Und vieles ist ja auch einfach praktischer, wie der Salat im Weck-Glas! Ich habe Suppe z.B. immer im Weck-Glas zur Arbeit genommen und dort einfach in die Mikrowelle geschoben. Sah auch super appetitlich aus und war praktischer als sie auf einen Teller umzufüllen (was die anderen machen). So muss auch weniger gespült werden, hehe.
        Wie das auf dem Land ist kenne ich ja leider nicht aus erster Hand, aber ich denke, wie auch in der Stadt geht das viel über die persönliche Schiene. Man ist in dem Moment plötzlich nicht mehr der x-beliebige Kunde, der abgefertigt wird, sondern plötzlich wieder ein Mensch, und die Mitarbeiter selbst rutschen aus ihrer Rolle raus und erzählen auch von ihren Erfahrungen. Das finde ich immer sehr schön. Vorhin waren wir am Essener Hauptbahnhof und hatten etwas Zeit totzuschlagen, bevor unser Zug kam, und wir sind in den Lush gegangen, weil ich von einer bei Instagram erfahren habe, dass Lush wohl Makeup in einigermaßen umweltverträglicher Verpackung hat und mich selbst davon überzeugen wollte. (Stimmt übrigens – sie haben viel in Gläschen, allerdings mit Plastikdeckeln. Alle Verpackungen kann man ihnen zurück geben und die Gläser werden auch wiederbefüllt und das Plastik recyceln sie selbst zu Tüchern, die sie dort wieder verkaufen. Ganz müllfrei leider nicht, aber ich möchte ja irgendwann auch meine Schminke selber machen und hatte mir schon den Kopf zerbrochen, in was ich das alles füllen soll – die Gläschen dort sind perfekt dafür!) Wir kamen dort ins Gespräch und beide Mitarbeiter haben uns aus ihrem Leben erzählt, total spannend!!
        Macht beide weiter so!!! Find ich klasse ❤️!
        Liebe Grüße,
        Shia

  9. Hallo, liebe Shia und frohes neues Jahr.
    Gestern bin ich über Deinen Blog „gestolpert“ und muss Dir direkt ein Kompliment machen.
    Du hast tolle Ideen. Direkt jetzt setze ich Deine „Essbestecklösung“ um, ich gehe direkt an die Nähmaschine und nähe diese Bestecktaschen nach, denn zwei meiner drei Söhne verweigern das Kantinenessen in der Schule. Bisher habe ich das Besteck von uns einfach mit an die Edelstahldosen „gefriemelt“ , aber diese Lösung ist ja viel sauberer und handlicher. Auch Dein Katzen – Taschentuchtäschchen werde ich nachahmen, es gibt so viele schöne kleine Täschchen, auf Flohmärkten und Co. Auch Wunderlist haben mein Mann und ich, allerdings nur, um bisher die Verabredereien unserer Kinder mit unseren Terminen zu koordinieren. Nun wird auch so Eingekauft. Also, ichhabe wieder was gelernt, und freue mich schon auf Deine weiteren Ideen.
    Gruß Meike

    • Hi Meike,
      das freut mich total, dass du damit was anfangen kannst ❤️!! Dann hat sich der Artikel ja schon gelohnt :)!! Ich muss langsam auch eine neue Bestecktasche nähen… Der Stoff von meiner ist nach 7,5 Jahren Benutzung leider unten nun abgerieben und gerissen. Muss ich mir mal wieder eine Nähmaschine ausleihen :D.
      Das dreckige Besteck wickel ich übrigens immer in das beim Essen als Serviette benutzte Stofftaschentuch und so kommt es dann zurück in die Bestecktasche, dann muss man das nicht jedes Mal waschen.
      Liebe Grüße,
      Shia

  10. Hallo Shia,
    mit einem ähnlichen Tascheninhalt bin ich auch unterwegs. Nur deine Katzen-TaTüTa ist mir neu – aber tolle Idee, ich grübel schon, was ich für ein kleines Täschchen rumliegen habe, das ich dafür verwenden kann. Klasse!
    Zu deinem Weck-Glas: Alle Welt jammert, dass Glas doch so schwer wäre. Blödsinn! Das ist kostenloses Muskeltraining! Alle machen sich das Leben so bequem und jammern hinterher, dass sie sich nicht mehr bewegen können. Treppenlaufen statt Fahrstuhl, Glasflaschen statt Plastik, Schnürschuhe statt Slipper (bückt euch), Kleinwagen statt SUV (man sitzt so schön hoch), es gibt so viele Beispiele … Aber dann womöglich ins Fitness-Studio gehen .. bekloppt!
    Bleiben wir doch bitte unbequem.
    LG mit den besten Wünschen für ein bewegtes Neues Jahr
    Kerstin

    • Hi Kerstin,
      TaTüTa ist ein ein genialer Name dafür XD!! Ab jetzt ist das die TaTüTa-Katze ;)!
      Und ich seh das ähnlich – wir haben alle eher Bewegungsmangel als umgekehrt, so ein bisschen weniger Bequemlichkeit täte uns allen eher gut :)!!
      Ich wünsche dir ein tolles 2016!
      Liebe Grüße,
      Shia

  11. Margarete aus Kiel

    Hi Shia!

    Lauter gute Tipps! Es stimmt, Gewohnheit ist alles! Dein Katzentäschchen ist eine super Idee. Irgendwo habe ich bei mir auch noch so ein ähnliches Ding und benutze es nie, dabei habe ich neulich überlegt, was ich statt einer Taschentücherpackung mitnehmen könnte. Das finde ich ja immer am besten, wenn man denkt, man braucht etwas Neues, und dann feststellt, dass man es bereits hat und nur mal für einen anderen Zweck verwenden muss. 🙂

    Ich fand es auch total super, dass ich dich in Kiel nach Bea Johnsons Vortrag getroffen habe! 🙂 Ich hatte erst überlegt, ob ich dich wirklich ansprechen soll, aber es war ja total nett (und eigentlich lohnt es sich ja immer, seine Schüchternheit zu überwinden …). Letztlich hätte ich mich auch noch gern länger mit dir unterhalten (wollte nur nicht deine und meine Freunde so lange warten lassen). Aber es war echt seltsam – ich war wirklich gerade dabei, meinen Freundinnen von deinem Blog zu erzählen, wie du hereingekommen bist. Den Vortrag fand ich wirklich gut, vieles kannte ich schon, aber es ist noch einmal etwas anderes, es von einer echten Person direkt vor einem zu hören, als nur im Internet darüber zu lesen. Auf jeden Fall hat es meinen Bemühungen neuen Schwung gegeben. Wie fandest du ihn? Und ich hoffe, die Rückfahrt war besser als die Hinfahrt, 2,5 Stunden Verspätung sind ja wirklich furchtbar. 🙁

    Liebe Grüße
    Margarete

    • Hi Margarete,
      total schön, dass du dich meldest :)!
      Ja, das mit dem Täschchen funktioniert wunderbar. Dachte übrigens nach dem Vortrag, ich hätte es im Audimax verloren! Hab’s aber zum Glück ja wieder gefunden :). Den Vortrag fand ich echt wunderbar kurzweilig, wenngleich ich natürlich auch fast alles kannte. Aber das mit dem Verbuddeln war definitiv neu :D. War auf jeden Fall sehr spannend, sie persönlich zu treffen! Wir hatten ja auch das Glück, schon vorher etwas mit ihr im Unverpackt-Laden schnacken zu können :).
      Die Rückfahrt war leider auch wieder ziemlich holprig :D. Unser Zug ist schon wieder ausgefallen und wir standen in Kiel erst mal etwas ratlos am Bahnhof, aber es gab dann eine Regionalbahn, die uns irgendwo hin gebracht hat, wo dann der IC gewartet hat. Wir hatten zum Glück 2,5 Stunden Aufenthalt in HH eingeplant und das Ticket dementsprechend gebucht, weil wir eigentlich eine Freundin dort treffen wollten (was aber sowieso ausfiel, weil ihre Tochter fast 3 Wochen früher zur Welt kam ^^). Letzten Endes hatten wir aber trotzdem noch eine gute Stunde zum Essen dort und haben unseren Anschluss problemlos bekommen.
      War echt cool in Kiel, ist auch eine total schöne Stadt zum Ankommen und Wohlfühlen :). Wir waren vor ca. 2 Jahren ja schon mal in Kiel und Kiel hat uns damals schon echt super gefallen ^^.
      Ganz liebe Grüße,
      Shia

  12. Hallo!

    Schon wieder so viele gute Tipps! Ich mache das auch ganz ähnlich wie Du, Einkaufstasche ist immer mit dabei. Meist habe ich auch noch eine kleine Jausenbox mit, da ich zwischendurch immer wieder mal Hunger bekomme.

    Vieles ist einfach nur Gewohnheit. Ist viel weniger aufwändig als man denkt.

    Dein Katzentäschchen finde ich total süß!

    lg
    Maria

    • Hi Marai,
      ja, das sehe ich auch so – alles eine Frage der Gewohnheit :)! Ich kann auch sagen, dass ich unterwegs bisher weder verdurstet bin noch Hunger leiden musste XD. Naja, außer letzte Woche auf dem Weg nach Kiel… Wir hatten extra einen Zug gebucht, der durchfährt, damit nichts beim Umsteigen schief gehen kann. Naja, nur blöd, dass in Hamburg offenbar ein Baum einmal über alle Schienen gefallen ist, sodass gar nichts mehr ging. Wir wurden in die Pampa geschickt, wo wir dann 2x in kleinen Bahnhöfen am Gleis bei Regen und Kälte auf eventuelle Ersatzzüge warten durften. Mit über 2,5-stündiger Verspätung kamen wir dann endlich in Kiel an – ziemlich ausgehungert, weil wir natürlich geplant hatten, in Kiel dann in Ruhe zu Mittag zu essen und uns nicht noch was für eine zweite Mahlzeit eingesteckt hatten.
      Naja, aber das hatte nun nichts mit Zero-Waste zu tun… Auch so hätte man nichts kaufen können ;).
      Liebe Grüße,
      Shia

  13. Liebe Shia,

    Ich freue mich ja immer wieder, wenn es hier was Neues gibt und das ist wieder ein toller und sehr hilfreicher Beitrag!
    Liebe Grüße aus Dortmund, Anne

  14. Hallo Shia,
    vielen Dank für die Tips. 🙂
    Man denkt ja manchmal gar nicht so bewusst daran, wo und wie und auf welche Art man Müll produziert. Sich das mit Achtsamkeit mal deutlich zu machen und eigene Gewohnheiten zu registrieren und zu hinterfragen ist echt Augen öffnend.

    • Hi Rabea,
      ja, das ist aber glaub ich ganz normal ;). Müll ist so allgegenwärtig und viel zu normal geworden, dass man ihn gar nicht mehr wahrnimmt… Bestimmt entwickelst du jetzt auch langsam einen Blick dafür und die „Müllblindheit“ nimmt ab!
      Liebe Grüße,
      Shia

  15. Sehr gute Tipps mal wieder! Ich werde versuchen, sie umzusetzen – an das Wegwerfzeug im Cafe hab ich zum Beispiel nie gedacht. Aber völlig logisch, dass es komplett unnötig ist. Ich hab mich bisher nur immer in Hotels geärgert, wenn am Frühstücksbuffet Butter, Marmelade etc. alles einzeln verpackt ist 🙁
    Liebe Grüße,
    Ela

    • Hi Ela,
      ja, wir sind alle ganz schön müllblind, weil Müll einfach allgegenwärtig ist… So allgegenwärtig, dass Papier z.B. nur als Druckerpapier als Müll wahrgenommen wird! Dabei ist Papierverpackung nur „weniger schlimm“, aber keinesfalls „gut“! Und in den meisten Fällen ist auch das Papier vollkommen vermeidbar!
      Wir waren auch als wir mit Zero-Waste anfingen, so müllblind, dass wir doch aus Gewohnheit verpackte Sachen angeschleppt haben und dachten, wir hätten jetzt müllfrei eingekauft XD!
      Liebe Grüße,
      Shia

  16. Eine tolle App für Einkaufslisten ist Bring!
    Habe schon einiges bisher ausprobiert und diese toppt alles.

    Viele Grüße
    Lena

    • Hi Lena,
      die App kannte ich noch gar nicht :)! Hab sie gerade herunter geladen und die sieht gut aus!
      Werde sie ausprobieren ^^! Danke für den Tipp!
      Liebe Grüße,
      Shia

  17. Hi Shia,
    gerade den letzten Punkt bezüglich der Billigklamotten finde ich wichtig! Immer wenn ich bei mir in Berlin über den Alex muss, sehe ich so viele Leute mit min. drei Primark-Taschen. Das finde ich so schlimm, denn egal, ob die Sache mit den Hilferufen damals gefaket war oder nicht, die Arbeiter können gar nicht gut bezahlt werden bei den Preisen. Ich selber habe mir geschworen, niemals auch nur in eine Primark-Filiale hineinzugehen!
    Hannah

    • Hi Hannah,
      ja, ich bekomm auch immer das Kotzen, wenn in Dortmund oder Essen die ganzen Leute mit den Armen voller Primark- und h&m-Tüten sehe >(! Ich hab’s oben noch mal ergänzt, aber ich hab das Gefühl, dass das bei Klamotten alle immer komplett verdrängen und nicht hören wollen, bzw. sie schimpfen darüber, sind aber dennoch nicht bereit, weniger Klamotten zu kaufen oder auf Fairtrade-Kleidung auszuweichen. Total paradox! Da sagen sie alle, das Fairtrade-Kleidung zu teuer ist, aber es scheint, als ob sie ihr Geld doch krampfhaft ausgeben wollen, weil weniger Klamotten zu kaufen auch keine Option ist!
      Naja, einige Sachen muss man glaub ich nicht verstehen…
      Schön, dass du das auch nicht unterstützt!
      Liebe Grüße,
      Shia

  18. Juhu, du Genie. Gestern noch hatte ich mein Dreierpack Wäschebeutel in der Hand und ärgerte mich über die Anschaffung vor einigen Jahren. Endlich weiß ich eine alternativnutzung Juhuuuuuuuuuuu.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.