Unser Müll zu zweit nach 8 Monaten #TrashTalk

Seit unserer letzten Müllstatistik vor drei Monaten haben wir doch recht viel dazu gelernt 😉. Jetzt haben wir also sozusagen etwas umstrukturiert, was so in unser Müllglas kommt. In unserem Müllglas hatten wir vorher Rest- und Gelber Sack Müll gesammelt, was doch zu einiger Verwirrung führte, da viele Leser und vor allem internationale Instagram-Follower mich dann entweder darauf hinwiesen, dass einige Sachen darin doch recycelbar seien, oder plötzlich dachten, die Sachen wären doch wider Erwarten nicht recycelbar. Von Presse-Seite wurde ebenfalls mehrfach angemerkt, dass es doch besser vergleichbar wäre, wenn wir wie Béa Johnson oder Lauren Singer doch die recycelbaren Sachen rausließen, wobei ich persönlich denke, dass das doch nun wirklich kein Wettbewerb ist 🙄…

Zero Waste - Müll zu zweit nach 8 Monaten

Das große braune darin ist unsere eventuell recycelbare Vitamin B12 Flasche. Bis ich das aber geklärt habe bleibt sie drin 😛

Ab jetzt versuchen wir also in unserem Müllglas nur das zu sammeln, was nicht recycelbar ist. Da das bei Plastik allerdings nicht immer so eindeutig ist, habe ich erst mal Plastik noch komplett drin gelassen, wobei ich mir eigentlich ziemlich sicher bin, dass unsere Vitamin B12 Flasche aus PET und von daher recycelbar ist. Ob das bei der Farbe (braun) allerdings in der Praxis passiert, ist leider fraglich, denn PET kann – wie wir uns erklären ließen – eigentlich nur sorten- und farbrein recycelt werden.

Sichtfenster in Briefumschlägen

Wie wir bei unserer Besichtigung der Bochumer Abfallaufbereitungsanlage im Januar erfuhren, bestehen die Sichtfenster in Briefumschlägen nicht – wie ich früher mal gelesen hatte – aus Cellulosefasern, sondern aus Plastik! Es gibt zwar welche aus Cellulosefasern, aber nur sehr selten.

Umschläge mit Plastik-Sichtfenstern „dürfen“ zwar mit ins Altpapier, die Fenster werden aber herausgelöst und dann mit anderen „Störstoffen“ noch mal in LKWs zu anderen Anlagen transportiert, wo sie dann zur energetischen Gewinnung verbrannt werden. So vermischt mit den anderen Störstoffen und Reste aus gelöstem Papier sind sie nämlich definitiv nicht recycelbar.

Damit zumindest der Weg zwischen den Anlagen wegfällt, habe ich noch mal alle unsere in den acht Monaten gesammelten Umschläge heraus gekramt und die Plastikfenster ausgeschnitten und in unser Müllglas getan.

Kassenbons

Kassenbons sind theoretisch recycelbar, aber man sollte das in der Praxis tunlichst vermeiden! Denn Thermopapier ist BPA-beschichtet und sollte verbrannt werden, damit es nicht im Recycling-Prozess Gewässer und aus dem Recycling gewonnenes Material kontaminiert. Erst vor kurzem habe ich einen ganzen Artikel dazu mit vielen Infos geschrieben >klick<.

Also auch hier hieß es wieder unseren Papiermüll durchwühlen und alle Kassenbons herausfischen und ab ins Müllglas.

Metall (z.B. Kronkorken, Flaschendeckel)

Wir haben aber nicht nur Sachen zusätzlich ins Müllglas gestopft, sondern auch aussortiert. Denn – wie wir ebenfalls bei unserer Privat-Tour durch die Abfallaufbereitungsanlage erfuhren – Metall wird trotz Plastikbeschichtung (z.B. in Kronkorken) recycelt, egal ob es im Gelben Sack oder im Restmüll landet. Wobei das Recycling besser abläuft, wenn das Metall im Gelben Sack landet.

Müllstatistik

Unser Müllglas fasst 1 Liter 750 ml (meine Ma hat es mit Wasser und einem Messbecher geprüft weil sie meinte, dass sei nie im Leben ein ganzer Liter 😂) und ist so zu 3/4 gefüllt würde ich sagen. Da noch Luft dazwischen ist bin ich zuversichtlich, dass wir mit diesem Glas auch ein ganzes Jahr auskommen 😉. Jaja, Ambitionen muss man im Leben haben 😂.

Zero Waste Müllstatistik Shia Wasteland Rebel

Was neu in unser Müllglas dazu kam seit der letzten Müllstatistik vor 3 Monaten – es fehlt leider eine Plastikverpackung eines Keks, den Hanno (mein Mann) auf einer Konferenz aß, weil sein Magen zu laut knurrte und er auch nicht einfach mitten im Vortrag raus gehen wollte 😂. Die Verpackung wurde leider in der Pause abgeräumt.

Von links nach rechts, oben nach unten:

Was für Müll haben wir generiert? Wird sich der Müll vermeiden lassen?
Kassenzettel Jetzt, wo wir wissen, dass Kassenbons nicht nur nicht recycelbar, sondern sogar gesundheitsschädlich sind achten wir verstärkt darauf, keine mehr anzuschleppen
Ein Siegel, das sich IM Glas versteckte Ja, manchmal kann man es nicht vorher wissen 😕, aber wir kaufen ja auch kaum noch was im Glas
Obst- & Gemüsesticker Fallen zum Glück bei uns kaum noch an. Allerdings waren wir im März fast drei Wochen in Großbritannien, und da wir uns da nicht so auskannten, konnten wir vieles an Müll wie z.B. diese Sticker nicht so gut wie sonst vermeiden
Plastikverpackung von einem Geschenk Manchmal ist es nicht so einfach, Geschenke abzulehnen 😅…
Ein Plastikstreifen von einem Papp-Umschlag Da meine Hydrophil-Zahnbürste Büschel verlor, habe ich von Hydrophil netterweise eine Ersatzbürste in einem Pappumschlag zugeschickt bekommen, der aber diesen Plastikstreifen zum Öffnen hatte. Aber gut, das war auch nur eine Ausnahme.
Ein Päckchen mit Kügelchen zum Trockenhalten Hanno hat auf der Arbeit einen neuen Laptop bekommen, aber dazu gab es keine Laptoptasche. Wir suchten also nach einem einfachen gebrauchten Second Skin, fanden aber nur halbe Reisekoffer. Also gab es eine neue Tasche – ohne Verpackung oder Schaumstoffpolsterung, aber mit so einem Päckchen. Auch etwas, was wir zum Glück nur einmal kaufen müssen.
Kaputte Tasse In unserer ersten Müllstatistik konnte man einen abgebrochen Henkel sehen. Die Tasse hatte ich weiter benutzt – bis ich sie nun ebenfalls kaputt bekommen habe 😅. Ich arbeite an meiner Trampeligkeit..!!
Blister vom Antiallergikum Eigentlich habe ich sehr heftigen Heuschnupfen mit allergischem Asthma. Seitdem wir auf Zero Waste umstiegen hat sich das aber um ein Vielfaches gebessert. Ganz ohne Antiallergikum komme ich leider nicht aus, aber ich nehme nicht mehr vier Monate lang jeden Tag eine, sondern nur noch an Tagen, wo ich weiß, dass ich lange draußen unterwegs sein werde, sodass ich bisher für einen ganzen Monat nur 11 Tabletten gebraucht habe 💪.
Plastik-Sichtfenster von Briefumschlägen Die wenigen Briefe, die bei uns noch ankommen, werden eingescannt (also digital abgeheftet), was nur einseitig bedruckt ist sowie die Umschläge verwenden wir als Schmierpapier und Notizzettel weiter und erst dann landen sie im Müll. Ich glaube, wir sind was Post angeht schon am Minimum angelangt, sprich, wir haben wohl wirklich alles abbestellt, was sich abbestellen lässt.
Plastik-Armband Eigentlich arbeiten wir sehr gerne im Unperfekthaus in Essen, einem Konzept zwischen Café, Restaurant und Co-Working, wo man gegen Eintritt kostenfrei trinken (außer Alkoholisches), aber auch eigene Getränke (z.B. den eigenen losen Tee 😉) und Essen mitbringen kann. Für das Büffet (mit veganen Optionen) fällt allerdings dieses Einweg-Plastikband an und fast alle Mitarbeiter bestehen drauf, uns den Bon als Eintrittsnachweis auszudrucken (wegen Schichtwechsel). Je nachdem, wer dort gerade Schicht hat, essen wir also woanders oder arbeiten jetzt meistens im ebenfalls total nettem Café Corba in Bochum, wo es Fairtrade-Kaffee, veganes Essen und keinen Kassenbon gibt.
Was in den letzten 3 Monaten neu an Metallmüll dazu kam

Was in den letzten 3 Monaten neu an Metallmüll dazu kam: 10 Kronkorken, 1 Metalldeckel, 2 Ringe von Metalldeckeln (der Deckel ist noch in Benutzung), 1 Ring von einem Etikett, 1 Deckel von einem Gurkenglas, das mir runter gefallen ist 🙈, eine Piercing-Kugel mit kaputtem Gewinde, 1 Rasierklinge.

Dies ist unser gesamte Metall-Müll der letzten 8 Monate

Dies ist unser gesamte Metall-Müll der letzten 8 Monate

Nun aber zu den harten Zahlen 😉:

  • Glasmüll: 4x 1 Liter-Flaschen (3x Öl, 1x Sojasoße), 1x 375 ml Ahornsirup-Flasche, 1 kaputtes 2 Liter Vorratsglas, 3 kaputte Trinkgläser, 1 kaputtes 125 ml Weckglas, 1 kaputtes 500 ml Schraubglas
    (in den letzten 3 Monaten kamen also 1 Flasche Öl, 1 kaputtes Weckglas und 1 kaputtes 500 ml Schraubglas dazu gekommen)
  • Papiermüll: 1.657 g (es kamen in den letzten drei Monaten 388g dazu – es wird also weniger, denn in den 2 vorherigen Monaten hatten wir 394g angesammelt)
  • Metallmüll (wird über den Gelben Sack gesammelt und recycelt): 87 g
  • Biomüll: Nach wie vor wird Kompostierbares wird bei uns in der Wurmkiste kompostiert, und alle 2 Wochen werfen wir ein Zeitungshut voll (oder eben nicht ganz voll) nicht-kompostierbaren Biomüll (Zwiebel-, Knoblauch- & Bananenschalen, Schalen von Zitrusfrüchten) in den Restmüll, weil es für unser Wohnhaus neben der Fußgängerzone keine Biotonne gibt und das auch nicht gewollt ist.

Habt ihr vielleicht noch Ideen zur Müllvermeidung für uns? Wir suchen immer nach ökologischeren Alternativen und probieren auch gerne aus!

37 Kommentare

  1. Pingback: Unverpackt, regional UND saisonal einkaufen? Unsere Erfahrung nach 8 Monaten – Wasteland Rebel

  2. Liebe Shia,
    vielleicht liest du das hier gar nicht mehr weil der Beitrag ja vom 28.4. ist, allerdings könnte ich dir gegen deinen Heuschnupfen Akupunktur empfehlen.
    Meine Mutter hatte auch extremen Heuschnupfen, es wurde immer schlimmer, dann hat sie Akupunktur empfohlen bekommen und siehe da, nach ein paar Behandlungen hat sie nie wieder Probleme gehabt. Vielleicht hilft dir das ja auch und du musst diese heftigen Tabletten nicht mehr nehmen?
    Liebe Grüße,
    Sabana

  3. Pingback: Zero Waste Verhütung??? – Wasteland Rebel

  4. Wow das ist ja extrem wenig Müll . Ich/“Wir“ versuchen auch schon seid Jahren oder besser gesagt Jahrzehnten (seid meiner ersten Wohnung 1991) weniger Müll zuproduzieren aber leider steigt bei uns ( 4 Personen ) seid einigen Jahren der Müllberg wieder , was vorallem daran liegt das man wegen dem sinkenden Familien Einkommen immer mehr auf billige Produkte , und das sind leider meisst die Verpackten , zurück greifen muss .
    Auch bin ich zeitlich eingeschränkt da meine derzeitige Arbeitsstelle ca 60 km entfernt ist so bin ich dann zZ ,sofern die Bahn will, Mo-Do von 4:30 – 17:20 ( Fr – 14.20) unterwegs.

    Was mir aufgefallen ist habt ihr keine Essensreste ,ich mein vorallem gekochtes was aufn Teller bleibt und das man abkrazt bevor es in die Spülmaschine geht oder das Fett aus der Pfanne das mache ich auch immer vorm abwasch mit alten Briefumschlägen raus .

    Was ist mit kehren bzw das was in Teppichkehrer und Staubsauger anfällt?

    Wenn ich richtig gesehen habt ihr auch nen Schraubverschluss von ner Glasmehrwegflasche dabei, diesen sollte man drauf lassen damit das Gewinde beim Transport nicht beschädigt wird.

    Eine Frage zur Rasierklinge schmeisst ihr die einfach so in den Gelben Sack? Ich frage wegen dem möglichen Verletzungsrisiko in der Sortieranlage , ich hatte immer das Schutzpapier der neuen Rasierklinge drum gemacht und diese dann übern Restmüll entsorgt aber seid einiger Zeit sammle ich die, vielleicht entwickelt mal jemand ein Sammelsystem für die Klingen bei steigenden Rohstoffpreisen müsste sich das doch irgendwann lohnen.

    Auch finde ich es schön das ihr das Thema Thermopapier (Kassenbon /BPA) aufgreift so sind wir nach diesem Artikel ( http://io1.blogspot.de/2010/01/bisphenol-bpa-im-kassenzettel-geht.html) 2010 nach Jahrelanger Nutzung von Danke Klopapier , ich konnte meine Eltern schon in den 80ern davon überzeugen , auf überwiegend Frischfaserklopapier von dm umgestiegen , wobei wir auch gelegentlich Cradle to Cradle Klopapier ( http://cradlelution.de/wohnen-leben/bad/c2c-toilettenpapier-193.html) oder auch schonmal Bambusklopapier ( http://www.smoothpanda.de/kaufen/toilettenpapier/) verwenden .
    Wobei ich selbst seid ca nen Monat die Popodusche verwende ( http://www.zerowastelifestyle.de/unsere-neue-popobrause/ )

    Achja wenn man dm Kunde ist und eine Paybackkarte hat , kann man sich fürn ebon anmelden und kriegt dann den Kassenbon als email. https://www.dm.de/services/dm-e-bon/ . So hat man immer seine Quittung und die Umwelt bekommt weniger Chemikalien.

  5. chrissi

    Hi Shia,
    den Ahornsirup (oder auch Agavensirup) habe ich bei uns gänzlich gestrichen, wegen weit und so.
    Ich habe einfach Apfelsaft (mit etwas Birnen wirds noch süßer) stundenlang bei kleiner bis mittlerer Stufe einkochen lassen(aus 3 Liter wird dann ca. 600-700ml)- aufpassen, dass er nicht anbrennt, dann wars das nämlich. Ansonsten hält der dann ziemlich lang, ungekühlt.(bei uns isst allerdings auch niemand Milchreis, süße Pfannkuchen, Naturjoghurt oder so Sachen, wo man sich das drübergießen würde). Aber im Salat, große Gemüsepfanne, als „Unterstützung“ zum Ansüßen von Kleingebäck.(beim „normalen“ Backen wirds schnell speckig).
    Schmeckt super lecker, leicht säuerlich-süß!
    Grüße Chrissi

    • Hi Chrissi,
      das kann ich sehr gut verstehen, wir haben auch seitdem keinen Agavendicksaft mehr gekauft. Ahornsirup leider schon, aber den strecke ich jetzt XD. Der selbstgemachte Apfeldicksaft ist eine tolle Idee! Vielen Dank dafür! Darauf bin ich nämlich gar nicht gekommen… Wenn dann mal die Äpfel hier nicht mehr aus Lagerung kommen werde ich mal einen Schwung Apfelsaft machen und versuchen, einzukochen. Ja, unser 2016 regional-saisonal Vorsatz hat sich bisher als gar nicht so einfach entpuppt… Ich war vor 2 Tagen im Bioladen und es war außer Spargel NICHTS an frischem Obst und Gemüse regional UND saisonal. Ja, und den Spargel hab ich aber nicht mitgenommen, weil der unten in Plastik eingeschlagen war. Ich habe also gar nichts außer etwas Cornflakes gekauft… Bei Obst ist das auch schon seit Monaten echt ein Problem :(. Und dann natürlich die Frage: Was ist mit Reis oder Kartoffeln aus Lagerung? Was ist, wenn die losen Flocken bei uns im Bioladen aber mal wieder nicht aus DE kommen? Und Nüsse und Trockenobst? Und auswärts essen kann man da ja ganz vergessen..! Bisher ist das schwieriger für uns jetzt als damals die Umstellung auf vegan oder Zero Waste XD. Aber wir gucken und versuchen, uns da jedes Mal etwas durchzufuchsen. Da werden wir sicher auch irgendwann unseren Groove finden ;).
      Liebe Grüße,
      Shia

      • Hi Shia,

        ich bin heute zum ersten mal auf deinen Blogs unterwegs, deswegen nicht hauen, wenn ich jetzt gleich etwas schreibe, das so schon irgendwo hier steht. >.<
        Zum Thema regional und saisonal fielen mir sofort die Food Assemblys ein. Hier in Berlin gibt es nun schon ein paar und seit wir uns bei zweien angemeldet haben, essen wir fast nur noch das, was es dort gibt (außer mal essen gehen und zur Beerenzeit wo wir noch viele Beeren extra holen müssen^^). Wenn es noch keine Food Assembly in deiner Stadt gibt, könntest du vielleicht der Gastgeber sein. Ich weiß nicht genau wie das funktioniert, aber so wie ich das mitbekommen habe, sind das einfach ganz normale Leute und man muss als Gastgeber nicht selbst etwas beisteuern (außer Engagement ;)). Vielleicht ist das ja was für dich.
        Liebe Grüße, Frieda

        PS: Das funktioniert auch super ohne Bon und anderen Plastikmüll, und selbst wenn man mal kleine Plastikbeutelchen bekommt (meistens bekommt man Papiertütchen oder nimmts halt lose mit), wird man dazu angehalten, sie das nächste mal wieder mitzubringen. 😉

  6. Wirklich beeindruckend wenig!

    Bei uns erhöht sich der Schwierigkeitsgrad noch mal durch glutenfreie Ernährung – da kann ich am meisten durch Selberbacken sparen, aber das schaffe ich halt auch nicht immer.
    Regionales, verpackungsfreies und regionales Gemüse dagegen ist für uns ganz einfach durch unsere SoLaWi. Das Konzept mag ich.

    • Hi Fussel,
      oh ja, bei Zöliakie muss man ja tierisch aufpassen, auch wegen der Cross-Kontaminierung… Da muss ja selbst das Getreide in einer komplett anderen Mühle gemahlen werden… Diese „richtig glutenfreien“ Sachen sind meines Erachtens auch immer in Plastik eingeschweißt, damit nicht während des Transports oder im Laden noch etwas drankommen könnte… Ja, das ist auch bei mir beim Backen so eine Sache… Nichts, was aus unserer Küchen kommt könnte man nach diesen Kriterien als glutenfrei bezeichnen… Also, sehr cool, dass du trotzdem versuchst, den Müll zu reduzieren!
      Liebe Grüße,
      Shia

  7. Sonja Janzer

    Hallo ihr,

    schöne Seite, großartige Sache. Das Trockenbeutelchen gehört aber nicht in den Müll. es enthält unschädliches Silica (Kieselgel)
    Hier ein Link (soll keine Werbung sein, nur das habe ich auf die schnelle gefunden) was man mit den Dingern alles anfangen kann. Für mich sind die Beutelchen sehr brauchbare Schätze. http://www.silica-gel-shop.de/Silica-Gel-Beutel-Zu-schade-zum-wegwerfen
    Wenn es nicht passt, sorry für den link.
    Liebe Grüße und einen schönen Mai, Sonja

    • Hi Sonja,
      ah, so heißen die Dinger also XD. Dann werde ich das Ding noch mal in meine stinkenden Schuhe packen :). Danke für den Hinweis, dann werde ich das Beutelchen noch weiter benutzen, wobei das ja irgendwann auch Müll ist, ich also hoffe, dass ich neue Beutelchen in Zukunft vermeiden kann.
      Liebe Grüße,
      Shia

  8. Hi Shia,

    ich bin gerade fassungslos, dass ich Deinen Blog nicht schon früher gefunden hab! Bin grad über Dariadaria hergekommen. So cool!

    Ich versuche, unseren Müll Stück für Stück zu reduzieren. Mein Mann sträubt sich gegen allzu heftige „Von jetzt auf gleich“-Lösungen, deshalb gehe ich das langsam an. Bin derzeit hier in England unterwegs und echt schockiert. Hier ist – noch schlimmer als in DE – alles in Plastik verpackt…
    Da wir überlegen, hierher auszuwandern, werd ich dann echt noch eine ganz schöne Aufgabe vor mir haben 😀 Aber wo ein Wille, da auch ein Weg!

    Freue mich, jetzt gleich mal weiterzustöbern. 🙂
    Liebe Grüße
    Andrea

    • Hi Andrea,
      schön, dass du hierher gefunden hast <3! Ja, die Maddie hat schon einen tollen Blog :)!
      Wir sind übrigens auch nicht von einem auf den anderen Tag umgestiegen, also ruhig Blut ;). Ich denke immer, wir wurden von klein auf darauf getrimmt, so zu konsumieren, wie wir es tun. Natürlich dauert es Zeit, diese Gewohnheiten abzubauen und seinen Blick auf neue Dinge auszurichten und zu schärfen, dass man Müll auch als solches erkennt (wir haben am Anfang rein aus Gewohnheit trotz bester Absichten immer noch viel Müll nach Hause geschleppt und erst später als „Müll“ erkannt!) oder damit einem mal auffällt, wo es überall Unverpacktes gibt :).
      In England waren wir erst im März für knapp 3 Wochen! Hauptsächlich London, aber auch Cambridge und Oxford. Hier hatte ich mal einiges zusammengeschrieben. Es gibt sicherlich noch viel mehr, denn das ist ja nur das, was wir in der Zeit so entdeckt haben. Ja, die normalen Supermärkte, aber auch die Biomärkte sind da noch viel krasser als hier… Auf den Farmers‘ Markets soll man aber ganz gut fündig werden :).
      Und spannend übrigens mit dem Auswandern! Als wir in London waren, dachten wir, dass wir es uns vorstellen könnten, dort zu leben :). Wir haben auch einfach echt nette Leute kennengelernt ^^!
      Liebe Grüße,
      Shia

  9. Ich finde es wirklich beachtlich wie wenig Müll ihr produziert. Ich fahre gerade ein kleines Selbstexperiment durch und finde es total erschreckend, wie viel Müll tatsächlich jeden Tag bei mir so anfällt -.-
    Ich werde deinen Blog auf jeden Fall weiterverfolgen!
    Übrigens finde ich auch, dass die recyclebaren Dinge im Glas landen sollten, da doch das wenigste davon dann tatsächlich recycelt wird, zumindest meinen Informationen nach…
    Viele Grüße,
    Miri

    • Hi Miri,
      wir hatten uns auch gefragt, was tatsächlich recycelt wird, was ja darin endete, dass wir die örtliche Abfallaufbereitungsanlage besichtigt haben :). Es sind ja nur der Metallmüll wirklich rausgewandert. Plastik haben wir komplett drin gelassen, weil da recycelbar leider nicht bedeutet, dass es passiert. Metall wird aber auf jeden Fall recycelt.
      Liebe Grüße,
      Shia

  10. Hallo Shia,

    ich finde Deinen Ansatz wirklich vorbildlich. Mir ist als Veganerin klar, dass man mit seiner Einstellung eine Angriffsfläche für Andersgesinnte schafft und sich deshalb immer auf die Leute gefasst machen, muss die „Details“ bemäkeln. Deshalb formuliere ich meine Kritik als Frage. Denn ob 100% Zero Waste oder 50% sollte beides gelobt werden, weil es schon einen Unterschied macht.

    Frage: Euer Glas ist für 8 Monate ja wirklich sehr leer. Die Kassenzettel fehlen ja auch. Die machen eine Menge Müll, ob sie nun mitgenommen werden oder nicht. Einfach weil sie gedruckt werden. Findest Du nicht, dass Deine Darstellung Eures Müllverbrauchs an dieser Stelle ein fehlerhaftes Bild vermittelt?

    Einen Punkt muss ich dann doch als Kritik verpacken. Mit Deiner Zusammenarbeit mit Amazon (siehe cakeinvasion im footer) motivierst Du Leute sich Dinge zu bestellen, statt sie sich in den Läden selbst zu kaufen. Du produzierst so indirekt mehr Müll als ohne die Partnerschaft.

    Natürlich verstehe ich, dass man als Blogger auch Geld verdienen möchte und das gerade als ZeroWaste-Blogger sehr schwer fällt. Mich würde interessieren, wo Du die Linie ziehst. Zählt für Dich nur Dein direkter eigener Müllverbrauch, der in Deinem Glas landet und den Du hier dann präsentierst. Oder zählen für Dich auch die Pakete, die sich andere durch Deine Anregung bestellen und die Kassenzettel, die durch Deinen Einkauf im Müll des Supermarket landen?

    Danke schon mal für die Antwort. Das ist wirklich kein Hate. Was Du machst, sollten mehr tun. Aber es bietet Platz für Diskussionen 😉

    Lieben Gruß,

    Rahel

    • Hi Rahel,
      also, ich habe gar nicht das Gefühl, schon irgendwo „angekommen“ zu sein. So werde ich aber häufig latent-vorwurfsvoll adressiert, was ich gar nicht verstehe. Warum wir das oder jenes machen oder eben nicht machen. Die Antwort ist so häufig simpel: Weil auch wir die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen haben. Wir sind also entweder noch nicht dazu gekommen sind oder es ist eine Sache, die sich unserer direkten Kontrolle entzieht, und wir uns prinzipiell erst mal auf das konzentrieren wollen, was wir sehr wohl direkt anpacken und ändern können. Oder weil es leider ein Dilemma ist, wo man die Wahl zwischen Pest und Cholera hat. Entscheiden wir uns für Pest, meckert irgendwer, entscheiden wir uns für Cholera, meckern andere.
      Wir arbeiten bewusst eine Baustelle nach der anderen ab, alles andere würde mich auch absolut überfordern und mir den Spaß an der Sache nehmen. Ich habe das Gefühl, je mehr Aufmerksamkeit mein Blog bekommt, desto höhere Ansprüche haben plötzlich alle und vergessen, dass es immer Work-in-progress ist, obwohl ich es immer und immer wieder thematisiere. Überraschung: Auch ich bin nur ein Mensch und habe nie irgendwo gesagt, dass ich nun DIE Lösung für alle Umweltprobleme gefunden habe und Zero Waste DER Weg aus der Krise heraus ist. Im Gegenteil, ich denke, allein dadurch, dass wir in einem Industrieland leben, wird man im jetzigen System nie schuldfrei leben können. Aber ist das ein Grund, seine Füße hochzulegen? Meiner Meinung nach nicht. Jedes bisschen zählt!

      Müll „hinter den Kulissen“

      Also, klar machen wir uns viele Gedanken darum, wie viel „hinter den Kulissen“ an Müll entsteht. Ich schreibe auch andauernd irgendwelche Hersteller oder Shops an, weil ich der Meinung bin, dass sich da auch was ändern muss, und wenn sich nie jemand beschwert, dann wird das auch nie als Problem wahrgenommen. Aber kann ich direkt die Entscheidungen treffen oder überhaupt abschätzen, wie viel im konkreten Fall anfällt? Nein. Ich kann mich aber darum bemühen, dort zu kaufen, wo ich weiß, dass man sich bemüht, Müll zu vermeiden. Und wenn man unverpackt einkauft, kommen die losen Sachen zumindest aus sogenannten Großgebinden statt aus Einzelverpackungen, die häufig noch mal in einer andere Verpackung stecken. Meiner Meinung nach geht es immer darum, sich nach der nachhaltigsten Alternative, die einem zugänglich ist, umzusehen.

      Die Kassenzettel sind aber übrigens im Glas drin (was auch im Artikel steht). Wir haben schon immer etwas drauf geachtet, aber jetzt seitdem ich erfuhr, dass sie Restmüll sind, noch verstärkt. Ich hatte auch erst mal alle Kassenzettel wieder aus dem Altpapier herausgefischt. Das sind also wirklich alle aus 8 Monaten, von denen wir wissen, dass sie gedruckt wurden (wenn wir wissen, dass einer gedruckt wurde, lassen wir ihn uns geben und nehmen ihn immer mit). Also ja, die Kassenbons an den Supermarktkassen (da sieht man es ja) landen bei uns im Glas und nicht im Müll des Supermarkts.

      Ich denke aber nicht, dass meine Müllstatistik ein fehlerhaftes Bild vermittelt. Denn für mich ist Zero Waste in erster Linie der Ansatz, bei sich und dem, was man direkt kontrollieren kann, anzufangen. Und ich als Otto-Normalverbraucher sitze leider nicht an den Schaltstellen der Macht. Ich kann keine Gesetze erlassen oder entscheiden, dass Firma XYZ ab jetzt auf eine faire und plastikfreie Produktion umsteigt. Und ich denke, dass es innerhalb meines eigenen Kontrollbereichs bereits viele Baustellen gibt, um die ich mich ganz direkt kümmern kann, und dort fange ich an. Natürlich bemühe ich mich auch, etwas an den anderen Gliedern der Produktionskette zu bewirken (deshalb auch meine ganzen Mails an Hersteller und Shops), aber erst mal möchte ich mir ganz konkret an meine eigene Nase fassen, weil auch ich als Konsument Verantwortung trage und ich finde, dass das auch immer mehr Überzeugungskraft hat, wenn man als Konsument ankommt und sagt: „Ich tue was ich kann an meinem Ende, wie schaut es an deinem Ende aus?“

      Also, zusammengefasst geht es meiner Meinung nach bei Zero Waste darum, mal Verantwortung bei sich zu übernehmen, und das ist am letzten Glied der Kette, nämlich der Weg zum Konsument. Und egal ob Zero Waste oder nicht – man sieht ja nur den Müll, der bei sich zu Hause anfällt. Und wir bemühen uns sehr, den Müll, den wir auswärts verursachen, mit nach Hause, sprich, der ist sehr wohl in der Müllstatistik drin.

      Geldverdienen als Blogger und Amazon

      Zum Geldverdienen als Blogger habe ich mir meinen Kopf zermatert, und wie so häufig kommt man vom Regen in die Traufe. Glaub’s mir, alle Blogger würden sich da wahrscheinlich bessere Alternativen wünschen. Vor inzwischen gut zwei Jahren habe ich meinen Bürojob gekündigt, wo ich Microsoft-Produkte promoten musste und komplett keine Entscheidungsgewalt über irgendetwas hatte. Ich konzentriete mich aufs Bloggen, und das ging knapp ein halbes Jahr einigermaßen – bis wir uns entschieden, Müll zu vermeiden und zu gucken, wie weit wir kommen. Mir war ab dem Zeitpunkt schon klar, dass meine sowieso knappen Einnahmen (auf einen Stundenlohn umgerechnet sind es nicht mal 3€) als selbstständige Bloggerin einen deutlichen Einbruch erleben würden, was auch kam. Ich suchte mir also einen Nebenjob und ging kellnern. So nur mit dem Einkommen meines Mannes (damals eine halbe Stelle an der Uni) sind wir auch knapp über die Runden gekommen, aber ich gebe offen zu, dass mein Sicherheitsdenken mich da unruhig werden lässt, wenn das unser einziges verlässliches Einkommen ist (beim Bloggen gibt es auch Monate, da kommen gerade mal 20€ bei rum). Irgendwann kam ich wieder zum Punkt: Irgendwo wieder Vollzeit als Mitarbeiterin arbeiten, wo ich dann wieder kaum Zeit fürs Bloggen und auch verdammt wenig Mitspracherecht habe, oder Kompromisse eingehen, die mir aber das Bloggen ermöglichen. Mein Mann hatte das damals so formuliert: Wohin willst du im Leben? Beim Bloggen hast du die Aussicht, dass das nur vorübergehend ist. Wenn du wieder in das typische Berufsleben einsteigst, bleibt es dabei. Und ehrlich gesagt, hatte ich dort das Gefühl, viel weniger zu bewirken als jetzt.

      Die Amazon-Sache habe ich gelassen, weil:
      a) de facto die Leute rein gar nichts von dem kaufen, wozu ich verlinke (was sowieso nicht viel ist). (Ich sehe das natürlich, aber nicht, wer was kauft) Das läuft nämlich so: Gehen die Leute auf einen Link, wird ein Cookie gespeichert. Und wenn sie innerhalb der nächsten 24 Stunden irgendetwas bei Amazon kaufen, bekomme ich Provision. Das sind also Sachen, die sie sowieso bei Amazon kaufen, unabhängig von meinem Link. Meine Leserschaft bei Cake Invasion ist eine ganz andere als hier. Da gab es schon Beschwerden, dass ich zu viel über Zero Waste schreibe. Wie es im Vertrieb immer heißt: Alle bekommt man nie. Wie auch meine Mutter immer noch munter dort bestellt, egal, was ich ihr sage. Sie ist dann so nett und klickt vorher auf meine Seite, denn dann landet wenigstens etwas bei mir und nicht alles bei Amazon. Und ganz ehrlich: Ich denke, das Geld ist bei mir besser aufgehoben als bei Amazon, denn es ermöglicht mir, statt noch mehr kellnern zu gehen Awareness zu schaffen.
      b) Ich brauche für vieles einfach auch Bilder zur Veranschaulichung, und wenn ich etwas sonst aus dem Internet nehme, müsste ich vorher die Erlaubnis bekommen. Wenn ich Amazon-Affiliate mache, dann darf ich das alles ohne rechtliche Probleme nutzen.

      Bin ich damit glücklich und zufrieden? Nein, ganz bestimmt nicht. Ich kämpfe tagtäglich den Kampf „Realismus vs. Idealismus“. Übrigens auch ein Grund, warum wir Zero Waste und nicht als Aussteiger irgendwo leben, obwohl es da auch Kommunen gibt, die ihre Utopien leben. Das ist sehr schön und für uns auch nicht unattraktiv, aber wir denken, dass man realistisch gesehen mehr bewegt, wenn man im System versucht, nach und nach die Regeln zu ändern. Denn wer sich herauszieht, ist uninteressant für das System und hat kein Mitspracherecht mehr. Und man muss erst mal aus dem System heraus einen Weg Richtung Utopie ebnen. Und das ist halt dann alles nicht perfekt. Und Zero Waste heißt auch nicht komplett keinen Müll, denn im jetzigen System ist das nicht möglich. Genauso wie es nicht möglich ist, in diesem Land und eingegliedert in der Gesellschaft hier schuldfrei zu leben. Aber man braucht doch ein Ziel vor Augen, um überhaupt die Richtung einschlagen zu können.
      Liebe Grüße,
      Shia

      • Liebe Shia,

        bin soeben – wie sicherlich einige – über Maddis Blog hier hereinspaziert 🙂 GROSSES Kompliment für Eure Ansichten, denen auch viele viele Taten folgen!!! Es ist tatsächlich in unserer schönen bunten marktwirtschaftlichen Welt ein Weg voller Stolpersteine hin zu einem bewussten und möglicht ressourcenschonenden Lebenswandel. Also sämtliche Hüte ab für Euren gestarteten „Feldversuch“ 🙂 Auch wir – mein Mann und kleine Tochter – versuchen uns schon seit einigen Jahren (nach einer langen Auszeit mit so gut wie „Nichts“ im Reisegepäck) im sagen wir mal „low waste living“. Möglichst wenig (Food, Non-Food) verschwenden, lieber Rad statt Auto (wir kommen hoffentlich bald wieder ganz ohne den Stinker aus ;), Second Hand und Vintage kaufen (…der Sperrmüll ist oft ein reinstes Retro-Schätzchenparadies!) – ja, und dennoch ist auch bei uns noch lange nicht jede Pizza selbst geknetet, nicht jedes Haar mit Luft und Liebe gewaschen, nicht jeder Kino- oder Konzertbesuch vermeidbar, nicht jeder Dübel in der Wand wiederverwendbar (oder gibt´s die schon?). Das schaffen wir nicht. Wollen wir auch gar nicht. Du hast treffend gesagt: wir sind auch nur Menschen – aber eben privilegiert mit der kostbaren Entscheidungsfreiheit, WIE wir unser Leben leben. Und das sollte einem „Zero Waste“-Ansatz in jeder Hinsicht so nahe wie möglich kommen! 🙂 Hoffentlich ist das hochansteckend! Die Welt hat es verdient! Euch weiterhin viel Spaß an der Freude – ihr habt jetzt eine neue treue Leserin mehr 🙂

  11. Hi Shia,
    ich find immer noch die Idee mit dem Gurkenglas klasse! Kann aber nicht verstehen, dass der Müll raus genommen wird, der recycelbar ist, denn er ist ja nun mal entstanden. Insofern gebe ich den kritischen Meinungen, die sich bei dir gemeldet haben, nicht recht.
    Aber du sammelst ja weiterhin alles 😉 – sehr interessant.
    Liebe Grüüüüße
    Julia

    • Hi Julia,
      wir sammeln ja generell alles, auch das Recycelbare und ich versuche, alles so genau wie möglich zu erfassen. Ehrlich gesagt ist es mir aber zu mühselig, jedes Mal aufs neue zu erklären, dass aber die Kronkorken recycelbar sind, auch wenn sie im Glas sind usw. Und es ist wirklich schwierig, Leuten außerhalb Deutschlands den Gelben Sack zu erklären… Das ist für mich jetzt der Kompromiss. Ich erfasse alles und poste das auf meinem Blog für mehr Transparenz, und das Müllglas bleibt so in ZW-Kreisen verwirrungsfrei XD.
      Liebe Grüße,
      Shia

  12. Hey Shia,

    super, die Statistik!

    Noch eine Anmerkung zu den Bananenschalen in der Wurmkiste: Unsere Würmer lieben die. Also falls ihr Bio-Bananen habt, würde ich mal ausprobieren, ob eure Würmer da so ticken wie unsere.

    Liebe Grüße und weiter so! 🙂
    Marisa

    • Hi Marisa,
      ich habe nach deinem Kommentar gestern die erste Bananenschale in unsere Wurmkiste gelegt!! Unsere Wurmkiste hatten wir nämlich leider etwas zu trocken gehalten und dann haben wir auch noch Würmer abgegeben, sodass unsere Kiste plötzlich kippte und kaum noch Würmer zu sehen waren o_O! Jetzt haben wir sie zum Glück wieder aufgepeppelt und wir haben mehr Würmer als jemals zuvor! So viele, dass ich eher gerade denke, dass wir gar nicht schnell genug nachlegen können, wie sie alles wegfuttern :D. Und bei Bananenschalen war ja das Problem, dass es zu schnell verfault. Das Problem fällt ja weg ;). Und Bio ist ja eigentlich alles, was wir kaufen, das dürfte also gar kein Problem sein :). Bin schon echt gespannt!
      Liebe Grüße,
      Shia

  13. WOW! Das ist euer ganzer Müll?? Ich bin sprachlos. Wir versuchen uns ja auch an ZeroWaste, aber irgendwie sind wir da trotz vielen Bemühungen schon noch recht weit entfernt. Der Plastikmüll hat sich zwar drastisch reduziert, aber bei Papier, Glas, Metall und Restmüll müssen wir schon noch ordentlich nachlegen. Ist zwar auch weniger geworden, aber noch bei weitem nicht so, wie ich mir das vorstelle. Aber mit Baby und Hund, die natürlich ihre eigenen Nahrungsgewohnheiten haben, ist das in meinen Augen noch total schwer. *grml* Nun ja… wir üben uns tagtäglich in der Müllvermeidung. 🙂

    • Hi Daisy, hi Susu,
      stresst euch nicht! Ich habe sowieso vor Eltern den größten Respekt! Ich bin ja gerade seit 3 Wochen übernächtigt, habe schon viele Sachen kaputt bekommen inklusive meine zwei Fußgelenke (waaaahh) und rede zum Teil nur noch gequirlte Scheiße XD. Ich bekomme zumindest mit, wie wenig Schlaf Eltern bekommen, und wirklich – ich ziehe meinen Hut vor euch! Wie ich der lieben Ilka, die den Gastartikel über ihr Zero Waste Leben auf dem Land mit Kindern geschrieben hat, schon geschrieben habe: Ich weiß nicht, wie ihr das alles hinbekommt, und ich tippe auf schwarze Magie XD XD XD.
      Und auch wir haben uns schrittweise von Baustelle zu Baustelle gearbeitet, und einiges geht schneller, während andere Sachen echt schwer zu knacken sind (Kassenbons, Kronkorken, weniger auswärts essen gehen, besser zu Hause kochen, regionales UND saisonales Obst und Gemüse usw.). Und ich finde das auch voll in Ordnung. Ich denke immer, es ist wie beim Sport. Man übt und trainiert und irgendwann merkt man, wie man fitter geworden ist usw. Also, ich finde es toll, dass ihr euch überhaupt mit Müllvermeidung beschäftigt, statt wie so viele einfach zu sagen: „Darüber kann ich mir gerade nicht auch noch kümmern“, was ich übrigens auch verstehen kann, so geht es uns ja auch manchmal, und dann verschieben wir Projekte halt auf später.
      Also, ich finde es klasse, dass ihr euch da ran macht!!
      Liebe Grüße,
      Shia

  14. Hallo Shia!

    Jedes Mal, wenn ich einen neuen Eintrag von dir hier oder auf Instagram lese, bin ich tief beeindruckt. Wirklich. Was für eine Energie ihr beide in euer Lebensprojekt steckt, ist wirklich unglaublich und ich weiß, dass ich da (noch) meilenweit von entfernt bin. Ich versuche, mich nach und nach an ein müllreduzierteres Leben heranzutrauen und deine Seite liefert mir immer wieder wertvolle Anregungen.

    Danke dir und mach‘ weiter so!

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Hi Jenni,
      ach, auch wir haben das alles schrittweise angepackt und ich glaube ja dran, dass, wenn so ein undiszipliniertes und superspontanes Stück wie ich das hinbekommt, es wirklich jeder schafft XD.
      Und, äh, ja, es ist bei uns wahrscheinlich ein Lebensprojekt – always work in progress XD. Aber das trifft bei uns auch auf alles zu :D.
      Ich freue mich, dass du dich da ran traust! Ich finde das ja alles ganz spannend und ich muss echt sagen, dass ich dabei total viel lerne :).
      Ich wünsche dir also vieeeel Spaß beim Müllreduzieren und bin gespannt, wie das so alles bei dir läuft ^^.
      Liebe Grüße,
      Shia

  15. Hallo liebe Shia,
    Wow! Da feu ich mich richtig mit!! Das ist ein toller Erfolg!!
    Shia, mir ist noch deine kaputte Tasse aufgefallen. Die wäre theoretisch sogar recycelbar. Bei uns an den Wertstoffhöfen (wir haben im Landkreis deshalb keine gelben und Bio-Tonnen) werden kaputte Tassen zum Bauschutt sortiert und der wird recycelt. Man nimmt den zum Straßenbau her. Auch um Waldwege für Forstarbeiten zu befestigen kommt das dann zum Einsatz. Vielleicht gibt es bei euch eine Firma, die das aufbereitet und für dich gut erreichbar ist?
    Liebe Grüße sendet Dir Stefanie

    • Hi Stefanie,
      oh, das mit dem Bauschutt klingt ja sehr sehr interessant! Ich muss mal fragen :). Wir wollten sowieso mal zu einem Wertstoffhof fahren, um meine uralten, vertrockneten Nagellacke mal zu entsorgen. Nur wollten wir damals erst noch weiter sammeln, damit sich so eine Fahrt lohnt (die sind alle etwas weiter außerhalb), aber dann fingen wir mit ZW an und es hat sich nicht wirklich viel mehr angesammelt XD. Aber das ist ja eigentlich gut. Ich werde mal fragen!
      Danke für den Hinweis :),
      Shia

  16. Hallo Sia,
    super gemacht, Hut ab vor deiner Konsequenz.
    Zur Info an alle: Bea Johnson kommt am 9.6.16 nach Münster. Sie hält auch ein Signierstunde im Unverpackt – Laden ab.
    Liebe Grüße Simone

    • Hi Simone,
      jaaa, ich habe es mir auf jeden Fall schon im Kalender eingetragen, und wir planen zu kommen!!
      Liebe Grüße,
      Shia

  17. Liebe Shia,
    Hut ab! Ich bin immer wieder beeindruckt, wie ihr euren Weg geht und freue mich über deine sehr inspirierenden Anregungen! Besonders die Sichtfenster in Briefumschlägen und Kassenbons sehe ich in letzter Zeit aus einem ganz anderen Blickwinkel!
    Wie schön, dass wir nächste Woche dann die Gelegenheit haben werden uns in München persönlich kennen zu lernen! 🙂
    Bis dahin! Ganz liebe Grüße!
    Theresa

    • Hi Theresa,
      Ja, ich freue mich auch schon tierisch drauf, euch alle mal persönlich kennenzulernen!!
      Liebe Grüße und bis nächste Woche!!
      Shia

  18. Liebe Shia!

    Wow, so wenig Müll! Ich bin weiter fleißig am reduzieren und bin immer motiviert, wenn ich von dir etwas neues lese.
    Zum Thema Zahnbürsten ging es hier ja vor kurzem mal um die Borsten, und hier (http://buerstenerzeuger-shop.com/) gibt es wohl auch Holzzahnbürsten ohne Plastik. Ich hab mich jetzt noch nicht erkundigt, woraus die Borsten genau sind, aber vielleicht wär das ja was für euch.

    LG Susu

    • Hi Susu,
      sehr cool, ich habe gerade auch schon eine Anfrage geschickt und nach dem Holz und der biologischen Abbaubarkeit der Bürsten gefragt. Ich bin nämlich mit Maisstärken-Plastik schon auf die Nase gefallen. Die blöde Ecobamboo hat mich einfach nur Nerven gekostet. Eine Freundin hatte sie für mich mitbestellt, und die Zahnbürsten kamen in einem Briefumschlag mit Bubblewrap aus Plastik an! Die Maisstärkenfolie hatte ich mir auch anders vorgestellt. Nämlich so wie bei LoveChoc oder Original Beans, denn deren Folie kann man sogar selber in Wasser auflösen! Nicht aber diese, die scheint genauso blöd zu sein wie die bei den problematischen Biomülltüten. Natürlich habe Ecobamboo angeschrieben, was super unzufriedenstellend war. Sie wollten mir weismachen, dass die Umschläge ja recycelbar seien, was nicht ganz stimmt, weil a) bei dem Umschlag Papier und Plastik komplett verklebt sind (die Freundin von mir hatte versucht, das Papier vom Bubblewrap abzuziehen und hat sich dann dazu entschlossen, den Umschlag als Polsterung weiterzubenutzen), und b) leichtes Plastik in der Regel sowieso nicht recycelt, sondern verbrannt wird. Dann meinten sie, dass es in Polen gesetzlich vorgeschrieben sei, Briefsendungen in Luftpolsterfolien-Umschlägen zu verschicken, was gar keinen Sinn macht, weil natürlich die meisten Briefsendungen aus PAPIER bestehen – also eher etwas, was durch Pappe gestützt und nicht etwa gepolstert werden muss. Auf meine Frage, wie lange dann die Folie braucht, um sich „biologisch abzubauen“ haben sie einfach mal gar nicht geantwortet, sondern mit vom Brenn- und Schmelzverhalten davon erzählt. Ja, jetzt habe ich also die blöde Folien zu Hause und weiß nicht, wie ich sie entsorgen soll. Zu Hause kompostieren geht nicht, in den Biomüll darf das nicht, im Rest- und Gelben Sack Müll wird es wie normales Plastik behandelt und verbrannt. Und die sozialen Folgen vom Maisanbau waren auch nicht so die besten… Puuhh, gar nicht so einfach, manchmal XD…
      Liebe Grüße,
      Shia

  19. Wow, ich finde es immer wieder erstaunlich, wie du es schaffst, so wenig Müll zu produzieren. Ich achte zwar auch darauf, möglichst wenig anzuschleppen, aber von deinem kleinen Glas bin ich noch Welten entfernt.
    Danke auf jeden Fall für die Inspiration!

    Liebe Grüße
    Elisabeth

    • Hi Elisabeth,
      das kam bei uns natürlich auch nicht alles von einen auf den nächsten Tag :). Wir haben immer eine Baustelle nach der anderen angepackt. Ich bin mir also sicher, dass du das auch schaffen kannst, wenn du nur dran bleibst :)!! Und auch wir haben natürlich immer noch Baustellen, aber so ist das. Wir stressen uns da nicht, sonst würden wir da ja verrückt werden XD.
      Liebe Grüße,
      Shia

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