Sollte man als Zero-Waster konsequenterweise auch vegan leben (und umgekehrt)?

Eine Frage, die die Zero-Waste-Community schon fast zu spalten scheint, ist die Frage danach, ob man als Zero-Waster nicht konsequenterweise auch vegan leben muss, denn tierische Produkte wie Fleisch, Milch und Butter verschlingen nicht nur viele Ressourcen, sondern verursachen sehr viele Treibhausgase.

Da man davon ausgehen kann, dass Umweltschutz die Motivation hinter der Entscheidung für einen Zero-Waste-Lebensstil ist, ist diese Frage nicht ganz unberechtigt. Schließlich sind gerade tierische Produkte besonders klimaschädlich. „Nahezu 70% der direkten Treibhausgasemissionen unserer Ernährung sind auf tierische Produkte zurückzuführen,“ schreibt der WWF in seiner 2012 Studie Klimawandel auf dem Teller (S. 4). Fleisch und Co. vom Teller zu verbannen scheint gerade mit der steigenden gesellschaftlichen Akzeptanz der veganen Ernährungsform für viele ein naheliegenderer Schritt zu sein als der als ziemlich extrem wahrgenommene Lebensstil „Zero Waste“.

Vegan und Zero Waste gehen für mich persönlich Hand in Hand, aber…

Ja, vegan und Zero Waste gehen für mich persönlich Hand in Hand, aber wie so oft wäre das nur eine extrem verkürzte Darstellung. Denn weder vegan noch Zero Waste sind für mich eine Alles-Oder-Nichts-Frage.

Mir geht es darum, mich so häufig wie möglich für die weniger zerstörerische Alternative zu entscheiden.

100%-ig vegan oder Zero Waste gibt es meiner Meinung nicht – und darum sollte es auch gar nicht gehen. Mir persönlich geht es in meinem Alltag darum, mich so häufig wie möglich für die Alternative zu entscheiden, die am wenigsten auf Kosten von Mensch, Tier und Umwelt geht. Für mich sind sowohl Zero Waste als auch vegan nur zwei von vielen Wegen. Auf den ÖPNV statt aufs Auto zu setzen, Strom zu sparen, die Verwendung von Plastik und Palmöl zu reduzieren oder auch Minimalismus sind weitere Möglichkeiten, auf die Hanno und ich zurückgreifen, um unseren ökologischen Fußabdruck nach und nach zu verkleinern.

Viele Wege führen nach Rom

Es gibt meiner Meinung nach kein Richtig und Falsch und auch keine Einheitslösung. Jeder von uns tickt anders, hat andere Verpflichtungen, steckt in anderen Lebensumständen, hat Zugang zu einer anderen Infrastruktur. Einigen fällt es leichter, Müll, anderen, tierische Produkte zu vermeiden. Einigen liegen Tiere mehr am Herzen, anderen Landschaften.

Jeder wie er kann und will

Jeder wie er kann und will, war schon immer die Devise in unserer Beziehung. Hanno und ich haben zum Beispiel nie die Aufgaben im Haushalt aufgeteilt. Wir haben auch nie aufgerechnet, wer mehr und wer zu wenig macht. Jeder packt an, wie und wo es gerade passt. Meistens macht Hanno mehr im Haushalt, aber es gibt auch Phasen, wo ich diejenige bin, die den Haushalt zusammenhält. Dann wieder gibt es Phasen, wo unser Haushalt einfach nur unter aller Sau ist, weil wir beide keine Energie dafür übrig haben. Ist halt so im Leben.

Nach meiner sehr subjektiven Erfahrung ist Zero Waste gerade in veganen Kreisen viel anschlussfähiger, da es bei Veganismus mitunter eben auch um die ökologischen Aspekte geht. Umgekehrt waren zumindest fast alle Zero-Waster, die ich kennenlernen durfte, unglaublich offen veganem Essen gegenüber, lernten aktiv, vegan zu kochen und bevorzugten auch mit zunehmender Zeit immer häufiger die veganen Alternativen.

So freue ich mich über jede Person, die sich bemüht, nachsichtiger zu leben, egal, welche Form es annimmt. Keiner von uns ist perfekt, wir haben alle unsere Baustellen. Ich könnte aus dem Stehgreif direkt ein Duzend aufzählen. Hätte ich sie lieber schon im Griff? Ja, klar! Bin ich so weit? Nein, weit gefehlt leider. Werde ich es eines Tages sein? Hoffentlich, aber wer weiß das schon… Es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Warum es Sinn macht, als Zero Waster auch häufiger vegan zu essen

Tierische Produkte sind durch die Bank weg sehr ressourcenintensiv und verursachen viele Treibhausgase, d.h. häufiger vegan oder allein schon vegetarisch zu essen tut auch der Umwelt gut.

Fun Fact: Das Umweltbundesamt schlägt vor, tierische Produkte höher zu besteuern, während der ermäßigte Steuersatz für andere Nahrungsmittel wie Kartoffeln, Karotten und Mehl weiter sinken solle. Geschätzt wird, dass das die Nachfrage von tierischen Produkten um 2 bis 10% senken würde.

Das würde schon mal sehr viel bringen. Denn selbst nach konservativen Schätzungen sei unsere Ernährung „für mehr Treibhausgase verantwortlich, als alle Autos, LKW, Schiffe und Flugzeuge der Welt zusammen,“ erläutert der Spiegel in dieser anschaulichen Animation:

Wenn alle Menschen in Deutschland ihren Fleischkonsum von satten 60 kg pro Kopf pro Jahr einfach nur auf ein gesundes Maß von gut die Hälfte herunterschrauben würden, würde man bereits das Äquivalent von 100 Millarden PKW-Kilometern an Treibhausgasen und Ackerflächen so groß wie Sachsen einsparen. So hat es der WWF in seiner Studie (S. 39ff) ausgerechnet. Diese Zahlen schließen sogar mit ein, dass dann mehr Milchprodukte und Eier verzehrt würden, um den geringeren Fleischkonsum „auszugleichen“.

Ganz häufig wird der aggressive Anbau von z.T. gentechnisch manipuliertem Soja als Gegenargument genannt. Eine vegane Ernährung würde die Nachfrage nach Soja ankurbeln und das sei nicht nachhaltig. Dem möchte ich widersprechen, denn zum einen man kommt als Veganer ganz wunderbar ohne Sojaprodukte aus, was ich auch aus eigener Erfahrung nur bestätigen kann. Zum anderen sprechen die Zahlen für sich. Denn 98% des angebauten Sojas wird an Tiere verfüttert. Noch dazu kommt, dass aus einem Kilogramm Soja zwei Kilogramm Tofu hergestellt werden kann. Die gleiche Menge Soja ergibt aber nur 300g Schweinefleisch, wenn man es als Tierfutter einsetzt. Der Umstieg von Fleisch auf Tofu würde also im Gegenteil die Nachfrage nach Soja sogar reduzieren.

Warum es Sinn macht, als Veganer auch häufiger auf Plastikmüll zu verzichten

Mir persönlich fällt es inzwischen immer schwerer, veganes Essen (oder andere veganen Produkte) in Plastikverpackungen als „vegan“ bzw. „tierleidfrei“ anzusehen. Denn Plastik zerstört wertvollen Lebensraum. Pro Jahr landen mehr als 10 Millionen Tonnen Plastik im Meer! Es gibt nach Schätzungen inzwischen keinen plastikfreie Fleck mehr im Meer. Bei bis zu 90% der Seevögel findet man bereits Plastik im Magen.

National Geographic hat dieses Video gemacht, das uns Menschen veranschaulichen soll, wie es sich für einen Meeresbewohner anfühlen muss, sich in Plastik zu verfangen. Dieses Video lässt mich unweigerlich nach Luft schnappen…

80% des Plastiks im Meer kommt übrigens nicht, wie die meisten annehmen, von Schiffen, sondern vom Land. Wie genau das passiert, könnt ihr hier nachlesen.

„Die Haupteinträge stammen aus kommunalen Abwässern, Auswaschungen von Mülldeponien und illegaler Entsorgung in der Landschaft, sowie dem Tourismus, Flüsse und Hochwasser tragen den schwimmenden Müll in die Ozeane.“ – Naturschutzbund NABU

Der beste Müll ist kein Müll. Frische Zutaten wie Obst und Gemüse bekommt man am einfachsten unverpackt. Wer unverpacktes Biogemüse möchte, geht am besten einfach in einen Bioladen oder auf den Wochenmarkt, denn da muss das Biogemüse nicht aus Angst vor Verwechslung in Plastik erstickt werden. Proteinlieferanten wie Hülsenfrüchte und Bohnen gibt es immer häufiger unverpackt bzw. in großen Papiergebinden – einfach mal im Bioladen fragen, ob sie für euch ein solches Großgebinde mitbestellen würden! Pflanzenmilch kann man ganz leicht und schnell im Mixer aus z.B. Nüssen oder Hafer selber machen. Das spart Müll und Transportemissionen, weil das Wasser erst zu Hause dazu gegeben wird, sprich, das Wasser muss nicht unnötigerweise durch die Landschaft gefahren werden.

Weitere Tipps sind:

  • Weniger verarbeitete Lebensmittel (die sind immer verpackt)
  • Großpackungen statt kleinen individuellen Packungsgrößen (ggf. mit Freunden teilen)
  • Papier und Glas bevorzugen
  • In Bioläden fragen, ob sie für einen Großgebinde aus Papier bestellen können

Fazit: Muss man also als Zero Waster nun konsequenterweise vegan leben oder als Veganer Zero Waste?

Müssen auf keinen Fall, erstrebenswert ist es aber vielleicht schon. Und mal Hand aufs Herz: Konsequent immer und in jeder Situation erfolgreich die beste Entscheidung zu treffen, die zudem alle kniffligen Hintergründe berücksichtigt (z.B. Kuhmilch aus der Region in der Pfandflasche oder doch besser selbstgemachte Mandelmilch mit Mandeln aus Kalifornien?), ist einfach eine unrealistisch hohe Messlatte.

Zero Waste und vegan funktionieren für Hanno und mich am besten als Richtung und als tägliche Entscheidungsgrundlage. Ich vergleiche das gerne mit Sport. Manchmal haben wir Tage, an denen es super läuft und manchmal gibt es Tage, da steckt der Wurm drin. Wenn man aber dabei bleibt, wird man mit der Zeit unweigerlich fitter und fitter. Nach einer Weile merkt man, dass man Übungen mit Links macht, bei denen man früher wie ein Kettenraucher keuchte und Herzrasen wie auf Koks bekam. Man weiß: Ich bin nun bereit für die nächste Herausforderung.

17 Kommentare

  1. Ich sehe das keinesfalls so. Es ist immer nur eine Frage der Menge, die man konsumiert und eine Frage der Haltung. Klar, Industriefleisch ist keine akzeptable Möglichkeit.

    Aber was spricht gegen tierische Produkte, bei denen die Tiere in ein bestehendes Ökosystem eingebunden sind? In dem Dorf in dem ich in Portugal lebe, laufen überall Ziegen rum, fressen die ganzen Gräser, die dort halt rumstehen usw. usw. Ich kaufe dann den Ziegenköse des Nachbarns… Das ist 100% natürlich und erzeugt keinerlei Müll. Soll ich lieber in den Supermarkt fahren, der 20km weit weg ist und dort veganen Fleischersatz, der in Plastik eingepackt ist, kaufen?

    Ich glaube, man muss das Thema auch ein bisschen ohne Ideologie sehen und einfach Dinge tun, die Sinn machen. Ohne ein Theoriegebäude drüber zu stülpen.

    • Hallo Raphael,

      genau das, was du beschreibst (lokaler Ziegenkaese statt vegane Alternative in Plastikverpackung) ist ja eine von Shia im letzten Absatz als eine in die taeglichen Entscheidungen zur Nachhaltigkeit einzubeziehende Option genannt worden. So lokalen Ziegenkaese haette ich auch gern! 🙂

      Liebe Gruesse,
      Christina

  2. Hier ein Aspekt, der in Anbetracht von Klimawandel, Umweltverschmutzung und Bevölkerungswachstum für den Konsum von tierischen Produkten spricht:
    25% der weltweit landwirtschaftlich genutzten Fläche ist rein für Weidewirtschaft nutzbar (da z.B. in den Bergen gelegen). Wiederkäuer haben die herausragende Fähigkeit Wiese in Milch und Fleisch umzuwandeln. Wenn die gesamte Bevölkerung vegan leben würde – rein theoretisch – dann würde man auf diese Fläche zur Nahrungsmittelproduktion verzichten.
    Ich denke, dies widerspräche dem Gedanken von Zero Waste.
    Da knapp 50% der weltweiten Ernte als Tierfutter verwendet wird, statt Menschen als Nahrung zu dienen, ist es wichtig ausschließlich tierische Produkte von Tieren zu essen, die nicht mit etwas gefüttert wurden, das der Mensch auch direkt hätte essen können.
    Zero Waste bedeutet für mich tierische Produkte im Maßen zu Essen, bei denen Wiese menschliche Lebensmittel umgewandelt wurde. Diese erkennt man zum Beispiel daran, dass „Heumlich“ oder „Weiderind“ drauf steht. Oder man erkundigt sich, wo in der Gegend ein Bauer nach nachhaltigen Methoden tierische Produkte herstellt, sodass man diese ohne Plastik-Verpackung direkt vor Ort abholen kann.

    (Hier noch eine Quelle dazu: Schader et al., (2015). Impacts of feeding less food-competing feedstuffs to livestock on global food system sustainability)

    • Hallo Carina, das mit der Weidewirtschaft ist natürlich ein wichtiger Aspekt – auch wenn man offene Wiesen- und Weidelandschaften erhalten möchte, was aus Biodiversitätsgesichtspunkten durchaus sinnvoll wäre.

      Aber man kann das aus unterschiedlichen Perspektiven sehen. Muss die gesamte Fläche der Erde zur menschlichen Nahrungsmittelgewinnung genutzt werden? Ist alles, was nicht vom Menschen genutzt wird, „Waste“? Ich meine „Nein“. Bevor der Mensch die großen wildlebenden Herbivoren ausgerottet hat, haben diese dafür gesorgt, die Landschaft stellenweise offen zu halten. Es ist natürlich idealistisch gedacht, aber wir sollten meiner Meinung nach neben der Weidewirtschaft auch versuchen, das natürliche Gleichgewicht, das wir kaputt gemacht haben, wieder herzustellen und große Reservate für Herbivoren schaffen, die weitgehend wild leben und aus denen wir keinen Profit schlagen.

      Wenn wir tierische Produkte konsumieren, stimme ich dir aber zu, dass diese von Tieren stammen sollten, die 100% mit Rauhfutter gefüttert worden sind. Das ist jedoch die absolute Ausnahme bei uns, denn mit Rauhfutter lassen sich keine maximalen Leistungen pro Tier erzielen :-(.

    • Hi Clarina,
      danke für dein wohlbedachtes Argument. Ich sehe es da sehr ähnlich wie Heike: Ich denke nicht, dass jedes Stückchen Fläche, das nicht für den Mensch genutzt wird, verschwendete Fläche ist. Im Gegenteil, ich denke, dass der Mensch generell weniger Fläche für sich beanspruchen sollte, denn wir sind nun wirklich nicht allein auf diesem Planeten und Tiere, zumindest meiner Meinung nach, sind keine „Produkte“ bzw. sollten keine sein, denn es sind Lebewesen, deren Daseinsberechtigung es nicht ist, uns zu dienen.
      In einer hypothetischen Welt, wo alle Menschen sich vegetarisch (nicht mal vegan) ernähren würden, kämen wir insgesamt mit viel weniger Nutzfläche (80% weniger laut BBC, d.h. da ist mehr als genug Luft für die verschieden prognostizierten Bevölkerungswachstumsszenarien) aus, die könnten wir aufforsten un renauralisieren, was – wieder laut der gleichen BBC-Quelle – CO2 bindet und Biodiversität wiederherstellt.
      Liebe Grüße,
      Shia

  3. Gut zusammengefasst, ich sehe es genauso. Es gibt nicht DIE eine Strategie für Umwelt- und Tierschutz, sondern verschiedenen Strategien greifen ineinander und eränzen sich. Sich nur auf das eine zu konzentrieren und das andere dabei auszublenden, ist unlogisch und der Sache nicht dienlich.

    Schwer wird es dann, wenn es unerwünschte Trade-Offs gibt, wie z.B. dein Beispiel mit der regionalen Milch im Glas vs. Tetrapack kalifornische Mandelmilch zeigt… Da muss dann jeder für sich abwiegen.

    Mir persönlich fällt die übrigens die vorwiegend vegane Ernährung sehr viel leichter als „Zero Waste“ (dieses Wort möchte ich eigentlich noch nicht einmal in den Mund nehmen, sagen wir lieber „Müllreduzierung“), weil es hier in einer kleinen Gemeinde wirklich sehr schwierig ist, unverpackte Lebensmittel zu bekommen. Aber in kleinen Schritten geht es vorwärts…

    Ein ganz anderes Thema, aber was ich dich immer schon mal fragen wollte: Kannst du nicht mal eine Serie über Zero-Waste Kochen machen? Ich sehe immer deine tollen Lebensmitteleinkäufe auf Instagramm und frage mich, was ihr da so raus zaubert. Es gibt wohl nicht immer nur Eintopf, oder ;-)?

    Liebe Grüße.
    Heike

    • Danke, liebe Heike, für deinen wirklich schönen Kommentar! Ich finde über den Namen „Zero“ Waste auch nicht so prall. Er verleitet einfach dazu, dass Menschen erst mal „Fehler“ finden wollen („Aber bei Medikamenten kann das doch nicht gehen! Und was ist mit Tampons??“) statt zu sehen, was eigentlich alles auch innerhalb der jetzigen gesellschaftlichen Strukturen möglich ist. Außerdem verleitet der Name dazu, dass viele generell an Nachhaltigkeit interessierte Menschen sich gar nicht damit auseinandersetzen, weil es für sie zu unrealistisch wirkt und die, die es doch machen, sich häufig mit einem schlechten Gewissen rumschlagen. Ich persönlich fände „Minimal Waste“ als Namen ja viel passender! Aber ja, auch da wieder: Gemeinsam sind wir stark. Deshalb nutze ich trotzdem den Namen „Zero Waste“, weil ich mich nicht deswegen „abspalten“ wollte.
      Zu der ZW-Kochserie: Hanno und ich sind beide nicht so die super Köche… Ich poste in meinen Insta-Stories gerne mal Rezepte, die mir besonders gefallen haben und auch in meinem Buch sind „Grundanleitungen“ drin, wie wir zeitsparend kochen und wo man einfach die Zutaten, die man zu Hause hat, einsetzen kann und es dadurch auch immer anders schmeckt. Wenn du gucken möchtest: Ich habe gestern einen Insta-Post gemacht, wo ich tolle Instagrammer verlinkt habe, die das mit Kochen alle viel besser können als ich! Außerdem gibt es jetzt auch das #plasticfreefoodie-e-Kochbuch voller Rezepte, die man mit unverpackten oder zumindest plastikfreie Zutaten kochen kann. Der Erlös aus diesem Blogger-Kochbuch geht komplett an Plastic Oceans Foundations und Oceans Conservancy.

      • Hallo Shia,

        ebenfalls, von mir, vielen Dank für die tolle Zusammenfassung.

        Zum oben genannten Denkanstoß von Heike, bezüglich der etwas unglücklichen Namensgebung von Zero Waste, wollte ich fragen, ob Du nicht mal eine Umfrage oder einen Ideenwettbewerb dazu posten kannst.

        Ich habe mich bisher auch immer als Minimal Waster gesehen. Doch vor Kurzem bin ich, in einem total anderen Zusammenhang, auf einen allgemeinen Haken an der Betitelung gestoßen. Wir reden alle nämlich immer von „Waste“, und bekommen dabei den Müll nicht aus dem Kopf. Der Fokus ist meiner Meinung nach falsch, da wir an der negativen Seite mit unseren Bemühungen hängen bleiben. Und das macht die Sache oft frustrierend oder auch etwas unentspannt.

        Das ist, um ein Beispiel zu nennen, wie mit den Anti-Kriegsdemos. Da ist auch immer die Gewalt im Kopf mit dabei. Und vielleicht gibt es desshalb gerade dort oft gewalttätige Auseinandersetzungen? Vielleicht wäre das ja anders wenn man sie Friedens-Demos nennen würde.

        Mir ist für Zero Waste bissher leider noch kein zündender Einfall gekommen. Aber wer weiss, vielleicht hat jemand bereits einen tollen Namen für Zero Waste, der an den positiven Aspekten unserer Lebenseinstellung anknüpft und kann ihn uns mal mitteilen.

        Liebe Grüße
        Anja

        • Wie wäre es mit „Bulk-Lifestyle“ oder „BelemiS“ (Besser leben mit Schüttgut)?
          LG von Lisa 🙂

  4. Liebe Shia,

    das ist ein sehr schöner Beitrag zum Thema und er nimmt auch ein bisschen das schlechte Gewissen, das manchmal mitschwingt, weil man hört, dass es anderen ähnlich geht! Schön geschrieben und sehr gut weiterzuempfehlen! Danke!
    Julia

    • Danke, liebe Julia! Ich denke, es ist vollkommen in Ordnung, nicht „perfekt“ zu sein!! Hauptsache, man gibt sein Bestes und hat eine Richtung ❤️

  5. Sehr schön zusammen gefasst! Ich leben nicht vegan, aber ein sehr bewusster Konsum ist mir extrem wichtig. Dein Beispiel mit der Reduzierung auf 30 kg Fleisch pro Jahr bringt es auf den Punkt. Wir können nur gemeinsam etwas erreichen und diese „Alles oder nichts – Veganer oder Vegetarier“ verbessern meiner Meinung nach nicht die Welt, weil der Rest noch seine 60 kg isst… Trotzdem bewundere ich alle, die vegan oder vegetarisch leben!

    • Ich denke auch, dass wir gemeinsam stark sind! Wobei ich schon denke, dass jeder Beitrag, also auch der vom richtig konsequenten Veganern und Vegetariern zählt, auch wenn der Rest immer noch seine 60kg Fleisch (das ist mehr als ich z.B. wiege!!) isst. Es wäre doch deutlich mehr Schaden angerichtet, wenn die konsequenten Veganer und Vegetarier es nicht wären und ebenfalls 60kg essen würden 😉

  6. Zhenia aennyy_oi

    Ich schließe mich an – knapp und trotzdem verständlich und überzeugend. Gerade ein Zitat und den Link hierher an meine besorgten, skeptischen nicht-veganen Eltern verschickt.
    Danke und liebe Grüße!

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