Nachhaltig und umweltfreundlich ausmisten

Das bin ich, wie ich mich vor all dem Chaos verkrieche 🙈! Nein, Scherz! Tatsächlich bin ich in meinem „Studio“ (=Wäscheständer + Decken), wo ich gleich zu meinem wöchentlichen Nachhaltigkeits-Talk auf COSMO dazu geschaltet werde. Mensch, bin ich nicht so was von professionell 😂?

Für Hanno (meinen Schabernacks-Komplize) und mich ging es Anfang März erst Mal für ein Jahr nach Kanada. Wir gehen davon aus, dass wir nach dem Jahr wieder nach Deutschland zurückkehren, aber wir schließen es auch nicht aus, hier zu bleiben oder ganz woanders hinzugehen, falls das Schicksal uns irgendwohin ruft.

Hm, wie sollten wir das aber dann mit dem ganzen Zeugs machen, das wir über die Jahre gehamstert haben? Sollen wir einfach alles irgendwo einlagern? Oder sollten wir einfach alles loswerden?

Wir haben uns für einen Mittelweg entschieden. Wir haben ein paar grundlegendsten Haushaltsgegenstände behalten und auf dem Dachboden meiner Schwiegereltern auf ca. 2.5 qm eingelagert.

Was haben wir behalten?

Wir haben unsere sowieso schon sehr minimale Küchenutensilien wie Teller, Besteck, unsere zwei Töpfe und eine Pfanne sowie unsere eher speziellen Küchengeräte (Hochleistungsmixer, KitchenAid, Mikrowelle mit Backfuntion) eingelagert. Nicht ganz so minimalistisch ist unsere Sammlung an Gläsern, aber auch die haben wir behalten. Dann kamen noch Sachen dazu, die man direkt in einer neuen Wohnung braucht: Matratze, Lattenrost, Bettzeug, Handtücher, zwei Kappstühle, unseren (Balkon-)Kapptisch und unsere Yogamatten.

Natürlich haben wir auch die Sachen behalten, die mit uns nach Kanada sollten. Wären da nicht unsere Taschenmesser und Rasierklingen gewesen, hätten wir auch alles als Handgepäck mitnehmen können. Darüber werde ich aber mal in einem anderen Artikel berichten.

Alles andere musste weg. Aber wohin damit?

Mein Senf

Ich denke ja, dass Besitz auch Verantwortung ist. Jeder Gegenstand hat einen „life cycle“, also feste Lebensabschnitte bestehend aus Produktion, Erwerb, Benutzung und am Ende die Entsorgung.

Wenn ich nicht bereit bin, etwas in Stand zu halten und es am Ende auch verantwortungsbewusst zu entsorgen, dann sollte ich es mir gar nicht erst holen.

Spenden ist leider nicht immer „gut“…

Bevor wir uns ins Zero-Waste-Abenteuer gestürzt hatten, hatten wir, wie die meisten, beim Umzug einfach alles, was wir aussortiert hatten in große Umzugskartons gepackt und die bei der nächsten sozialen Einrichtung abgeladen.

Da ist natürlich so die praktischste und schnellste Lösung (ich weigere mich, „einfach alles in die Tonne zu kloppen“ als „Lösung“ zu bezeichnen), aber eben nicht unbedingt die nachhaltigste.

Grund Nr. 1: Es ist häufig „Wishcycling“

Wir geben uns gerne der Illusion hin, dass alles, was wir spenden auch weiterverwendet wird. Das entspricht leider nicht ganz der Realität. Die Sachen werden sortiert und was nur schlecht einen Abnehmer finden würde wird entsorgt. Also z.B. wenn die Sachen schon zu zerfetzt, zu alt, zu speziell oder zu dreckig sind. Solche Sachen aufzubewahren nimmt schlichtweg zu viel Platz weg und wäre zu teuer.

Grund Nr. 2: Der Großteil wird in Entwicklungsländer verschifft

Das klingt ja erst mal ganz gut. Dort ist ja auch der größte Bedarf. Allerdings treibt es die jeweiligen Länder in Abhängigkeiten. Es können sich keine gesunden Märkte vor Ort entwickeln und häufig werden sogar bestehende Märkte dadurch zerstört! Und natürlich produziert der weite Transport unnötig viele Emissionen.

Die Lösung

Einfach vorher mal anrufen und nachfragen. Es gibt zum Glück Organisationen, die ihre Spenden nicht in Entwicklungsländer verschiffen, sondern vor Ort in ihren eigenen sozialen Läden verkaufen (z.B. Oxfam). Stell auch sicher, dass die Sachen, die du spenden möchtest auch alle gut erhalten sind.

Lieber alles vor Ort regeln

Das ist natürlich die zu bevorzugende Option. Man unterstützt seine lokale Community und die Umwelt wird nicht zusätzlich durch Transportemissionen belastet.

Verschenke Sachen an Freunde, Familie und Bekannte

Frage einfach mal etwas rum, wer könnte denn was gebrauchen?

Wir hatten bei uns im Flur eine „Umverteil-Ecke“ aufgestellt, wo alles war, was wir bereits aussortiert hatten. Jeder, der bei uns vorbei kam konnte durchgucken und sich mitnehmen, was sie*er gebrauchen konnte.

Ein Foto von den Vorbereitungen unserer Hausrats-Party damals 😉.

Wir hatten auch damals, als wir ins Auslandssemester nach Japan gegangen sind, eine „Hausratsparty“ geschmissen. Alles, was zum Zeitpunkt der Party in der Wohnung war durfte mitgenommen werden. Naja, fast alles, die Anlage und die Stühle haben wir ja noch für die Party gebraucht 😉. Als wir nach dem Jahr wiederkamen, trafen wir einige unserer früheren Sachen zu Hause bei unseren Freunden wieder 👍.

Klamottentausch-Parties

In fast jeder Stadt gibt es Klamottentausch-Parties! Jeder bringt einfach mit, was sie*er nicht mehr tragen möchte und kann sich mitnehmen, was ihr*ihm gefällt. Da wird eigentlich nicht drauf geguckt, dass 1:1 „getauscht“ wird.

Auch hier gilt: Vorher mal fragen, was mit den Klamotten passiert, die am Ende übrig bleiben. Denn die werden häufig gespendet und eben auch an Organisationen, die die Klamotten verschiffen.

Wir machen es einfach so, dass wir ein Auge auf die Klamotten werfen, die wir selber mitgebracht haben. Beim letzten mal war ich aber echt sehr zufrieden, weil fast alle Sachen, die ich beigesteuert hatte, innerhalb von nur 20 Minuten schon weg waren!

Lokale Facebook Gruppen, Ebay-Kleinanzeigen

Man kann seine Sachen auch über lokale Flohmarkt-, Verschenk- und Tauschgruppen auf Facebook sowie natürlich Ebay-Kleinanzeigen wieder in Umlauf bringen. Das ist mehr Arbeit, weil man alles abfotografieren und mit einer kleinen Beschreibung dann posten muss. Außerdem ist es leider so, dass die Verlässlichkeit nicht immer so prall ist und es da auch so einige nicht ganz so nette und höfliche Gesellen gibt. Immerhin heilt es einem davon, wieder unbedacht Zeugs anzuhäufen…

TipPs
  • Gibt deine Adresse nicht direkt raus! Ich bitte die Interessenten immer darum, sich eine Stunde vorher noch mal kurz zu melden, damit ich weiß, dass sie auch wirklich kommen und nicht umsonst irgendwo warte. Erst dann gibt es die Adresse.
  • Für kleine Sachen kann man gut öffentliche Treffpunkte ausmachen.
  • Sei nicht allein zu Hause, wenn jemand etwas abholt. Ich mach auch am liebsten feste Sammeltermine, wo gleich ganz viele Leute kommen, denn irgendwer springt immer ab und außerdem müsste ich sonst den ganzen Tag zu Hause bleiben, damit jeder dies und jenes nach seinem*ihrem Wunschtermin abholen kann. Die Sachen gehen an die Person, die an dem festen Termin kann.

Ebay

Man kann bei Ebay auch „nur Abholung vor Ort“ als Option anklicken.

Verschicken oder nicht verschicken…?

Allgemeine Sachen wie Küchenkrams, Haushaltsgegenstände bis zu angebrochenem Putzzeug und Essen gehen immer ganz über über Facebook-Gruppen weg, Möbel und Haushaltsgeräte über Ebay-Kleinanzeigen. Aber es kann sich schon schwieriger gestalten, wenn man spezielles Equipment in gute Hände geben möchte. Da muss man den Radius schon vergrößern und die Sachen verschicken. Natürlich sollte man dafür nicht neues Verpackungsmaterial kaufen, sondern auf das zurückgreifen, was man schon hat. Wenn man nichts hat kann man rumfragen, wer einen Karton entbehren kann.

Japp, wir haben im Keller eine ganze Menge Kartons noch hervorgeholt, seufz.

Das Gleiche gilt auch für den Kauf gebrauchter Gegenstände. Am Ende geht es, wie ich finde, immer darum, zu gucken, was die ökologischste Alternative ist. Häufig ist die umweltfreundlichste Option übrigens, das Ding gar nicht zu kaufen, aber das nur am Rande erwähnt 😉.

Mitunter ist es sinnvoller, etwas gebraucht übers Internet zu kaufen und sich in wiederverwendeten Kartons (und mit so wenig Klebeband wie möglich!) mit Zeitung als Polstermaterial zuschicken zu lassen, als es neu inklusive Verpackung bei Mediamarkt oder H&M zu kaufen. Bei jedem Neukauf kreiert man nämlich eine Nachfrage. Man zeigt dem Hersteller, dass es lukrativ ist, mehr davon zu produzieren und dass die Art, wie es produziert wurde dem nicht im Weg steht. Gleichzeitig kreiert man natürlich auch die Nachfrage nach der Verpackung, denn die hat man ja mitgekauft.

TipP

Wenn ich im Internet etwas secondhand kaufen möchte, schreibe ich den*die Verkäufer*in immer vorher an. Hier ein Formulierungsbeispiel:

„Hey XXX, ich würde gerne YYY von dir kaufen. Wäre es denn möglich, das der Umwelt zuliebe in einem schon mal benutzten Karton ohne Plastik-Gedöns und so wenig Klebeband wie möglich zu verschicken? Kann auch ruhig abgegriffen aussehen, mich stört das nicht, im Gegenteil, ich freu mich drüber!“

Das geht bei privaten Anbietern wie z.B. auf Kleiderkreisel eigentlich immer und ich hab bisher nur sehr positives Feedback zu meiner Anfrage bekommen ❤️. Bei gewerblichen Verkäufern geht das leider nicht immer, aber dann kaufe ich es einfach nicht dort. Es gibt übrigens auch eine Fashion Swap Website (Zamaro), wie das aber mit dem Versand o.Ä. gehandhabt wird, kann ich leider nicht sagen.

Was ist dann mit den Dingen, die weggeschmissen werden müssen? Da entsteht dann ja doch Müll!

Nicht alles, aber vieles kann noch ein zweites Leben bekommen! Wir haben all unsere Stoffreste und viele alte, nicht mehr tragbare Klamotten an eine Bekannte verschenkt, die viel näht. Unsere zerkratzte Plexiglas-Scheibe ging an eine Küstlerin, die damit eine neue Technik ausprobieren wollte.

Viel von unserem Kleinkram, wie z.B. Reißzwecken oder Schlüsselanhänger, ging an Leute, die bei uns zu Hause etwas abgeholt hatten. Ein Kind, das die Eltern zum Abholen mitgenommen hatte, hat sich noch in das uralte, nicht mehr sehr ansehnliche Power Puff Girl Mäppchen verliebt und es glücklich mitgenommen.

Die über zehn Jahre alten SD-Karten, die man für neuere Geräte gar nicht mehr benutzen kann, wurden mir förmlich aus den Händen gerissen! Als ich unser Sammelsurium an alten Kabeln bei Ebay-Kleinanzeigen reinstellte bekam ich über 30 Anfragen in weniger als zehn Minuten!

Einfach mal online stellen, manchmal wundert man sich.

Einige der Sachen, die bei uns in den Restmüll kamen: Alte Fotos (wir haben natürlich die digitalen Versionen behalten), abgeknibbelte Etiketten und Klebeband, eine schon lange abgelaufene Wundsalbe, Der Saum eines alten T-Shirts (auch wenn der Stoff 100% Baumwolle und damit kompostierbar ist, so bestehen die Fäden eigentlich immer aus Polyester), ein zerlöchertes Paar Socken aus Mischgewebe (= nicht kompostierbar).

Aber ja, nicht alles kann ein zweites Leben bekommen und manchmal muss man einfach in den sauren Apfel beißen. Natürlich sollte man recycelbares aus recyceln. Aber ja, klar, wir hatten auch Sachen, die im Restmüll endeten. Sie aufzuheben wäre nur eine zeitliche Verzögerung des Umumgänglichen gewesen.

Fazit: Genug Zeit einplanen

Umzüge plant man ja meistens mindestens drei Monate vorher schon, nämlich wenn man die alte Wohnung kündigen muss. Am besten fängt man dann direkt schon mit dem Aussortieren und Weggeben der Sachen an, denn wenn man möchte, dass die Sachen ein neues Zuhause finden, kann das etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Wir haben schon vier Monate vorher angefangen, obwohl damals noch gar nicht klar war, ob es mit Kanada überhaupt klappt. Für uns war das kein Problem, weil wir wussten, dass wir uns sowieso minimalistischer aufstellen wollten.

Man braucht sich nix vormachen, es ist einfach auch viel Arbeit, vor allem, wenn man viel Zeugs hat und viel aussortieren möchte. Manchmal war es schon frustrierend, weil wirklich viele Abholer sehr unzuverlässig waren, aber unterm Strich muss ich schon sagen, dass es auch eine schöne Erfahrung war.

Wir haben uns bemüht, vor Weihnachten einen ganz großen Schwung zum Verschenken online zu stellen. So viele Menschen haben uns so rührend gedankt und erzählt, dass sie sich sonst keine Weihnachtsgeschenke leisten könnten. Ganz vielen Kindern konnte man ansehen, dass ihnen etwas in unserer Umverteil-Ecke gefiel, aber sie waren alle so bescheiden und von sich aus gar nicht gefragt! Bei den leuchtenden Augen, als ich ihnen die Sachen dann schenkte, bin ich förmlich dahingeschmolzen. So viele Menschen haben ihre Lebensgeschichte mit uns geteilt, von der Alleinerziehenden Mutter, die versucht, alles unter einen Hut zu bekommen bis zum aufgekratzten jungen Pärchen, das zusammenzieht oder dem Mädel, das gestürzt war und wo meine Fußstütze nach Jahren endlich wieder zum Einsatz kam.

Vier Monate konstantem Ausmistens und Herumwühlens in Altlasten öffnen einem wirklich die Augen. Wir haben gelernt, Verantwortung für unser vergangenes Handeln zu übernehmen. In diesem Fall war es unser unbewusstes und unüberlegtes Konsumverhalten früher, das dazu führte, dass wir so viel ungenutztes Zeugs angesammelt hatten. Es hat uns sehr zufrieden gemacht, Sachen nicht zu Ramsch oder Müll verkommen zu lassen, sondern ihnen ein zweites Leben und somit wieder ihren Wert zurückzugeben.

Das Wichtigste war aber, dass es unser Verhältnis zu Materiellen Dingen zurecht gerückt hat: Love people, not things.

21 Kommentare

  1. Hi shia,

    Danke für all die tips.
    Kennst du freecycle? Das hilft mir bei jedem Umzug enorm- habe diese Woche gebrauchte Umzugskartons abgeholt, so ziemlich alles (Möbel, Küchenutensilien, einweckglaeser, wirklich ganz unterschiedliche Dinge) was wir in der Wohnung haben stammt von dort. Die (noch brauchbaren) Sachen verschenke ich dort auch, wenn sich in meinem
    Bekanntenkreis keiner findet. Ich nutze das seit Jahren in Frankreich und England have aber gerAde mal geschaut und in Dland scheint das Netzwerk auch sehr aktiv!

    Lg, Rike

  2. Majdaleena

    Hallo liebe Zero Waste Community,
    Ich gehe auch bald beruflich für 2 Jahre ins Ausland und kann insgesamt nur zwei Koffer mitnehmen. Meine Tipps sind: Vorbereitung ist alles, also am besten über einen längeren Zeitraum immer wieder fragen: was brauche ich wirklich? Hilft mir vor allem beim Ausmisten von Klamotten, da kann ich schlecht loslassen. An dieser Stelle eine Frage an euch: wisst ihr, wo man gut Leder (Winterstiefel) abgeben kann? Die Stiefel sind so alt, dass sie bestimmt niemand mehr tragen möchte, aber man kann sie sicher für andere Zwecke recyceln/verwenden.
    Zweiter Tipp (funktioniert zumindest in Großstädten wie Berlin sehr gut): Dinge einfach an die Straße stellen, mit der Notiz „zu verschenken“. Natürlich sollten die Sachen sauber und heile sein, viele stellen Kapputtes an die Straße (alte Fernseher), anstatt sie vernünftig zu entsorgen.
    Meine überflüssige Bettwäsche, Dekoartikel und andere Haushaltsgegenstände bin ich so in wenigen Stunden losgeworden und irgendwie ist das ein wirklich gutes Gefühl, auch wenn man nichts daran verdient!

    • Hm, ich würde mal beim Schuhmacher nachfragen, ob der damit noch was anfangen kann. Ansonsten ist Leder kompostierbar, wobei ich nicht sagen kann, ob Biogasanlagen damit klarkämen.
      Danke auch für die schönen Tipps 🙂

  3. Wieso sollte man nicht alleine Zuhause sein, wenn jemand über die Kleinanzeigen was abholt? Hast du da schlechte Erfahrungen gemacht?!? Ich war schon öfter alleine (oder mit Kleinkind) zuhause? Wobei das alles Verkaufssachen gewesen sind.
    Ich stelle übrigens Sachen, die ich auch verschenken würde, zu sehr niedrigen Preisen bei ebay rein – also VHB 3 € , damit kann man ein bisschen den Wust an Anfragen reduzieren, wenn was zu verschenken ist. Da sind die Leute ja wirklich manchmal unverschämt.
    Das mit dem eine Stunde vorher die Adresse erst rausgeben, ist ein sehr guter Tipp! Nach dem Umzug ist das bei uns hoffentlich nicht mehr nötig, Sachen über Ebay zu verkaufen/verschenken, aber dann würde ich das so handhaben. Jetzt ist es die alte Wohnung, da stört es mich nicht.

    • Hi Nadine,
      nein, nein, schlechte Erfahrungen hab ich da zum Glück mit Kleinanzeigen o.Ä. noch nicht gemacht und würd auch nicht davon ausgehen, aber ich gehe da lieber einfach auf Nummer sicher, weil es auf Zeitungsartikeln von uns schon sehr bedenkliche Kommentare gab und man nun einmal bei all solchen Sachen die Leute nicht kennt. Außerdem haben wir auch vorher immer Mal Sachen so verschenkt, also ohne Umzug, d.h. wir wohnten ja weiter in der Wohnung.
      Das mit den sehr niedrigen Preisen ist echt ein super Tipp, werde ich mir merken <3!
      Liebe Grüße,
      Shia

  4. Danke für Deine Entrümpelungs-Tips!
    Einiges davon beherzige ich schon selbst (das, was ich noch für gut verkaufbar halte, geht zu Oxfam, das , was zwar noch ok ist, wofür die Leute aber vermutlich kein Geld ausgeben würden, bringe ich zum Umsonstladen), aber viele Tipps waren mir auch neu bzw. darüber hatte ich noch nicht nachgedacht.
    Deinen Spruch wegen der Verpackung werde ich auch übernehmen.

    Mit nur zwei Töpfen und einer Pfanne könnte ich aber niemals auskommen, dafür koche und backe ich einfach zu gern und häufig 🙂

    • Haha, ja, wir kochen ja auch nicht gerne, auch wenn wir das fast täglich machen XD. Wir kochen deshalb immer recht einfach und brauchen daher in der Tat selten mehr als zwei Kochfelder, sprich selten mehr als 2 Töpfe/Pfannen gleichzeitig. Vielleicht kommt das aber noch, ich hab das Gefühl, dass wir mit der Zeit immer besser darin werden

  5. Hi Shia,
    danke für den Tipp, die VerkäuferInnen bei Kleiderkreisel & Co. nach der Verpackung zu fragen! Ich selbst verschicke ausschließlich in gebrauchter Verpackung, aber einfach mal nachzufragen, ob jemand anderes das auch für mich machen würde, darauf bin ich noch nicht gekommen. Ich habe Deine Formulierung letzte Woche gleich per copy/paste verwendet, als ich ein Buch für die Uni (gebraucht) gekauft habe, und die Reaktion war total nett! Man lernt einfach nie aus. 😀
    Liebe Grüße zu Euch nach Kanada!
    Anna

  6. Hallo Shia,
    wie immer ein wirklich toller und informativer Beitrag. Nach dem ich den Beitrag gelesen hatte, hab ich direkt mal die Verschenken Funktion bei Ebay-Kleinanzeigen ausprobiert. Bisher hatte ich dort immer mit mal mehr mal weniger Erfolg Sachen verkauft. Aber die Verschenken-Funktion ist toll. Ich finde es erstaunlich wie schnell sich Leute, die Freude haben an allem möglichen, finden lassen. Klar man bekommt kein Geld dafür. Aber man wird die Sachen los und sie kommen zu Leuten die noch Freude dran haben. Das finde ich super.
    Vielen Dank für die Tipps
    Lg Christine

  7. Dorothea

    Das ist ein toller Beitrag! Ich räume gerade mit meinem Freund sein Haus aus, leider landet letztendlich doch viel in der Tonne weil es einfach zu viel ist, aber wir versuchen so viel wie möglich zu verschenken und zu spenden. Ich schäme mich dabei, aber es ist wirklich zu viel. 🙁 In meiner eigenen Wohnung in der ich seit januar mit meinem freund zusammen lebe entrümpele ich regelmässig, ich stelle Kleinkram gerne in meinen geliebten öffentlichen Bücherschrank, der ist bis jetzt bei meinem nächsten Besuch immer weg gewesen. Dann wird bei unserem Umzug in eine gemeinsame Wohnung hoffentlich vorher nicht viel auszumisten sein. 🙂

    • Ja, man sammelt schon echt viel an über die Jahre, und das fällt meistens erst auf, wenn man sich tatsächlich mal ans Entrümpeln macht. Schämen brauchst du dich dafür aber nicht, finde ich 🙂
      Das ist doch eine super Erinnerung daran, in der neuen gemeinsamen Wohnung gar nicht erst Zeugs anzuhäufen 🙂

  8. Ein ganz toller Beitrag! Ich habe mir angewöhnt, immer mal wieder durch die Wohnung zu gehen, einzelne Schubladen zu öffnen und mich zu fragen „Brauche ich das noch?“. Wenn nein, dann geht es auf einem von den von dir genannten Wegen an einen neuen Besitzer. Dadurch reduziert man automatisch und bei Neukäufen frage ich mich grundsätzlich „Brauche ich das wirklich oder will ich das gerade nur aus einer Laune heraus haben?“

    Du hast einen tollen Blog, ich danke dir für die vielen Anregungen!

    • Finde ich super! Ansonsten bringt ausmisten nämlich gar nichts, wenn man doch wieder unüberlegt neue Sachen anhäuft :D!

  9. Hallo Shia,
    Ich habe mal einen Artikel gelesen, über die Altkleidersammlung. Dort stand, dass alles wiederverwertet wird. Selbst wenn es nicht mehr tragbare Kleidung ist, es werden teilweise sogar die Fäden wieder hergestellt und für neue Teile verwendet. Seitdem werfe ich alles was nicht mehr getragen werden kann und sonst keiner mehr möchte in den Altkleider Container. Viele Teile werden nach Indien verschifft (da sind wieder die Transport Emissionen) aber die Leute dort leben von der Aufbereitung unserer alten Kleidung.
    Übrigens super Blog, ich bin immer ganz gespannt auf deine Artikel.
    Liebe Grüße
    Carolin

    • Hi Carolin,
      das mit dem „Wiederverwerten“ ist leider so eine Sache…. Denn die Müllverbrennung zählt auch als „energetische Verwertung“. Dass wieder Fäden aus den Sachen hergestellt wird stimmt, geschieht nur äußerst, äußerst, äußert selten, einfach, weil die meisten Kleidungsstücke heutzutage aus Mischfasern bestehen. Genau auch weil die Sachen verschifft werden (siehe Artikel oben), lasse ich persönlich meine Finger von Altkleider-Containern. Wie gesagt, das zerstört die Märkte vor Ort und bringt die Länder in Abhängigkeiten. Dass Menschen davon leben ist klar, aber generell würden sie besser leben, hätten wir nicht einfach mal ihre Wirtschaft kaputt gemacht, schnüff… Das ist zumindest meine Meinung…
      Liebe Grüße,
      Shia

  10. Anne Bohl

    Das ist eine super Liste mit tollen Tipps! Da wir gerade selbst ausmisten (um Platz für Nachwuchs zu machen <3 ), kommt das gerade recht! Lieben Gruß mal wieder an euch in die Ferne!

  11. Liebe Shia,
    ein wirklich schöner und hilfreicher Artikel! Mir gefällt deine Einstellung und auch deine Art darüber zu schreiben. Ich bin weit davon entfernt so müllarm und nachhaltig zu leben wie du und dein Mann und auf manches kann ich auch nur schwerlich verzichten. Mir gefällt es aber, wir respektvoll und persönlich du in deinem Blog schreibst, sodass ich mir immer wieder gerne etwas bei euch abschaue, aber auch kein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich Sachen anders und weniger nachhaltig mache. Das finde ich sehr besonders bei dir und damit zeigst du auch ganz praktisch deine Liebe zu Menschen…

    Danke dir für dein Engagement und dafür, wie du es teilst
    Alles Liebe für dich und deinen Mann
    Svenja

    • Ich muss mich da direkt bei Svenja anhängen, denn ich empfinde das GANZ genauso (und lebe auch noch lange nicht so müllarm) und bin gerade wegen deiner Liebe zu Menschen, die überall durchscheint so inspiriert von deinem Blog… Ich habe eben erst voller Begeisterung meinem Mann von dir und deinem Blog und diesem Post erzählt 😀

      Ich wünsche dir, dass dir die Liebe nicht ausgehst, du weiterhin Spaß an deiner Arbeit hast und noch viele Menschen inspirieren und zum nachdenken anregen kannst.

      Ganz viele Daumen hoch für dich und alles Liebe!
      Anna

  12. Ich bin so glücklich, dein Blog gefunden zu haben und lese jeden Beitrag mit Genuss. Ich habe mir vor kurzem eine Wurmkiste angeschafft und so langsam fangen sie auch an, fleißig zu futtern. Den Humus kann ich bestens für meinen grünen Balkon gebrauchen. Jetzt überlege ich mir, mal einiges auszumisten, obwohl ich nicht umziehen werde. Ich habe aber eine sehr kleine Wohnung und die platzt förmlich aus allen Nähten. Ich danke dir vielmals für die Anregungen und Tips. Der Beitrag hier ist einfach toll! Bin echt gespannt, was von dir noch alles kommt. Weiter so!
    LG, Manuel

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