Mini-Lampenschirme aus Muffin-Papierförmchen #upcycling

Wer kennt sie nicht? Die kleinen Papierförmchen, die man benutzt, um Cupcakes und Muffins zu backen. Sehen hübsch aus, landen aber leider direkt nach dem Verzehr der kleinen Küchlein im Müll. Wirklich brauchen tut man dabei nicht. Stattdessen kann man sein Muffinblecht auch einfach einfetten, oder ihr habt wie ich Silikonformen, die aussehen wie die Förmchen aus Papier. Die sind nicht nur stabiler und sind natürlich wiederverwendbar – die muss man nicht mal einfetten!

Was macht man nur mit den Papierförmchen, die man übrig hat, wenn man einmal heraus hat, dass man die Dinger gar nicht braucht? Man kann aus ihnen Lampenschirme machen! Als Upcycling wird das neuerdings bezeichnet. Das bedeutet, dass man aus etwas, das entweder müllreif ist oder als wertlos angesehen wird, etwas Neuwertiges macht, also die Sachen aufwertet.

Die Hartz IV Möbel und die 100 Sec Lamp aus Muffinförmchen

Da ich nun jeden Abend viel zu Müllvermeidung, nachhaltigen Lebensgewohnheiten, sowie Minimalismus, Alternativen zu einem konsum-orientierten Leben und generell alternativen, aber urbanen Lebensentwürfen lese, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich auf den Architekten Van Bo und seine Hartz IV Möbel stieß. Sein Motto ist konstruieren statt komsumierenEr hat allerlei meist ziemlich multifunktionale Möbel entworfen, die man ohne fetten Geldbeutel selbst nachbauen kann, und die dabei so gut aussehen, dass man danach trotzdem auf dicke Designerhose machen kann ;). Dass es ein soziales Designrojekt ist, merkt man z.B. auch am Piscator Table. Den hat er speziell für die Verwendung in Ein-Raum-Wohnungen entworfen und sich dabei offenbar am Plattenbau-Grundriss des am häufigsten verbreiteten Typenbau in Deutschland, der Wohnbauserie 70, orientiert.

Wieso das Konzept denn nachhaltig ist? Ganz einfach! Möbel selber bauen ist noch gute alte Handarbeit. Das bedeutet, dass es ressourcenschonender ist als eine Produktion in der Fabrik, weil man vieles, was Maschinen, die Energie benötigen, sonst übernehmen, in Eigenarbeit macht. Van Bos Möbel sind übrigens sehr materialeffizient. So besteht sein 24€ Sessel aus einem einzigen 18mm starken Brett, für das er Kiefernholz vorschlägt, da es eine in Europa unbedenkliche Holzart ist. Das Brett kann man im Baumarkt kostenlos zuschneiden lassen und so den Sessel CO2-arm mit Bus, Bahn oder sogar mit dem Fahrrad transportieren! Bretter lassen sich übrigens generell gut stapeln und so auch umweltfreundlicher transportieren. Je luftiger Sachen verpackt sind, desto umweltschädlicher ist der Transport. Leuchtet ja eigentlich auch ein – schließlich wird in dem Fall einfach Luft hin und her gefahren…

Alle Bauanleitungen kann man kostenlos herunterladen. Kostenlos, was Geld angeht. Van Bo möchte als „Bezahlung“ gerne Offenheit und Fairness, ein bisschen Feedback und ein Bild vom vollendeten Werk. Nicht zu viel verlangt, wie ich finde. Wie ich selbst schon häufiger feststellen musste, ist das alles leider keine Selbstverständlichkeit.

Diese Lampenschirme aus Muffin-Papierförmchen heißen 100 Sec Lamp. Im Grunde braucht ihr nur Muffin-Papierförmchen und Büroklammern und legt los und haltet euer Werk immer mal an, um zu gucken, ob es von der Größe her passt. Ich habe noch etwas mit dem Tacker herum experimentiert. Nicht so zero-waste wie die Büroklammern, ich weiß, aber hält an einigen Stellen besser. Holt euch aber die Bauanleitung von Van Bo, ihr wisst schon, spread the word und so^^.

Achja… Muffin-Papierförmchen können zwar hohe Temperaturen aushalten (sonst könnte man ja keine Muffins darin backen ;)), dennoch würde ich aus Sicherheitsgründen alte Glühbirnen oder Halogenlampen nicht mit so einem Mini-Lampenschirm ausstatten. Wir haben LEDs, die kann man sogar anfassen ohne sich zu Verbrennen, da kann zum Glück nichts brennen :).

Nachhaltigkeit und Zero-Waste

Mir liegt ja das Thema Nachhaltigkeit sehr am Herzen. Deswegen möchte ich diese Woche wieder ein bisschen über unsere Erfahrungen berichten. Um nachzuvollziehen, warum wir diese Schritte gehen, guckt euch dieses richtig gut gemachtes Video an, das traurigerweise seit seiner Produktion 2007 kein bisschen an Aktualität verloren hat…

Für die, die es nicht wissen… Seit September schon stellen unseren Haushalt auf zero-waste um, was bedeutet, dass wir statt unseren Müll schön brav und anständig zu trennen, ihn lieber gleich komplett vermeiden. Denn gar kein Müll ist deutlich besser, als Müll (energie- und ressourcen-)aufwendig zu recyceln – von der Produktion von den ganzen Verpackungen möchte ich gar nicht erst anfangen. Papiertüten sind ja nicht so schlimm wie Plastiktüten? Ja, das stimmt. Aber erst gar nicht auf Einwegtüten zurück zu greifen ist noch besser! Dann müssen keine Wälder abgeholzt werden, um das Papier zu produzieren, und die Papiertüte – sofern sie überhaupt ihren Weg in den Recycling-Kreislauf findet – muss nicht aufwendig wieder recycelt werden, was natürlich Energie verbraucht, die in Deutschland wiederum zu einem beachtlichen Anteil aus Kohle- und Atomkraft gewonnen wird.

Das Ziel von Zero-Waste ist es, nach Möglichkeiten wirklich gar keinen Müll zu produzieren. Meinen Aha-Moment hatte ich, als ich gesehen habe, dass der Müll eines ganzen Jahres der immerhin vierköpfigen Familie Johnson aus San Francisco in ein ca. 1,5L Einmachglas passt!! Das muss sich doch auch hier umsetzen lassen, schoss es mir direkt durch den Kopf!

Die fünf R’s

Béa Johnson spricht von den fünf R’s:

  1. Refuse – ablehnen!
    Es ist einfach mal wichtig, „nein“ zu sagen. Nein zu in Plastik eingeschweißten Gurken, nein zu kostenlosen Freebies, die früher oder später ja doch im Müll landen, nein zu Werbeprospekten, nein zu Visitenkarten, die man sich nie wieder anguckt, nein zu Coffee-to-go-Bechern, nein zu allem, was man nicht wirklich braucht.
  2. Reduce – reduzieren!
    Jeder weiß um die verheerenden Bedingungen und Folgen von Massentierhaltung. Darunter leiden nicht nur Millionen Tiere, nein, darunter leidet auch die sonstige Umwelt und unsere Gesundheit. Ich habe aber Verständnis dafür, dass nicht jeder gleich vegan werden möchte oder kann. Man kann auch einfach reduzieren! Würde jeder an nur einem Tag in der Woche vegan essen, hätten wir bereits sehr viel geschafft! Das Gleiche gilt generell für unser gesamtes Konsumverhalten.
    Wer von euch hat Klamotten im Schrank, die nie getragen werden und die man nicht vermissen würde – bitte einmal die Hand heben! Ja, genau, im Grunde jeder einzelne von uns! All diese Klamotten mussten produziert werden. Das hat Ressourcen gekostet, ganz sicher wurden bis zum Ladentisch viele Menschen ausgebeutet, darunter ganz, gaaaanz sicher auch Kinder. Wofür? Dafür, dass sie in unseren Schränken von Motten angeknabbert werden? Übermäßiger Konsum, wie er heutzutage leider üblich ist (ich nehme mich da keines Falls raus!) schädigt Mensch, Tier und Umwelt. Es ist kein Geheimnis, dass im Produktionsprozess unzählige Menschen unter schlimmsten, oftmals gesundheitsschädlichen Arbeitsbedingungen arbeiten müssen, dass viele Ressourcen fragwürdig gewonnen bzw. angebaut werden, dass viele Giftstoffe überall verarbeitet, und dass natürlich auch die Umwelt verpestet und Lebensräume für Tiere zerstört werden. Und ein Großteil davon für nichts und wieder nichts! Weil die Sachen in unseren Schränken verstauben, als Essensreste im Müll landen oder sie bereits im Vorfeld auf eine sehr kurze Nutzungsdauer (z.B. Coffee-to-go-Becher, Papiertaschentücher, Wattepads, Spülschwämme) angelegt sind.
  3. Reuse – wiederverwenden!
    Im Grunde kann man alle Einwegwaren gegen wiederverwendbares eintauschen – und es ist so lächerlich einfach, weil man nicht mal seine Gewohnheiten richtig umstellen muss!

    • Wattepads durch selbstgenähte Stoffpads
    • Papiertaschentücher durch Stofftaschentücher
    • Küchenpapier durch Mikrofasertücher
    • Spülschwämme durch Spüllappen
    • den Coffee-to-go-Becher durch einen Thermosbecher
    • Einwegflaschen durch eine Trinkflasche, die man einfach wieder auffüllt
    • Butterbrottüten durch eine Brotdose
    • Gefrierbeutel durch Tupperdosen
    • Backpapier durch eine (Silikon-)Backmatte
    • und wie ich feststellen musste, muss man Alu- und Frischhaltefolie nicht mal ersetzen, man braucht sie eigentlich gar nicht!
  4. Recycle – recyceln!
    Recycling klingt zwar immer so gut, ist aber leider schlechter als sein Ruf. Ein echter, in sich geschlossener Kreislauf ohne Reibungsverluste ist es nämlich nicht. Im Recycling-Prozess muss immer noch Energie zugeführt werden, was wieder zusätzliche Ressourcen kostet. Außerdem sind die Recycling-Produkte qualitativ fast immer etwas minderwertiger, d.h. es ist zumeist eher ein Downcycling. Man denke an Recycling-(Klo-)Papier. Glas sei angeblich der einzige Wertstoff, die man ohne Qualitätsverlust recyceln kann – allerdings verursacht das Recyceln ebenfalls einen erheblichen Energieverbrauch.
    Das Wenige, was sich doch noch ansammelt, obwohl man schon ablehnt, reduziert und wiederverwendet, sollte man aber trotzdem dem Recycling-Kreislauf wieder zuführen. Besser als auf der Müllkippe zu landen ist das allemal! Also nicht einfach alles in die Restmülltonne werfen! Wie, es trennt doch jeder in Deutschland seinen Müll gewissenhaft? Naja, wie häufig wirft man auf der Straße oder im Park was in einen der dort aufgestellten Mülleimer? – Ja, das ist Restmüll. Die meisten Gastro-Betriebe trennen ihren Müll ebenfalls nicht. Alles, was man dort auf dem Tisch lässt und nicht mitnimmt, um es zu Hause zu trennen ist – richtig geraten – Restmüll. Tetra-Paks? Da werden Aluminium, Papier und Plastik so miteinander verwurstet, dass es in der Tat unmöglich ist, einen Tetra-Pak zu recyceln. Nur, weil er in den Gelben Sack kommt, heißt das noch lange nicht, dass die Dinger recycelt werden! Davon abgesehen, dass viele Gelbe Säcke sowieso in Müllverbrennungsanlagen wandern… Wir recyceln und trennen also unbewusst weniger, als wir häufig denken, und als uns auch häufig durch Mülltrennung weisgemacht wird.
  5. Rot – kompostieren!
    Kompostieren ist tatsächlich die beste Art der Müllverarbeitung und wird nicht umsonst als „Upcycling“ bezeichnet, denn aus Küchenabfällen kann reichhaltige Komposterde werden, ein perfekte Dünger für Pflanzen. Aus dem, was in der Biotonne landet, wird inzwischen aber auch immer häufiger Biogas gewonnen, auch nicht die schlechteste Alternative.
    Wer einen Garten hat, kann gut selbst kompostieren. Das ist in sofern umweltfreundlicher als eine Biotonne, weil der Müll nicht noch durch die Landschaft chauffiert werden muss, und ja meistens im gleichen Garten direkt als Dünger eingesetzt wird. Absolut lokal sozusagen ;).
    Wir haben in unserem Wohnhaus am Rande der Fußgängerzone in Bochum allerdings keine Biomülltonne. Wir haben auch keinen Garten, wo man einen Komposthaufen oder Komposter aufstellen könnte. Wir sind Stadtmenschen, die sich bereits sehr glücklich schätzen, einen Balkon (inzwischen zwei, yeah ;)!!) aufweisen zu können. Was nun? Ziemlich zeitgleich habe ich von der lieben Blogleserin Cynthia und von Olga vom Blog Zero Waste Lifestyle den Tipp mit der Wurmkiste bekommen, was dazu führte, dass ich mich wie eine (wahrscheinlich von einem Kompostwurm) Besessene in die stadtwohnungsfreundliche Wurmkompostierung eingelesen. Na gut, ich geb’s zu, ich habe bestimmt mehr Videos dazu geguckt als ich gelesen habe ;)… Eine Wurmkiste ist in der Tat . wie der Name ja irgendwie schon andeutet – eine Kiste, worin Kompostwürmer leben, die die Küchenabfälle auffuttern und als tollen Dünger – Wurmhummus genannt – wieder ausscheißen, äh, ausscheiden. Das Geniale daran ist, dass das alles im Gegensatz zur Biotonne absolut geruchlos vonstatten geht! Mehr dazu erfahrt ihr in diesem Artikel, bei dem ich mich auch zum Teil vor Lachen weggehauen habe ;).
    Tipp: Wer nach deutschsprachigen Infos sucht, wird generell nicht ganz so viel finden (aber dennoch eine ganze Menge). Unter worm bin composting findet man aber deutlich mehr, vor allem auch Videos.

Es ist ein Prozess…

Das Ganze ist ein Prozess, für den wir uns auch unsere Zeit nehmen möchten. Man kann ja auch nicht gleich loslegen und einen Marathon laufen ;). Zero-waste bedeutet, seine Lebensgewohnheiten hier und da umzustellen. Wir packen dabei eine Baustelle nach der anderen an, denn würden wir gleich überall ansetzen, würden wir wahrscheinlich frustriert die imaginierte Flinte in unsere momentan so schon ziemlich traurigen Balkonpflanzen schmeißen – und die haben es unter unserer Obhut schon schlimm genug!

Wir sind glaub ich ganz gut dabei, aber noch lange nicht angekommen. Von September bis Dezember haben wir zu zweit nur ca. einen 10L-Eimer an neuem Gelben-Sack-Müll und geschätzte 15 L Papiermüll produziert. Alles andere waren nur Küchenabfälle, also Biomüll, den wir aber leider hier im Wohnhaus in die Restmülltonne schmeißen müssen :(. Im Jahr 2013 wurden pro Einwohner 453 kg Abfall eingesammelt, davon 36% Restmüll, was 163 kg entspricht. Das muss doch wirklich nicht sein! Denn entgegen der impliziten emotionalen Annahme, dass Müll „weggebracht“ sei, sobald er abgeholt wurde, löst er sich danach nicht einfach in Luft auf ;). Aus den Augen, aus dem Sinn trifft unseren Umgang mit Müll sehr gut.

Unseren Plastikmüll wollen wir auf Null schrauben und wir hoffen auch, irgendwann wie die Familie Johnson (die Zero-Waste-Familie) unseren Jahres-Gelber-Sack- und Restmüll in ein 1L-Einmachglas packen zu können! Aber hier und da verstecken sich halt doch noch Plastik-Verpackungen in Pappschachteln (an dieser Stelle mal ein ganz großes BUUUHHHH!!), oder Freunde bringen Erdnüsse, Chips, Schokolade, Bierflaschen mit Kronkorken mit. Auch werde ich bestimmt keiner Freundin jetzt verbieten, ihre Damenhygienehinterlassenschaften plus Verpackungen bei uns zu entsorgen ;). Bald wollen wir auch unsere geruchslose Wurmkompostierung in der Wohnung starten. Keine Angst, die Würmer wollen gar nicht aus ihrer Kiste ausbüchsen, das ist denen doch viel zu hell und nicht feucht genug ;). Die Kiste ist bestellt und ich habe auch allen, die mir noch zuhören mögen, von der Wurmkiste und meiner Suche nach regionalen Kompostwürmern erzählt. Man kann die Würmer zwar auch online bestellen, aber das würde ich gerne vermeiden, weil das nicht nur wieder viel Verpackungsmüll nach sich zieht, sondern die armen Dinger auch stresst und ggf. so traumatisiert, dass sie sich nicht einleben können. Ja, wenn es so weit ist müssen wir hoffentlich wirklich nur noch alle paar Monate einmal den Müll runterbringen zu müssen – denn die Würmer futtern neben den Küchenabfällen auch einen Teil des Papiermülls!

Wir gewöhnen auch gerne die Leute in den Geschäften oder Restaurants ganz vorsichtig an uns. Vegan und zero-waste ist für die meisten doch etwas viel auf einmal ;). In Geschäften kaufe ich also erst mal mein loses Gemüse und gewöhne die Leute dort daran, dass ich Wäschenetze benutze. Irgendwann komm ich mit meinen eigenen Gläsern an. Dann irgendwann erzähle von den Supermärkten, die ihre Lebensmittel unverpackt anbieten, und frage vorsichtig nach und mache ein paar Vorschläge. In Restaurants bzw. Imbissen frage ich erst nach Möglichkeiten, dieses oder jenes Gericht vegan zu bekommen. Beim nächsten Besuch (die meisten Leute erkennen mich tatsächlich auch direkt wieder XD) bitte ich sie dann darum, uns keine Servietten zu geben und auch andere Einwegsachen wegzulassen. Die meisten zeigen sich sehr kooperativ und auch neugierig, und haben sich nun auch schon an uns und unsere „Macken“ gewöhnt ^^. Sie merken ja, dass wir auch immer wieder kommen. Es hilft auch, häufiger mal Freunde noch mit anzuschleppen und sich auch mal zu entschuldigen, dass man eben etwas komplizierter als die anderen Kunden ist und Verständnis dafür hat, dass das von Verkäufer-bzw. Gastronomseite aus auch nicht so einfach ist.

So wenig neuen Müll wir auch produzieren, so viel hatten und haben wir noch von vorher zu Hause rumfliegen. Viel haben wir natürlich jetzt auch in den sechs Monaten verbraucht und einfach nicht nachgekauft. Einen weiteren großen Teil an verpackten Verbrauchs- und Einwegwaren – von Küchenpapierrollen über Kosmetika bis hin zu Büroartikeln – haben wir entweder direkt an Freunde und Bekannte, oder über lokale Facebook-Gruppen verschenkt.

Aber wir verschleudern nicht nur unsere Verbrauchs- und Einwegsachen. Wenn man einmal anfängt, seine Gewohnheiten sowie das eigene Konsumverhalten unter die Lupe zu nehmen, stellt man fest, dass man nur einen Bruchteil seines Hausrats wirklich benutzt und der Rest nur die Wohnung vollstellt und bestenfalls als Isolierung oder für eine nicht so hallende Akustik im Raum sorgt. Wir sind sozusagen an Minimalismus erkrankt! Tja, so fing ich vor drei Wochen an, einen Großteil unseres Hab und Guts an mir absolut unbekannte Menschen über das Internet zu verscherbeln XD. Das hat zum einen zu einen super übersichtlichen Haushalt (yay!), und zum anderen zu vielen lustigen und auch total interessanten Begegnungen geführt :). Allerdings wurde ich auch bestimmt in 50% der Fällen versetzt, weil sich Krankenhausnotfälle, seltsame, plötzlich auftretende Krankheitserscheinungen wohl zu dieser Jahreszeit unerklärlicherweise häufen, hmmmmm. Eine Person war wenigstens so ehrlich zuzugeben, dass sie nach einem langen Spaziergang schlicht und ergreifend keine Lust mehr hatte, vorbei zu kommen, um sich die Sachen abzuholen…

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