Giveaway: „Einfach leben: Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil“ von Lina Jachmann

Zero Waste hat für mich persönlich sehr viel mit Minimalismus zu tun. Damit meine ich aber keinen Einrichtungsstil, sondern die Einstellung.

Andauernd heißt es, dass ich auf dies oder jenes „verzichte“. Und immer leiere ich den gleichen Text herunter. Mein Leben hat nichts mit „Verzicht“ zu tun, denn Müll bereichert mein Leben nicht. Mir geht es darum, mich auf das zu konzentrieren, was mir etwas gibt und den unnötigen Rest wegzukürzen. Und der überwiegende Teil, der so unverhältnismäßig viel Müll produziert gibt mir einfach nichts.

Meistens folgt dann ein leicht irritierter Blick. Nein, nein, so sei das auch nicht gemeint, sondern, wo es halt echt schwer sei und ich „Kompromisse“ machen müsse. Und ob ich nicht doch mal „sündige“. Ich seufze innerlich und setze an, zu erklären, dass das alles eine sehr defizitorientierte Perspektive ist.

Lange habe ich überlegt, warum alle sich so darauf stürzen, zu wissen, wo es nicht klappt. Warum sich die ganze Logik um Verzicht und Selbstgeißelung dreht, und alle annehmen, dass wir an Lebensqualität einbüßen müssten.

Mit der Zeit dämmerte es mir. Es liegt unter anderem am Namen. „Zero“ Waste heißt schließlich „Null Müll“. Das verleitet – wie auch bei „plastikfrei“ – natürlich immer dazu, sich auf die Suche nach der Nadel im Heuhaufen zu machen, um sagen zu können: „Ha! Das stimmt aber nicht, da fällt ja doch Müll (bzw. Plastik) an!“

Minimalismus hingegen kommuniziert es von Anfang an anders. Es geht gerade nicht darum, sich negativ in dem zu verlieren, wo etwas (noch) nicht ideal ist. Stattdessen konzentriet man sich auf das Wesentliche und lässt sich nicht den Kopf von Besitz und einem konstanten „zu viel“ verkleben. Lebensqualität durch Komplexitätsreduktion statt Verzichts- und Selbstgeißelungslogik.

Einfach Leben: Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil

„Einfach leben: Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil“ von Lina Jachmann (affiliate Link) beleuchtet die sehr unterschiedlichen Facetten von Minimalismus. Statt auf irgendwelche starren Regeln und Definitionen, die ein „Richtig“ und ein „Falsch“ suggerieren, setzt Lina auf Inspiration und Individualismus. Denn jeder Mensch ist unterschiedlich, hat andere Bedürfnisse, andere Lebensumstände, andere Träume. Jeder hat eine andere Auffassung von Minimalismus und wo Minimalismus für einen greift.

YouTuber Jenny und David ©Marlen Müller

Wenn ihr euch mit dem Thema Minimalismus beschäftigt, werdet ihr in diesem Buch viele bekannte inspirierende Personen und Projekte antreffen. Ich folge schon seit längerem z.B. der Minimalismus YouTuberin Jenny Mustard (YouTube | BlogInsta) und hatte auch schon ihren Umzug nach Berlin mitverfolgt 😇.

Joachim Klöckner ©Marlen Müller

Joachim Klöckner ist bekannt dafür, wirklich nur ganz wenige Dinge zu besitzen. 50, wenn er die Socken einzeln mitzählt. Minimalismus ist für ihn ein Tool, um sich mehr Richtung innere Autonomie, Individualität und Selbstständigkeit zu entwickeln.

©Knesebeck-Verlag

Ich bin auch ein ganz großer Fan der Tiny-House-Bewegung! Und sowieso finde ich ganz toll, was Van Bo Le-Mentzel so macht. Sein Motto: Konstruieren statt konsumieren! Seine Projekte verfolge ich auch schon ziemlich lange und war von der 100€ Wohnung sehr begeistert. Wir wollten uns so gerne als Test-Bewohner bewerben, sind nur leider gerade in Kanada… (Hartz IV Möbel | 1qm Haus | 100€ Wohnung)

Maddie von dariadaria.com ©Andrea Cislaghi

Weit über der Minimalismus-Szene hinaus ist natürlich die Maddie vom Blog dariadaria (Blog | Insta | YouTube) bekannt. Sie lebt vegan, engagiert sich für Flüchtlinge, ethische Mode und schreibt auch über Zero Waste und Minimalismus.

Milena vom Berliner Unverpackt-Laden Original Unverpackt ©Marlen Müller

Der Berliner Unverpackt-Laden Original Unverpackt ist wahrscheinlich der bekannteste Deutschlands. Dahinter steckt Milena, die für mich ein Stück Silicon Valley Startup Spirit in Deutschland verkörpert. Wie bei den Tech-Pendants geht es auch bei ihr um ein bisschen mehr Innovation und Verbesserung im Alltag: Unverpackt einkaufen und sich seinen Zielen durch etwas mehr Organisation annähern zum Beispiel. (Original Unverpackt | Ein guter Plan)

©Marlen Müller

Ja, und irgendwie sind auch Hanno und ich drin vertreten 😉. Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass ich ganz häufig betone, dass es mir bei „Zero“ Waste eigentlich um „Minimal“ Waste geht. Darum, dass wir uns nicht selber fertig machen, weil wir nicht perfekt sind und hier und da unweigerlich und häufig außerhalb unserer Kontrolle trotzdem Müll anfällt. Man kann nicht alles kontrollieren und es ist vollkommen ok nicht perfekt und ideal zu sein.

Fazit

Ich kann das Buch nur empfehlen. Natürlich gibt es darin noch viel mehr Inspirationen und Porträts. Wir haben uns auch schon so einige Rezepte gemerkt, die wir ausprobieren wollen. Dies sollte auch gar keine Rezension sein, sondern einfach nur mein ganz persönlicher Eindruck. Außerdem wollte ich euch gerne die Leute darin vorstellen, die uns bisher inspirierend begleitet hatten und wo ich mich sehr freute, sie in dem Buch zu entdecken.

Giveaway

Der Verlag hat mir drei Exemplare zum Verlosen zur Verfügung gestellt.* Teilnehmen könnt ihr, indem ihr

  • mir unter diesem Artikel einen Kommentar zum Thema Minimalismus und/oder Minimal Waste hinterlässt. Bitte hinterlasst dafür eure eMail-Adresse, damit ich euch kontaktieren kann. Die kann außer mir niemand sehen.
  • mir auf dem dazugehörigen Facebook-Post einen Kommentar zum Thema Minimalismus und/oder Minimal Waste hinterlässt.
  • auf Instagram einen Post zu Minimalismus mit dem Hashtag #WastelandRebelLebtEinfach macht und mich darin taggt (@_wastelandrebel_). Der Hashtag ist wichtig, damit ich eure Posts hinterher auch finde.

Ich freue mich natürlich auch, wenn ihr mir auf Facebook und Insta folgen möchtet 😊.

Bitte beachtet, dass das Buch leider wie üblich in Plastik eingepackt ist. Eine eBook-Version gibt es (noch?) nicht. Ich möchte hier dem Knesebeck-Verlag aber danken, dass sie mir die PDF zur Verfügung gestellt haben.

*Dieser Artikel ist bis auf die drei Exemplare zum Verlosen nicht gesponsort. Ich habe dafür, im Buch abgebildet zu sein, zwei Belegexemplare erhalten, wovon ich eins schon meiner Ma, einer wahren Maximalistin 😂, geschenkt habe. Das andere wollen wir Hannos Eltern schenken.

Update 6.5. 2017: Die Gewinner stehen fest! Herzlichen Glückwunsch an:

 

Teilnahmebedingung

  • Ihr seid volljährig
  • Ihr habt euren Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz

Das Gewinnspiel läuft bis einschließlich Do. 04.05.2017 (bis 23:59 Uhr). Die glücklichen Gewinner*innen werde ich am 05.05.2017 hier in diesem Artikel und bei Facebook bekannt geben und natürlich auch (per E-Mail) anschreiben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Ich drücke die Daumen und bin gespannt auf eure Antworten 😊!

DATENSCHUTZ UND ABLAUF

Für die Teilnahme könnt ihr auch einen Spitznamen oder nur euren Vornamen angeben. Wichtig ist die E-Mail-Adresse, damit ich euch im Falle des Gewinns benachrichtigen kann. Erst dann werdet ihr nach Namen und Adresse gefragt, damit der Verlag euch das Buch zuschicken kann.

Eure eingegebenen Daten werden ausschließlich für dieses Giveaway verwendet, und nur im Fall, dass ihr gewinnt, werden eure Daten in Form des E-Mail-Verkehrs auf meinem Computer gespeichert (auf Wunsch kann ich die Mails aber natürlich auch löschen, nachdem das Buch gut angekommen ist).

Selbstverständlich behandle ich eure Daten vertraulich und gebe sie nicht an Dritte weiter. Eure für das Giveaway angegebenen Daten wie (Spitz-)Name und E-Mail-Adresse kann nur ich sehen und erst im Fall des Gewinnes und nach der Kontaktaufnahme bekommt der Verlag dann euren Namen und die Adresse für die Abwicklung.

Zur Bekanntgebung des Gewinners/der Gewinnerin werde ich nicht den vollen Namen veröffentlichen, sondern entweder den angegebenen Spitznamen (z.B. „Sahnetörtchen234“) oder den eingegebenen Vornamen mit abgekürztem Nachnamen (z.B. „Alex K.“) verwenden.

78 Kommentare

  1. Dank Dir für Deine inspirierenden und unverkrampft geschriebenen Beiträge.
    Ich entmülle mein Leben seit ein paar Jahren und es kommen immer mehr Bereiche dazu, in denen ich weniger als besser empfinde. Shampoo, Duschgel und Zahncreme benutze ich dank einiger sehr spannender Blogs nun schon länger nicht mehr und bin sehr sehr froh damit.
    Ein Thema, dass ich schon lange auf dem Schirm habe und jetzt aber mehr in den Fokus rücke sind Geschenke. Es ist eine nette Geste, wenn Leute etwas schenken. Aber meist wird ja nicht geschenkt, weil der beschenkte genau das gerade benötigt, sondern weil es einen Anlass gibt und dann nach irgendeinem Geschenk gesucht wird. Damit hat der Schenkende den Stress, etwas tolles zu finden und der Beschenkte hat Zeug, dass er sich nie gekauft hätte.
    In meiner Geburtstagseinladung habe ich dieses Mal ausdrücklich darum gebeten, kein Geschenk sondern lieber etwas für’s Buffet oder auch einfach gar nichts mitzubringen. Mir geht es schließlich darum, mit meinen Freunden zusammen zu sein.

  2. Dorothea

    Liebe Shia,

    Ich teile deinen Ansicht dass Minimalismus eher eine Lebenseinstellung anstatt ein Einrichtungsstil ist. Ich finde zu viel Besitz den man nicht braucht belastend, während andere „Vorräte“ aller Art eher als beruhigend empfinden. Mein Vater, der in der DDR aufgewachsen ist, hat jahrelang alles was er braucht auf Vorrat gekauft, da er damit aufgewachsen ist dass nicht alles was man braucht jederzeit verfügbar ist. Der Oberknaller waren zehn Putzeimer. Wir müssten jetzt noch welche übrig haben falls jemand welche braucht. 😉 Die Eltern meines Verflossenen aus Bulgarien haben grundsätzlich alles was sie hatten aufgehoben und nichts weg geworfen (auch eine Form des zero waste..) weil man eben doch eventuell alles noch mal brauchen kann und auch sie in einer Mangelgesellschaft lebten. Ich denke solche Angewohnheiten wird man dann auch schlecht wieder los.
    Ich sortiere regelmässig und spende, verkaufe und verschenke meine alten Sachen. Gewisse Vorräte horte ich aber auch, wie zum Beispiel einen Berg Löwenzahnhonig den ich derzeit in Massen auf Vorrat einkoche. 😉

  3. Das Buch klingt super, einige Personen lese oder schaue ich auch schon seit Jahren und finde sie einfach inspirierend.
    Deine Sichtweise aufs Zero finde ich entspannt, da könnten sich einige eine Scheibe von abschneiden. 🙂

  4. Birgit

    Hallo Shia, vielen Dank für die Mühe, die du dir mit deinen Blogs und Posts immer gibts. Ich lese seit ca. 1 Jahr mit und konnte schon viele Anregungen mitnehmen.
    Das Buch klingt toll und ich würde mich sehr über einen Gewinn freuen. Eigentlich lese ich zur Zeit alle meine alten Bücher noch einmal und gebe sie dann ab. Also ist ein neues natürlich eher kontraproduktiv, aber ich finde es gibt einem eine tolle Diskussionsgrundlage mit Freunden und Familie in die Hand und kann ja auch irgendwann weitergegeben werden.
    Alles gute für dich und Hanno in Kanada.
    Birgit

  5. Susanne

    Ich fühle mich gerade aktuell sehr befreit: da wir sehr viel lesen hatten wir auch dementsprechend viele Bücher. Dann dachte ich mir, den Großteil der Bücher werde ich kein 2. Mal lesen und trotzdem schleppe ich sie von Umzug zu Umzug… An einem Samstag vor 2 Wochen, habe ich dann aussortiert und die Bücher verschenkt und das Regal verkauft. Ich fühle mich super damit und habe es nicht bereut! 🙂 übrig geblieben sind jetzt nur noch Bildbände, Kochbücher, Sachbücher und einzelne Romane an denen mein Herz hängt…
    Das Buch klingt toll und liefert bestimmt jede Menge Inspirationen 🙂

  6. Nadine

    Hallo Shia,
    Auch ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit den Themen ZeroWaste und Minimalismus. Da ich aber noch viel zu lernen habe, bin ich für jede Inspiration dankbar und würde mich sehr über das Buch freuen!
    Ich wünsche Euch eine tolle Zeit in Kanada und viele großartige Erfahrungen!
    Viele Grüße,
    Nadine

  7. Weniger Müll, weniger Konsum und vor allem: weniger Gerümpel sind auch mir persönlich gerade sehr wichtig. Als kreativer DIY-ler ist das nicht immer ganz einfach. Aber ich arbeite daran, Schritt für Schritt – nur ans Bücherregal will ich noch nicht so recht ran…

  8. Edith Schott

    Ich springe auch mit in den Lostopf . Ich finde das Thema sehr spannend , stehe aber leider noch am Anfang damit mein Leben zu entmüllen .

  9. AnnaNele

    Hey Shia!
    Am Wochenende habe ich ein paar Bücher zum lokalen Bring- und Hol-Markt gebracht und wieder Platz im Bücherregal.
    Ich springe deshalb gerne in den Lostopf!
    Frühlingsgruss AnnaNele

  10. Das Buch klingt nach einer tollen Sammlung und Vorstellung von unterschiedlichen Wegen und Personen. Also hüpfe ich noch schnell und gerne in den Lostopf.
    Wir sind auch grade fleissig am ausmisten und alles auf Plastik-frei umstellen. Da ist Inspiration und Anregung immer Willkommen.

  11. Rebecca Schwencke

    Vielen Dank Shia für deine Mühe immer wieder nützliche Infos zusammenzutragen. Ich mag den Minimalismus als Idee sehr, kämpfe da natürlich mit einer Familie die ihre eigenen Bedürfnisse hat. Wir versuchen das „neue“ zu minimalisieren und möglichst viel second-hand Artikel zu kaufen, uns schenken zu lassen. Die sind mir am Ende meistens die liebsten Kleidungsstücke (gilt auch für Elektrogeräte und Möbel). Bei den Möbeln ist es dann auch nicht so schlimm wenn mal ein Baby drauf kotzt oder ein Kleinkind alles anmalt 🙂 Entspannung also inklusive 🙂

  12. Katharina

    Danke für den tollen Beitrag!
    Das ist eine spannende Sammlung an Menschen mit grandiosen Ideen und Taten. Ich würde mich sehr über ein Exemplar freuen 🙂
    Liebe Grüße nach Kanada

  13. Liebe Shia, deinen Blog habe ich kürzlich entdeckt und finde ihn einfach super! Ich bin 53 und habe altersentsprechend einen Haufen Zeug angesammelt. Wenn ich durch unser Haus gehe, packt mich manchmal die schiere Verzweiflung angesichts all dieser Dinge. Mutter, Tante etc. habe ich streng verboten, mir weiteren Krempel ins Haus zu schleppen, und ich versuche selbst, nach und nach Überflüssiges loszuwerden. Da ist jeder Tipp willkommen! Falls ich das Buch gewinne, werde ich es gründlich studieren und dann an meine Tochter weitergeben.
    Liebe Grüße von Petra

  14. Hallo,
    sorge für eine fünfköpfige Familie mit 12 Beinen (1 Vierbeiner) und brauche viel Inspiration für ein nachhaltiges Leben. Ein paar einfache Dinge gelingen schon, aber wir stecken noch in den Startlöchern und das Buch wäre uns eine willkommene Hilfe! Ich würde es auch bestimmt weitergeben, damit es weitere Kreise zieht…
    Liebe Grüße

  15. Hey Shia,

    der Beitrag mit den vielen Links kommt gerade zu perfekt! Ich sortiere aus! In der Küche u im Wohnzimmer sieht es schon ganz minimalistisch aus. Eine Baustelle wird mein Bastelzimmer sein. Ich verbastel schon nur noch Reste und vernähe Reste, aber es ist definitiv noch zuviel da.
    Falls ich das Buch gewinne, würde mir auch die PDF-Form reichen (wenn das erlaubt ist). Ansonsten gebe ich es einmal durch den Freundeskreis und verschenke es anschließend.

    LG
    Julia

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