About

Hi, ich bin Shia, aufmüpfiges Krümelmonster und disziplinlose Socke hinter diesem Zero-Waste-Blog. Der eine oder andere vegane Hobbybäcker kennt mich vielleicht als die Bloggerin hinter dem Kuchen-Blog Cake Invasion.

Wie alles anfing

Im Studium hatten Hanno und ich immer viel darüber geredet, dass wir gerne nachhaltiger leben würden, das aber so teuer sei. „Wenn wir dann Geld verdienen,“ sagten wir ganz häufig, „dann zahlen wir den realen Preis für Dinge, also den Preis, den die Sachen kosten, wenn man sie ohne Ausbeutung produziert.“

Ganz so ging es dann aber nicht auf. Mit dem Berufseinstieg hatten wir zwar das Geld, fühlten uns aber sogar mit dem normalen Haushalt schon überfordert. Statt für Bio-Lebensmittel gaben wir das Geld für Convenience-Produkte wie vorgeschnittenen Salat im Plastikbeutel, andere Dinge, die einem angeblich Zeit sparen, Junk Food wie Chips und Süßigkeiten sowie sinnlose Konsumgüter, aus. Auf der Arbeit kurbelte ich den Konsum durch Kampagnen an, nach der Arbeit waren wir mental wie körperlich zu platt für irgendwas.

So hatte ich mir mein Erwachsenen-Leben aber nun wirklich nicht vorgestellt. Statt frei und unabhängig zu sein fühlte ich mich kleiner denn je. Abhängig und eingeschränkt von dem, was mir vorgesetzt wird. Wir wollten doch so gerne nachhaltiger leben, aber es erschien alles so unmöglich, als ob sich die Welt gegen einen verschworen hätte.

Da ich auch sonst ziemlich unzufrieden mit meiner Arbeitssituation war, kündigte ich kurzerhand. Dank unserem Ersparten konnte ich mir ein Jahr geben, um zu gucken, wie wir unser Leben mehr so aufstellen können, dass wir so leben, wie wir es für richtig halten. Es war Zeit, das Heft in die Hand zu nehmen und unser Leben wieder zurückzuerobern! Wir zogen in eine Stadt unserer Wahl (Bochum❤️!!) um, stiegen von vegetarisch auf vegan um, befassten uns mit Minimalismus und schraubten unseren Strohmverbrauch von der Hälfte eines durchschnittlichen zwei-Personen-Haushalts auf einen Drittel runter. Es fühlte sich wie ein Befreiungsschlag an und wir merkten förmlich, wie unsere Zufriedenheit stieg.

August oder September 2014 stolperte ich dann bei Facebook über einen Beitrag, der sich mit der vierköpfigen Familie Johnson befasste, deren Müll eines ganzen Jahres in ein ca. 1,5L Einmachglas passt! Das ist jetzt keine Aussteiger-Familie, die irgendwo abgeschottet und off-grid in einem Baumhaus wohnt, nein, das ist eine Familie, die mitten in Downtown San Francisco lebt, in einem Haus, das genau so in einem Einrichtungsmagazin abgebildet sein könnte. Nur produzieren sie schlicht und ergreifend keinen Müll!

Sofort war ich fasziniert davon, wie weit es die Familie gebracht hat. Warum kam ich nicht mal drauf, nach solchen Alternativen zu gucken? Wieso habe ich einfach alles hingenommen, als ob ich gezwungen wäre, all diese Sachen zu kaufen, die letzten Endes auf Müllhalden landen, die Meere verschmutzen, Böden vergiften und Tieren den Lebensraum wegnehmen?

Gut, soooo wenig Müll, naja, das werden wir ja nicht hinbekommen, dachten wir uns noch, aber das heißt ja nicht, dass wir nicht ab jetzt auch etwas konsequenter unseren Müll vermeiden können. Heute passt unser Rest- und Plastikmüll von einem Jahr in ein 750ml-Einmachglas und mir erscheint das immer noch absolut verrückt und surreal.

Es wird nie so heiß gegessen, wie gekocht wird 😉

Ein Glass Müll pro Jahr klingt immer so unglaublich krass, aber die Wahrheit ist schlichtweg, dass es nichts weiter ist als die Summe vieler total kleiner und super einfacher Dinge. Es ist keine schwarze Magie und man braucht nicht mehr als Neugierde, Offenheit, Bock drauf und Nachsicht mit sich selbst.

Wir hatten für uns nie den Anspruch, „Zero Waste“ zu werden und haben uns dementsprechend bei jedem kleinen Erfolg tierisch einen abgefreut. Wir kamen dabei mit so vielen tollen Menschen ins Gespräch, die mit uns zusammen überlegt haben, was man da machen könnte. Ein Bioladen beschloss spontan, den 25kg-Sack Reis aufzumachen und ab da Reis halt auch lose zu verkaufen. Ein anderer Bioladen stellte Spender auf. Andere Kunden sprachen uns an und kamen ab da auch mit eigenen Dosen in den Laden. Nachdem ich mehrfach bei der Stadt anrief, weil ich wissen wollte, was mit dem Müll passiert und was eigentlich recycelt wird, wurden wir vom Manager der Abfallaufbereitungsanlage eingeladen, die Anlage zu besichtigen. Dass ich zu dem Zeitpunkt bereits darüber bloggte, wusste der gute Herr übrigens gar nicht. Er lud uns einfach ein, weil es ihn freute, dass sich Bürger dafür interessierten!

Das hat uns nicht nur absolut umgehauen, sondern uns unglaublich motiviert, weiter Neues auszuprobieren und einfach mal unseren Mund aufzumachen und nachzufragen. Nach und nach fühlten wir uns nicht mehr klein und nichtig, sondern hatten das Gefühl, dass wir sehr wohl etwas bewegen und unser Leben mehr nach unseren Werten gestalten können. Wir fühlten uns empowered!

Zum Blog

Auf diesem Blog findet ihr praxistaugliche und sehr einfach gehaltene Rezepte für Hausmittel, viele Tipps sowie Infos und Fakten zu allgemeinen Nachhaltigkeitsfragen. Da Hanno und ich nicht zu den Leuten gehören, die gerne viel Zeit dem Haushalt (oder der Essenszubereitung) widmen, sind unsere Rezepte wirklich lächerlich einfach und schnell abgehakt.

Es führt aber selbstverständlich nicht nur ein Weg nach Rom und ich möchte euch ermuntern, auch andere Rezepte und Methoden auszuprobieren, wenn etwas nicht zu euch oder eurer Lebenssituation passt oder ihr einfach besonders viel Spaß und Freunde z.B. daran habt, selber Kosmetik zu machen oder euch im Garten auszutoben. In dem Sinne wünsche ich euch noch viel Spaß beim Stöbern hier und viele spannende Entdeckungen und lustige Erlebnisse auf eurem Weg Richtung mehr Nachhaltigkeit und Zufriedenheit ❤️!

22 Kommentare

  1. Hallo Shia,

    ich finde Deinen Blog sehr schön gemacht, super übersichtlich und die FAQs sind echt hilfreich. Ich bin erst letzte Woche bewusst auf das Thema Zero Waste gestoßen, was eher Zufall war, da ich in der „Selbstachtung“-Ausgabe der hapinez auf einen kleinen Werbeartikel für die Bee’s Wraps gestoßen bin. Dadurch kam ich dann auf den Tipp einer Kollegin, dass hier in Lübeck ein Unverpackt-Laden eröffnet hat und bin mit meinem Freund direkt am Samstag dort hin. War super, hab gleich ein Buch und eine Haarseife mitgenommen, aber die meisten LM liegen weit außerhalb unseres Budgets.
    Trotzdem habe ich eine besondere persönliche Motivation für das reduzieren von Müll gefunden und ich hoffe, dass ich das auch durchhalte. Ich glaube, dass das Pflichtbewusstsein, in Zukunft weniger Müll zu produzieren mir hilft, meine Essstörung in den Griff zu bekommen und eine unterstützende Wirkung gegen die Symptome meiner Depression hat. Bewusst Müll sparen macht es einfacher sich gegen Convenience und den (süßen) Pausensnack oder die Naschis in der Schreibtischschublade zu entscheiden.
    Gilt es nur noch das Problem zu bewältigen, nicht alles auf einmal zu wollen. Wenn ich mich für etwas Neues begeistere, möchte ich immer am Liebsten alles gleich auf einmal und alles gleich perfekt haben, obwohl ich eigentlich ein geduldiger Mensch bin.
    Ich finde es schön, dass Du und viele andere mit Ihren Blogs zu dem Thema allen Interessierten die Möglichkeit gebt, sich zu informieren und auch selbst mitzuteilen.
    Auch habe ich bereits die erste positive Erfahrung gemacht, was das Thema müllfrei einkaufen im Supermarkt angeht. Ich (nicht-vegan/-vegetarisch) arbeite in einem Markt einer bekannten Supermarkt-Kette und habe gestern direkt meinen Chef gefragt, ob ich in Zukunft einen eigenen Behälter zum Einkaufen an der Frischetheke mitbringen darf, was wohl vielerorts wegen der Hygiene eher ungern gesehen ist und er sagte, grundsätzlich spräche nichts dagegen. Das hat mich sehr gefreut, denn ich würde eher ungern zukünftig Fleisch und Käse nur noch im Bioladen nebenan kaufen, wo sogar um eigene Behältnisse gebeten wird. Das sprengte dann doch etwas den Rahmen.

    Ich weiß nicht, ob ich (und mein Freund) es je schaffe/n wirklich ZEROwaste zu leben, aber LESSwaste ist für den Anfang schon mal eine gute Sache und gesund für Körper und Geist.

    Herzlichst (und herzlichen Glückwunsch an jeden Leser, der am Ende dieses langen Kommentars angekommen ist!),

    Effi

  2. Danke liebe Shia, dass du das alles teilst! Ich bin so froh und erleichtert, mich nicht mehr für verrückt zu halten, weil ich an deinen Bemühungen Anteil nehmen kann. Mich treiben nämlich die gleichen Dinge um! Ökologisches ethisch vertretbares Leben ist so wenig Thema bei den meisten Menschen in meinem Umfeld, dass es mir schwerfällt, nicht so zu erscheinen als liefe ich immer mit erhobenem moralischem Zeigefinger durch die Gegend…. Deshalb spreche ich schon garnicht mehr über meine Interessen. Du machst das aber so cool, dass es einfach nur gelassen und natürlich rüberkommt. So fühlt es sich für mich auch an – natürlich. Apropos Zero waste, meine Mutter hat in Münster nen Second Hand der seines gleichen sucht… Vielleicht bist du ja auch mal da (schräg gegenüber vom Unverpackt)…
    Astrid

    • Hi Astrid,
      ohhh, ja, das kenne ich, dass das die Menschen in der eigenen Umgebung weniger interessiert… Aber joah, so ist das halt und ich hab’s auch akzeptiert XD. Man hat ja andere gemeinsame Interessen, und ich bin es ja gewohnt, dass ich schon immer die mit den verrückten Ideen war ;).
      Es klingt blöd, aber im Internet findet man echt gut Gleichgesinnte <3! Über Zero Waste tausche ich mich natürlich hier auf dem Blog, aber auch total viel auf Instagram aus. Es gibt auch viele Facebook-Gruppen und so weit ich weiß gibt es da auch viele aktive Plastikfrei- und Unverpackt-Gruppen!
      Und danke für den Tipp, wenn ich mal wieder im natürlich unverpackt bin, werde ich mal gegenüber vorbei schauen!!
      Liebe Grüße,
      Shia

  3. Hallo Shia,
    ich bin durch einen Buchtipp im „Gusto“ hier gelandet und bin ganz begeistert von dem was ich hier lese. Ich versuch seit cirka eineinhalb Jahren mit wechselndem Erfolg unseren Plastikmüll zu reduzieren. Dein Blog hat mich angespornt, das Ganze wieder etwas konsequenter zu betreiben und mal generell im Haushalt zu schauen, was man eigentlich wirklich braucht und welche Dinge man nur aus Gewohnheit oder völlig unüberlegt kauft. Wir (ich,mein Mann, 2 Kinder) haben eine kleine Landwirtschaft wo ich Obst und Gemüse ungespritzt und verpackungsfrei vom Garten ins Haus holen kann und dank Erdkeller den ganzen Winter Karotten, Kartoffeln, Sellerie und Pastinaken zur Verfügung habe. Bei dem was wir an Obst und Gemüse kaufen ist sicher nochVerbesserungspontential da, von wegen Müllvermeidung. Kosmetikartikel werd ich jetzt mal nicht mehr nachkaufen, mal sehen wie lang ich mit den vorhandenen Dingen auskomme. Vermutlich kann mehr als die Hälfte der Dinge ohne große Probleme einfach weglassen. Spannend wird die Reduktion bei den Dingen die die Kinder betreffen: Schulsachen, Süßigkeiten und Spielsachen… Aber ich muss unseren Haushalt ja nicht von heut auf morgen umkrempeln. Jedenfalls werd ich hier in Zukunft öfter reinschaun und mir Tips und Inspiration holen.
    Dir, deinem Mann und allen anderen die Zero Waste zum Ziel haben wünsch ich weiterhin viel Erfolg dabei!
    Liebe Grüße Bettina

  4. Hi Shia,

    danke für deinen SUPER Blog! Er hat es schon in meine bookmarked Links-Liste geschafft – und das heißt was ;). Meines Erachtens der beste deutschsprachige Blog zum Thema zero waste, echt ausführlich und sehr informativ und ich mag deinen Stil :). Hast du eigentlich schonmal was zum Thema Minimalismus geschrieben? Habe den Eindruck gewonnen, dass die zwei Dinge (zero waste und minimalism) – für mich zumindest – Hand in Hand gehen und bin daher am ausmisten, was ECHT anstrengend ist..und auch ein wenig erschreckend^^

    Liebe Grüße aus Paderborn, ich freue mich schon auf weitere Posts 🙂
    Vanessa

  5. Hey Shia, ich bin heute auf deinen Blog gestoßen und ich bin begeistert! Ich habe selbst einen Reise-/Lifestyleblog und möchte ihn in Richtung Nachhaltigkeit umgestalten. ZeroWaste ist da natürlich auch ein Thema. Daher bin ich durch Recherchen auf deinen Blog gestoßen. Und wie gesagt ich bin begeistert. Nicht nur das der Blog toll aufgemacht ist, sondern auch wirklich sehr informativ.
    Außerdem komme ich gebürtig aus Gelsenkirchen. Da ich nicht mehr dort wohne, freut es mich um so mehr, dass du aus Bochum bloggst. Da kommt dann doch die Heimatverbundenheit hoch. Würde mich freuen, wenn wir uns vernetzen könnten. Schau doch mal gerne bei mir vorbei! 🙂

    • Hi MadVoyage,
      cool, ich freue mich, dass dir mein Blog so gut gefällt :). Einen schönen Blog hast du da – habe ihn gleich mal abonniert ;). Nach Australien wollte ich auch schon immer Mal, mal sehen, wann es mal klappt! Wenn, dann wollen wir nämlich schon etwas länger bleiben (so ein Jahr mindestens – a girl can dream XD), denn allein der wirklich weite Flug ist ja extrem umweltschädlich, und das hat uns bisher immer wieder abgehalten… Ja, das mit dem Reisen und dem Fliegen ist bei uns immer so eine Sache… Wir wollen so gerne, aber dann wollen wir wieder nicht unnötig fliegen… Hach, es ist manchmal schon nicht einfach XD.. Wir sind auch gerade in England, und wir waren froh, mit dem Zug hierher fahren zu können. War auch voll in Ordnung (von Bochum aus ja sogar näher als nach München!), dass einzige war, dass wir schon den Zug um 5:55 Uhr morgens genommen haben, weil wir was vom Tag haben wollten – nur waren wir dann total übermüdet XD. Äh, selbst schuld, kann man da nur sagen ;).
      Liebe Grüße,
      Shia

      • Hi Shia,

        Danke fürs abonnieren. 🙂
        Ich bin total Reise süchtig. Aber mir kommen auch immer wieder Gedanken zur Umweltverträglichkeit. Deswegen verstehe ich da total die Bedenken. Das wird auch bald Thema auf meinem Blog sein. Hast du da eventuell Tipps für eine gute Ökobilanz? Ich habe zum Beispiel kein Auto und benutze hauptsächlich öffentliche Verkehrsmittel. Das habe ich dann auch so gemacht als ich in Australien war. Wobei man sagen muss, dass wir echt einen Luxus geniessen mit unseren öffentlichen Verkehrsmitteln in Deutschland.
        Für längere Reisen innerhalb Europas versuche ich auch so oft wie es geht auf das Flugzeug zu verzichten und den Zug oder den Bus zu nehmen… Also so ähnlich wie bei dir. Würde mich echt freuen, wenn du noch weitere Tipps hast 🙂 LG und schönen Sonntag.
        PS: Ich hab ein neues Australien Video hochgeladen 😛

        • Hi Nadia,
          ja, ich kenne diese Überlegungen ;). Guck mal hier, dort kann man zumindest den CO2-Ausstoß ausgleichen, wenn man doch fliegen muss. wie ich immer sage, ist es natürlich vom Prinzip her besser, die Umwelt erst gar nicht zu zerstören, als sie aufwendig und mehr schlecht als recht wieder zu reparieren, aber es ist zumindest besser als nichts. Ansonsten ist es unsere Überlegung, statt viel für eine kurze Zeit unterwegs zu sein lieber weniger Orte, aber dafür länger. Wir gucken z.B. gerade, ob wir für 1 Jahr nach Vancouver können. Dann wären wir immerhin gleich ein ganzes Jahr da. Das fand ich persönlich aber auch schon immer spannender. Unter vier Wochen bin ich eigentlich ungern an einem Ort, von Tagestrips mal abgesehen. Ansonsten schrauben wir das Reisen halt zurück und gucken, dass wir das mit anderen Sachen verbinden. Gerade sind wir in London (leider auch unter vier Wochen), weil man Mann sowieso mit seinem Prof auf eine Konferenz nach Cambridge gefahren ist. Ich bin dann einfach mit und wir haben noch 2 Wochen London dran gehängt. Gut, nun war es so, dass wir jetzt spontan wieder für 3 Tage (mit dem Zug) nach Deutschland zurück sind, weil die Oma von meinem Mann gestorben ist. Da stand aus zeitlichen Gründen auch kurz im Raum, ob wir fliegen, aber wir haben dann zum Glück doch noch Plätze im Eurostar bekommen. In dem Zusammenhang hatte ich mal geguckt und gerechnet. Wir hätten pro Person mit dem Flieger pro Strecke 228 kg CO2 verursacht, und mit dem Zug waren es nur 8,1 kg (ein Auto hätte 85,3 kg verursacht, man müsste also schon zu zehnt darin fahren, um weniger zu verursachen als pro Person mit dem Zug)! Ein wirklich enormer Unterschied!
          Ein weiterer Vergleich: Wir hatten bis 2009 ein Auto, das ca. 6 Liter Benzin pro 100km verbraucht hat und das wir im Jahr ca. 6000 km gefahren sind. Das sind rechnerisch 853,2 kg CO2. Das ist weniger, als das, was wir zu zweit hin und zurück von Dortmund nach London im Flieger verschleudern würden (912 kg). Der Flug von Frankfurt nach Vancouver verursacht pro Person pro Strecke 1983 kg! Ja, all diese Zahlen hatten mich echt traurig gemacht.
          Einen wirklich „umweltfreundlichen“ Tipp habe ich aber nicht. Unsere Prioritätenreihenfolge ist Zug > Auto/Fernbus > Flugzeug, und wir reduzieren schlicht und ergreifend Fernreisen auf das allernötigste bzw. wenn, dann planen wir gleich einen Aufenthalt statt einen Urlaub. Wenn es geht, nutzen wir auch Stop-Overs. Als wir in unser Auslandsjahr nach Tokio geflogen sind, hatten wir uns (auf beiden Wegen) zum Umsteigen in Taiwan (jeweils) einen Monat Zeit gelassen XD. Aber so oder so, fliegen bleibt auch trotz Ausgleichsmaßnahmen schädlich, weil gerade bei Fernreisen die Flugzeuge sehr hoch fliegen, sodass die Treibhausgase direkt schon in die Schichten der Atmosphäre gelangen, wo sie den größten Schaden anrichten. Dessen muss man sich einfach klar sein, denke ich.
          So, genug darüber geschwafelt XD… Ich wollte auch noch mal einen Artikel dazu schreiben, mal sehen, wann ich dazu komme XD.
          Liebe Grüße,
          Shia

  6. Ein toller Blog. Bin gerade über Stylebook zu Cakeinvasion und von da hierhier gestolpert. 😀 Und hier bleibe ich jetzt auch und lese mich ne Runde durch die Artikel. Ich finde das Thema sehr interessant. Als Mutter von zwei Kindern mache ich mir oft so meine Gedanken über den ganzen Kram, der sich mit der Zeit anhäuft. Man steckt viel zu tief drin in alten und vor allem dummen Gewohnheiten. Es ist wirklich Zeit für ne kleine Revolution zu Hause. Danke für die Inspiration! 🙂
    Liebe Grüße,

    Caroletta

    • Hi Carlotta,
      schön, dass du dir häufig Gedanken dazu machst :). Und ich wünsche dir und deiner Familie gan viel Erfolg bei der kleinen Revolution zu Hause! Wir nehmen ja immer eine Baustelle nach der anderen in Angriff. Das dauert vielleicht etwas länger, aber das macht uns nichts :).
      Liebe Grüße,
      Shia

  7. Pingback: Ökologischer Abwasch… – essenmitmichi

  8. Hallo Shia,

    ich habe vor paar Tagen deinen Blog entdeckt und bin beeindruckt! Ich und mein Partner leben seit gut einem Jahrzehnt vegan, und versuchen seit Anfang diesen Jahres auch das zero waste – Prinzip in unserem Alltag durchzusetzen. Mittlerweile habe ich für fast alle Lebensmittel und Nicht-Lebensmittel eine unverpackte Alternative gefunden – außer für Soja- oder andere pflanzliche Milch, Joghurt und Tofu. Theoretisch könnte man das natürlich alles selber machen; praktisch haben wir mit zwei Kindern (und einem Dritten unterwegs) sowie zwei Vollzeitjobs dazu einfach keine Zeit.

    Hast du vielleicht ein paar Tipps? Soweit ich weis gibt es keinen (Soja)Joghurt im Glas und nur einen Hersteller der Sojamilch in Glasflaschen anbietet (allerdings in unserer Stadt nicht verfügbar). Und auch Tofu habe ich bislang leider nur in Plastikverpackungen gefunden.

    Grüße,
    Mea

    • Hi Mea,
      seit gut einem Jahrzehnt vegan – das finde ich ja echt toll ❤️!! Wir sind ja erst 1 1/2 Jahre bisher vegan und waren vorher 2 Jahre zu-Hause-Veganer-aber-soziale-Vegetarier.
      Pflanzenmilch mache ich allerdings jetzt schon seit bestimmt schon 2 1/2 Jahren selber, weil ich sie wirklich nur zum Backen brauche und es mir häufiger passiert ist, dass die angebrochene Packung dann leider schlecht wurde und ich sie wegkippen musste :(. Allerdings braucht man dazu schon einen besseren Mixer. Aber ich finde einen guten Mixer für unser Zero Waste Leben sowieso ziemlich wichtig, weil wir so viel flexibler sind. Ich backe zum Beispiel sehr viel (ich blogge auch seit knapp 5 Jahren übers Backen und seit 4 Jahren über veganes Backen auf Cake Invasion), und gemahlene Nüsse sind dann schon zu speziell, um sie verpackungsfrei zu finden ;). Genauso mache ich mir auch meinen Puderzucker und meine Nussmuse im Mixer. Ich habe früher z.B. viel mit Kokosmilch gekocht. Das fällt jetzt natürlich weg, aber wir bekommen Kokosflocken lose und daraus kann ich Kokosmus machen, woraus ich wiederum auch bei Bedarf Kokosmilch mache. Hier habe ich auch einen Artikel geschrieben, wie man Mandelmilch selber macht und erkläre aber auch kurz, wie man Soja-, Hafer-, Reis- und andere Nussmilch macht. Hier habe ich auch ein FAQ zu Pflanzenmilch geschrieben.
      Wir hatten uns letztes Jahr August (im Monat, bevor wir auf Zero Waste stießen :D) einen der sogenannten Hochleistungsmixer geholt. Aber einen in der Einstiegsklasse ;), den Bianco Primo für trotzdem noch stolze 300€. Der ist wirklich super, macht auch richtig tolle Grüne Smoothies, ist aber auch seeeeehr laut und man kann bei dickflüssigeren oder trockneren Sachen (z.B. Dips, Pesto, Nüssen oder Nussmusen) kleine Mengen leider nicht so gut bearbeiten, weil sich dann alles am Rand sammelt und man eigentlich alle 5 Sekunden schon wieder mit dem Teigschaber alles vom Rand kratzt. Kleine Mengen (z.B. 150 ml) Pflanzenmilch oder Smoothies macht er aber dennoch super. Ich würde sagen, dass man da bei der Konstruktion eher den Schwerpunkt auf Smoothies und Shakes gelegt hat. Für kleinere Mengen und wohl auch super für Pflanzenmilch geeignet ist der Personal Blender, der ca. 120€ kostet. Den habe ich jetzt als Trostpreis bei einer Blog-Award-Verleihung (für meinen anderen Blog) geschenkt bekommen und mit mir gerungen, ob wir ihn behalten sollen. Erst mal werde ich ihn benutzen. Wenn sich heraus stellt, dass wir ihn nicht brauchen, werde ich ihn aber weiter verkaufen.
      Zu Joghurt: Ich hab mal auf einer Messe Provamel/Alpro (ist ja die gleiche Firma) gefragt, ob sie denn planen a) andere Pflanzenmilch als Basis zu benutzen, weil ja nicht jeder Soja verträgt (ich zum Beispiel ;)) und b) ob ein Pfandglas-System in Frage käme. Antwort auf beides: NEIN. Begründung: KEINE, außer „Das haben wir halt nicht geplant“. So weit ich in Erfahrung bringen konnte, gibt es für veganen Joghurt einfach keine Mehrwegalternativen! Unser veganer Bioladen hier hatte sich da auch schon engagiert und nichts erreichen können. Die einzige Lösung ist, selber Joghurt zu machen, was einfacher ist, als man sich das vorstellt. Es gibt sogar stromlose Joghurtmacher (My.Jo oder so ähnlich?), die sind allerdings aus Plastik. Im Grunde gibt man da in einem Behälter den Joghurtansatz und in einem anderen kochendes Wasser. Das Ganze ist wie eine Thermosflasche und hält den Joghurtansatz einfach auf Temperatur. Ich hab auch schon mehrfach einfach Joghurt in der Thermoskanne gemacht, was genauso gut funktioniert ;). Dann ist als die Thermoskanne 16 bis 24 Std. belegt :D. Es gibt vegane Joghurt-Starterkulturen (ich hatte welche von Halo aus dem Reformhaus). Guck mal bei Kochtrotz, die hat ganz viele Joghurt-Rezepte und -Anleitungen. Das lohnt sich allerdings nur, wenn man sowieso immer Joghurt zu Hause hat, weil man mit dem Joghurt dann weiteren Joghurt ansetzen kann. So reichen zwei kline Plastiktütchen in Backpulver-Größe für 50 Liter Joghurt. Wir essen allerdings einfach viel zu wenig Joghurt, d.h. es hat sich bei uns nicht gelohnt. Die Joghurt-Kulturen hab ich noch. Wenn du möchtest, schick ich sie dir gerne. Bei uns liegen sie nur rum und ich habe noch keinen dafür begeistern können :D.
      Und Tofu bekommst du eigentlich in jedem Asia-Shop lose. Allerdings ist der dann nicht BIO. Unverpackten Bio-Tofu gibt es nur ganz selten. Ich hab das Glück, dass ein kleiner Bioladen hier in Bochum Bio-Tofu selbst macht und ihn auch lose verkauft. Ansonsten kenne ich nur eine weitere Tofumanufaktur in Berlin (hab leider vergessen, wie sie hieß). Ich weiß, dass viele Unverpackt-Läden wie z.B. natürlich unverpackt in Münster oder Original Unverpackt in Berlin auch losen Bio-Tofu führen, aber ich weiß leider nicht, woher sie den beziehen. Es gibt auch ein Gewürz, ein geräuchertes Paprikapulver, das Räuchertofu überflüssig macht :D. Ich hab es vor einer ganzen Weile mal geschenkt bekommen („La Chinata – Pimentón de la Vera“) und bin nach wie vor begeistert! Es ist ziemlich ergiebig und in einer wiederverschließbaren Metalldose ohne Plastik oder dergleichen. Das soll es wohl in einigen (spanischen) Delikatessen-/Feinkostläden zu kaufen geben.
      Ja, ich hoffe, das hilft dir ein bisschen weiter :). Einen guten Rutsch wünsch ich euch!
      Liebe Grüße,
      Shia

      • Hallo Shia,

        es ist ja nun schon ne Weile her: hast du deine Joghurtkulturen schon an den Mann/die Frau gebracht? Ansonsten würde ich mich freuen 🙂 Ich mache nämlich meine Joghurt selbst, und ringe schon die ganze Zeit mit mir, ob ich mir die Kulturen anschaffen soll. Bisher hab ich immer einen kleinen Becher Joghurt gekauft, und dann weiter geimpft, aber das geht nur so 3x, dann muß wieder neuer Joghurt her. Ich hatte dann mal „normale“ probiotische Kulturen (Tabletten, eigentlich zum einnehmen) gekauft, aber das war ein totaler Reinfall, der Joghurt hat scheußlich geschmeckt! Deswegen bin ich jetzt unsicher, ob ich mir die echten Kulturen anschaffen soll….

        • Hi Maru,
          nein, die Kulturen sind noch da . Schick mir doch deine Adresse an shia[ät]wastelandrebel.com, dann schicke ich dir die Kulturen zu!
          Liebe Grüße,
          Shia

  9. 안녕 !!!!
    tolle Seite. Ich habe gerade einen Beitrag mit Dir auf RTL gesehen und bewundere dich für deinen Lebensstil und wie du ihn meisterst. TOLL!!!

    • Hi Yuki,
      danke :)! Ja, ich leb auch sehr gerne hier <3!! Das mit den koreanischen Wurzeln stimmte aber gar nicht ;). Meine Eltern kommen aus Taiwan. Ich weiß auch nicht, wie die auf koreanisch kamen :D?
      Liebe Grüße,
      Shia

  10. Liebe Shia,

    Wie schön deine neue Seite geworden ist. Ich freu mich schon, dich hoffentlich bald wieder persönlich zu sehen.

    Liebste Grüße
    Ann-Kathrin

    • Hi Ann-Kathrin,
      schön, dass du dir den neuen Blog ansiehst <3! Ja, irgendwie wollte das einfach nicht mit dem Verabreden XD. Kriegen wir aber hin!
      Ganz liebe Grüße,
      Shia

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