10 Last-Minute Tipps für ein stressfreieres und umweltfreundlicheres Weihnachten

Weihnachten steht fast schon vor der Tür? Ach, das kriegen wir doch geschaukelt!

1 Weniger ist mehr

Das ist DER Tipp, um die Feiertage stressfreier zu gestalten. Halte die Deko stimmungsvoll, aber minimal mit dem, was sowieso da ist. Wozu sich zusätzlich zum sowieso herrschenden Weihnachtsstress auch noch mit dem (unnachhaltigen) Kauf neuer Deko stressen?

Lichter sind hübsch, aber keiner will die Feiertage in mit Disko-Beleuchtung verbringen. Nicht zu vergessen, dass die ganze Beleuchtung auch Strom frisst – 190 kWh mehr verbraucht der durchschnittliche deutsche Haushalt für die zusätzliche Weihnachtsbeleuchtung! Zur Orientierung: Unser Kühlschrank verbraucht im ganzen Jahr nur 140 kWh!

Üppig viel Essen gehört auch irgendwie zu Weihnachten dazu, bedeutet aber nicht nur verdammt lange in der Küche stehen, sondern auch viel Lebensmittelverschwendung oder eine Woche nach Weihnachten noch was davon zu haben. Ein bisschen weniger von allem schont die eigenen Nerven, den Geldbeutel und die Umwelt!

2 Bitte kein gefällter Weihnachtsbaum

Ich bekomm’s wahrscheinlich dicke für diese Aussage, aber nein, 30 MILLIONEN Tannenbäume fällen, um höchstens drei Wochen lang Deko zu haben, ist NICHT nachhaltig! Für den Anbau dieser Bäume wird Wald gerodet, und die Monokultur führt zu ausgelaugten Böden und die Überdüngung zu verschmutztem Grundwasser.

Man kann inzwischen zwar Tannenbäume im Topf mieten, aber das ist leider auch kein bisschen ökologischer. Die armen Dinger vertragen die starken Temperaturschwankungen nämlich nicht. Nachdem sie in der kuschelig-warmen Wohnung standen sind sie so verweichlicht, dass sie draußen sofort absterben.

Stattdessen kann man sich einfach eine Tanne im Topf holen, die man auch behält und einmal im Jahr herausputzt. Oder man schmückt gleich die Yucca-Palme, die man sowieso hat. Passt aber auf, dass der Baum auch Wurzeln hat! Eine Freundin hat mir eben berichtet, dass sie mal einen Tannenbaum im Topf gekauft haben, der sich als abgeschlagener Baum ohne Wurzeln entpuppt hat…

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Wie wäre es mit diesem immerwährenden Weihnachtsbaum? Der verliert auch garantiert keine Nadeln und ist ideal für kleine Wohnungen 😁.

Soll es etwas stylischeres sein? Diese Weihnachtsbäume sehen nach einem Designerwerk aus und lassen sich ganz einfach selbst machen.

Auch cool: Dieser aufgemalte Baum! Wir haben zu Hause auch eine große Tafel (hängt allerdings im Querformat) und ich finde, dass so eine großflächige Tafel sowieso die beste Deko ist! Sie nimmt keinen Platz weg und man kann sie je nach Lust, Laune und Jahreszeit gestalten (häufig lass ich sie auch einfach leer). Praktisch ist sie auch noch und ein ganz großer Spaß für Kinder!  

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Wie ihr seht gibt es viele Möglichkeiten für tolle Weihnachtsdeko ganz ohne dafür einen Baum zu töten. Noch einfacher geht es, wenn ihr einfach Äste auf- und behängt. Es gibt noch vieeeel mehr Ideen, die ich hier aber nicht noch alle zusammentrage 😜.

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3 Wie wär’s statt Zeugs mit einem (gemeinsamen) Erlebnis?

Es ist schon fast Bescherung, aber du hast immer noch nicht alle Geschenk zusammen? Kein Problem, schenk einfach ein Erlebnis! Ein selbstgemachter Gutschein tut es da auch, schließlich kannst du die Tickets ja nicht kaufen, bevor du einen Termin mit dem Beschenkten ausgemacht hast, oder 😜?

Aber was für Erlebnisse kann man schenken? Naja, das hängt von der Person ab… Jeder hat doch Sachen, die er gerne mal machen möchte, die aber immer im Alltag untergehen. Bei uns gegenüber hat z.B. eine Lasertag-Halle aufgemacht, hallooo wie cool ist das denn😍? Oder Paintball (ja ja, tut weh, na und?)! Fallschirm springen, Bungee Jumping, Bier Seminar (OK, das hab ich zwar schon durch, aber ein zweites oder drittes Mal kann nicht schaden 😝), Planetarium, Stadion, Konzerte…

OK, es gibt auch einfache Sachen, muss ja auch nicht immer etwas ganz Besonderes sein. Ein Kuchen-Back-Tag mit Kindern, ein Wochenend-Trip zusammen, lecker essen gehen, Tanzkurse (nicht mit mir, aber suchen nicht alle immer nach Tanzpartnern?), zusammen in den neuen Star Wars Film gehen…

Und das Beste daran: Man macht ja was zusammen, was bedeutet, dass man sich selbst ja irgendwie auch gleichzeitig beschenkt 😁! Noch mehr Ideen findet ihr bei The Kind Planet!

4. Selbstgemachtes

Selbstgemachtes kann ganz schön viel hermachen! Und für vieles reichen auch zwei linke Hände.

Wie wäre es mit einer selbstabgefüllten Backmischung zusammen mit einer Einladung zum gemeinsamen Kuchenbacken oder -essen?

Selbstgemachte Kosmetikartikel sind ebenfalls meistens überraschend einfach zu machen, wirken aber sehr luxeriös. Die benötigten Zutaten bekommt man häufig in Bioläden, Reformhäusern und Apotheken. Das klingt teuer, ist aber deutlich günstiger als gekaufte Kosmetik. Man kann so allerlei machen: Lippenbalsam, Peelings, Körperbutter, Badekugeln oder feste Lotion! Eine große Auswahl an Anleitungen und Ideen findet ihr bei der lieben Schwatzkatz.

5 Verschenke Sachen, die Müll einsparen und nicht Müll verursachen!

Verschenke Nützliches! Kauf Fairtrade, BIO, secondhand, regional – oder bestelle zumindest bei nachhaltigen Onlineshops.*

Zero Waste Kit

Das sind alles Sachen, die mir beim Müllvermeiden helfen

  • Brotboxen aus Edelstahl sind frei von Schadstoffen und unzerstörbar (z.B. Eco-BrotboxLife without Plastic)
  • Stabile Trinkflaschen aus Edelstahl (z.B. von Eco-Brotbox oder Kleen Kantine,) oder aus Glas (z.B. Soulbottle)
  • Plastik-freier Coffee-to-go-Becher (z.B. Joco Cups – bisher konnte ich allerdings keinen plastik- UND silikonfreien Coffee-to-go-Becher finden)
  • Fairphone statt iPhone
  • Langlebiges Holzspielzeug (keine Empfehlungen von mir, weil ich keine Kinder habe und mich da leider gar nicht auskenne)
  • Pflanzen. Sie sind gut fürs Raumklima, aber Achtung – nicht jeder hat einen grünen Daumen (ich zum Beispiel)! In dem Fall fällt ihr nur ein Todesurteil für die arme Pflanze…

* Nichts hiervon ist gesponsort. Ich nenne Marken, weil ich es selbst sehr zeitaufwendig finde, sich da durchzufuchsen.

6 Spende im Namen der Familie

Immer noch nichts dabei? Naja, ich kann’s gut verstehen. Was kann man jemandem schenken, der schon alles (und viel mehr) hat? Eltern sind da immer schwierig. Die meisten lassen sich ja nicht mal zum Essen einladen. Und wenn sie was wollen, holen sie sich das auch so. Selbstgemachtes? Seien wir ehrlich, sie benutzen sowieso seit Jahren genau die gleichen Produkte und vergessen schlicht und ergreifend, die handgemachte Badekugel auszuprobieren.

Wir schenken schon seit Jahren nichts mehr, sondern spenden im Namen der Familie. Das erste Mal war das etwas seltsam, aber alle fanden, dass es eine total schöne Idee war, das Geld stattdessen in einen guten Zweck zu stecken.

Es gibt viele Projekte, die alle Unterstützung gut gebrauchen können. Hier sind drei, die ich persönlich sehr cool finde:

  • Weltraumingenieursstudent Boyan Slat lässt sich nicht lumpen! Sein großangelegtes Projekt heißt The Ocean Cleanup und will das Plastik aus den Weltmeeren fischen. Mitten im Pazifik hat sich bereits eine Ansammlung an Plastik so groß wie Europa gebildet! Boyan Slat hat die Technologie dazu entwickelt und 2020 soll’s losgehen!
  • Das Story of Stuff Projekt klärt auf, kämpft gegen große Konzerne wie Nestlé, engagiert sich u.a. für das Verbot der Plastiktüte und schult bzw. greift anderen Vereinen und Initiativen unter die Arme. Ambitioniertes Ziel: Die Spielregeln des jetzigen Wirtschaftssystem ändern! Go big or go home, baby!
  • Rainforest Connection sammelt alte Smartphones und baut sie zu einem Alarmsystem um, um illegale Rodung der Regenwälder aufzuhalten. Die Zerstörung des Regenwalds ist eines der Hauptverursacher der globalen Erwärmung und Schuld am Aussterben tausender Tierarten! Hauptgrund für die illegale Rodung: Die Gewinnung von Palmöl und billigem Holz!

Immer noch nicht sicher, was ihr schenken könnt? Da kann vielleicht Anna mit ihren 2 Tipps für stressfreie und ökologische Weihnachtstage Abhilfe schaffen! Oder guckt euch die ultimative Zero Waste Weihnachtsliste an, und schaut auch bei Tiny Yellow Bungalow vorbei!

7 Vergiss Geschenkpapier

Glaubt’s mir oder nicht, aber ich habe seit Jahren schon keine Geschenke mehr eingepackt. Eigentlich nicht aus Umweltschutz-Gründen, sondern einfach, weil ich grottenschlecht darin bin. Ich wurde sogar schon von Freunden darum gebeten, ihre Geschenke lieber NICHT einzupacken, weil das so schlimm aussieht, dass sie beim Anblick schon befürchten, dass es eine Hasserklärung sei…

Geschätzte 8000 TONNEN Geschenkpapier wird zu Weihnachten in Deutschland verbraucht. Das meiste davon ist heutzutage glänzend, schillernd, beschichtet oder schimmernd, was eigentlich alles heißt, dass es nicht recyclebar ist. Boooohhh!

100% non-recycable :P

100% NICHT-recyclebar

Stattdessen kann man die Geschenke in bemaltes Altpapier wie Zeitungen, Tücher, einen Schal, Stofftaschentücher oder sogar ein hübsches Geschirrtuch einwickeln. Oder einfach eine Schleife drum wickeln. Man kann vieles auch in Gläser packen, das sieht gleich so kreativ aus. Kleine Baumwollbeutel, die man später zum Einkaufen benutzen kann, sind auch eine gute Idee. Für mehr Deko kann man Tannenzapfen und/oder Zimtstangen dranhängen.

Oder man ist einfach ganz pragmatisch und wickelt die beschenkte Person in eine Umarmung statt das Geschenk in eine Verpackung. Sag den Leuten, dass du daran glaubst, dass weniger mehr ist und dass das dein Ausdruck von Minimalismus ist. So kommt zumindest keiner darauf, dass du vielleicht einfach nur komplett talentfrei bist, was den Umgang mit Geschenkpapier angeht…

8 Reduziere tierische Produkte

Wenn Weihnachten nicht bei dir zu Hause gefeiert wird, kannst du einfach (nach vorheriger Absprache) einige vegane Gerichte und Kekse zubereiten und mitbringen. Denn wahrscheinlich wirst du verpackungsärmer einkaufen als deine Familie, und so reduzierst du den Gesamtmüll-Anteil.

Warum vegan? Na, weil Fleisch, Eier- und Milchprodukte einen enormen CO2-Abdruck haben und abartig viel Wasser in der Produktion verbrauchen! In einem Steak steckt z.B. allein 4500 Liter Wasser….!

Wenn Weihnachten alle zu dir kommen, du dir aber unsicher bist, was veganes Kochen angeht, kannst du ja ein Potluck daraus machen, wo jeder etwas mitbringt. Durch die Arbeitsteilung ist keiner überfordert. Gut, wahrscheinlich kaufen deine Verwandten nicht so verpackungsarm ein wie du, aber bevor du einen Nervenzusammenbruch vor Stress bekommst, ist das doch sicherlich die vernünftigere Variante ;).

9 Benutze nachhaltige Kerzen oder einfach LEDs

Ich persönlich steh ja mal gar nicht auf Kerzen. Meine Eltern hatten wohl häufiger mal Kerzen an, aber ich mochte weder den Geruch noch die Tatsache, dass ich beim Herumtollen auf die Kerzen aufpassen musste.

Auch jetzt, Jahre später, haben wir zu Hause keine einzige Kerze. Für Notfälle haben wir eine Taschenlampe, die man durch Kurbeln aufladen kann. Zwar nicht sehr romantisch, aber unglaublich praktisch.

Kerzen bestehen in der Regel aus fossilen Brennstoffen, und was daran unökologisch ist muss ich ja nicht erklären. Es gibt aber zumindest nachhaltigere Alternativen.

Sustainable Candels

  • Kerzen aus Soja-Wachs. Brennen 50% langsamer als herkömmliche Kerzen und halten somit länger. Wie alle Sojaprodukte umstritten wegen Genmanipulation und Pestiziden.
  • Kerzen aus Palmöl. Ja, sie werden tatsächlich als „nachhaltig“ angeboten, obwohl Palmöl ja eine ganz schöne Umweltkatastrophe ist…!
  • Viele umweltbewusste Leute setzen auf Bienenwachs. Ich stehe dem ja skeptisch gegenüber. Nicht, weil ich vegan lebe, sondern weil Bienen als Nutztiere eben für den Honig und Bienenwachs so überzüchtet wurden, dass die Population momentan dramatisch zurückgeht – es ist vom großen Bienensterben die Rede. Der Rückgang der Bienen betrifft die gesamte Landwirtschaft. Ob es also tatsächlich ökologisch ist, so was zu unterstützen?

Man kann auch solche zumindest nachhaltigere Kerzen selber machen. Hier ist ein einfaches Rezept (allerdings auf Französisch).

Also, mein Tipp ist es, auf LED-Lichterketten umzusteigen. Es gibt sie in allen Längen, Farben, Größen und Formen. Tobt euch ruhig aus. Sie sind super energie-effizient und langlebig.

10 Sprich mit Freunden und Familie darüber

Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation. Sprechenden Menschen kann geholfen werden.

Überrasche deine Familie nicht erst an Heiligabend (so wie wir das gemacht hatten *räusper*), bereite sie darauf vor. Bitte um Unterstützung, Rücksicht und Entgegenkommen. Gerade Weihnachten ist von (Familien-)Traditionen überzogen und Überraschungen können alle in Stress versetzen.

Family

Erkläre, warum dir Nachhaltigkeit wichtig ist und warum du deshalb vielleicht ein bisschen aus den Familientraditionen ausbrichst. Findet einen gemeinsamen Weg und eine Lösung, die alle zufrieden stellt.

Wie macht ihr das mit der Familie zu Weihnachten? Was sind eure Tipps und Life Hacks?

22 Kommentare

  1. Der Artikel ist (immer noch) total super und hilfreich.
    Wir haben zwei kleine Kinder und die Verwandtschaft will natürlich beiden was schenken. Damit es was sinnvolles, nicht zu viel und vor allem kein Plastikschrott wird, managen wir das und geben allen genaue Anweisungen. ^^ das nervt und ist anstrengend, aber auch zielführend und es spielen sogar alle ohne Einwand mit. Ergänzend haben wir allen im Namen unserer Sprösslinge dies per sms geschickt:

    „Liebe Freunde nah und fern,
    wir haben unsere Erde gern. 🙂
    Zu viel des Leids muss sie ertragen,
    drum lasst es uns auch diesmal sagen.
    Verzichtet auch in diesem Jahr
    auf Geschenkpapier, ganz klar.
    Auch Folie und Tüte sollen’s nicht sein – die wandern in den Müll hinein.
    Auch die Herstellung ist teuer
    verbraucht viel Wasser, ungeheuer.
    Chemikalien, Gift und Schund sickern in den Erdengrund.
    Das klingt ja nicht sehr weihnachtlich,
    ist es leider nun auch nicht.
    Soll es ein Fest der Liebe sein,
    lasst die Verpackung besser sein.
    Doch zerbrecht euch nicht zu sehr den Kopf,
    greift zu Zeitung, Schleife, Stoff,
    Geschirrtuch, Kiste oder Glas,
    das ist einfach und bringt Spaß.
    Das meiste liegt zu Haus schon rum
    und sammelt Staub – wie schade drum. 🙂
    So blöde das Gedicht auch scheint 😀
    Ist es doch sehr ernst gemeint.
    Drum wer uns etwas schenken mag,
    der beherzigt diesen Rat.

    Zu Weihnachten für euch ein Stück
    Freude, Liebe, Hoffnung, Glück. “

    Frohes Fest!

  2. Gibt’s auch Untersuchungen, wieviel Prozent man einspart, wenn man einmal die Woche Wildfleisch isst? Das hab ich jetz vor. Ich ess (nur) noch einmal die Woche Fleisch und keine Wurst, seitdem ich vom Elternhaus ausgezogen bin als Sohn eines Metzgers. Muss mich da im Fleischkonsum langsam reduzieren, da ich – wie man sich denken kann – anderes gewohnt bin. Wildfleisch ist ja viel ökologischer als das herkömmliche Bio-Fleisch. Deswegen wollt ich darauf umsteigen. Finds eh komisch, dass immer nur die Rede vom Bio-Fleisch ist, aber nicht vom Wildfleisch.

  3. Hi,
    den Artikel finde ich nicht schlecht und die Tipps darin sehr interessant. Das fand ich schon als ich ihn, vor ein paar Monaten, zum ersten mal las. Leider musste ich schon vorzeitig nochmal selbst, feststellen, dass einiges nur funktioniert wenn die anderen Parteien mitspielen. Da ich ja nie weiß was ich mir zu Geburtstag und Weihnachten wünschen soll, was dann gegen Dezember immer zu einem leidiges Streitthema ausartet (Diese zwei Ereignisse liegen einfach zu nah beisammen). Da das Thema vor ein paar Wochen mal wieder zur Sprache kam, habe ich in meiner unbescholdenen Art einfach mal vorgeschlagen anstatt mir was zu schenken, einfach das Geld zu spenden. Ich durfte mir anschließend eine 2 oder 3 Tage andauernden Bashingvortrag von meiner Mutter anhören, mit nur einer Botschaft: „Das sind alles nur Betrüger!!!“. Was eigentlich total doof/schade ist, denn über 90 % der hin und her geschenkten Sachen verenden zu Staubfängern.

    • Ja, das kann unter Umständen echt dauern, bis sich die Umgebung daran gewöhnt hat. Wir sind in dem Punkt ja auch schon ein Jahrzehnt dabei XD. Wenn es bei den anderen beim besten Willen nicht geht, dass sie uns gar nichts schenken, wünschen wir uns meistens Essbares. Bei meiner Mutter klappt das ganz gut, denn sie hatte auch schon vorher jahrelang gemeckert, dass es total schwer ist, uns was Passendes zu schenken, weil wir immer der Meinung waren, dass wir nichts brauchen und das, was sie ausgesucht hatte, äh, auch nicht ganz unseren Geschmack traf. Dann wünschen wir uns ein besonderes und aufwendigeres Gericht oder einen Restaurantbesuch in einem Nobelding. Nicht, dass wir all das bräuchten. Aber sonst fühlt sich das für die anderen nicht wirklich an wie ein Geschenk und dann fühlen sie sich unwohl. Bei meinen Schwiegereltern ist das schwieriger, aber auch da kam das jetzt langsam an. Da wir vegan sind fühlt es sich dann schon eher an, als ob wir uns was Besonderes von ihnen wünschen ;). Jaja, Kalorien statt Konsum ;).

  4. Geh am Ende des Weihnachtsmarktes mal an den verschiedenen Ständen vorbei, wieviel Tannenzweige oder ganze Bäume weggeworfen werden !!! Oder Deko.
    Diese Wochenend-Weihnachtsmarkt (in kleineren Städten ziemlich beliebt) sind ein whres Eldorado an Nadelkram! Bei uns auf dem (schwäbischen) Land wird natürlich erst nach „drei-Könige“ abgeholt, aber da die „Bubenjungschar“ das erledigte mit kleiner Spande für ein Waisenhaus war auch die Entsorgung ganz ok.
    Grüßle Chrissi

  5. Pingback: Haferplätzchen mit Schokoladenüberzug (vegan, glutenfrei, palmölfrei)

  6. Pingback: Haselnuss-Vanillekipferl und ein paar Last (Minute) Christmas Ideen | Vegan Witch

    • Hi Heli :),
      danke für den Link, den Artikel kannte ich ja noch gar nicht ❤️! Und dass du ihn trotz Zeitmangel noch schnell geteilt hast :)!!!
      Drück dir die Daumen mit deiner Abschlussarbeit!!
      Liebe Grüße,
      Shia

  7. Toll, danke für die vielen Ideen, Shia :-D! Ich verschenke dieses Jahr nur Selbstgemachtes und bin sehr gespannt auf die Reaktionen.
    Schade finde ich, dass so viele Leute second-hand-Geschenke irgendwie als Beleidigung empfinden. Jedenfalls ist mir das schon passiert oder Leute vermitteln ganz klar, dass sie keine second hand Sachen haben wollen…

    Liebe Grüße 🙂

    • Hi Jenna,
      ich persönlich finde Selbstgemachtes ja viel schöner immer :). Meinen Lieblings-Jutebeutel haben wir vor 5 Jahren geschenkt bekommen – den hatte ein Kumpel von uns selbst bestempelt! Und seit 5 Jahren ist er im Dauereinsatz, so viel, dass inzwischen das Motiv schon fast ausgewaschen ist. Aber man kann’s noch erkennen und ich freue mich auch immer, wenn ich den Beutel sehen :). Und der eine Brotbeutel von uns ist ebenfalls handgenäht und -bestickt. Er war ein Hochzeitsgeschenk vor 7,5 Jahren und ist in unserer Lieblingsfarbe LILA! Und ich freu mir auch immer nen Ast, wenn ich mal zur Abwechslung etwas Selbstgebackenes geschenkt bekomme (ist ja normalerweise immer anders rum ;)). Das schmeckt dann gleich doppelt so gut!
      Das mit secondhand Sachen kenne ich, und ist mir wirklich ein Rätsel. Meine Eltern waren damals noch Studenten, als sie mich bekamen, und ich bin standesgemäß mit getragenen Klamotten aufgewachsen – von anderen Müttern mit älteren Kindern oder vom Flohmarkt ;). Einmal im Jahr gab es immer einen Kinderflohmarkt, wo ich auch meistens einen Stand hatte und mich gaaaanz groß fühlte. Natürlich durfte ich auch drüber laufen und mir vom Taschengeld alles Mögliche kaufen – Bücher, Spielzeug, Hörspiele! Ich habe also secondhand immer mit ganz großem Kino verbunden ;). Später war ich auf einem Internat, wo man Besitzverhältnisse irgendwie auch etwas anders betrachten lernt… Ich erinnere mich daran, dass meine eine Mitbewohnerin und ich sowieso nach dem Motto: „Deins, meins? Keine Ahnung, ist auch egal“ und „Aufräumen wird immer toller und unsere Schränke immer voller“ gelebt haben :D. 2 Jahre später, als wir schon nicht mehr zusammen wohnten, hab ich einen meiner Lieblings-BHs an ihr entdeckt und sie war überzeugt davon, dass es ihrer war, denn den hätte sie ja schon ewig XD. Dass es Leute stört, wenn Sachen nicht neu sind bzw. andere sie bereits benutzt haben ist mir also nach wie komplett unzugänglich – die Leute wissen nicht, was für ein Spaß und was für Schätze ihnen entgeht ;)…
      Liebe Grüße,
      Shia

  8. Super Thema! Wie kann man denn am besten Plätzchen verschenken, die nicht in Zellophan kommen sollen, aber knusprig bleiben sollen? Mir fällt die Blechdose ein. Hast du sonst eine Idee?

    • Genau das Problem habe ich auch … Für das nächste Jahr werde ich wohl rechtzeitig große Einweckgläser beiseite stellen bzw. Blechdosen sammeln, freue mich aber noch über Last-Minute-Ideen für die Plätzchenbäckerei 2015.
      Und das „größere“ Problem: Ich habe auch kleine Stollen gebacken, dazu fällt mir bisher auch keine sinnvolle Verpackungsidee ein.
      LG illy

      • Hi Martina, hi Illy,
        wirklich knuspriger bleiben meiner Erfahrung nach die Plätzchen in Zellophan leider nicht. Keksdosen und Gläser sind da viel besser :). Sieht übrigens gerade in Gläsern phänomenal aus!Da bietet es sich natürlich an, vorher zu sammeln. Edel sind die Weck-Gläser, die haben auch eine große Öffnung.
        Ansonsten in den Dosen aufheben und erst vor dem Verschenken in Tücher wickeln. Die Plätzchen sollen ja sowieso nicht in der Verpackung gelagert werden o_O! Stollen können ebenfalls in Tüchern eingeschlagen werden. Geschirrtücher kann eigentlich jeder gut gebrauchen, aber vorher am besten einmal waschen. Oder ein sauberer Jutebeutel. Und ja – die Sachen werden dann – Gott bewahre – dreckig ;). Aber so weit ich weiß hat fast jeder eine Waschmaschine und kann danach das Tuch/ den Jutebeutel auch getrost weiterverwenden (sie gehen nicht davon kaputt, das verspreche ich ;)).
        Liebe Grüße,
        Shia

          • Hi Illy,
            ach, das kenne ich nur zu gut :). Wir haben auch lange gebraucht, um auf die einfachsten Sachen zu kommen! Wir haben gerade am Anfang versucht, für so viel wie möglich einen „Zero Waste Ersatz“ zu finden, bis uns irgendwann dämmerte, dass das ganze ja eigentlich komplett unnötig ist! Ich hatte mit selbstgemachtem Gesichtswasser herum probiert, bis mir auffiel, dass ich ja gar keins brauche! Ich komme mit Ölen zum Eincremen so viel besser klar, dass ich gar keine unreine Haut mehr habe, wofür ich ein spezielles Gesichtswasser bräuchte XD. Haarkur? Auch überflüssig! Ich hab am Anfang auch verzweifelt nach einem unverpacktem Luffa-Schwamm zum Duschen gesucht, weil ich halt vorher auch immer einen Schwamm hatte. Naja, es geht tatsächlich wunderbar ohne :D! Aber warum einfach machen, wenn es auch kompliziert geht :D? (Übrigens hab ich später unverpackte Luffa-Schwämme im persischen Gemüsemarkt entdeckt, aber dann nicht mehr gekauft – wozu eigentlich ;)?)
            Dane übrigens auch für den Link, ist ein cooler Artikel :). Ich mag die Utopia-Sachen ja sehr gerne!
            Liebe Grüße,
            Shia

  9. Hallo,
    wieder ein super Artikel ;). Zum Verpacken kann ich nur sagen: ich pack alles in alter Zeitung vom Nachbarn ein. Habe auch schon die ersten Kleinigkeiten zum Nikolaus in Zeitung verschenkt (aus Holz). Zuerst hat man mich skeptisch angeschaut, aber dann kam Verständnis ;).

    An Ilka: Meine Eltern haben große Geschenke früher hinter dem Sofa gestellt und darüber eine Decke gelegt. Das fanden wir immer total aufregend. Die Spannung lag immer darin „was liegt hinterm Sofa?“. Dieses große Geschenk war auch immer ein Wunsch von meinem Bruder und mir zusammen. Also Wünsche zusammen legen finde ich im nachhinein auch nochmal nachhaltig ;).

    LG und allen eine schöne, ruhige Zeit ;).
    Julia

    • Hi Julia,
      stimmt, Zeitungen sind auch immer gut :). Und das mit der Decke ist ja eine tolle Idee – so einfach und genial! Das sind wirklich sehr schöne, nachhaltige Tipps!
      Ganz liebe Grüße,
      Shia

  10. Hi,
    Mir gefällt der Artikel gut. Wir hatten vorgehabt uns aus unseren tierisch umfangreichen Buxvorkommen im Garten einige große Äste in einen Topf mit Erde zu stecken und zu einem Weihnachtsbäumchen zurecht zu schneiden. Den hätten wir dann gleich drin behalten, damit die Äste anwachsen können und wir den Bux-Weihnachtsbaum so jährlich nutzen können. Die Kinder sind davon noch nicht so ganz überzeugt. In Bezug auf Weihnachten mit Kindern fällt mir noch ein: Geschenke Second Hand kaufen. Das haben wir dieses Jahr gemacht. Allerdings weiß ich noch nicht wie ich die verpacken soll, das eine Feuerwehrauto ist sie so riesig, dass es in unseren größten Beutel nicht rein passt… Mal sehen, vielleicht nehm ich dazu Zeitungspapier… Andere Überlegung war, die Familienfeier ohne Bescherung zu gestalten. Die Bescherung würde dann jeder mit seinem Nachwuchs zu Hause alleine machen… Und die Anzahl der Geschenke reduzieren. Am liebsten wäre mir ein Geschenk pro Kind gewesen, allerdings wäre das eine ziemlich krasse Änderung gewesen. Wir haben uns auf drei je Kind geeinigt und sind von den Großeltern. ( Zu den Geburtstagen wirs es nur noch eins geben und zum nächsten Weihnachtsfest, werden wir uns weiter reduzieren…).
    Essen muss ich sowieso für uns selber machen. Wir sind die einzigen Veganer. Aber die Beilagen werden so koordiniert, dass sie veganerfreundlich sind.
    Das waren unsere bisherige Gedankengänge zum Thema vegane zerowaste Weihnachten…

    Liebe Grüße, Ilka

    • Hi Ilka,
      ich hab jetzt keine Kinder, würde aber mal behaupten, dass die Kinder das schon verkraften werden ;). Ich wollte als Kind auch immer einen Baum, meine Eltern sahen das aber nicht so ein (wir sind ja auch keine Christen), bemühten sich aber auf andere Art und Weise sehr, mir schöne Feiertage zu bereiten und sie so zu gestalten, dass ich im Kindergarten und später in der Schule auch mitreden konnte.
      Ich hab von Bekannten gehört, dass sie für die Bescherung „wichteln“, sodass jeder genau 1 Geschenk bekommt. Die Kinder machen natürlich mit und schenken auch genau 1 Geschenk, soll dann auch immer ein ganz großer Spaß sein, von wegen, oh, von wem kommt das denn :D? Find ich auch besser so, ich finde das heute echt einfach viel zu sehr fokussiert auf Geschenke. Ich glaube, unsere Nichten und der Neffe kennen gar keine Geschenke von uns ;)? Wir schenken ihnen eigentlich nie was, sie haben ja so viel mehr als sie brauchen, und das ganze Materielle ist sowieso nicht unsers, was inzwischen glaube ich bei allen Familienmitgliedern angekommen ist. Bisher haben die kleinen sich bei uns noch nicht beschwert :D. Wir setzen uns auch seit Jahren dafür ein, dass uns nichts geschenkt wird (anfangs leider mit wenig Erfolg, inzwischen klappt es endlich ^^).
      Liebe Grüße,
      Shia

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